Audi Q3 Test

Kompakt-SUV mit modernem Interieur

8/10
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Gute Bremsen
  • Optional umklappbarer Beifahrersitz
  • Hoher Preis mit Extras
  • Keine verschiebbare Rückbank
  • Feste Gepäckraumabdeckung stört

29.350 € - 42.850 € Preisklasse

5 Sitze

4,2 - 6,7 l/100km

Test

Warum sich für den Audi Q3 entscheiden? Der Kompakt-SUV der Ingolstädter fällt kürzer und wendiger aus als seine großen Brüder Audi Q5 und Audi Q7 und trotzdem lang genug, um komfortabel und geräumig zu sein. Das macht den Q3 beliebt, der sich in von Audi gewohnter Hochwertigkeit mit einem BMW X1, Mercedes GLA, VW Tiguan oder Mini Countryman misst – und dabei eine gute Figur macht.

Um klarzustellen, der Q3 tritt lediglich in der Länge kürzer, jedoch nicht im Luxus, in den Extras und in der Sicherheitsausstattung. Wollen Sie hier noch sicherer gehen, bestellen Sie den Audi Q3 mit Spurhalte- und Spurwechselassistent oder Verkehrszeichenerkennung. Steht mehr der Komfort auf dem Plan, ordern Sie den Parkassistenten, das Panorama-Glasdach oder das Adaptiv-Fahrwerk. Das Angebot an Infotainment fällt ebenso üppig aus wie auch die Motorenauswahl.

Soll es ein vernünftiger Benziner sein? Ein starker Sportmotor oder doch lieber ein sparsamer Dieselmotor? Der Q3 liefert es. Die Leistungsspanne reicht von 120 bis 367 PS. Für schweres Gelände ist die Bodenfreiheit des Q3 erkennbar zu gering, aber anspruchsvollen Premium-Käufern macht er es leicht, sich genau für ihn zu entscheiden, um bequem auf Asphalt unterwegs zu sein.

Empfehlenswerte Alternativen

Als eher urbaner Typ mit 4,39 Meter Länge zielt der neue Audi Q3 mehr auf die City als Audi Q7 und Audi Q5. Damit passt er besser in Parklücken und hat trotzdem noch bequem Platz für die Fünfer-Besatzung und ihr Gepäck.

Das Interieur

„Kompakt“ steht nicht immer für „eng“, „einfach“ oder „billig“. Zumindest nicht im Q3, wo beim Platznehmen eher Worte wie „klasse“ oder „edel“ fallen und bei der Bestellung nicht selten das „ganz schön teuer“. Unter dem Blech bietet der Q3 genug Raum, hohe Verarbeitungsgüte, edle Werkstoffe, Solidität und klare Ergonomie.

Zu kritisieren ist nicht viel. Der Start-Stopp-Knopf und der Bedienknopf des MMI-Bediensystems sind nicht gut platziert. Man sitzt vorne wie hinten gut, aber besser zu viert als zu fünft, denn in der Mitte fällt die Rücksitzbank schmal aus. Wen wundert es? Man sitzt in einem Kompakt-SUV.

Der Kofferraum

Der Gepäckraum des Q3 bietet 460 Liter Volumen in der Grundkonfiguration und 1.365 Liter, wenn die im Verhältnis 40:60 umklappbare Rücksitzbank in der Horizontale liegt. Bis zu 2,0 Tonnen schwere Anhänger dürfen an den Haken. Die elektrische Heckklappe ist eine gute Option. Die feste Gepäckraumabdeckung gefällt weniger, weil sie genauso beim Einladen wie beim Ausbauen unpraktisch ist. Mit dem Wendeladeboden und der herunterklappbaren Beifahrersitzlehne lässt sich im Q3 mehr anfangen.

Was man durchaus vermissen kann, ist eine verschiebbare und in der Neigung verstellbare Rückbank, die für den bauälteren Audi Q5 als Extra angeboten wird, aber nicht hier. Ein solides Innenraumkonzept bietet der Q3 schon, aber kein raffiniertes.

Das Fahrwerk des Q3 erntet zwar nicht ausschließlich Lob, aber es fällt trotzdem für die meisten Fahrer überzeugend aus. Auch weil sie einem SUV so viel Handling und Unbeschwertheit (ein Q3 wiegt rund 1,4 Tonnen) gar nicht zugetraut hätten.

Die Abstimmung der Federung fällt auch voll beladen positiv auf. Das Fahrwerk reagiert zwar eher straff, was man bemerkt, wenn grobe Fugen etwas hereintrampeln, aber dadurch liegt der Q3 satt auf der Straße, ohne dass das Komfortbild sonst eingetrübt wird.

Stellt der Fahrer das drive select-System, mit dem sich das Fahrwerk über vier Modi an den eigenen Fahrstil anpassen lässt, auf “Sport”, fühlt sich der Q3 nur noch wenig nach SUV an. In diesem Modus arbeitet die von einigen als zu leichtgängig empfundene elektromechanische Servolenkung mit mehr Lenkwiderstand und direkter.

Auch beim flotten Fahren sendet der Q3 ein Zeichen, das ein gut gemachtes Fahrwerk manchmal charakterisiert: Wenn man schnell fährt, fühlt es sich langsamer an. Auch das hat etwas Souveränes, denn es ist ein Gefühl, das sich sonst eher in großen Limousinen einstellt – nicht schlecht für 3,39 Meter.

Und Gelände fahren? Über die Hälfte aller Q3-Kunden bestellen den Q3 mit Allradantrieb. Ein Bergabfahrassistent ist auf Wunsch erhältlich. Wie viele ihn tatsächlich je beim Geländeeinsatz nutzen, ist die Frage. Auf die gibt es eine kurze Antwort: wenige. Wenn man die 17 Zentimeter Bodenfreiheit betrachtet, weiß man warum.

Aber auf der Straße offenbart der Allradantrieb seine Vorteile. Bei Schnee, auf nasser Fahrbahn und auch dann, wenn hinten ein Anhänger gezogen wird. Hier hilft einem auch die optionale Gespannstabilisierung, den Hänger sicher ans Ziel zu bringen.

Der Audi Q3 wird mit Benzinern und Dieseln mit 120 bis 367 PS geliefert, die alle auf Turboaufladung und Direkteinspritzung setzen und mit Start-Stopp-System dabei das Treibstoffsparen nicht vergessen. Geschaltet wird mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe oder der Sechsgang- oder Siebengang-Automatik.

Die Benziner

In der Basisversion mit dem 1.4 TFSI unter der Motorhaube wiegt der Audi Q3 leer lediglich 1.385 Kilogramm. Das schafft gute Voraussetzungen, um schon mit dem 1,4-Liter-Benziner mit 150 PS im frontgetriebenen Q3 glücklich zu werden. Der 180 PS starke 2.0 TFSI, der nur mit Allradantrieb geliefert wird, hängt noch besser am Gas, dreht freudig hoch und läuft kultivierter. Das Gleiche trifft für die 220 PS-Variante des 2,0-Liter-Turbobenziners in Kombination mit dem Doppelkupplungsgetriebe zu.

Der sportlichste Antrieb, der kernig grollende 2,5 Liter-Fünfzylinder-Turbo, reicht im RS Q3 und RS Q3 performance 340 und 367 PS an die vier Antriebsräder. Besonders dieser Motor folgt einer SUV-Weisheit: Die stärkeren Benzinmotoren machen mehr Spaß, aber wenn sie richtig Spaß machen, macht der Verbrauch es nicht mehr.

Die Diesel

Im SUV lohnt sich ein Dieselmotor schon bei relativ geringer Jahres-Kilometer-Laufleistung, weil ein Benziner hier wegen des hohen Gewichts oft hochdreht und damit mehr verbraucht. Auch ein Q3 2.0 TDI ultra verbraucht zwar in der Realität nicht 4,2 l/100 km, überschreitet den Werksverbrauch aber im richtigen Leben nicht gleich um zwei, drei Liter wie ein mit 5,5 bis 5,8 Liter angegebener Q3 1.4 TFSI.

Sparsames Dieselfahren hat aber gar nichts mit Langsamkeit zu tun. Der Q3 2.0 TDI Quattro mit dem 184 PS-Dieselmotor und 380 Newtonmeter Drehmoment beschleunigt in 7,9 Sekunden von 0 auf 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 219 km/h. Dafür nimmt er sich 5,2 bis 5,5 l/100 km aus dem 64 Liter großen Tank.

Der 150 PS-Diesel ist aber die geschicktere Wahl, weil er mit 340 Nm ebenso kraftvoll und mit 5,0 bis 5,3 l noch sparsamer arbeitet. Bestellt man ihn mit dem Allradantrieb Quattro, steigt der Verbrauch um einen halben Liter an.

Allradantrieb heißt Sicherheit – dieser Satz hat zwar nicht mehr die richtige Bedeutung, wenn man mit seinem SUV zu schnell in eine Kurve einfährt und die Führe in Richtung Straßengraben schiebt, aber dann, wenn man auf glatter oder nasser Fahrbahn beschleunigt.

Im Q3 übertragen der 2,5-Liter-Turbo mit 340 und 367 PS im RS Q3 und der 2,0-Liter-Benziner mit 180 und 220 PS sowie der 2.0 TDI mit 184 PS ihre Kraft immer mit Allradantrieb auf die Straße. Bei dem 2.0 TDI mit 150 PS besteht die Wahlfreiheit zwischen Vorderrad- oder Vierradantrieb. Letzterer ist auch hier die sicherste Form der Kraftübertragung.

Weitere Sicherheit gewähren im Q3 Nothelfer wie der Spurhalte- und Spurwechselassistent, das Notbremssystem oder beim Einparken der Parkassistent, der den Q3, wenn der Fahrer dazu das Gas und die Bremse bedient, selbstständig in Längs- oder Querlücken hineinlenkt. Die LED-Scheinwerfer, die in Verbindung mit den dynamischen Blinklichtern in den LED-Heckleuchten geliefert werden, sorgen für sichere Sicht.

Im ADAC-Bremstest stand der Q3 nach einer Vollbremsung aus Tempo 100 bereits nach 35 Metern. Im Euro NCAP-Crashtest erhielt Audis SUV die maximale Wertung von fünf Sternen.

Schon in der Basisausstattung, die neben den beiden Linien design und sport angeboten wird, ist der Audi Q3 mit serienmäßigem Xenon-Licht, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Radio und manueller Klimaanlage akzeptabel ausgestattet. Dazu besteht die Möglichkeit, den Look mit Ausstattungspaketen nach dem eigenen Gusto zu gestalten und den Ingolstädter mit Upgrades wie bei den Großen mit reichlich Extras luxuriöser, komfortabler und sicherer zu machen.

Optional liefert Audi den SUV mit Panorama-Glasdach, adaptiven Dämpfern, Bergabfahrassistent, Sportsitzen, Lederausstattung, Bose Surround-System oder LED-Innenlichtpaket. Das Angebot an Fahrerassistenzsystemen ist vielseitig, vom Parkassistenten bis zum Spurwechselassistenten.

Beim Infotainment ist das Festplatten-Navigationssystem MMI Navigation plus die Topausstattung. Mit Audi connect geht es ins Internet. Mit dem Navigationssystem, Bluetooth, Fernseh- und Digitalradioempfang (DAB) und noch ein paar Zubehörschmankerln kann ein Q3 aber richtig teuer werden.

Ab Werk rollt der bayerische SUV auf 16 Zoll-Leichtmetallrädern, mit den Topmotoren auf 16 Zoll und optional mit bis zu 19 Zoll großen Rädern aus der Fabrikation. Die Breitreifen können bei dynamischen Ansprüchen im Q3 genauso viel Sinn machen wie das Audi drive select-System für sparsame Fahrer. Für einen geringen Aufpreis lässt sich mit dem System das Ansprechen des Motors beeinflussen, der dann im Effizienz-Modus weniger stark auf Gasbefehle reagiert oder in Kombination mit dem Doppelkupplungsgetriebe mit niedrigeren Drehzahlen läuft, was Treibstoff spart.

Zusammenfassung

Warum sich für den Q3 entscheiden? Sparen kann man nicht, weil man zuvor schon viel bezahlt. Das kann man aber so oder so beurteilen. Die eine Perspektive geht so: Mit 29.950 Euro bezahlt man für einen Audi Q3 rund 2.400 Euro mehr als für einen VW Tiguan mit dem gleichen Motor.

Die andere so: Für diese 29.950 Euro erhält man viel SUV fürs Geld. Zwar im weit kompakteren Format als bei Q5 oder Q7, aber ebenso hochwertig verarbeitet im handlichen und stadttauglichen Format. Wer so viel Überzeugung leistet, hat seinen Preis. Setzt man es ins Verhältnis, macht das ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

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