Günstigster vs teuerster Dacia Striker: Über 12.000 € Aufpreis – und trotzdem weniger Kofferraum
30. Oktober 2026 von Irene Wallner
Der neue Dacia Striker soll vor allem mit viel Platz für wenig Geld überzeugen. Schon ab 21.990 Euro gibt es den 4,62 Meter langen Crossover-Kombi. Doch wie teuer wird der Striker, wenn du dich für eine gehobene Ausstattung, Allradantrieb und jede Menge Extras entscheidest?
Wir haben den günstigsten Dacia Striker Essential mit 140 PS und Schaltgetriebe gegen einen nahezu voll ausgestatteten Journey hybrid 150 4×4 mit 154 PS und Automatik antreten lassen. Das Ergebnis: Zwischen beiden Modellen liegen satte 12.310 Euro.
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Die Frage ist also: Was kann das Basismodell bereits – und lohnt es sich wirklich, mehr als 12.000 Euro zusätzlich auszugeben?
Preisdifferenz: Mehr als 12.000 Euro für den Luxus-Dacia

Der günstigste Dacia Striker startet als Essential mild hybrid-G 140 bei 21.990 Euro. Dafür bekommst du einen 140 PS starken Motor, ein manuelles 6-Gang-Getriebe und die Möglichkeit, neben Benzin auch günstigeres Autogas (LPG) zu tanken. Unsere Einstiegsversion kommt ohne zusätzliche Extras in Arktis-Weiß.
Bei der teuer konfigurierten Variante sieht die Sache anders aus. Der Striker Journey hybrid 150 4×4 kostet bereits ohne zusätzliche Ausstattung 30.590 Euro. Wir haben uns aber nicht zurückgehalten und noch einige Extras hinzugefügt.
Die Lackierung in Frost Green kostet 720 Euro, die 19-Zoll-Leichtmetallräder weitere 500 Euro. Für das Panorama-Glasdach werden 800 Euro fällig, die beheizbare Windschutzscheibe schlägt mit 190 Euro zu Buche und das City-Paket kostet 700 Euro.

Zusätzlich haben wir Zubehör im Wert von 800 Euro ausgewählt. Darunter befinden sich verschiedene YouClip-Halterungen, Fußmatten, beleuchtete Einstiegsleisten und ein Kofferraumschutz.
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Damit landet unser teuer konfigurierter Striker bei 34.300 Euro. Das sind 12.310 Euro beziehungsweise rund 56 Prozent mehr als beim Basismodell.
Für diesen Aufpreis bekommst du allerdings nicht nur eine umfangreichere Ausstattung, sondern auch einen anderen Antrieb.
Optik: 17 gegen 19 Zoll – hier erkennt man den Unterschied
Schon beim Blick auf die beiden Autos fallen einige Unterschiede auf. Der günstige Striker Essential steht auf 17-Zoll-Stahlrädern im KYLYA-Design und trägt die kostenlose Lackierung Arktis-Weiß. Schwarze Kunststoffelemente an den Radkästen und Stoßfängern unterstreichen den robusten Crossover-Look.
Beim Journey-Modell wirkt das Gesamtpaket deutlich hochwertiger. Die optionalen 19-Zoll-Leichtmetallräder im glanzgedrehten DARSANA-Design füllen die Radhäuser stärker aus. Dazu kommt die auffällige Lackierung in Frost Green.
Auch bei den Details legt der Journey zu. Die hinteren Seiten- und die Heckscheibe sind stärker getönt, die Außenspiegel lassen sich zusätzlich elektrisch anklappen und auf dem Dach sitzt eine Haifischantenne.

Das feststehende Panorama-Glasdach für 800 Euro sorgt außerdem für ein luftigeres Raumgefühl im Innenraum.
Trotzdem bleibt der Charakter des Striker bei beiden Versionen gleich. Die markante Front, die lang gezogene Dachlinie und die erhöhte Bodenfreiheit bekommst du auch für 21.990 Euro. Wer auf große Felgen und eine besondere Lackierung verzichten kann, muss optisch also keine gewaltigen Abstriche machen.
Ausstattung: Schon der günstigste Striker kann erstaunlich viel
Beim Blick auf die Serienausstattung wird schnell klar, dass Dacia den Striker Essential keineswegs völlig nackt auf die Straße schickt.
Bereits das günstigste Modell besitzt eine manuelle Klimaanlage, elektrische Fensterheber vorne und hinten sowie elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel. Auch ein adaptiver Tempomat, eine Einparkhilfe hinten und eine Rückfahrkamera gehören zur Grundausstattung.
Besonders überraschend ist das Infotainment. Selbst beim Essential bekommst du einen 10,1-Zoll-Touchscreen mit Media Display und ein digitales 7-Zoll-Fahrinfodisplay.
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Hinzu kommen zahlreiche Assistenzsysteme wie Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung mit Geschwindigkeitswarner, Müdigkeitswarner und Notbremsassistent mit Fußgängererkennung. LED-Abblendlicht und LED-Tagfahrlicht sind ebenfalls serienmäßig.
Damit bietet der günstige Striker bereits vieles, was im Alltag wirklich wichtig ist.
Der Journey setzt vor allem beim Komfort noch einen drauf. Statt der manuellen Klimaanlage gibt es eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik mit Lüftungsdüsen im Fond. Die Vordersitze und das Lenkrad sind beheizbar, der Fahrersitz lässt sich teilweise elektrisch einstellen. Für beide Vordersitze ist außerdem eine Lordosenstütze vorgesehen.

Dazu kommen eine elektrische Heckklappe mit Easy Trunk Opening, eine elektrische Parkbremse mit Auto-Hold und eine Keycard für den schlüssellosen Zugang.
Auch beim Infotainment wird aufgerüstet. Der Bildschirm bleibt zwar 10,1 Zoll groß, doch im Journey kommt das umfangreichere Media Nav Live mit vernetzter Navigation zum Einsatz. Eine induktive Smartphone-Ladefläche ist ebenfalls dabei.
Besonders im Winter und auf längeren Fahrten dürften sich die zusätzlichen Komfortfunktionen bemerkbar machen.
Assistenzsysteme: 700 Euro für mehr Überblick
Schon der günstige Striker besitzt wichtige Sicherheits- und Assistenzsysteme. Wer aber beim Einparken und Rangieren möglichst viel Unterstützung möchte, findet beim Journey zusätzliche Möglichkeiten.
Unser konfiguriertes Topmodell erhält für 700 Euro das City-Paket. Darin enthalten sind eine Multiview-Kamera, Einparkhilfen vorne, hinten und an den Seiten sowie ein Toter-Winkel-Warner mit aktivem Lenkeingriff.
Außerdem gehören ein Ausstiegsassistent und ein Querverkehr-Warner mit automatischer Notbremsfunktion beim Rückwärtsfahren zum Paket. Das ist besonders praktisch, wenn du mit dem 4,62 Meter langen Kombi regelmäßig in engen Parkhäusern oder in der Innenstadt unterwegs bist.
Beim Licht gibt es ebenfalls Unterschiede. Beide Versionen besitzen LED-Abblendlicht und Halogen-Fernlicht. Der Journey ergänzt das Angebot aber um LED-Nebelscheinwerfer mit Kurvenlicht, Fernlichtassistent und Regensensor.
Motor: 140 gegen 154 PS – der größte Unterschied ist der Allradantrieb
Unter der Motorhaube unterscheiden sich die beiden Striker deutlich. Das Basismodell verwendet einen 1,2-Liter-Dreizylinder mit Mildhybrid-Technik und 140 PS. Geschaltet wird über ein manuelles 6-Gang-Getriebe, die Kraft geht ausschließlich an die Vorderräder.
Besonders interessant ist der bivalente Antrieb. Der günstige Striker kann sowohl mit Benzin als auch mit Autogas (LPG) fahren. Dank zweier Kraftstofftanks sind große Gesamtreichweiten möglich, während das günstigere Autogas beim Tanken Geld sparen kann.

Beim Journey hybrid 150 4×4 kommt ebenfalls ein 1,2-Liter-Motor zum Einsatz, allerdings in Kombination mit einem elektrifizierten Allradantrieb. Die Systemleistung beträgt laut Konfigurator 154 PS. Ein Elektromotor unterstützt an der Hinterachse, während ein 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe die Gangwechsel übernimmt.
Die Batterie lädt sich während der Fahrt selbst auf. Eine Steckdose brauchst du dafür nicht. Anders als der einfache Mildhybrid kann der Allrad-Striker auch zeitweise rein elektrisch fahren.
Der Unterschied bei den Fahrleistungen fällt dennoch überschaubar aus. Der Essential benötigt 10,8 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h, der Journey schafft es in 9,6 Sekunden. Bei 180 km/h ist für beide Schluss.
Du bekommst für den Aufpreis also keinen Sportwagen. Vielmehr bezahlst du für die Automatik, den zusätzlichen elektrischen Antrieb und die bessere Traktion auf schwierigerem Untergrund.
Verbrauch: Der günstigste Striker hat einen interessanten Vorteil
Beim Verbrauch liegen die beiden Versionen auf den ersten Blick erstaunlich nah beieinander.
Der Essential mild hybrid-G 140 kommt laut der vorliegenden Konfiguration auf einen kombinierten WLTP-Benzinverbrauch von 5,3 Litern auf 100 Kilometer. Im Autogasbetrieb sind es 6,6 Liter.
Der Journey hybrid 150 4×4 wird in unserer Konfiguration mit 5,4 Litern Benzin auf 100 Kilometer angegeben.
Interessant ist deshalb vor allem der günstigere LPG-Betrieb des Einstiegsmodells. Zwar benötigt der Striker mit Autogas mehr Liter Kraftstoff, die niedrigeren Preise an der Zapfsäule können diesen Nachteil aber mehr als ausgleichen.
Der Journey punktet dagegen mit seinem elektrifizierten Antrieb, der besonders im Stadtverkehr zeitweise rein elektrisches Fahren ermöglicht. Welches Modell langfristig günstiger fährt, hängt damit stark vom Fahrprofil und den jeweiligen Kraftstoffpreisen ab.
Platzangebot: Ausgerechnet der günstige Striker hat mehr Kofferraum
Beim Platzangebot wartet die vielleicht größte Überraschung dieses Vergleichs.
Beide Versionen sind 4,62 Meter lang, 1,82 Meter breit und besitzen einen Radstand von 2,70 Metern. Auch fünf Sitzplätze und die grundsätzlichen Platzverhältnisse bleiben identisch.
Beim Kofferraum hat allerdings ausgerechnet das Basismodell die Nase vorn.
Der Essential bietet laut Konfiguration 522 Liter Gepäckraumvolumen. Beim Journey hybrid 150 4×4 sind es dagegen nur 483 Liter. Das sind 39 Liter weniger, obwohl du für das Fahrzeug über 12.000 Euro mehr bezahlst.

Auch bei umgeklappten Rücksitzen bleibt der günstigere Striker vorne. Er fasst maximal 1.289 Liter, der teurere Allrad-Striker kommt auf 1.269 Liter. Dafür erleichtert der Journey mit seiner elektrischen Heckklappe, der Mittelarmlehne im Fond und der Easy-Fold-Funktion für die Rücksitze die alltägliche Nutzung.
Bei der Anhängelast herrscht wiederum Gleichstand: Beide Modelle dürfen bis zu 1.500 Kilogramm gebremst ziehen. Wer vor allem möglichst viel Stauraum benötigt, ist mit dem Basismodell also tatsächlich besser bedient.
Fazit: Lohnen sich 12.310 Euro Aufpreis beim Dacia Striker?
21.990 Euro für den günstigsten Striker, 34.300 Euro für unsere umfangreich ausgestattete Journey-Allradversion. Dazwischen liegen 12.310 Euro – für eine Marke wie Dacia ist das eine ordentliche Preisspanne.
Dafür bekommst du beim teureren Modell tatsächlich einiges geboten. Allradantrieb, Automatikgetriebe, beheizbare Sitze, elektrische Heckklappe, Panorama-Glasdach, größere Felgen und zahlreiche Komfort- und Assistenzsysteme machen den Journey zum deutlich angenehmeren Reisebegleiter.
Allerdings zeigt der Vergleich auch, wie gut der günstige Striker bereits aufgestellt ist. Ein 10,1-Zoll-Touchscreen, adaptiver Tempomat, Rückfahrkamera und die wichtigsten Assistenzsysteme sind schon für 21.990 Euro enthalten.
Und dann wäre da noch der Kofferraum: Ausgerechnet die günstigste Version bietet mehr Stauraum als der teuer ausgestattete Allrad-Striker.
Unser Fazit: Wer möglichst viel Auto für wenig Geld sucht, macht mit dem Striker Essential einen ziemlich guten Deal. Der Journey hybrid 150 4×4 lohnt sich vor allem dann, wenn dir Automatik, Allradantrieb und Komfortausstattung wichtig sind. Rein aus Vernunftgründen sind die zusätzlichen 12.310 Euro dagegen nur schwer zu rechtfertigen.