Neuer Hyundai Tucson im Vergleich: Diese 7 Dinge macht er besser als der Vorgänger

08. Oktober 2026 von

Der Hyundai Tucson gehört seit Jahren zu den wichtigsten Modellen der Marke – entsprechend groß fällt der Schritt zur neuen Generation aus. Hyundai hat den Familien-SUV nicht einfach nur optisch überarbeitet: Der neue Tucson wird größer, bekommt deutlich mehr Kofferraum, ein komplett neues Infotainment und stärkere Hybridantriebe.

Hyundai Modelle ansehen

Dabei wächst das Auto äußerlich gar nicht so dramatisch, wie die Änderungen vermuten lassen. Gerade einmal 35 Millimeter kommen bei der Länge hinzu. Trotzdem steigt das Kofferraumvolumen von bisher maximal 620 auf bis zu 695 Liter. Auch der Plug-in-Hybrid macht einen deutlichen Sprung: Statt bisher 252 stehen künftig bis zu 292 PS bereit und die elektrische Reichweite steigt auf bis zu 81 Kilometer.

Hyundai Tucson neu vs. alt: Die wichtigsten Unterschiede

Hyundai Tucson
Vorgänger
Hyundai Tucson
neues Modell
Länge ca. 4,53 m 4,56 m
Radstand 2,68 m 2,72 m
Kofferraum 546–620 Liter bis zu 695 Liter
Benziner bis 160 PS 150 PS
Vollhybrid 215 PS 245 PS
Plug-in-Hybrid 252 PS 292 PS
PHEV-Batterie 13,8 kWh 17,1 kWh
Elektrische Reichweite
PHEV
bis ca. 70 km bis zu 81 km*
Maximale Anhängelast 1.650 kg bis zu 1.910 kg
Infotainment 12,3 Zoll 12,9 oder 17 Zoll

*Vorbehaltlich der endgültigen Typgenehmigung.

Diese 7 Dinge macht das neue Modell besser

Der Tucson war schon immer ein beliebtes Modell und die neue Version sollte es ebenfalls werden. Wir sagen euch, welche 7 Gründe für uns dafür sprechen, dass der neue Tucson für viele das passende Auto sein könnte.

Top SUV-Modelle ansehen

1. Design: Der Tucson wird kantiger und erwachsener

Schon der bisherige Tucson war alles andere als unauffällig. Besonders die in den Kühlergrill integrierten Tagfahrleuchten und die vielen scharfen Kanten machten ihn zu einem der auffälligeren Kompakt-SUV. Mit dem Facelift von 2024 wurde dieses Konzept noch einmal etwas verfeinert.

Tucson-alt-vs-neu-front

Beim neuen Tucson geht Hyundai allerdings in eine andere Richtung. Die neue Designsprache nennt sich „Art of Steel“ und setzt auf ausgeprägtere Radhäuser, klarere Flächen und insgesamt kantigere Proportionen. Dadurch wirkt der Tucson weniger verspielt und stärker wie ein klassischer, robuster SUV. Vorne zieht sich die neue sogenannte H-Edge-Lichtsignatur horizontal über das Auto, hinten setzt Hyundai auf dreidimensional wirkende „Prism“-Rückleuchten.

News zum neuen Tucson lesen

Unterm Strich bleibt der neue Tucson auffällig, wirkt aber aufgeräumter. Der Vorgänger setzte stark auf versteckte Leuchten und komplizierte Formen, die neue Generation stärker auf Breite, klare Linien und eine kräftigere SUV-Optik.

2. Platzangebot: Neuer Tucson wächst nur wenig – innen bringt es trotzdem etwas

Mit 4,56 Metern Länge ist der neue Tucson gerade einmal 35 Millimeter länger als sein Vorgänger. Gleichzeitig legt er jeweils 35 Millimeter in der Breite und 20 Millimeter in der Höhe zu. Entscheidender dürfte jedoch der Radstand sein: Er wächst um 40 Millimeter auf 2,72 Meter.

Tucson-alt-vs-neu-vorne

Davon profitieren vor allem die Passagiere. Hyundai nennt sechs Millimeter zusätzliche Beinfreiheit in der zweiten Reihe und 14 Millimeter mehr Kopffreiheit. Das klingt zunächst überschaubar, doch der bisherige Tucson war ohnehin bereits ein geräumiger Familien-SUV. Zusätzlich öffnen die hinteren Türen nun bis zu 83 statt bisher 73 Grad – beispielsweise beim Anschnallen von Kindern oder beim Einbau eines Kindersitzes kann das einen spürbaren Unterschied machen.

3. Kofferraum: 695 Liter – hier wird der Unterschied deutlich

Noch interessanter wird der Generationswechsel hinter der Rückbank. Je nach Motorisierung bietet der aktuelle Tucson zwischen 546 und 620 Liter Kofferraumvolumen. Der Plug-in-Hybrid kommt beispielsweise auf 558 Liter, beim normalen Benziner sind maximal 620 Liter möglich.

Hyundai Tucson Angebote finden

Beim neuen Tucson nennt Hyundai bis zu 695 Liter. Im günstigsten Vergleich sind das 75 Liter mehr als beim ohnehin bereits großen Vorgänger. Allerdings hat Hyundai bislang noch nicht aufgeschlüsselt, welches Kofferraumvolumen die einzelnen Motorisierungen tatsächlich erreichen. Gerade Hybrid und Plug-in-Hybrid könnten durch ihre Batterietechnik abweichen.

Praktischer wird auch die Rückbank. Sie lässt sich im Verhältnis 40:20:40 umklappen und um 150 Millimeter längs verschieben. Damit kann je nach Situation zwischen mehr Beinfreiheit und zusätzlichem Gepäckraum gewählt werden.

4. Innenraum: Statt zwei 12,3-Zoll-Displays jetzt bis zu 17 Zoll

Erst mit dem Facelift 2024 hatte Hyundai den Innenraum des bisherigen Tucson gründlich modernisiert. Zwei miteinander verbundene 12,3-Zoll-Displays bilden seitdem das Panorama-Curved-Display. Auch der Gangwahlhebel wanderte bereits ans Lenkrad, wodurch in der Mittelkonsole mehr Platz entstand.

Tucson-alt-vs-neu-innenraum

Der neue Tucson setzt trotzdem noch einmal einen drauf. Direkt vor dem Fahrer sitzt nun ein schlankes 9,9-Zoll-Display, während der zentrale Touchscreen je nach Ausstattung 12,9 oder sogar 17 Zoll misst. Als Software kommt das neue Pleos Connect auf Basis von Android Automotive OS zum Einsatz. Dazu kommen Over-the-Air-Updates und der KI-Sprachassistent „Gleo AI“.

Hyundai verzichtet glücklicherweise nicht komplett auf echte Schalter. Häufig genutzte Funktionen lassen sich weiterhin über physische Tasten unterhalb des Displays bedienen. Dazu kommen je nach Ausstattung zwei kabellose Qi-2.0-Ladeflächen, USB-C-Anschlüsse mit bis zu 100 Watt, ein Bang-&-Olufsen-System mit zwölf Lautsprechern und sogar ein Fahrersitz mit Massagefunktion.

5. Motoren: Vor allem die Hybride werden stärker

Beim Antrieb wird es besonders interessant. Der bisher in Deutschland angebotene Tucson deckt eine ungewöhnlich breite Palette ab: Benziner, Mildhybrid-Benziner, Mildhybrid-Diesel, Vollhybrid und Plug-in-Hybrid sind beziehungsweise waren erhältlich. Der Vollhybrid leistet aktuell 215 PS, der Plug-in-Hybrid 252 PS.

Beim neuen Tucson startet die Palette zunächst mit einem 1,6-Liter-Turbobenziner mit 150 PS. Darüber folgt der Vollhybrid mit 245 PS und 380 Nm. Das sind 30 PS mehr als beim aktuellen deutschen Modell. Noch stärker fällt der Sprung beim Plug-in-Hybrid aus: Hier steigt die Systemleistung von 252 auf 292 PS.

Tucson-alt-vs-neu-heck

Auffällig: Einen Diesel führt Hyundai in der bislang vorgestellten neuen Motorenpalette nicht mehr auf. Ob später noch weitere Varianten hinzukommen, bleibt abzuwarten. Für die neue Generation sind zunächst Benziner, Hybrid und Plug-in-Hybrid bestätigt.

6. Plug-in-Hybrid: Größerer Akku und mehr elektrische Reichweite

Besonders deutlich verbessert Hyundai den Plug-in-Hybrid. Der bisherige Tucson besitzt einen Akku mit 13,8 kWh und schafft laut aktuellem deutschen Carwow-Test je nach Variante rund 63 bis 70 Kilometer elektrische WLTP-Reichweite.

Der neue PHEV bekommt eine 17,1-kWh-Batterie und soll mit 17-Zoll-Rädern bis zu 81 Kilometer elektrisch fahren können. Die endgültige Homologation steht allerdings noch aus. Geladen wird mit bis zu 7,2 kW Wechselstrom.

Der Reichweitensprung ist also nicht riesig, macht den Plug-in-Tucson im Alltag aber interessanter. Wer beispielsweise täglich 30 bis 40 Kilometer zur Arbeit fährt und regelmäßig lädt, könnte einen großen Teil seiner Alltagsfahrten rein elektrisch zurücklegen.

7. Anhängelast: Der Neue kann mehr ziehen

Eine Schwäche des Vorgängers war die Anhängelast. In unserem Test kam der Tucson je nach Motorisierung auf maximal 1.650 Kilogramm – für einen Familien-SUV ordentlich, einige Konkurrenten können aber deutlich mehr ziehen.

Tucson-alt-vs-neu-seite

Hier bessert Hyundai kräftig nach. Der neue Benziner darf bis zu 1.700 Kilogramm ziehen, der Plug-in-Hybrid 1.810 Kilogramm und der Vollhybrid sogar 1.910 Kilogramm. Damit wird der Tucson auch für Wohnwagenfahrer deutlich interessanter.

Neuer oder alter Tucson – welcher ist besser?

Rein technisch ist die Sache ziemlich eindeutig: Der neue Tucson ist geräumiger, variabler und digitaler. Vor allem der größere Kofferraum, die stärkeren Hybridantriebe, die höhere Anhängelast und der verbesserte Plug-in-Hybrid sind echte Fortschritte und nicht nur Änderungen auf dem Datenblatt.

Trotzdem kann der Vorgänger interessant bleiben. Das aktuelle Modell ist erst 2024 umfangreich überarbeitet worden, besitzt bereits zwei große 12,3-Zoll-Displays und überzeugt im Carwow-Test mit viel Platz, Komfort und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Aktuell beginnt der Listenpreis bei 36.490 Euro, über Carwow gibt es den Tucson derzeit ab rund 30.750 Euro. Preise für die neue Generation hat Hyundai für Deutschland noch nicht veröffentlicht.

Wer möglichst viel Auto fürs Geld sucht, könnte deshalb gerade zum Modellwechsel beim Vorgänger attraktive Angebote finden. Wer dagegen auf maximalen Platz, die neueste Technik oder einen Plug-in-Hybrid mit mehr Leistung und Reichweite Wert legt, für den lohnt es sich eher, auf die neue Generation zu warten.