Welche Marken profitieren am meisten von der neuen staatlichen E-Auto-Förderung? – Nur eine deutsche Marke unter den Top 5!

Patrik Chen
Online Redakteur
17. August 2026

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Seit die neue staatliche Elektroautoprämie beantragt werden kann wurden bereits mehr als 26.000 Fahrzeuge gefördert und über 100 Millionen Euro ausgezahlt. Diese Marken haben am meisten von der Prämie profitiert.

Nachdem die neue staatliche Förderung für E-Autos nominell zum Jahresanfang 2026 an den Start gegangen ist, hat es bis Mai gedauert, bis die ersten Anträge gestellt werden konnten. Wie erwartet erfreut sich die Prämie großer Beliebtheit, sodass bis Ende Juli 2026 bereits 117 Millionen Euro an 26.875 bewilligte Förderungen rausgegangen sind.

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Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), welches für die Anträge der Förderung zuständig ist, hat nun erste Statistiken veröffentlich mit den Marken und Modellen, die gefördert wurden. Welche Marken und Hersteller haben am meisten profitiert? In den Top 5 befindet sich nur eine Marke, aber wenn man sich die Konzerne anschaut, sieht die Situation wieder anders aus.

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Tesla profitiert am meisten

Spitzenreiter bei den Marken ist der amerikanische Elektroauto-Pionier Tesla. Von den rund 26.000 bewilligten Anträgen gingen 4.590 auf das Konto der US-Marke, die auch in Deutschland produziert. Aus dem Modellangebot der Amerikaner haben aber vor allem Model 3 und Model Y profitiert.

Tesla

Vor allem der SUV wird seinem Ruf als beliebtesten Tesla-Modell zurecht und wurde 3.067 Mal von der Bundesregierung gefördert. Für das Model 3 ist 1.517 Mal die Förderung gezahlt worden, auf die anderen Modelle Model S und Model X fielen hingegen nur einstellige Zahlen und zwar jeweils vier bzw. zwei. Das Model Y erfreut sich auch nach seinem Facelift hoher Beliebtheit und gehört weiterhin zu den meistgekauften Elektroautos in Deutschland. Vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis zwischen Platzangebot, Ladetechnik und neuer Technologie scheint beim SUV die Kundschaft zu überzeugen.

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Tesla-Model-Y-vorne

Mit über 3.000 bewilligten Anträgen ist das Tesla Model Y auch Spitzenreiter bei den Modellen. Für Tesla hat sich die neue Prämie also bereits mehr als nur gelohnt.

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Skoda auf Platz 2 mit Vollstromern statt Plug-in-Hybriden

Die Nummer zwei der geförderten Marken ist bisher Skoda. Der tschechische Hersteller konnte insgesamt 2.636 erfolgreiche Anträge auf seine Fahrzeuge verzeichnen. Deutlich mehr als die Hälfte davon entfielen auf den beliebten Kompakt-E-SUV Skoda Elroq. 2.148 Skoda Elroq (inklusive aller Varianten von Elroq 50 bis Elroq RS) wurden gefördert, auf Platz zwei folgte für Skoda der Enyaq mit 388 bewilligten Förderungen.

Skoda Elroq

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Ebenfalls interessant ist die Tatsache, dass bei Skoda die Plug-in-Hybride nur eine untergeordnete Rolle spielen. Die deutlich höhere Prämie für reine Stromer macht sich dementsprechend bemerkbar, schließlich gab es nur 79 bewilligte Anträge für die Plug-in-Hybride Skoda Kodiaq und Skoda Superb. Das neue Angebot von attraktiven Vollstromern hat sich für den tschechischen Hersteller also gelohnt. Zusammen mit den erst seit kurzer Zeit bestellbaren Skoda Epiq und Skoda Peaq haben die Tschechen also exzellente Aussichten, um von weiteren Anträgen zu profitieren.

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Cupra mit Born und Tavascan auf Platz 3

Auf Platz drei findet sich mit Cupra ebenfalls eine ausländische Marke (wenn auch wie schon bei Skoda Teil des deutschen Volkswagen-Konzerns). Hier spielen neben dem Elektro-SUV Cupra Tavascan, aber vor allem die Kompaktklasse mit dem Cupra Born die Hauptrolle. Auf den Cupra Born entfielen 768 der 1.617 bewilligten Cupra-Anträge und damit fast die Hälfte. Der Rest verteilt sich auf den Cupra Tavascan (519) sowie die Plug-in-Hybride (330) von Cupra Leon, über Cupra Formentor bis hin zum Terramar.

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Bei der neuen spanischen Lifestyle-Marke sind die Plug-in-Hybride also prominenter vertreten als bei Skoda, was aber auch daran liegen kann, dass das Volumenmodell Cupra Raval noch nicht so lange erhältlich ist und hier möglicherweise noch einige Anträge ausstehen.

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Hyundai mit Inster- und Kona-Power

Die viertbeliebteste Marke bei den bewilligten Anträgen bis Ende Juli 2026 ist Hyundai aus Südkorea. Auch hier gab es einen klaren Favoriten bei der Kundschaft und zwar den Hyundai Inster mit 1.092 von insgesamt 1.579 bewilligten Anträgen für die koreanische Marke. Der mobile Stadtflitzer ist damit deutlich beliebter bei der Förderung als die Ioniq-Modelle, das zweitbeliebteste Hyundai-Modell ist der Hyundai Kona Electric.

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Obwohl Hyundai mit den Ioniq-Modellen eine breite Auswahl an größeren Elektroautos anbietet, sprechen wohl vor allem die niedrigen Preise von Kona und Inster für den Erfolg dieser beiden Modelle. Auf Ioniq 5, 6 und 9 fallen hingegen nur 143 bewilligte Anträge, möglicherweise kann der bereits vorgestellt Hyundai Ioniq 3 als Kompaktstromer mehr Förderung für die Marke gewinnen.

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Volkswagen nur knapp in den Top 5

Die einzige deutsche Marke unter den ersten Fünf ist Volkswagen. Der Spitzenreiter hier ist der VW ID.3 (inklusive des VW ID.3 GTX), der 958 der 1.473 bewilligten VW-Anträge auf sich versammeln konnte.

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Das zweiterfolgreichste Modell bei den Förderanträgen ist der ID.4 mit 126, bei VW spielen aber auch die Plug-in-Hybride tatsächlich eine größere Rolle. VW Tiguan, Multivan, Golf, Caddy, Tayron, California und auch Passat konnten jeweils einige Anträge einheimsen. Die deutsche Volumenmarke konnte allerdings nur knapp Platz fünf sichern, dicht auf den Fersen von Wolfsburg waren bis Ende Juli die Chinesen von Leapmotor mit 1.456 bewilligten Anträgen, also nur sieben weniger als VW. Allerdings könnte sich das Bild zum August schon wieder ändern. Schließlich ist seit Kurzem der VW ID.Polo und auch der VW ID.Cross gestartet, sodass Volkswagen sein Angebot erschwinglicher E-Autos deutlich ausgebaut hat.

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Auch im weiteren Verlauf der Top 25 tun sich die deutschen Marken schwer die Anträge auf ihre Fahrzeuge zu bekommen. BMW schafft es noch auf Platz 10, während Opel auf 12, Audi auf 16 und Mercedes-Benz auf 21 weit von der Spitze entfernt sind. Stattdessen sind es Marken wie Kia, BYD, Renault oder Citroen, die sich wie auch Leapmotor einen großen Anteil der Elektroauto-Förderung bisher sichern konnten.

In der Konzernansicht sieht es anders aus – VW AG mit großem Vorspung

Der Großteil der Förderung scheint beim Blick auf die Marken also eher auf ausländische Konkurrenz zu fallen, aber betrachtet man sich die Konzerne als Ganzes ergibt sich ein anderes Bild. Dank seiner Untermarken Skoda und Cupra kann der Gesamt-Volkswagen-Konzern sich hier mit 6.239 bewilligten Anträge an die Spitze schieben, deutlich vor Tesla mit 4.590 auf Platz zwei. Nummer drei der bewilligten Anträge ist der Stellantis-Konzern, bevor Hyundai und Renault die Top 5 komplettieren. Obwohl Leapmotor mit Stellantis in einem Joint Venture verbunden ist, zählen die Konzerne getrennt, ansonsten wäre Stellantis-Leapmotor mit 5.294 bewilligten Anträgen auf Platz zwei.

VW

Mit BMW auf Platz 8 ist in der Konzernrangliste eine zweite deutsche Gruppe mit am Start. Wie auch schon bei der Markenübersicht zuvor zeigt sich aber auch hier klar, dass preiswertere Fahrzeuge von den Antragstellern bevorzugt werden und die Premium-Marke nicht so stark profitieren wie Volumenhersteller. Das ist für die gebeutelten deutschen Hersteller zwar kein gutes Zeichen, zeigt aber auch, dass die soziale Staffelung der Prämie durchaus den gewünschten Effekt hat die Elektromobilität in Deutschland auch im niedriger bepreisten Segment stärker zu etablieren.

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Elektro und niedrige Einkommen mit der Mehrheit der Anträge

Das zeigt sich vor allem in der anderen Statistik bei der Förderung und zwar der Aufteilung zwischen Anträgen für Elektroautos und Plug-in-Hybriden sowie der Einkommensstufe beim Antrag. Von den insgesamt 26.875 bewilligten Anträgen entfielen mit 24.794 knapp 92 % auf Vollstromer und nur 2.081 (ca. 8 %) auf Plug-in-Hybride.

Elektroauto laden

Bei der sozialen Staffelung gingen die meisten Förderungen bisher an die niedrigste Einkommensstufe bis zu 45.000 € zu versteuerndes Jahreseinkommen mit 13.064 bewilligten Anträgen und damit fast 50 %. Die zwei nächsten Einkommensstufen können auch noch jeweils über 6.000 Anträge verzeichnen bevor die zwei höchsten Stufen dann nur noch auf 714 bzw. 214 bewilligte Anträge kommen.

Bei Leasing oder Kauf scheint es bisher allerdings keinen zu großen Unterschied zu geben und das obwohl viele Hersteller mit preiswerten Leasingangeboten versuchen Kundschaft mit Förderung zu gewinnen. Hier entfielen bisher 13.689 bewilligte Anträge auf den Kauf, während Leasing 13.186 Anträge bekam.

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Die Konzern- und Markenplatzierungen im Detail

Anbei noch die Top 10 bzw. Top 25 der Konzerne und Marken für die bisher bewilligten Anträge der neuen staatlichen E-Auto-Förderung im Überblick:

Top 10 Konzerne

Top 10 Konzerne
Konzern/Gruppe Bewilligte Anträge
Volkswagen AG 6.239
Tesla, Inc. 4.590
Stellantis 3.838
Hyundai Motor Group 2.973
Renault Group 1.659
Leapmotor 1.456
BYD Company 1.338
BMW Group 1.324
Ford Motor Company 968
Toyota Motor Corporation 393

Top 25 Marken

Top 25 Marken
Marke Bewilligte Anträge
Tesla 4.590
Skoda 2.636
Cupra 1.617
Hyundai 1.579
Volkswagen, VW 1.473
Leapmotor 1.456
Kia 1.393
BYD 1.338
Renault 1.216
BMW 1.062
Citroen 1.029
Opel 978
Ford 968
Fiat 909
Peugeot 820
Audi 470
Dacia 422
Toyota 387
MG 352
Mazda 350
Mercedes-Benz 292
Mini 262
Volvo 246
Nissan 207
XPENG 195

Die erweiterte Statistik mit weiteren Details wie etwa der Aufschlüsselung nach Modellen bekommst du auf der offiziellen Seite des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA): Monatliche Statistik zur E-Auto-Förderung [Stand 1. August 2026]


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