Dein Weg zum neuen Auto
Mit dem BMW iX3 und dem Mercedes-Benz GLC EQ haben die beiden großen deutschen Premiumhersteller ihre wohl wichtigsten SUVs der letzten Jahre auf den Markt gebracht. Aber welcher ist nun tatsächlich besser? Tom Wiltshire ist beide E-SUV gefahren und verrät dir sein Urteil.
Wenn du auf der Suche nach einem edlen Elektro-SUV bist, ist die Entscheidung gerade um einiges schwieriger geworden. Sicher, der Audi Q6 e-tron oder der Porsche Macan Electric sind allesamt ordentliche Autos, doch 2026 haben zwei neue Schwergewichte die Bühne erobert. Ich spreche natürlich vom BMW iX3 und dem Mercedes GLC EQ.
Der iX3 ist eines der am sehnlichsten erwarteten Autos der letzten Jahre und läutet den Beginn von BMWs „Neue Klasse“ ein, diese dient als Basis dafür, dass die neuen Fahrzeuge aus München zu den technologisch fortschrittlichsten, reichweitenstärksten und fahrspaßigsten aller Zeiten machen sollen.
Doch Mercedes-Benz scheut keine Herausforderung, vor allem keine gegen den Erzrivalen BMW und der neue GLC EQ ist vollgepackt mit Technik, die dem potenziellen iX3-Käufer einiges zu denken geben dürfte.

Unser Kollege Tom Wiltshire ist bereits beide Autos gefahren und konnte sie auch auf verschiedenen Straßen testen und den Innenraum genau unter die Lupe nehmen. Welches Auto ist also das bessere?
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BMW iX3 vs. Mercedes GLC Electric: Design
Schon hier ist die Entscheidung gar nicht so einfach für Tom, da er eigentlich beide Fahrzeuge ziemlich hässlich findet. Der BMW hat diesen eingezogenen Kühlergrill an der Front – er sieht aus wie die Vorderzähne eines Hamsters –, während der Mercedes stattdessen einen protzigen, aufrecht stehenden Kühlergrill hat. Beide können hinterleuchtet werden, um eine noch stärkere optische Wirkung zu erzielen.

Wenn man jedoch genau hinschaut, gibt es auch schöne Details. Der iX3 wirkt auf Tom angenehm nahtlos, was dadurch erreicht wird, dass auf viele der zusätzlichen Zierleisten verzichtet wurde, die bei vielen Autos um die Fensterrahmen oder an den Türen zu finden sind. Das sorgt für eine wirklich klare Ästhetik. Der Mercedes hingegen nutzt seinen ikonischen Stern in den Scheinwerfern und bei den Rückleuchten, was einen coolen Effekt ergibt.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, aber für Tom sehen Porsche Macan Electric, Polestar 3 und auch der kommende Volvo EX60 alle deutlich besser aus als die beiden Modelle.
Gewinner: Unentschieden
BMW iX3 vs. Mercedes GLC EQ: Innenraumdesign und Technik
Beide Fahrzeuge verfolgen im Interieur sehr unterschiedliche Ansätze. Der iX3 nutzt die erste Version von BMWs neuem „Panoramic iDrive“. Das bedeutet, dass man einen – wenn auch etwas seltsam geformten – zentralen Infotainment-Bildschirm bekommt, wie man ihn von anderen Modellen kennt, aber dass das Fahrerdisplay durch ein schmales Display ersetzt wurde, das sich über die gesamte Breite des Armaturenbretts direkt unterhalb der Windschutzscheibe erstreckt.

Das Panoramadisplay ist vollständig konfigurierbar und kann neben den üblichen Informationen zu Geschwindigkeit, Reichweite und Navigation eine Vielzahl von Widgets anzeigen. Das ist wirklich cool, und da es wie ein künstlicher Horizont wirkt, müssen deine Augen nicht so weit neu fokussieren, wenn du den Blick von der Straße abwendest. Für Tom funktioniert das so gut, dass man seiner Meinung nach das optionale Head-up-Display als überflüssig abschaffen könnte.
Der zentrale Bildschirm des iX3 bietet abgesehen von seiner kuriosen Parallelogrammform nichts Bahnbrechendes, ist aber äußerst elegant und benutzerfreundlich. Was den Rest des Innenraums angeht, ist das Bild durchwachsen. So gefällt Tom zwar die Textilverkleidung am Armaturenbrett, doch die Materialqualität an anderen Stellen ist nicht gerade erstklassig – die Blinkerhebel und die Kunststoffteile im unteren Bereich des Armaturenbretts wirken besonders billig und minderwertig.
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Der Mercedes GLC EQ legt nicht wirklich Wert auf das Design des Armaturenbretts – es ist im Grunde nur eine große Platte, auf der die Bildschirme sitzen. Die Basismodelle verfügen über drei separate Displays, darunter eines für den Beifahrer, aber das eigentliche Highlight findet sich in den höheren Ausstattungsvarianten – dort gibt es einen wahrhaft gigantischen 39,1-Zoll-Bildschirm, der sich über die gesamte Breite des Armaturenbretts erstreckt.

Während der Testfahrt hat der Superscreen Tom nicht mehr abgelenkt als es ein normaler Bildschirm ebenfalls tun würde. Die Beifahrerseite des Displays schaltet sich auch aus, um Ablenkung zu vermeiden, sodass er größtenteils nur mit dem mittleren Drittel interagierte, wie man es bei einem “normalen” Zentraltouchscreen gewohnt ist. Für die Software hat Tom nur Lob übrig, da sie ihn mit coolen Funktionen wie der Augmented-Reality-Navigation, die Wegbeschreibungen auf ein Live-Kamerabild projiziert, überzeugt hat.
Der integrierte Sprachassistent ist im GLC EQ zudem etwas besser als im BMW, und es gibt einige Funktionen, die man je nach Temperament mehr oder weniger nützlich finden könnte – zum Beispiel das integrierte Microsoft Teams für Videokonferenzen. Da ist Tom heilfroh darüber, dass Carwow bei Besprechungen auf Google setzt.
Der riesige Bildschirm ist zwar beeindruckend, aber so wirklich überzeugen tut er nicht. Schließlich nimmt er dem Innenraum jede Eleganz, ist ein echter Fingerabdruckmagnet und wirkt zu überwältigend. Daher bevorzugt Tom die etwas konventionellere und weniger übertriebene Herangehensweise des BMW an das Hightech-Interieurdesign. Abgesehen von dem furchtbar hässlichen Lenkrad, aber mit dieser Meinung ist Tom ja auch nicht alleine.
Gewinner: BMW iX3
BMW iX3 vs. Mercedes GLC EQ: Alltagstauglichkeit
Hier ist die Sache für Tom ziemlich eindeutig. Beide Autos sind verdammt praktisch. Der iX3 bietet reichlich Platz auf den Rücksitzen – genug für einen 1,80 m großen Erwachsenen hinter einem Fahrer ähnlicher Größe und mit einem schönen flachen Boden, sodass die Füße nirgendwo anstoßen.

Beim Mercedes ist es ähnlich, aber es gibt noch mehr Platz – der GLC EQ ist schließlich auch ein längeres Auto mit noch mehr Beinfreiheit im Fond.
Das Gleiche gilt für den Kofferraum: Der BMW bietet nützliche 520 Liter Stauraum – doch das wird von den 570 Litern des GLC in den Schatten gestellt. Vorne unter der Motorhaube bietet der iX3 lediglich 17 Liter Stauraum (gerade genug für das Ladekabel und nicht viel mehr), während der GLC über einen riesigen Frunk von 128 Litern verfügt. Der Zugang erfolgt sogar durch einfaches Drücken des Emblems auf der Motorhaube, anstatt im Fußraum herumzuwühlen.

Der GLC ist ein etwas größeres Auto, aber der Unterschied beträgt nur wenige Zentimeter, sodass er in puncto Praktikabilität der klare Sieger ist.
Sieger: Mercedes GLC
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BMW iX3 vs. Mercedes GLC EQ: Leistung, Reichweite und Effizienz
| Fahrzeug | Batteriekapazität | Max. Reichweite | Verbrauch (WLTP) | Leistung | 0–100 km/h |
|---|---|---|---|---|---|
| BMW iX3 | 108 kWh | 805 Kilometer | 15,1 kWh/100 km | Bis zu 469 PS | 4,9 s |
| Mercedes GLC EQ | 94 kWh | 713 Kilometer | 14,9 kWh/100 km | Bis zu 482 PS | 4,3 s |
Was die technischen Daten angeht, liefern sich die beiden Autos ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Der GLC ist etwas leistungsstärker und damit schneller, aber der iX3 hat das eigentliche Highlight – eine Reichweite von 500 Meilen ist eine ziemlich überzeugende Zahl, und langsam ist er auch nicht gerade.
Aber können diese Autos diese Werte in der Praxis auch erreichen? Nun, erste Berichte und Toms eigenen Erfahrungen deuten darauf hin, dass der iX3 im gemischten Fahrbetrieb etwa 17 bis 18 kWh/100 km schafft. Das entspricht einer Reichweite von 563 bis 627 Kilometern. Das ist zwar nicht ganz die WLTP-Zahl, aber dennoch ziemlich beeindruckend. Bei gemütlicher Fahrweise schaffte Tom sogar 15,5 kWh/100 km, aber diese Zahl konnte er auf der Autobahn natürlich nicht halten.

Zwar konnte Tom den GLC EQ noch nicht so ausgiebig fahren wie den BMW iX3, aber bei der Pressefahrt in Portugal kam er auf etwas enttäuschende 21,4 kWh/100 km. Dabei fuhr er abwechselnd Autobahn und Landstraße, dementsprechend ist der Verbrauch natürlich nicht ganz so repräsentativ. Selbst wenn der GLC EQ die Effizienz des iX3 erreichen würde, was nicht unwahrscheinlich ist, sorgt die kleinere Batterie dafür, dass er “nur” 547 Kilometer schaffen würde und eher 430 Kilometer pro Ladung statt des Maximalwerts.

Der BMW lässt sich auch schneller aufladen, wobei der Unterschied hier nicht besonders groß ist. Seine Ladeleistung von 400 kW übertrifft die 330 kW des Mercedes, doch die angegebenen Ladezeiten liegen nur wenige Minuten auseinander – ab einer bestimmten Ladeleistung nimmt der Nutzen ab. Aber dieser Vorteil zusammen mit der größeren Batterie und damit der höheren Reichweite reichen dafür aus, dass der Münchner erneut als Sieger hervorgeht.
Gewinner: BMW iX3
BMW iX3 vs. Mercedes GLC EQ: Preis und technische Daten
Der iX3 ist hier das günstigere Modell, allerdings nur um einige Hundert Euro. Das Modell 50 xDrive mit zwei Motoren kostete zum Zeitpunkt der Veröffentlichung 70.900 € Listenpreis, während beim GLC EQ der Preis ohne Nachlass bei 71.281 € lag. Mit der Einführung des günstigeren Einstiegsmodells für den BMW iX3 im Sommer 2026 (ab 63.400 €) wird der Unterschied großer und wächst auf fast 10.000 €, aber der günstigere iX3 hat nur noch Heckantrieb und eine kleinere Batterie.

Weiter oben in der Modellpalette wird der Vergleich schwieriger, da der GLC EQ über mehr Ausstattungsvarianten verfügt, während beim iX3 mehr Optionen als Sonderausstattung erhältlich sind. Wenn man bei beiden Fahrzeugen absolut alle Optionen ankreuzt, liegt der Preisunterschied zwischen den Topmodellen immer noch in etwa auf dem Niveau der Einstiegsmodelle – doch um die gleiche Ausstattung zu bekommen, muss man beim iX3 einige Sonderausstattungen wählen, die beim GLC EQ bereits Serie sind.
Zu den bei beiden verfügbaren Ausstattungsmerkmalen gehören Premium-Soundsysteme, große Schiebedächer, edle Head-up-Displays, optionale größere Räder und Innenausstattungen in verschiedenen Farben sowie fortschrittliche Fahrerassistenz- und Parkpakete. Es gibt auch etwas eher luxuriöse Ausstattungsmerkmale, wie etwa ein beleuchteter Kühlergrill.

Auch Mercedes-Benz hat ein Einstiegsmodell mit Hinterradantrieb und deutlich günstigerem Preis angekündigt, aber noch gibt es keine konkreten Details dazu, während wir bereits wissen, dass der BMW iX3 40 ab Sommer 2026 an den Start gehen wird.
Der iX3 bietet für etwas weniger Geld ein kleines bisschen mehr, daher gewinnt er diese Runde.
Gewinner: BMW iX3
BMW iX3 vs. Mercedes GLC EQ: Fahrverhalten und Komfort
Beginnen wir mit dem BMW: Tom fühlte sich auf dem Fahrersitz durch die hohe Mittelkonsole und das Panorama-iDrive-Display, das die Unterkante der Windschutzscheibe effektiv anhebt, ziemlich abgeschirmt. Doch dank der großen Fenster wirkt der Innenraum hell und luftig, und er hatte eine gute Sicht nach draußen. Der GLC mag zwar fast nur aus Bildschirmen bestehen, doch diese sind tiefer im Armaturenbrett angebracht und fallen daher gar nicht so sehr ins Auge. Die Sicht ist gut, aber keines dieser Autos vermittelt das Gefühl einer besonders hohen und dominanten Sitzposition.

In der Stadt spürte Tom dank der sportlichen Federung des iX3 Unebenheiten und Bodenwellen deutlich stärker als im GLC. Alle GLC-Modelle, die er fuhr, waren mit der optionalen Luftfederung und der Hinterradlenkung ausgestattet. Dadurch ist der GLC so wendig wie jeder kleine Kleinwagen, was in engen Parkhäusern oder beim Manövrieren in kleinen Seitenstraßen sehr nützlich ist.
Der BMW hat jedoch die natürlichere Lenkung, sodass Tom eher ein Gefühl für die Straße bekommen konnte. Außerdem waren für Tom auch die Fahrassistenzsysteme beim Münchner besser kalibriert und bei Bedarf auch einfacher auszuschalten.
Aber auf der Autobahn hat ihn hauptsächlich der GLC beeindruckt. Im Mercedes war es geradezu gespenstisch ruhig während der Fahrt. Tom hat kaum Fahrgeräusche gehört so leise war es im GLC EQ. Der BMW ist zwar nicht schlecht isoliert, wirkt aber im Vergleich zum GLC wie ein belebter Marktplatz.

Auf kurvigen Straßen holt der BMW jedoch deutlich auf. Er liegt in den Kurven viel sicherer auf der Straße, und die Lenkung vermittelt ein besseres Gefühl dafür, was die Vorderräder des Autos gerade machen. Der GLC ist nicht schlecht, aber das Fahren hat Tom nicht so viel Spaß gemacht wie beim iX3 – er neigt sich in den Kurven stärker zur Seite und macht einfach nicht so viel Freude. Hier bleibt BMW also seinem Werbespruch treu.
Sieger: BMW iX3
BMW iX3 vs. Mercedes GLC EQ: Toms Urteil und Empfehlung
Beide Autos sind zwar exzellent, aber für Tom gibt es einen klaren Sieger. Der BMW iX3 ist ein fantastischer Elektro-SUV – er fährt sich großartig, hat eine beeindruckende Reichweite und kostet weniger als der vergleichbare GLC. Der Mercedes ist größer, schwerer und mit mehr Technik ausgestattet, aber er ist einfach nicht so effizient, macht nicht so viel Spaß beim Fahren und ist nicht so alltagstauglich.
Allerdings hat der Mercedes durchaus seine Stärken – er ist praktischer und äußerst komfortabel. Wenn du also regelmäßig mehr transportieren musst oder vielleicht einfach eine entspannte Fahrt einer sportlichen vorziehst, könnte der GLC EQ die richtige Wahl für dich sein. Für Tom sind jedoch die größere Reichweite, die Fahrdynamik und der konventionellere Innenraum des BMW attraktiver.
Deshalb gewinnt der BMW iX3 diesen Test.

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Originalartikel von: Tom Wiltshire
Übersetzt und angepasst von: Patrik Chen