Cupra Raval Testbericht
Mit sportlichem Design, kräftigen Motoren und einer dynamischen Fahrwerksabstimmung soll der Cupra Raval zeigen, dass auch ein elektrischer Kleinwagen richtig Spaß machen kann.
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- 30.804 €
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Unser Fazit zum Cupra Raval
Der Cupra Raval wirkt schon als getarnter Prototyp nicht wie ein bloß umgelabelter VW-Konzern-Kleinwagen. Nach allem, was bisher bekannt ist, wird er das emotionalste Modell der kleinen Elektro-Familie werden – und die ersten Fahreindrücke deuten an, dass das kein leeres Marketing-Gebrüll ist. Mit direkter Lenkung, guter Kurvenlage und einer insgesamt spürbar sportlicheren Abstimmung will er sich von VW ID. Polo und Skoda Epiq absetzen.
Der Cupra Raval ist die Lifestyle-Alternative zum günstigeren VW ID.Polo und dem praktischeren Skoda Epiq.
Der angekündigte Einstiegspreis von rund 26.000 Euro klingt auf den ersten Blick niedrig. Allerdings gilt der nur für die Basis und die bringt einige Kompromisse mit sich: Vor allem eine kleine Batterie (37 kWh) und eine geringe Ladeleistung (90 kW DC).
Die stärker motorisierten Versionen dürften deutlich teurer werden. Trotzdem: Wenn Cupra es schafft, auch die günstigeren Varianten optisch ansprechend und gleichzeitig fahraktiv zu gestalten, könnte das Paket so oder so ziemlich attraktiv sein.
Positiv fällt das Platzangebot schon mal beim Kofferraumvolumen aus. 430 Liter können sich in dieser Fahrzeugklasse sehen lassen. Das liegt auch daran, dass der Raval über die Vorderachse angetrieben wird, was hinten Platz schafft.
Von 116 bis 226 PS
Geplant sind 4 Leistungsstufen. Wie bei allen Cupra-Modellen gibt es in der Basis eine ausgewogen motorisierte Variante, die 116 PS leistet. Am oberen Ende steht natürlich die VZ-Version mit 226 PS. Noch mehr Sportlichkeit erhält das Topmodell über das adaptive Fahrwerk (DCC), ein elektronisches Sperrdifferenzial und breitere 235mm-Reifen.
Außerdem dürfen sich E-Auto-Fahrende nun auch endlich in einem Auto des Volkswagen-Konzern über One-Pedal-Drive freuen.
Brandneues Infotainment
Wirklich neu für Cupra ist zudem die Software. Zum ersten Mal setzt man auf ein Android-Betriebssystem, das auf dem 10,25-Zoll-Digitalinstrument und dem 12,9-Zoll-Touchscreen läuft. Das verspricht eine bessere Konnektivität und ein flüssigeres, schnelleres System.
Wie viel kostet der Cupra Raval?
Das Cupra Raval Modell hat einen Listenpreis von 37.250 € bis 46.525 €. Mit Carwow können Sie jedoch im Durchschnitt 8.793 € sparen. Die Preise beginnen bei 30.804 € für Barzahlung.
Vergleiche verschiedene Ausstattungslinien des Cupra Raval
| Ausstattungslinien & Preise des Cupra Raval | |
|---|---|
| Endurance Edition Dynamic 155 kW 52KWh 5dr - Preis ab 37.250 € |
Aktuelle Angebote finden
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| Endurance Ed. Dynamic Plus 155kW 52kWh 5dr - Preis ab 41.605 € |
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| VZ Edition Extreme 166 kW 52kWh 5dr - Preis ab 46.525 € |
Aktuelle Angebote finden
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| Endurance Ed. Dy Plus Plasma 155kW 52kWh 5dr - Preis ab 43.005 € |
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Der Cupra Raval soll bei 26.000 Euro starten. VW ID. Polo und Skoda Epiq sollen mindestens 25.000 Euro kosten und werden somit auf einem ähnlichen Niveau liegen. Optisch wird der Raval wohl schon in der Basis aufregender sein als seine internen Konkurrenten. Das wäre typisch für die Spanier und ist auch eines der Erfolgsgeheimnisse der Marke. Doch wie bei VW und Skoda wird auch bei Cupra gelten: Die stärkeren Motoren werden deutlich mehr kosten. Und nur in Kombination mit den stärkeren Versionen wird man an die größere 52 kWh Batterie und die bessere Ladeleistung von 105 kW kommen.
Cupra Raval: Reichweite und Ladedauer
Zwei Akkugrößen werden für den Cupra Raval angeboten: eine kleinere Batterie mit 37 kWh und eine größere mit 52 kWh.
Die Launch Editionen
Zum Marktstart bietet den Cupra erstmal nur in speziellen Launch Editionen an. Die kommen allesamt mit der größeren 52 kWh Batterie. Die Reichweite liegt bei bis zu 450 km (WLTP). Die Launch Versionen sind Dynamic und Dynamic Plus mit 211 PS sowie der VZ Extreme mit 226 PS.
Die Serienversionen
Für das Basismodell namens Raval und Raval Plus werden etwa 300 Kilometer WLTP-Reichweite angegeben. Für das 211 PS starke Modell Endurance und den 226 PS starken VZ gibt Cupra eine Reichweite von rund 400 Kilometern an.
Offizielle Verbrauchswerte fehlen noch - sie werden erst mit dem Abschluss des Typgenehmigungsverfahrens feststehen.
Mittelmäßig schnelles Laden
Die Ladegeschwindigkeit zählt nicht zu den größten Stärken des Cupra Raval. Vor allem in Kombination mit der kleinere 37 kWh Batterie ist die Ladeleistung schon bei 90 kW limitiert. Der Ladevorgang von 10-80% soll damit 27 Minuten dauern.
Erst mit der größeren 52 kWh Batterie gibt es auch eine bessere Ladeleistung von 105 kW. Trotz mehr Kapazität gelingt damit der Schnellladevorgang von 10-80% in nur 24 Minuten.
Leistung und Fahrkomfort
Zum Marktstart hat Cupra 4 Motorisierungen für den Raval kommuniziert. Aber nur 2 verschiedene gibt es für die Launch Editionen.
Zum Marktstart wird es die Version mit 155 kW/211 PS in den Ausstattungslinien Dynamic und Dynamic Plus geben. An der Spitze steht der VZ Extreme mit 166 kW/226 PS und 290 Nm Drehmoment.
Erst zu einem späteren Zeitpunkt kommen die Einstiegsvarianten mit 85 kW/116 PS oder 99 kW/136 PS hinzu.
Interessant: Mit seinem Sportfahrwerk liegt der Raval 15 mm tiefer als alle anderen auf der VW-Plattform basierenden Modelle, also als VW ID. Polo und Skoda Epiq. Für einen kräftigen Stand ist die Spur um 10 mm breiter.
Top-Version VZ Extreme kann fahrdynamisch überzeugen
Erste Fahrten mit der 226 PS starken Top-Version VZ Extreme (Vmax: 175 km/h) unterstreichen den Performance-Anspruch der Marke. Das Fahrgefühl fällt deutlich sportlicher aus als bei vielen anderen Elektro-Kleinwagen. Die Lenkung wirkt direkt und präzise, das Fahrwerk relativ straff abgestimmt. Auch die Kombination aus progressiver Lenkung, adaptivem DCC-Fahrwerk und elektronischem Sperrdifferenzial an der Vorderachse trägt zu einem besonders dynamischen Fahrverhalten bei.
Auf kurvigen Straßen liegt der Raval überraschend stabil und präzise auf der Straße. Gleichzeitig sorgt der tief im Fahrzeugboden platzierte Akku für einen niedrigen Schwerpunkt. Der Frontantrieb mit dem sofort anliegenden Drehmoment von 290 Nm sorgt zudem für eine kräftige Beschleunigung. Insgesamt entsteht der Eindruck eines kleinen Elektroautos, das bewusst auf Fahrspaß ausgelegt ist.
Trotz der sportlichen Ausrichtung bleibt der Raval im Alltag gut kontrollierbar und handlich. Gerade im Stadtverkehr fühlt er sich wendig und leicht zu fahren an. Damit scheint Cupra tatsächlich zu versuchen, dem kleinen Elektroauto innerhalb der Konzernplattform eine eigenständige, dynamischere Charakteristik zu geben. Wie spritzig die schwächeren Versionen unterwegs sind, wird sich noch zeigen.
Kofferraum, Platz und Praxistauglichkeit
Auf dem Papier macht der Cupra Raval in Sachen Alltagstauglichkeit erstmal einen richtig guten Eindruck. Trotz seiner kompakten Außenlänge von rund vier Metern bietet er ein Kofferraumvolumen von 430 Litern – und spielt damit klar über dem, was man in dieser Klasse erwarten würde.
Das ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil viele kleine Elektroautos beim Stauraum Kompromisse eingehen müssen. Der Raval zeigt hier, dass es auch anders geht: Der hintere Fahrzeugbereich ist clever konstruiert, sodass keine Antriebskomponenten des Platz wegnehmen - schließlich kommt der Raval mit Frontantrieb.
Das Ergebnis ist ein ordentlich nutzbarer, tief geschnittener Kofferraum, der sich problemlos für den Wocheneinkauf, Sporttaschen oder auch einen kleinen Wochenendtrip eignet.
Im Vergleich zur Konkurrenz liegt der Cupra damit ziemlich gut im Rennen, aber nicht ganz an der Spitze. Der VW ID. Polo kommt auf etwa 441 Liter, der Skoda Epiq sogar auf 475 Liter. Der Raval ordnet sich also knapp dahinter ein – bietet aber immer noch mehr Platz als viele klassische Kleinwagen und dürfte für die meisten Alltagsanforderungen völlig ausreichen.
Für wen ist der Cupra Raval geeignet?
Der Raval richtet sich klar an urbane Fahrende, die ein kompaktes, stylisches Elektroauto suchen und nicht komplett auf Alltagstauglichkeit verzichten wollen, denen VW und Skoda aber zu langweilig sind.
Innenraum, Infotainment und Ausstattung
Im Innenraum setzt der Cupra Raval klar auf eine Mischung aus Sportlichkeit, Digitalisierung und ein bisschen Show. Im Mittelpunkt steht das neue Infotainment-System mit 12,9-Zoll-Touchscreen, ergänzt durch ein 10,25-Zoll großes Virtual Cockpit hinter dem Lenkrad.
Spannend: Der Raval ist das erste Modell der Marke mit einem Android-basierten Betriebssystem. Das bedeutet nicht nur eine flüssigere Bedienung, sondern auch Zugriff auf native Apps über den sogenannten Group Store – inklusive Spotify oder YouTube (im Stand). Dazu kommen eine verbesserte Sprachsteuerung und eine globale Suche, die das System intuitiver machen sollen. In Kombination mit der MyCUPRA App lassen sich viele Funktionen wie Klima oder Ambientebeleuchtung auch remote steuern.
Beim Design bleibt Cupra sich treu: sportlich, fahrerorientiert und bewusst etwas edgy. Die erhöhte Sitzposition und das aufgeräumte Cockpit mit freischwebender Mittelkonsole sorgen für ein modernes Raumgefühl. Dazu kommen zahlreiche Lichtinszenierungen – von Ambientebeleuchtung bis hin zu Projektionen in den Türen. Das wirkt teilweise ziemlich verspielt, hebt den Raval aber definitiv von klassischen Kleinwagen ab.
Die unterschiedlichen Versionen
Zum Marktstart liefert Cupra den Raval in 3 verschiedenen Launch Editionen aus: Dynamic bietet einen zugänglichen Einstieg mit solider Leistung, Dynamic Plus ergänzt Komfort und Technik wie Soundsystem und Assistenzsysteme. Der VZ Extreme steht für maximale Performance, exklusive Ausstattung und klaren Fokus auf Fahrspaß.
Später wird das Portfolio um die Einstiegsmodelle ergänzt: Raval und Raval Plus sind die günstigeren City-Varianten mit kleiner Batterie, während Endurance und VZ mehr Reichweite und Leistung bieten. Endurance zielt auf Effizienz, der VZ auf Sportlichkeit.
Sicherheit und Assistenzsysteme
Ein offizielles Ergebnis im Euro-NCAP-Crashtest liegt für den Cupra Raval aktuell noch nicht vor. Entsprechend lässt sich seine passive Sicherheit nur schwer final bewerten.
Bei den Assistenzsystemen fährt der Raval bereits auf aktuellem Niveau vor. Dazu gehören unter anderem Travel Assist, Emergency Assist, eine 360-Grad-Kamera, automatisches Einparken sowie zahlreiche Überwachungsfunktionen für den Fahrerzustand. Besonders interessant ist das neue Pedal Missed Operation System: Es erkennt, wenn aus Versehen Gas statt Bremse gedrückt wird, und kann das Fahrzeug automatisch stoppen.
Bekannte Probleme und Rückrufe
Zu den konkreten Garantieleistungen für den Raval hat Cupra bislang noch keine eigenen Angaben gemacht. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich der elektrische Kleinwagen an den üblichen Garantiebedingungen der Marke orientiert.
Aktuell bietet Cupra in Europa eine 5-jährige Herstellergarantie ohne Kilometerbegrenzung - das kann sich sehen lassen. Typisch: Für die Hochvoltbatterie der Elektrofahrzeuge gilt eine Garantie von acht Jahren oder 160.000 Kilometern Laufleistung, wobei eine Akku-Mindestkapazität von 70 Prozent zugesichert wird.
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