Dein Weg zum neuen Auto
Mit Omoda ist eine weitere neue chinesische Marke auf dem Weg nach Deutschland. Unsere Kollegen aus England konnten den Omoda 9 bereits im Langzeittest fahren. Tommy Allen sagt dir was ihn nach knapp 2.400 Kilometern im Plug-in-Hybrid alles überrascht hat.
Noch ist Omoda ein relativ unbekannter Name in Deutschland, aber die chinesische Marke aus dem Chery-Konzern ist gemeinsam mit Jaecoo bereits in zahlreichen europäischen Ländern wie Großbritannien, Polen oder Spanien gestartet. Es ist also höchste Zeit herauszufinden, was die Marke tatsächlich kann.
Seit knapp einem Monat fährt unser Social Media-Kollege aus England nun den Omoda 9 und sein Urteil nach knapp 2.400 Kilometern ist weitgehend positiv. Der SUV mit Plug-in-Hybrid überraschte vor allem bei Komfort und Ausstattung, aber bei manchen Problemen hat er Tommy auch einfach nur auf die Palme gebracht. Hier sind seine Fahreindrücke zum chinesischen SUV, gesammelt auf längeren Pendelfahrten, kurzen Wegen in der Stadt bis hin zu Videodrehfahrten.
Erste Eindrücke vom Omoda 9: Wie war der erste Monat?
Beginnen wir mit den Stärken des Omoda 9: Der Hybridmotor ist brillant. Er fährt sich in Tommys Erfahrung die meiste Zeit über wie ein Elektroauto. Die sofortige Beschleunigung dank der Elektrounterstützung macht sich vor allem in der Stadt bei Ampeln und Kreuzungen bezahlt.

Trotz der Leistung war der Omoda 9 bisher auch ziemlich sparsam. Obwohl Tommy den Plug-in noch nicht so oft aufgeladen hat, fährt der chinesische SUV immer noch mit einem Durchschnittsverbrauch von circa 5,8 l/100 km. Mit diesem Wert spielt er in der gleichen Liga wie etwa ein Volvo V60 Plug-in-Hybrid mit leerer Batterie, und der Volvo ist ein deutlich kleineres Auto.
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Aber der Omoda ist kein perfektes Auto, vor allem einige der Fahrassistenzsysteme sind Tommy auf die Nerven gegangen. So ist der Ablenkungssensor überaus pingelig, sobald Tommy nur eine Sekunde nicht auf die Straße geschaut hat, piepte das System bereits. Ironischerweise wurde er dadurch selber zur Ablenkung vor allem bei Situation wie etwa der Autobahnauffahrt, bei der man nicht nur nach vorne schaut, um sich zu orientieren.
Ebenfalls etwas unausgereift ist der adaptive Tempomat mit Spurhaltung. Andere Hersteller überlassen dir die Möglichkeit dem Auto mitzuhelfen, vor allem um das Fahrzeug etwa in der Mitte der Fahrspur zu halten. Der Omoda hingegen zerrt aggressiv am Lenkrad, wenn du versuchst kleinere Korrekturen durchzuführen. Ziemlich nervig und vor allem auch unsicher, falls das System etwa die Fahrbahnmarkierung nicht richtig erkennt.
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Zurück zu den positiven Punkten: Eines der Assistenzsysteme, das Tommy nicht mehr missen will, ist die 360°-Kamera im Omoda 9. Sie ist nicht nur gestochen scharf, sondern auch noch so hell, das selbst schlechte Lichtverhältnisse kein Hindernis für ein klares Bild sind. Der Omoda 9 ist ein großes Auto mit eher mäßiger Sicht, da die schmalen Fenster der coupéartigen Karosserie wenig zulassen, aber dank der Kamera sind auch enge Manöver kein Problem.
Die Qualität des Innenraums ist ebenfalls ausgezeichnet. Alles fühlt sich sehr solide an, und es gibt viel Kunstleder und weichen Kunststoff. Einige der Schalter wirken zwar etwas billig, wie beispielsweise die Tasten am Lenkrad, aber insgesamt ist das Innenraumgefühl hochwertiger als es tatsächlich kostet.

Ursprünglich war Tommy auch skeptisch gegenüber Internetkommentaren, die meinten, dass sie ihre Audis, Volvos und andere Premiummarken gegen einen Omoda 9 getauscht haben, aber nach einem Monat kann er die Aussagen tatsächlich verstehen. Der Omoda ist noch nicht ganz ausgereift und hat auch technisch noch Verbesserungspotenzial, aber für den geringen Preis ist es ein beeindruckendes Auto.
Welchen Omoda 9 fährt Tommy?
Die Konfiguration des Omoda 9 lässt wenig Auswahl, in Großbritannien ist der Plug-in-Hybrid nur in der “Noble”-Ausstattungslinie verfügbar. Diese bietet allerdings schon eine gute Serienausstattung: Smartphone-Integration, kabelloses Laden des Handys, 360°-Kamera, Head-up-Display, beheizte und belüftete Sitze, Panoramaglasdach, Adaptive Cruise Control und mehr. Bei anderen Autos und Herstellern muss man für diese Features normalerweise einige Tausend Euro in die Hand nehmen. Wer also viel Auto für wenig Geld sucht, ist bei Omoda genau richtig.

Einzige Individualisierungsoption war am Ende die Farbe und der Omoda 9 von Tommy ist in “Onyx Black” lackiert für einen Aufpreis von knapp 850 €. Insgesamt kostet der Omoda 9 in dieser Ausstattung 45.740 Pfund oder circa 52.600 €. Damit ist er knapp 2.000 € günstiger als ein Audi Q5 in der Basisausstattung und rund 7.000 € günstiger als der Einstiegs-BMW X3. Kein Wunder, dass das Modell sich in Großbritannien zum Kassenschlager entwickelt hat.

Unter der Motorhaube verbirgt sich ein 1,5-Liter-Plug-in-Hybridsystem mit Benzin- und Elektromotor und satten 450 PS, wodurch dieser dicke SUV in 4,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Das sind mehr als 2,0 Sekunden schneller als ein Audi Q5 in der Basisausstattung.
Er ist also schnell, gut ausgestattet und auch mit einem schicken Innenraum. Die Materialien fühlen sich alle weich und hochwertig an, und die Verarbeitungsqualität ist ebenfalls ausgezeichnet.
Was sagen andere Besitzer?
Der erste Eindruck ist also gut, aber was halten die andere Besitzer und Fahrer vom Omoda 9? Ein Blick durch verschiedene Foren zeigt auch hier überwiegend positive Meldungen.

So gab es etwa Lob für die Beinfreiheit auf den Rücksitzen, die deutlich besser sei als bei einem Jaguar F-Pace, während andere allgemein den Komfort des Omoda 9 lobten. Auch der Umstieg von Premiummarken zu Omoda war häufig Teil der Diskussion, so schrieb ein Nutzer etwa, dass er ohne Reue von einem Volvo XC90 umgestiegen sei. Der Omoda 9 biete einfach so viel Auto für einen kleinen Listenpreis.
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Originalartikel von: Tommy Allen
Übersetzt und angepasst von: Patrik Chen