Dein Weg zum neuen Auto
Skoda sollte den Roomster als E-Auto zurückbringen. Warum ein kompakter EV-Van mit Schiebetüren, großem Kofferraum und guter Reichweite perfekt passen würde.
Der Skoda Roomster war nie das schönste Auto der Welt. Aber vielleicht war genau das sein größter Vorteil. Er war kantig, eigenwillig, praktisch und ein bisschen seltsam — also im Grunde all das, was vielen modernen Autos heute fehlt. Während sich inzwischen fast jeder Hersteller in Richtung SUV stürzt, wäre ein elektrischer Roomster-Nachfolger vielleicht genau das Auto, das viele Familien wirklich brauchen würden.
Wenn Skoda den Roomster neu erfinden würde: So könnte der perfekte Elektro-Familienvan aussehen
SUVs dominieren den Markt, da braucht es nicht noch einen hochgelegten Lifestyle-Stromer mit coupéhaftem Heck. Wir finden, der Van sollte ein Comeback feiern – natürlich modern und elektrisch aber mit dem, was Familien wirklich brauchen: Schiebetüren, viel Platz, cleverem Innenraum und einem Preis, den sich Familien auch leisten können.
Offiziell angekündigt ist ein solcher Skoda Roomster EV nicht. Aber wenn Skoda ihn bauen würde, müsste er ziemlich genau so aussehen.
Design: kantig, freundlich und bewusst kein SUV
Optisch müsste ein neuer Skoda Roomster EV auf keinen Fall versuchen, besonders sportlich zu sein. Das wäre komplett am Thema vorbei, schließlich ist er ein Van. Stattdessen sollte er zuverlässig, klar und robust wirken — ein Auto, das in erster Linie ein Transportwunder, ein Alltagsheld und ein gemütliches Urlaubsfahrzeug ist.

Die Front könnte sich an Skodas aktueller Designsprache orientieren: ein geschlossenes Elektro-Gesicht, schmale LED-Tagfahrlichter, tief gesetzte Hauptscheinwerfer und der Skoda-Schriftzug direkt mittig darunter.
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Also modern, aber nicht aggressiv und dennoch mit Wiedererkennungswert.

Von der Seite wäre der Roomster EV am spannendsten. Kurze Überhänge, langer Radstand, große Fensterflächen und eine hohe Dachlinie würden ihn deutlich praktischer machen als einen klassischen Kompakt-SUV. Die hinteren Schiebetüren wären Pflicht. Gerade auf engen Parkplätzen sind sie ein echter Vorteil — und für Familien wahrscheinlich wichtiger als irgendein Design-Schnickschnack.

Hinten bräuchte er eine fast senkrechte Heckklappe, vertikale Rückleuchten und eine breite Öffnung. Der Kofferraum soll weit aufgehen, es sollen ja möglichst viele Sachen reinpassen. Eine große Heckscheibe sorgt außerdem für einen guten Überblick.
Innenraum: natürlich clever
Der Innenraum wäre der eigentliche Grund, dieses Auto zu kaufen. Ein Skoda Roomster EV müsste nicht mit Luxus glänzen, sondern mit praktischen Ideen.
Denkbar wären drei einzeln verschiebbare Rücksitze, Isofix auf allen hinteren Plätzen, ein komplett ebener Boden und eine verschiebbare Rückbank. Dazu riesige Türfächer, Klapptische, Bodenfächer, Haken, Netze, Becherhalter an sinnvollen Stellen und ein Kofferraum, der nicht nur groß ist, sondern auch gut nutzbar.
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Die Materialien dürften ruhig robust sein. Waschbare Stoffe, optional ein pflegeleichter Boden, stabile Verkleidungen und keine glänzenden Oberflächen, das ist im Alltag einfach unnötig. Ein Familienauto muss nicht so tun, als wäre es eine Business-Lounge.
Beim Infotainment sollte Skoda ebenfalls pragmatisch bleiben: ein großer Zentralbildschirm, aber echte Tasten oder Drehregler für Klima und Lautstärke. Dazu ein kleines digitales Fahrerdisplay, kabelloses Smartphone-Mirroring, mehrere USB-C-Anschlüsse und ein cleverer Fondbereich mit Haltern für Tablets oder Smartphones.
Kofferraum: mehr Nutzwert als jedes kleine SUV
Ein elektrischer Roomster müsste beim Kofferraum richtig liefern. Unter 550 Liter wäre er schwer zu rechtfertigen, ideal wären etwa 600 bis 650 Liter bei aufgestellten Rücksitzen. Mit umgeklappten Sitzen sollten deutlich über 1.600 Liter möglich sein.
Wichtiger als reine Literzahlen wäre aber die Form: niedrige Ladekante, breite Öffnung, ebener Ladeboden und eine möglichst kastenförmige Ladefläche. Genau hier könnte der Roomster EV viele SUV alt aussehen lassen. Ein schickes Heck bringt wenig, wenn man beim Einladen eines Kinderwagens jedes Mal fast einen Hexenschuss bekommt.
Praktisch wären außerdem eine 230-Volt-Steckdose im Kofferraum, Verzurrösen, ein variabler Ladeboden, ein Fach für das Ladekabel und vielleicht sogar eine herausnehmbare Lampe. Klassische Skoda-Ideen eben, nur konsequent weitergedacht.
Batterie, Reichweite und Motorisierung
Ein Roomster EV müsste kein Beschleunigungsmonster sein. Niemand braucht einen Familien-Hochdachkombi, der in vier Sekunden auf 100 km/h schießt. Wichtiger wären Effizienz, Reichweite und bezahlbare Technik.
Eine sinnvolle Einstiegsversion könnte einen Elektromotor mit rund 150 PS bekommen. Das reicht für Stadt, Landstraße und Autobahn völlig aus. Darüber könnte es eine stärkere Version mit etwa 180 bis 200 PS geben, die vor allem bei voller Beladung souveräner wirkt.
Frontantrieb wäre in den meisten Fällen ausreichend. Allrad könnte Skoda für eine Outdoor- oder Scout-Version anbieten, wäre aber nicht zwingend nötig. Viel wichtiger wären ein kleiner Wendekreis, gute Rekuperation und eine Wärmepumpe.
Was die Reichweite angeht, wären mindestens 400 km wünschenswert – am besten zwei Batteriegrößen und die große könnte auch gerne 500 km zur Verfügung stellen. Alles andere wäre zwar praktisch aber am Ende würde der Preis wahrscheinlich darunter leiden.
Die Langstreckenversion müsste etwa 10 bis 80 Prozent in rund 25 bis 30 Minuten schaffen. Das wäre kein Rekordwert, aber alltagstauglich genug. Entscheidend wäre, dass der Verbrauch niedrig bleibt. Ein kantiger Hochdachkombi hat aerodynamisch Nachteile, deshalb müsste Skoda mit glattem Unterboden, Aero-Felgen, cleveren Luftführungen und einem möglichst effizienten Antrieb arbeiten.
Ausstattung: Familientauglich statt luxuriös
Beim Roomster EV müsste die Ausstattung nicht besonders glamourös sein, sondern besonders sinnvoll. Serienmäßig wären LED-Scheinwerfer, Rückfahrkamera, Parksensoren, adaptive Geschwindigkeitsregelung, Spurhalteassistent, Wärmepumpe, Navi mit Ladeplanung und mehrere USB-C-Anschlüsse wichtig.
Darüber hinaus könnten verschiedene Pakete spannend sein:
Family-Paket: Klapptische, Sonnenschutzrollos, zusätzlicher Innenraumspiegel, abwaschbare Sitzrückseiten, Isofix auf allen Fondsitzen.
Cargo-Paket: Gummiboden, Trennnetz, Verzurrsystem, 230-Volt-Steckdose, Kofferraum-Organizer.
Outdoor-Paket: höhere Bodenfreiheit, Dachreling mit höherer Traglast, Campingmodus, dunklere Verkleidungen, robuste Sitzbezüge.
Dog-Paket: Rampe, Trenngitter, Lüftungsfunktion und leicht zu reinigende Ladefläche.
Genau solche Details würden den Unterschied machen.
Preis: Hier würde sich entscheiden, ob es funktioniert
Der wichtigste Punkt wäre der Preis. Ein elektrischer Roomster dürfte nicht zu teuer werden, sonst landet er direkt im Niemandsland zwischen Nutzfahrzeug, Familien-SUV und teurem Elektrovan.
Realistisch müsste Skoda mit einer Basisversion unterhalb vieler kompakter Elektro-SUVs starten. Ein Preisbereich ab etwa 32.000 bis 35.000 Euro wäre ideal, die größere Batterie dürfte eher Richtung 40.000 Euro gehen. Viel teurer sollte er nicht werden, denn der Reiz dieses Autos läge gerade darin, mehr Nutzwert fürs Geld zu bieten.
Warum ein neuer Elektro-Roomster perfekt zu Skoda passen würde
Skoda steht seit Jahren für Autos, die nicht nur hübsch auf dem Parkplatz aussehen sollen, sondern im Alltag funktionieren. Viel Platz, clevere Details, einfache Bedienung und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis — das ist die eigentliche Skoda-DNA.
Genau deshalb wäre ein moderner Roomster-Nachfolger glaubwürdiger als bei fast jeder anderen Marke. Der Roomster EV wäre kein modischer Ausrutscher, sondern ein logischer nächster Schritt.
Fazit: Ein Elektro-Van, der Familien begeistern könnte
Ein Skoda Roomster EV wäre vermutlich kein Auto für Leute, die ihren Nachbarn beeindrucken wollen. Aber genau das wäre seine Stärke. Er wäre ein Gegenentwurf zum endlosen SUV-Einheitsbrei: praktischer, ehrlicher, cleverer und wahrscheinlich im Alltag deutlich angenehmer.
Mit Schiebetüren, großem Kofferraum, ordentlicher Reichweite und typischen Skoda-Details könnte ein neuer Roomster zu einem der sinnvollsten Elektroautos für Familien werden. Nicht besonders sexy, dafür aber ein Auto für alle Lebenslagen.