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Volkswagen Golf Variant im Test

Ihr nächstes Auto soll ein VW Golf Variant werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Der Deutschen liebstes Automobil ist der Golf, und der Deutschen liebster Kombi? Der Golf Kombi, der Golf Variant. Und das schon seit Jahrzehnten. Der aktuelle Golf Variant präsentiert sich moderner, sicherer und komfortabler und überragt alle seine Vorgänger, was Wirkung auf den hinteren Plätzen und im Gepäckabteil zeigt.

  • Dieser Gepäckraum packt viel
  • Dieser Komfort überzeugt
  • Diese Bedienlogik nicht
  • Die Fahrassistenten sind eine Sicherheitsgarantie
  • Die zwei Jahre Fahrzeuggarantie zu wenig   

Die Autos werden immer größer. In der Konsequenz werden es auch die Kombis. Der Golf Variant ist da ein gutes Beispiel. Als der erste Golf Variant 1993 auf die Welt kam, lag seine Länge bei 4,34 Meter. 1999 und in der Generation 2 waren es schon 4,40 Meter. Der 2013 eingeführte Golf Variant der fünften Generation brachte es auf 4,56 Meter und wird vom 2020 präsentierten Kombi der sechsten Generation um sieben Zentimeter überragt.

Der Golf für die großen Koffer

4,63 Meter Länge und ein Plus von 29 Zentimetern im Vergleich zum ersten Golf Variant – Das schafft Platz. In der Gepäckabteilung und im Fond. Hier offenbart sich der Kombi aus Wolfsburg als geräumiger Transporteur von Mensch und Gepäck.

Vom Gepäckraum ist die Konkurrenz dem in Wolfsburg gefertigten Golf Variant aber auf der Spur oder bietet manchmal sogar etwas mehr davon. Ein Ford Focus Turnier oder Hyundai i30 Kombi offerieren im Heckabteil ähnlich viel Platz für die Koffer. Von einem kürzeren Kia Ceed SW oder längeren Škoda Octavia Combi, der ebenfalls auf die Golf 8 Plattform und VW Technik setzt, wird der Golf Variant aber im Kofferraumvolumen geschlagen – mehr im Kofferraumvergleich in den technischen Daten. 

Aber die 611 Liter sind und bleiben eine Menge Platz. Dieses großzügige Kofferraumvolumen liefert einer Familie mit zwei Kindern oder jedem, der oft viel zu transportieren hat, die besten Argumente mit zusätzlichen 230 Litern Kofferraumvolumen im Vergleich zum Golf 8. Oder plastischer formuliert: Mit dem Kombiansatz erhält man im Vergleich zum Golf fast das Volumen eines VW up! Kofferraums hinzu.

Wird die Lehne der Rückbank umgeklappt und ist das Gepäckraumrollo ordentlich, aber etwas fummelig im Fach im Kofferraumboden verstaut, sprechen die Raumargumente noch deutlicher für den Golf Variant.

1.642 Liter passen hinein, wenn die Rückbanklehne flach liegt, was mit der Fernentriegelung vom Kofferraum aus schnell und bequem erledigt ist. Im Golf sind es maximal 1.129 bis 1.237 Liter. Oder bis zu 513 Liter weniger, was mehr als das Kofferraumvolumen eines VW SUV T-Cross ist.

Der Golf mit der großen Klappe

Was im Leben manchmal ein Nachteil ist, ist hier ein Vorteil: die große Klappe. Genauso die breite Öffnung des Laderaums, die von der Heckklappe frei gegeben wird (optional: elektrisch und sensorgesteuert), sowie die niedrige Ladekante, die höher liegende SUVs nicht zu bieten haben.

Das Trennnetz hinter den Sitzen empfiehlt sich nicht nur für Hundebesitzer, sondern alle, die bei einer Vollbremsung bei voll gepacktem Kofferraum sicher gehen wollen. Manche Dinge, die mancher SUV in dieser Größenklasse zu bieten hat, spart sich der Golf Kombi allerdings.

Eine verschiebbare Rückbank etwa, mit der die Beinfreiheit hinten und die Länge der Ladefläche zu variieren wäre oder so etwas wie die genialen Rücksitze eines Honda Jazz, die vom Wagenboden weggeklappt werden können, sodass ein großer Hund direkt hinter dem Fahrer oder Beifahrer auf dem Fahrzeugboden liegen kann. Damit ist der Golf Variant trotz seiner unbestreitbaren Geräumigkeit und reichlich Ablagen in Sachen Variabilität nur Durchschnitt.

Noch stärker als beim Kofferraumvolumen, das im Vergleich zum Vorgänger nur um einige Liter zugelegt hat, sind die Argumente, wenn man hinten zusteigt. Auf der Sitzbank stehen vier Zentimeter mehr Beinfreiheit hinter dem Vordersitz zur Verfügung. Damit fahren Kinder, wenn sie zu Erwachsenen heranwachsen, lange bequem auf der Sitzbank mit.

Warum kompliziert, wenn es einfach geht? 

Vom Golf 8 hat die Neuauflage des Golf Variant die Bedienung geerbt. Damit ist mancher bedient. Bedienen war im VW Golf immer etwas, was leicht und intuitiv vonstatten ging. Im Golf Variant fragt man sich dagegen: Warum so kompliziert, wenn es auch einfach geht?

Das Bedienkonzept des Golf 8, schon tragisch bei einer so langen Entwicklungszeit, erschließt sich einem von den Bedienwegen nicht sofort. Der Verzicht auf konventionelle Schalter offenbart mal wieder nicht nur seine guten Seiten. Wir erlebten dies schon im Golf-Konkurrenten Mercedes A-Klasse. Fast alles wird über den Touchscreen erledigt, aber das zielgenaue Tippen und Wischen erfordert oftmals mehr Konzentration als ein schon eingespielter Schalterdruck.

Das hat wohl auch etwas mit dem Alter und der Gewohnheit der Fahrer:innen zu tun, aber wie jung muss man sein, um die Temperatureinstellung und die Verstellung der Lautstärke ohne Ablenkung vom Verkehrsgeschehen hinzubekommen? Beim rückwärts Einparken aus Versehen an den Lenkrad-Touch-Flächen irgendwelche Funktionen zu aktivieren, ist auch suboptimal, passiert aber in der Praxis.

Das mit den versteckten Untermenüs lernt man mit der Zeit, aber warum hat man sie versteckt? Ganz einfach, weil der steigende Funktionsumfang es notwendig machte. Die vier Direkttasten für die Klimatisierung, die Fahrmodi, die Fahrassistenz und die Parkassistenz fangen das nicht auf. Oder soll man sich wie in der Mercedes A-Klasse in die Sprachsteuerung flüchten? Dies ist auch nicht die Lösung. Fakt ist, ein Kia Ceed Sportswagon lässt sich mit ergonomisch platzierten Tasten intuitiver bedienen als ein VW Golf Variant.

Bei der Verarbeitung haben sich Golf und Konkurrenz angenähert. Das bedeutet, dass im gut verarbeiteten Golf Variant nichts klappert und sich das meiste gut anfassen lässt, aber auch dass manches nicht sofort ins Auge fallende Kunststoffteil, etwa am Armaturenbrett oder der Mittelkonsole, nun auch im Golf aus Kostendruck günstiger gefertigt ist.

Vom Komfort große Golfklasse

Im Fahrkomfort macht der Golf Variant keine Kompromisse, oder nur sehr gute. Er überrollt schlechte Straßen sehr gekonnt und neigt sich mit denen für den Komfort und den Transport hilfreichen längeren Federwegen nicht zu sehr in Kurven.

Mit dem optionalen Adaptivfahrwerk entscheidet man sich zwischen den Modi Komfort und Sport. In der Sportstellung kommt der Fahrspaß nicht zu kurz. In der Komfortstellung liegt der Golf Kombi sicher und ruhig auf der Autobahn. Die Geräuschdämmung reduziert die Fahr-, Abroll- und Motorgeräusche effektiv. Erst bei höherem Tempo bricht sich der Wind hörbar an den Dachsäulen und vom Dieselknurren vernimmt man auch dann noch wenig im Innenraum.

Benziner, Mild Hybrid, Diesel oder Gas?

Ein Diesel kommt – weil er sich vom Verbrauch immer noch rechnet – im Golf Variant, in dem oft höhere Laufleistungen gefahren werden, häufig zum Einsatz. Die Wahl des schwächeren Dieselmotors mit 115 PS ist da gar nicht mal die schlechtere Wahl, denn schon der versendet kraftvolle 300 Newtonmeter an die Vorderräder.

Allerdings werden die höheren Ausstattungslinien ausschließlich mit dem 150 PS starken Zweiliter-TDI angeboten. Der kostet mehr, arbeitet aber bei kaum mehr Verbrauch noch etwas druckvoller. Mit fünf, sechs Litern kommt man mit dem 2.0 TDI gut aus und auch Werte unter fünf Liter/100 km sind im Fahralltag leicht realisierbar.

Von der Durchzugskraft bieten die Benziner weniger Punch, bei mehr Verbrauch (ein bis drei Liter mehr sind hier realistischer als die Werksangabe). Dafür ist man bei ihrem Abgasverhalten – Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, lieber VW Konzern – eindeutig unkritischer.

Auch die 170 Nm und 200 Nm, welche der 1.0 TSI und der Mild Hybrid 1.0 eTSI entwickeln, sind nicht von schlechten Eltern. Der 130 PS starke, ebenfalls mit oder ohne Mild Hybird-Technik und mit zusätzlichem Gastank bestellbare 1.5 TSI liefert nicht mehr Drehmoment. Aber er liefert mit einem halben Liter mehr Hubraum und einem Zylinder mehr eine noch bessere Laufkultur und noch flottere Fahrleistungen.

Von den Fahrleistungen bieten der 150 PS starke 1.5 TSI und eTSI, die ab 1.500 Umdrehungen 250 Nm produzieren, im Golf Variant das Optimum. Und das zum fairen Aufpreis von rund 1.000 Euro, was die 150-PS-Maschine unter den Benzinern zum Einkaufstipp macht. Ob man sich für das gut bedienbare 6-Gang-Schaltgetriebe oder die 7-Gang-Doppelkupplungsautomatik entscheidet, bleibt eine Frage der eigenen Präferenzen und ob es der Mild Hybrid sein muss.

Von 150 PS angetrieben beschleunigt der Golf Variant In 8,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und final läuft er stramme 224 km/h. Fällt die Wahl auf den 150 PS starken TDI, geht es mit 223 km/h allerdings fast gleich schnell voran, aber erheblich sparsamer.

Und die Preis-Leistung?

Der Preisunterschied zwischen Fünftürer und Kombi fällt auf den ersten Blick hoch aus, wenn man weiß, dass der Aufpreis bei anderen Herstellern deutlich geringer ist. Allerdings fährt der Golf Variant zum Aufpreis von etwa 2.000 bis 3.000 Euro mit deutlich mehr Ausstattung auf als der Golf.

Bereits im Variant Einstiegsmodell zählen die Digitalinstrumente, die Klimaanlage und einige andere gute Posten der Komfort- und Sicherheitsausstattung mit zur Serienausstattung. Dies zeigte Wirkung im Test. Im ADAC-Bremstest stand der VW Golf nach einer Vollbremsung aus 100 km/h schon nach sehr guten 33,6 Metern. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die Fahrassistenten wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der Maximalwertung von fünf Sternen bewertet.

Und auch der Aufpreis gegenüber dem Golf ist nicht so hoch, wenn man genau hinschaut. Ausstattungsbereinigt liegt der Aufpreis daher gegenüber dem Golf, abhängig vom Motor und der Ausstattungslinie, nur so um plus/minus 1.000 Euro, was der fairen Preispolitik anderer Hersteller entspricht und auch einem Golf Kombi mit dem Auftrag „Volkswagen“ gut zu Gesicht steht.

Am Ende und bei den ganzen Qualitäten fragt man sich nur, warum die Garantie so kurz ist. VW gibt auf den Golf Variant zwei Jahre. Im Fall des Hyundai i30 Kombi erhält man fünf Jahre Garantie und für den Kia Ceed Sportswagon sogar sieben Jahre.

Ende gut, alles gut

Nicht nur vom Platzangebot und Kofferraum überzeugt der Golf Variant wie alle seine Vorgänger, sondern mehr denn je auch vom Komfort. Von seinen Qualitäten bleibt sich der beliebte Kombi treu, auch wenn das Bedienkonzept und die Garantieleistung nicht überzeugt. Ohne große Designexperimente bleibt er damit der Golf mit dem meisten Praxisnutzen.

9/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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