Dein Weg zum neuen Auto
Die Verkaufsschlager Kia Stonic und Toyota Yaris Cross haben beide eine Facelift erhalten – welcher SUV lohnt sich mehr?
Der Kia Stonic und der Toyota Yaris Cross gehören seit Jahren zu den meistverkauften Mini-SUVs und treten 2026 mit bedeutenden Updates gegeneinander an. Der Stonic erhält das gründlichste Facelift seit seiner Einführung im Jahr 2017: mit neuem Design und 12,3-Zoll-Doppel-Display.
Toyota Yaris Cross Testbericht lesen
Der Yaris Cross kommt ebenfalls mit einer neuen Frontpartie. Im Innenraum werten die Japaner ihren europäischen Bestseller durch edle Akzente im Platin-Look auf, während in der Lounge-Variante Lounge das nachhaltige Hightech-Kunstleder SakuraTouch einzieht. Toyota oder Kia? – Wir haben es herausgefunden.

Optik: Beide mit neuem Gesicht
Der Kia Stonic profitiert optisch am meisten. Die koreanische Marke hat ihre neue Designsprache Opposites United angewendet – mit neugestalteten Stoßfängern, neuer Lichtsignatur vorne und hinten, LED-Scheinwerfern und 16- oder 17-Zoll-Felgen je nach Ausstattung. Mit 4,17 Metern Länge wächst der SUV kaum (2,5 cm), vermittelt aber ein deutlich solideres und moderneres Erscheinungsbild. Neben einem VW T-Cross oder Seat Arona wirkt er nicht mehr wie ein in die Jahre gekommenes Modell.
Der Toyota Yaris Cross setzt auf subtilere, aber ebenfalls wirkungsvolle Änderungen. Die Frontpartie bietet einen neuen Wabenkühlergrill in Wagenfarbe und neue LED-Scheinwerfer mit integriertem Tagfahrlicht. Hinten ändert sich kaum etwas. Die Felgengröße reicht in den höheren Ausstattungen nun bis zu 18 Zoll. Zudem gibt es exklusive Zweifarblackierungen wie Precious Bronze Metallic/Black sowie das neue Material SakuraTouch für die Polsterung, hergestellt aus pflanzlichem PVC, recyceltem Kork und wiederverwertetem PET. Mit 4,18 Metern ist der Yaris Cross in der Länge praktisch identisch mit dem Stonic.

Unter der Motorhaube: Mild- gegen Vollhybrid
Beim Antrieb unterscheiden sich Kia Stonic und Toyota Yaris Cross erheblich. In unserem Vergleich geht es um den Stonic 1.0 T-GDi mit 85 kW/115 PS und 48V-Bordnetz. Er ist der interessanteste im Kia-Portfolio, da er als Mildhybrid vorfährt und damit den Verbrauch senkt. Bei den Getrieben gibt es zwei Optionen: ein Sechsgang-Schaltgetriebe und ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert zwischen 10,7 und 10,8 Sekunden, der WLTP-Verbrauch liegt bei 5,6 bis 5,7 l/100 km.
Der Toyota Yaris Cross spielt mit seinem Vollhybridsystem in einer anderen Liga. Er kombiniert einen 1,5-Liter-Dreizylinder-Benziner mit einem Elektromotor und einer kleinen, selbstaufladenden Batterie, die rein elektrisches Fahren auf Kurzstrecken ermöglicht. Den Vollhybriden gibt es mit 85 kW/116 PS oder 96 kW/130 PS – stets kombiniert mit einem stufenlosen Automatikgetriebe. Im Vergleich zum Kia ist sogar eine Allradversion erhältlich – sie gibt es ausschließlich mit 130 PS. Das Top-Modell beschleunigt in 11,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h und verbraucht 4,7 bis 5,1 l/100 km. Die Frontantriebsmodelle liegen bei nur 4,4 bis 4,8 Liter.

Kofferraumvolumen: 397 vs. 352 Liter
Obwohl sie in der Länge fast identisch sind, nutzt der frontangetriebene Toyota seinen Laderaum mit 397 Litern Kofferraumvolumen etwas besser aus als der Kia mit 352 Litern. Gut zu wissen: Der Allrad-Toyota schluckt nur 320 Liter. Beim Yaris Cross lässt sich die Rücksitzlehne im Verhältnis 40:20:40 dreigeteilt umklappen – eine sehr nützliche Vielseitigkeit, um lange Gegenstände zu transportieren, ohne auf Sitzplätze zu verzichten.
Auf den Rücksitzen ist keiner von beiden ein Raumwunder im Segment, obwohl beide für mittellange Strecken mit zwei Erwachsenen hinten ausreichen. Der Stonic liegt beim Raumangebot hinter dem Hyundai Kona und Renault Captur, und auch der Yaris Cross glänzt nicht durch Platzfülle. Es sind eben B-SUVs für die Stadt, Wunder sind da keine zu erwarten.

Innenraum-Überarbeitung: Kia im Vorteil
Der überarbeitete Innenraum ist der Bereich, in dem der Stonic seinen größten Sprung gemacht hat. Er bietet ein neues Doppel-Display mit bis zu 12,3 Zoll (digitales Cockpit und Multimedia), kabelloses Apple CarPlay und Android Auto, eine induktive Ladeschale, Kia Connect mit Cloud-Diensten sowie den Digital Key zum Öffnen des Autos per Smartphone. Hinzu kommen neue Assistenzsysteme: HDA-Autobahnassistent, die Multikollisionsbremse MCB sowie ein adaptiver Tempomat mit vorausschauender Kurvenfunktion.
Der Yaris Cross behält eine etwas dezentere, aber funktionale Technologie bei. Digitales Cockpit, kabelloses Apple CarPlay und Android Auto, elektrisch beheiz- und anklappbare Außenspiegel (jetzt serienmäßig in der gesamten Modellpalette) sowie ein umfangreiches Paket an Fahrassistenten. Die GR Sport-Version bietet zudem ein strafferes Fahrwerk, Sportsitze und Gazoo-Racing-Details. Gar nicht schlecht, obwohl der Kia bei der digitalen Benutzeroberfläche einen Hauch moderner wirkt.

Welcher ist der Richtige für dich?
Beim Preis liegen beide Modelle gar nicht so weit auseinander. Den Kia Stonic als Mildhybrid bekommt man bereits ab 28.090 Euro als Handschalter und ab 29.890 Euro mit Automatik. Der Toyota Yaris Cross beginnt mit Fronantrieb und 116 PS bei 27.640 Euro, also knapp darunter. Das 130 PS starke Allradmodell ist mit 33.690 Euro deutlich teurer.
Der überarbeitete Kia Stonic ist in puncto Preis-Leistung ein rationaler Kauf: Hier erhältst du einen modernen B-SUV mit sieben Jahren Garantie und Mildhybrid-Technologie. Für den Toyota Yaris Cross spricht das Vollhybridsystem mit seinem geringeren Verbrauch sowie das beruhigende Gefühl der Toyota-Zuverlässigkeit. Am Ende wirkt der Kia innen moderner, der Toyota unter der Haube. So entscheidet die Frage, was dir wichtiger ist.
Kia Niro Testbericht entdecken
Starte dein neues Autokapitel auf Carwow!
Du wechselst dein Auto? Dann starte dein neues Autokapitel über Carwow und verkaufe deinen Gebrauchten. Wir verbinden dich schnell, sicher und einfach mit professionellen Händlern, die auf dein Auto bieten. Mehr Informationen bekommst du auf unserer Übersicht:
Verkauf dein Auto über Carwow!
Originalartikel von: David Diez
Übersetzt und angepasst von: Andreas Heise