Jaguar F-Pace Test

Großer SUV mit schnittigem Design

7/10
Wow-Wertung
Unsere Auto-Experten vergeben diese Wertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.
  • Gutes Handling
  • Sehr gute Bremsleistung
  • Umfangreiche Sicherheitsausstattung
  • Teils umständliche Bedienung
  • Nicht immer hochwertige Materialqualität
  • Etwas vorlaute Vierzylinder-Diesel

46.550 € - 76.450 € Preisklasse

5 Sitze

4,9 - 8,9 l/100km

Test

Wer F-Pace fährt, beweist Geschmack – ein elegantes und ansehnliches Fahrzeug ist Jaguar mit dem ersten SUV der Marke zweifellos gelungen. Mit dem prestigeträchtigen Grill startet der F-Pace so jaguarhaft wie er am Heck elegant abgeht. Eleganter als ein Audi Q5, BMW X3 oder VW Touareg.

Elegante 4,73 Meter, geräumige 4,73 Meter – auf den Vordersitzen und im Fond fallen die Raumverhältnisse im über zwei Meter breiten Jaguar SUV so aus, wie man sich es erwartet. Die erhöhte Sitzposition sorgt für einen besseren Blick über das Verkehrsgeschehen und für die bequeme Installation der Kindersitze.

Eleganz und Praxisnutzen geben sich auch beim Laden die Hand. Wird die im Verhältnis 40:20:40 geteilte Rückbanklehne umgeklappt, entsteht eine annähernd ebene Ladefläche und bis zu 1.740 Liter gehen über die 75 Zentimeter hohe Ladekante ins Gepäckabteil. Wie erwartet ist die Zuladung im Sportmodell SVR mit 480 Kilogramm geringer und im schwächsten Benziner mit 629 Kilogramm am höchsten.

Ganz so alltagsgerecht präsentiert sich die Bedienung nicht. Manchmal benötigt es zwei Bedienschritte, während woanders nur einer nötig wäre. Funktionen verstecken sich in Untermenüs. Besser klappt es bei der Konnektivität und mit den modernen Sicherheitsassistenten.

Das in den höheren Linien serienmäßige Digitalcockpit, das die Navikarte direkt hinter dem Lenkrad zeigt, lässt sich einwandfrei ablesen. Der Weg zum Ziel ist komfortabel. Der Fahrkomfort und die gepflegte Geräuschkulisse des Sechszylinder-Diesels, den wir im Test fahren, machen den F-Pace zum angenehmen Reisewagen, dem man nach 500 Kilometern am Stück entspannt entsteigt. Das Gewicht des Jaguar SUV, das seine Leistung fast immer mit Allradantrieb auf die Straße bringt, ist mit 1,8 bis 2,1 Tonnen hoch.

Der Verbrauch im über 280 km/h schnellen F-Pace SVR noch höher. Die meisten Kunden werden den F-Pace aber mit einem der weit sparsameren Dieselmotoren bestellen.

Welcher Motor im Jaguar F-Pace die gefälligste Pace macht und welche Ausstattung sich empfiehlt, darüber erfahren Sie in dieser ausführlichen Kaufberatung noch viel mehr.

Technische Daten

Abmessungen und Maße
Länge 4,73 Meter
Breite 2,07 Meter
Höhe 1,67 Meter
Kofferraumvolumen 650 bis 1.731 Liter
Türen 5
Leergewicht 1.760 bis 2.070 Kilogramm
Zuladung 480 bis 629 Kilogramm
Zulässiges Gesamtgewicht 2.380 bis 2.570 Kilogramm
Zulässige Anhängelast
ungebremst / gebremst
750 Kilogramm / 2.400 Kilogramm

Die Straffheit des F-Pace, die noch komfortabel aber nicht mehr so katzenhaft-samtig wie früher in einer Jaguar Limousine anmutet, bereitet auf einer kurvigen Bergstraße Fahrspaß. Die elektromechanische Servolenkung arbeitet präzise und der Allradantrieb besorgt im zumeist an allen Vieren angetriebenen Jaguar SUV (Ausnahmen: F-Pace E-Performance und 20d) eine sichere Traktion.

Die Benziner

Drei Benziner stehen zur Wahl. Da beide Vierzylinder auf dem gleichen 2,0-Liter-Turbomotor aufbauen, kann man sich gut mit dem Schwächeren zufrieden geben. Die 400 Newtonmeter maximales Drehmoment des 300-PS-Motors statt der 365 Nm machen kaum einen Unterschied. Nur die Höchstgeschwindigkeit liegt im 30t AWD ein gutes Stück höher.

An die 283 km/h Spitze des Jaguar F Pace SVR kommt aber kein anderer F-Pace heran. Der 5,0 Liter große V8-Kompressormotor produziert satte 680 Newtonmeter und ein für übergewichtige 2,1 Tonnen überschäumendes Temperament.

In nur 4,3 Sekunden katapultiert sich der SVR aus dem Stand auf 100 km/h. Das haut an der Tankstelle voll rein. Schon im kombinierten Werksverbrauch stehen da 11,9 Liter, die alle hundert Kilometer aus dem 82 Liter großen Tank strömen.

Die Diesel

Die Dieselmotoren besitzen einen kleineren Tank (20d und 25d: 60 l, 30d: 66 l), weil sie erheblich weniger Treibstoff als die Benziner konsumieren. Saugen die Vierzylinder-Benziner 7,5 bis 8,0 Liter/100 km laut Werksangabe aus dem Tank, begnügen sich die Diesel mit braven 5,3 bis 6,5 Litern.

Der 180 PS starke 2,0-Liter-Turbodiesel, der den F-Pace mit 430 Newtonmeter Drehmoment gut in Schwung hält, bildet den Einstieg. Der 240-PS-Biturbodiesel sorgt dagegen für Fahrleistungen, die auf dem Niveau des 250-PS-Benziners liegen. Zu den kultiviertesten Aggregaten zählen die Vierzylinder-Diesel jedoch nicht.

Von der Laufkultur ist der Sechszylinder-Diesel klar die erste Wahl. Von Jaguars gelungenem Sechszylinder vernimmt man auf der Autobahn zumeist nicht viel mehr als ein hintergründiges Säuseln. Drei Liter Hubraum in Kombination mit zwei Turboladern, die ab 1.500 Touren geballte 700 Nm Drehmoment an die vier Antriebsräder versenden, machen die Fahrt souverän. Und auch der Verbrauch des 30d AWD geht in Ordnung. Der Durchschnitt lag im Test bei 7,0 Liter/100 km.

25t AWD/30t AWD SVR AWD 20d/20d AWD/25d AWD 30d AWD E-Performance
Hubraum [ccm] 1.997 5.000 1.999 2.993 1.999
Leistung [PS] 250/300 550 180/240 300 163
Getriebe 8-Gang-Automatik 8-Gang-Automatik 8-Gang-Automatik 8-Gang-Automatik 6-Gang-Schaltgetriebe
0-100 km/h [s|
Vmax [km/h]
7,0/ 6,1 | 217 / 233 4,3 | 283 8,6 / 9,0 / 7,2 | 208 / 208 / 217 6,4 | 241 10,2 | 195
Kraftstoff Benzin Benzin Diesel Diesel Diesel

Die Preisliste des Jaguar F-Pace erinnert an die Bedienung des F-Pace: Man muss sich erst in das 90 Seiten dicke Werk einarbeiten, um die Unterschiede zwischen den acht Ausstattungslinien zu entdecken.

F-Pace Pure

Bereits das F-Pace Basismodell ist ansprechend ausgestattet mit der 2-Zonen-Klimaautomatik, dem Lederlenkrad, dem automatisch abblendenden Innenspiegel, den beheizbaren Außenspiegeln, der elektrischen Parkbremse, dem Begrüßungslicht, der elektrischen Kindersicherung und dem schlüssellosen Fahrzeugzugang.

Der Praxisnutzen kommt mit Dingen wie dem Ladeboden, der oben mit Stoff und unten mit Gummi bezogen ist, ebenso wenig zu kurz wie das Infotainment. Dies umfasst ein 180-Watt-Soundsystem mit sechs Lautsprechern, Bluetooth, Audiostreaming, eine SOS-Notruffunktion, drei 12-Volt-Anschlüsse und das Smartphone-Paket für die Einbindung des Smartphone über Android Auto oder Apple CarPlay.

Die Sicherheit erhöhen das sensorgesteuerte Fahrlicht, der Regensensor, die Berganfahrhilfe, das Reifendruckkontrollsystem und die Alarmanlage genauso wie der Notfall-Bremsassistent, die Einparkhilfe vorne und hinten, der Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer, die Anhängerstabilitätshilfe, die Rückfahrkamera und der Spurhalteassistent mit Aufmerksamkeitsassistent.

Die Vordersitze sind 8-fach manuell verstellbar, aber das auch im Jaguar SUV erwartete Leder fehlt noch.

F-Pace Prestige

Im Prestige, den man am mattierten Chrom um den Touchscreen erkennt, sind die Sitze mit Leder bezogen und die Xenon-Scheinwerfer gehören ebenso zur Serienausstattung wie das Fernlicht mit Abblendautomatik, die hintere Mittelarmlehne mit zwei Getränkehaltern, zwei zusätzliche USB-Anschlüsse hinten, die Ambientebeleuchtung und das Laderaumtrennnetz.

F-Pace Portfolio

Im Interieur des F-Pace Portfolio machen Dekorelemente aus Alu, die konfigurierbare Ambientebeleuchtung und die mit perforiertem Windsor-Leder bezogenen Komfortsitze, die sich 10-fach elektrisch und manuell verstellen lassen, den Unterschied.

F-Pace R-Sport

Der R-Sport unterscheidet sich mit der Kühlergrilleinfassung in mattiertem Chrom äußerlich und im Cockpit durch das Sportlederlenkrad mit R-Sport-Emblem, die sportlichen Edelstahlpedale und die 8-fach manuell verstellbaren Sportsitze von den anderen Linien.

F-Pace Chequered Flag

Der Chequered Flag ist ein Sondermodell mit reichlich Ausstattung: 10-fach verstellbare Sportsitze mit Kontrastnähten, Navigationssystem, Wi-Fi-Hotspot für bis zu acht mobile Endgeräte, Meridian Soundsystem mit 380 Watt Leistung, 11 Lautsprechern und CD/DVD-Player. Mit dabei sind zudem die Verkehrszeichenerkennung mit adaptivem Geschwindigkeitsbegrenzer und das eindrucksvolle 12,3-Zoll-Digitalcockpit statt der klassischen Rundinstrumente mit 5-Zoll-Bordcomputerdisplay.

F-Pace 300 Sport

Der 300 Sport besitzt Karosserieapplikationen in dunkel mattiertem Grau. Im Cockpit finden sich unter dem im Ebony gehaltenen Dachhimmel ein Sportlederlenkrad mit 300 Sport-Emblem und Aluschaltwippen, 10-fach verstellbare Sportsitze mit Lederbezug und gelbe Kontrastnähte an Fußmatten und Armaturenbrettoberseite. Mit der Sportbremsanlage, den 20-Zoll-Rädern und dem Adaptivfahrwerk mit Dynamic-Modus geht es in dieser Variante sportiver zu.

F-Pace S

Zum Serientrim des F-Pace S zählen die adaptiven LED-Scheinwerfer, rote Bremssättel, das Sportlederlenkrad mit S-Emblem, Sportsitze mit Lederbezug und mit Velours bezogene Kopfstützen. Vieles im S ähnelt den Linien Chequered Flag und 300 Sport, aber das dort serienmäßige Digitalcockpit besitzt der S nicht.

F-Pace SVR

Im Topmodell findet sich das meiste, was im F-Pace heute geht: das 12,3-Zoll-Digitalcockpit, das 360-Grad-Rundumsichtsystem und das Sportlederlenkrad mit SVR-Emblem. Die 14-fach elektrisch verstellbaren SVR Performance-Ledersitze mit Rautenmuster lassen sich kühlen und wie auch die hinteren Sitze beheizen. Die Außenspiegel sind elektrisch einklapp-, einstell- und beheizbar und verfügen über eine Memory-Funktion und Umfeldbeleuchtung.

Der Klappenauspuff sorgt für sonoren V8-Sound, die 21-Zoll-Breitreifen für erdige Straßenlage und die Sportbremsanlage mit 395-Millimeter-Bremsscheiben für adäquate Bremswerte.

Im ADAC-Bremstest kam der Jaguar F-Pace in der Variante 20d AWD nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach hervorragenden 33,2 Metern zum Stehen und auch das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der Maximalwertung von fünf Sternen bewertet.

Zusammenfassung

Der elegante Jaguar F-Pace ist sicher und geht vom Motor und vom Fahrwerk die Pace. Sein geräumiges Konzept und zeitgemäßes Infotainment stehen, auch wenn es an der Bedienung manchmal etwas hapert, den Alltag. Das gilt auch für die sparsamen Dieselmotoren, unter denen der Sechszylinder den guten Kompromiss aus reichlich Kraft und relativ wenig Verbrauch darstellt. Wer einen eleganten und kraftvollen SUV schätzt, der sitzt im Jaguar P-Pace 30d AWD richtig.

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