Das Wohnmobil richtig überwintern – wir sagen Ihnen, wie das geht!

26. Oktober 2022 von

Sie besitzen ein Wohnmobil, wollen aber nicht Campen gehen, wenn es schneit? So geht es vermutlich vielen Wohnmobil-Besitzer:innen. Doch was passiert mit dem Eigenheim auf Rädern, wenn es nicht gebraucht wird? Wie kann man einen Wohnwagen oder ein Wohnmobil überwintern?

⏰ Kurz zusammengefasst

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Checkliste

Hier sehen Sie auf einen Blick, welche Punkte Sie beachten sollten, wenn Sie Ihr Wohnmobil richtig überwintern wollen:

  • Interieur aufgeräumt?
  • Interieur gesäubert?
  • Exterieur gesäubert?
  • Alle Reparaturen erledigt?
  • Batterie angeschlossen oder entfernt?
  • Elektrogeräte ausgebaut?
  • Gasflaschen entfernt?
  • Wasserversorgungen geleert und getrocknet?
  • Sicher geparkt?
  • Reifen entlastet?

Können Sie diese Punkte abhaken, dann steht einem sicheren Urlaub im nächsten Sommer nichts mehr im Weg. Im Folgenden finden Sie noch genauere Erläuterungen zu den einzelnen Schritten.

Aufräumen und Säubern

Horrorszenario: Sie wollen nach der Winterpause mit dem Wohnwagen losfahren und finden Schimmel im Innenraum oder das Fahrzeug müffelt? Das ist unangenehm und kann bei schweren Schäden auch einen Wertverlust bedeuten. Falls Sie mit einem Verkauf liebäugeln, sind gute Bilder ein Muss – Schimmel macht sich da nicht so gut. Da hat man es einfacher, wenn man sich für das Campen mit einem Auto mit Dachzelt entscheidet. Aber natürlich gibt es auch Tipps, damit Sie Ihr Wohnmobil fachgerecht überwintern können::

Ein sauberer Innenraum

Um Schimmel und unangenehme Gerüche zu verhindern, sollten Sie alle Schränke und Stauräume – vor allem auch den Kühlschrank – vor der Winterpause leer räumen, feucht auswischen und anschließend abtrocknen. Am besten lassen sie die Schranktüren anschließend offen stehen und stellen Matratzen und Polster senkrecht auf. So kann die Luft frei zirkulieren und Feuchtigkeitsbildungen vorgebeugt werden.

Um regelmäßig Luft in das Interieur zu lassen, sollten Sie Ihren überwinternden Wagen ein paar Mal besuchen oder die Fenster in Kippstellung lassen. Die leichte Öffnung der Fenster sollte jedoch nur auf einem sicheren Parkplatz erfolgen – ansonsten stellt sie auch einen guten Eingang für Tiere und andere Diebe dar. Kann man das Wohnmobil weder besuchen noch das Fenster kippen, empfehlen sich Luftentfeuchter. Diese elektrischen Geräte sorgen dafür, dass sich nicht zu viel Feuchtigkeit im Wagen ansammelt.

Alternativ können auch stromlose Entfeuchter verwendet werden, die der Luft mit Hilfe von Salzkristallen das Wasser entziehen. So vermeiden Sie auch, dass die Scheiben von innen anfrieren.

Exterieur frei von Schmutz halten

Nicht nur der Innenraum des Wohnmobils sollte gesäubert werden, auch von außen lohnt es sich, vor der Winterpause sauber zu machen. Eine Autopflege mit Waschbürsten und Hochdruckreiniger an der Tankstelle helfen dabei, das Fahrzeug von Schmutz zu befreien. Erst, wenn der Wagen glänzt, können alle Schäden erkannt werden, die sich über die Nutzungsdauer angesammelt haben. Gerade kleine Kratzer oder Steinschläge sollten vor der Überwinterung mit Lackstiften ausgebessert werden, damit hier kein Rost entsteht.

Bei größeren Lackschäden muss eine Werkstatt aufgesucht werden. Auch solche größeren Reparaturen sollten noch vor dem Sommer erledigt werden – nach der Winterpause sind Werkstätten meist überlaufen. Um den Lack vor der Kälte zu schützen, kann er mit Wachs konserviert werden.

Neben dem Lack sollten auch die Dichtungen überprüft und gegebenenfalls getauscht werden. Wer besonders sicher gehen möchte, kann die Dichtung mit Talkum oder Silikonspray behandeln – diese Mittel schützen vor Porosität.

Wasserversorgung leeren

Wer sein Wohnmobil überwintern lässt und Wasser darin vergisst, läuft Frostgefahr. Der Boiler und der Wassertank des Fahrzeugs sollten daher vor der Winterpause geleert werden. Darüber hinaus sollten auch Wasserleitungen und Duschköpfe entleert werden. Damit Boiler und Wassertank vollständig trocknen können, empfiehlt es sich, den Deckel der Behälter offen zu lassen. Darüber hinaus sollten Wasseranlage und Toilettenkasten mit einem geeigneten Reinigungsmittel gesäubert werden.

Die Wasserhähne sollten Sie am besten auf eine Position zwischen warm und kalt stellen; wenn Sie die Wasservorräte geleert haben, kann die Wasserpumpe ausgeschaltet werden.

Elektronik abschalten

Vor dem Überwintern sollte die Strom- und Gasversorgung gekappt werden. Auch hier ist es wichtig, dass die Lagerung von Batterien und Gasflaschen trocken erfolgt. Elektronische Geräte wie Fernseher sowie die Board- und die Starterbatterie sollten Sie im Idealfall ausbauen.

Achtung: Beim Ausbau der Bordbatterie muss zuerst der Minus und dann der Pluspol abgeklemmt werden. Die Starterbatterie sollten Sie – noch bevor Sie Ihr Wohnmobil in die Überwinterung schicken – aufladen. Wenn Sie die Batterie nicht ausbauen können, sollten Sie sie keinesfalls ungeladen im Wohnwagen überwintern. In geleerten Zustand ist die Batterie anfälliger für Frost und für die sogenannte Sulfatierung – beides nicht gerade förderlich für die Lebensdauer. Sollten Sie die Batterie nicht woanders lagern, ist es daher sinnvoll, sie konstant mit einem Ladekabel an ein 230-Volt-Netz zu schließen.

Beim Ausbau der Gasflaschen müssen zuerst die Gasabsperrhähne geschlossen werden. Anschließend kann die Flasche von der Fahrzeugversorgung getrennt werden. Während der Lagerung wird die Flasche mit einer Schutzkappe gesichert.

Die Außenöffnungen von Kühlschrank, Heizung und Therme werden mit einer Winterabdeckung verschlossen.

Wohnmobil sicher parken

Damit die Reifen nicht platt gestanden werden, sollten sie vor dem Überwintern auf den maximal zugelassenen Reifendruck aufgepumpt werden. Zusätzlich empfiehlt es sich, die Stützen so weit hoch zu kurbeln, dass das Gewicht möglichst gleichmäßig auf den Reifen lastet. Der Standort des Wohnmobils im Winter sollte möglichst waagerecht gewählt sein. Im Idealfall lassen Fahrzeughalter:innen die Handbremse gelöst. So stellen Sie sicher, dass Bremsen und Seilzüge über die Zeit nicht festfrieren. Damit die Scheibenwaschanlage nicht gefriert, sollte genügend Frostschutzmittel vorhanden sein – hier also am besten nochmal nachfüllen.

Wenn das Wohnmobil im Freien gelagert wird, empfiehlt es sich, das Fahrzeug mit einer luftdurchlässigen Abdeckung zu schützen. Plastik ist hier nicht geeignet, da sich schnell Feuchtigkeit unter dieser luftundurchlässigen Plane bilden kann.

Stellplatz finden

Wer eine Garage oder einen Carport besitzt, muss sich diese Frage nicht stellen. Am besten und kostengünstigsten überwintert der Wagen natürlich im eigenen Raum. Doch nicht alle Wohnwagenbesitzer:innen haben Platz für so ein großes Fahrzeug. Geschütze Überwinterungsstellplätze lassen sich bei Autohändlern oder stillgelegten Bauernhöfen finden.

Es ist wichtig, dass der Platz überwacht wird, damit keine ungebetenen Gäste Zugang zum Wagen erhalten. Sinnvoll ist es auch, einen Stellplatz zu wählen, der in nächster Umgebung zum Eigenheim liegt. Während der Überwinterung sollten Fahrzeughalter:innen ihrem Wohnmobil trotzdem noch Besuche abstatten. Gerade das regelmäßige Lüften ist wichtig.

Weniger gut erscheint das Überwintern des Wohnmobils am Straßenrand. Wenn der Wagen abgemeldet ist, darf er an dieser Stelle überhaupt nicht verweilen, ist er noch gemeldet, ist das Parken für maximal 2 Wochen genehmigt.