KIA Stonic Test

Bunter Kompakt-SUV mit einfacher Bedienung

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Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Viele Sicherheitsfeatures
  • Sieben Jahre Garantie
  • Viele Individualisierungsmöglichkeiten
  • Kleine Motorauswahl
  • Kein Allradantrieb
  • Hohe Ladekante

15.990 € - 26.890 € Preisklasse

5 Sitze

3,9 - 6,2 l/100km

Test

Mit dem Stonic hat nun Kia einen kleinen SUV-Bruder vom Sportage auf den Markt gebracht. Als Crossover verbindet der Neue in der Kia-Familie Sportlichkeit und SUV-Elemente und ist dabei immer noch gut für den Stadtalltag geeignet.

Die Südkoreaner setzen mit dem Stonic auf Altbewährtes, so teilt er sich Plattform und Technik mit dem Kia Rio. Eines steht fest: Die Konkurrenz hat zwar mit ihren Crossover-Modellen gut vorgelegt, doch der Stonic muss sich nicht dahinter verstecken. 21 Prozent der Crossover-Käufer sind nicht an eine bestimmte Marke gebunden und kaufen hauptsächlich nach Optik – und die gefällt beim Stonic.

Er ist in neun Farben erhältlich, will man etwas ausgefallener unterwegs sein, gibt es die Möglichkeit einer Zweifarblackierung. Hier kann aus 20 verschiedenen Farbkombinationen gewählt werden.

Zeitgleich mit dem Schwestermodell Hyundai Kona auf den Markt gekommen, ist der Stonic mit 4,14 Metern Länge und 1,76 Metern Breite etwas kleiner geraten als der Kona. Auch der Crossland X von Opel ist da etwas größer unterwegs. Außerdem muss sich der Stonic im Segment der Mini-SUVs mit dem Mazda CX-3, Toyota C-HR, VW T-Roc und dem Citroen C3 Aircross auseinandersetzen.

Schwierigkeiten könnte ihm dabei der fehlende Allrad-Antrieb bereiten und auch eine elektrifizierte Version ist nicht in Aussicht. Vielleicht setzt man in Korea mit der nächsten Motorengeneration auf die momentan fehlenden Komponenten, auch eine Automatik-Version ist in der aktuellen Generation nicht zu haben.

Da ist der Mutterkonzern Hyundai mit dem Kona schon ein paar Schritte weiter. Auch was das Interieur angeht, hat Kia noch Luft nach oben. Selbst in der Platinum Edition gibt es keine Ledersitze, hier ist lediglich eine hochwertige Ledernachbildung verfügbar. Eine Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer hat man dem Stonic spendiert, dafür muss man auf eine Sitzbelüftung verzichten.

Die 7-Jahres-Garantie von Kia gilt natürlich auch für den Stonic und bleibt damit einzigartig auf dem Markt. Was den Stonic noch weitergehend einzigartig macht, zeigen wir im folgenden Test.

Stylisch aber eher unaufgeregt, so könnte man den Innenraum des Stonic kurz beschreiben. Ein paar individuelle Akzente können jedoch gesetzt werden, da vier verschiedene Farben für ein etwas peppigeres Design zur Auswahl stehen.

Interieur

Suchen muss man im Stonic nicht lange, denn die Auswahl an Schaltern und Bedienelementen hält sich in Grenzen, das dürfte den meisten Fahrern sicher gefallen. Ein Touchscreen mit zeitgemäßer Smartphone-Integration für Android- und Apple-Geräte ist schon in der günstigsten Ausstattungsvariante ab Werk verbaut.

Wer trotzdem ein integriertes Navigationssystem möchte, muss entweder die teuerste Benziner-Variante kaufen oder für einen recht fairen Aufpreis dazu bestellen. Für die günstigste Variante Edition 7 kann ein Navi allerdings nicht gewählt werden.

Die Sitze des Stonic sind bequem und im vorderen Teil des Wagens haben die Insassen sowohl genügend Bein- als auch Kopffreiheit. Selbst große Menschen finden gut Platz – auf der Rückbank ist die Beinfreiheit ebenfalls ansprechend und es sitzt sich bequem. Der Beifahrer muss allerdings auf eine Höhenverstellung für seinen Sitz verzichten.

Kofferraum

Mit 352 Litern Laderaumvolumen hat der Stonic für die Crossover-Fahrzeugklasse ein gutes Platzangebot zur Verfügung. Klappt man die Rücksitzbank um, hat man mit 1.155 Litern genügend
Platz für reichlich Gepäck. Das muss man allerdings schon ganz schön anheben, denn leider liegt die
Ladekante des Stonic relativ hoch. Dafür gibt es einen serienmäßig verbauten doppelten Ladeboden, der den Kofferraum bei Bedarf größer macht.

Vierradantrieb gibt es beim Kia Stonic nicht, aber im Stadtverkehr macht der Stonic auch so eine gute Figur. Man hat eine gute Übersicht und könnte fast den Eindruck gewinnen, in einem größeren SUV zu sitzen.

Das Fahrwerk ist straff abgestimmt, was eine sportlichere Fahrweise möglich macht. Der Komfort kommt dabei aber nicht zu kurz – diesen Spagat schafft der Stonic sehr gut. Auch auf der Autobahn schwimmt man gut mit, allerdings hätten die Koreaner dem Stonic schon ein bisschen mehr PS unter die Haube stecken können.

Die Lenkung ist scharf eingestellt und die straffe Abstimmung ist zwar nicht die feinste, trotzdem noch komfortabel genug. Das Getriebe ist leichtgängig und auch ein Start-Stopp-System ist in allen Stonic-Varianten serienmäßig vorhanden.

Mit höchstens 120 PS muss man sich beim Stonic in der Platinum Edition begnügen. Je nach Variante kommt ein Fünf- oder Sechsganggetriebe zum Einsatz. Noch 2018 soll ein automatisiertes Siebenganggetriebe auf den Markt kommen. Eine Elektro-Variante ist für den Stonic nicht vorgesehen.

Die Benziner

Es stehen ein Saugbenziner mit 99 PS und ein 1,0-Liter-Turbobenziner mit 120 PS zur Verfügung. Dynamisch ist nur Letzterer, dessen 170 Nm Drehmoment den Stonic ordentlich antreiben. Er wirkt zwar etwas rau, aber während der Fahrt macht sich das kaum bemerkbar.

Laut Hersteller soll der Verbrauch bei 5 Litern auf 100 Kilometer liegen. In der Praxis beläuft sich der Verbrauch auf 6,5 bis 6,8 Liter. Doch auch das ist für diese Fahrzeugklasse noch völlig in Ordnung.

Der Diesel

Der 1,6-Liter-Dieselmotor kommt mit 115 PS und 136 PS. Beide Motorisierungen sind nicht schlecht, zieht der Stonic so doch in allen Gängen gut durch. Der Diesel ist auch äußerst sparsam, so kommt er genormt auf etwa vier Liter.

Ohne das optionale Sicherheitspaket Advanced Driving Assistant Pack erreicht der Stonic im NCAP-Crashtest nur 3 Sterne. Hat man dieses Paket allerdings mit an Bord, wurde die maximale Bewertung von 5 Sternen vergeben. Im Klartext: Geld sollten Sie lieber an anderer Stelle sparen und Ihrem neuen Stonic auf jeden Fall das Sicherheitspaket spendieren.

Positiv aufgefallen ist, dass der Stonic schon in der günstigsten Ausstattungslinie recht viel Sicherheitsausstattung zu bieten hat. Vom Bremsassistenten, über die Berganfahrhilfe bis zum elektronischen Stabilisierungsprogramm und noch einiges mehr, hat man alle wichtigen Features mit an Bord.

Will man mehr, beispielsweise eine Rückfahrkamera, dann muss man mindestens den Spirit kaufen oder eines der optional verfügbaren Sonderausstattungs-Pakete dazu bestellen.

Den Kia Stonic gibt es in vier Ausstattungslinien. Die günstigste Variante Edition 7 bietet 15-Zoll-Leichtmetallfelgen, elektrische Fensterheber vorne, ein Radio mit RDS- und MP3-Funktion, beleuchtete Sonnenblenden mit Make-up-Spiegel, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, elektrisch einstellbare und beheizbare Außenspiegel, sechs Airbags und ein 7-Zoll-Display für die Smartphone-Integration über Apple CarPlay und Android Auto.

In der nächsthöheren Ausstattungsvariante Vision sind dann 17-Zoll-Alufelgen, eine Klimaautomatik, ein beheizbares Lederlenkrad, Parksensoren hinten, ein Regensensor, die Sitzheizung vorne und eine verschiebbare Mittelarmlehne.

Greift man gleich zum Spirit, hat man einen Aktiv-Matrix-Display mit an Bord, außerdem einen automatischen Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung, die Müdigkeitserkennung, eine Rückfahrkamera und den Spurhalteassistenten. Außerdem ist hier serienmäßig der Farbakzent des Innenraums in Orange, Hellgrün oder Grau möglich. Die Sitzbezüge können in einer Stoff/Ledernachbildung gewählt werden.

Die Premium-Ausstattungslinie des Stonic ist die Platinum Edition. Sie hat alles, was die anderen ebenfalls bieten und zusätzlich Aluminium-Sportpedale, ein elektrisches Glasschiebedach, außer man wählt eine Zweifarblackierung, ein 7-Jahre-Kia-Navigationskarten-Update, LED-Rückleuchten, Sitzbezüge in Ledernachbildung, einen Querverkehrswarner und den Spurwechselassistenten.

Insgesamt bietet der Stonic Spirit das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Bis auf das integrierte Navigationssystem und ein paar wenige Sicherheitsfeatures hat der Spirit alles, was auch die Platinum Edition zu bieten hat.

Zusammenfassung

Der Kia Stonic kann vor allem mit seinem modernen und spritzigen Design punkten. Er wirkt jung, dynamisch und frech, was ihn von anderen Modellen der gleichen Fahrzeugklasse abhebt. Auch der Fahrspaß kommt trotz höchstens 136 PS nicht zu kurz, jedoch sollte man alle sicherheitsrelevanten Feature dazu bestellen. Der Stonic mischt die Crossover-Welt ordentlich auf, trotzdem gibt es vor allem was die Motoren angeht noch Verbesserungsmöglichkeiten.

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