Skoda Superb

Schicke Limousine mit viel Beinfreiheit

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Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Riesiges Raumangebot
  • Sehr fairer Einstiegspreis
  • Sichere Fahreigenschaften
  • Unübersichtliches Heck
  • Zahlreiche Aufpreise
  • Nur zwei Jahre Garantie

26.350 € - 46.350 € Preisklasse

5 Sitze

4,1 - 7,1 l/100km

Test

Von seiner Dimension und dem Bewegungsspielraum im Fond erinnert Skodas Topmodell Superb viel weniger an eine Mittelklasselimousine als an eine große Limousine aus der Oberklasse.

Einem VW Passat, mit dem sich der Skoda viel Technik teilt, Opel Insignia oder Mazda 6 hat die tschechische Limousine, die in ihrer dritten Generation auf dem Markt ist, das bessere Raumangebot im Innenraum und im außergewöhnlich großen Kofferraum voraus.

Den Prestige und die Premium-Attitüde eines Audi A4 oder VW Arteon kontert der Skoda Superb mit Alltagsnutzen. Dafür stehen die 120 bis 280 PS starken Motoren von VW, das moderne Infotainment und das Angebot an Sicherheitsassistenten genauso ein wie die vielen klugen Lösungen, die man in so großer Zahl bei der Konkurrenz nicht vorfindet.

Das lässt sich auch von der Relation von Nutzen und Kosten behaupten. Das Skoda Topmodell bietet ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das man in dieser Klasse, die sich im Superb anfühlt wie Oberklasse, aber so viel kostet wie Mittelklasse, nur selten geboten bekommt.

Das macht die Superb Limousine so geeignet für Familien mit großem Platzbedarf und mittlerem Budget. Was die Limousine an Stärken und Schwächen besitzt, was sie an Platz, Motoren, Sicherheit und Ausstattung bereitstellt und warum eine andere Karosserievariante noch erfolgreicher ist, das erfahren Sie hier.

Der Name ist beim Superb Programm, denn die Raumverhältnisse sind superb. Im Fond der Limousine fühlen sich Mitfahrer von der Beinfreiheit wie in einer Oberklasselimousine und dahinter im Kofferraum hat der Laderaum eine Dimension, die zumeist in der Luxusklasse nicht erreicht wird.

Das Interieur

Mit 4,86 Metern Länge ist es zum klassischen Fünf-Meter-Oberklasseformat nicht mehr weit. Gefühlt. Das bemerkt man als Superb-Insasse noch mehr im Fond als auf den bequemen Vordersitzen, denn die Beinfreiheit genügt auch den langbeinigsten Fondpassagieren für komfortables Reisen.

Der Einstieg gelingt auch vorne leicht. Schnell ist die richtige Sitzposition auf den nicht nur beheiz-, sondern auch belüftbaren Sesseln gefunden. Auch mit dem Finden der Schalter gibt es, wenn man zuvor schon einmal ein Produkt aus dem VW Konzern gefahren hat, null Probleme.

Das Cockpit mit präzise eingepassten Teilen und weich aufgeschäumten Oberflächenstrukturen wirkt zwar etwas unterkühlt, aber hochwertig verarbeitet.

Besonders die Details machen den Unterschied zu der internen Konzernkonkurrenz von VW, Audi und Seat. Dort gibt es diese Anhäufung an klugen Lösungen nicht: den hinter dem Tankdeckel befestigten Eiskratzer, den Tickethalter an der Windschutzscheibe, den kleinen Mülleimer in der Tür, den Flaschenhalter mit Einhandbedienung, die sich in den Türverkleidungen der vorderen Türen befindenden Regenschirme (…), alles in einem einzigen Fahrzeug.

Der Kofferraum

Das Volumen im Kofferraum erreicht nicht nur Oberklasseniveau, sondern es überbietet dies zumeist mit einer Kapazität von 625 Litern.

Und auch bei umgeklappten Rückbanklehnen ist die Superb Limousine top: Mit 1.760 Liter Stauvolumen und 2,10 Meter Ladetiefe hat sie mehr Raum für die Ladung zu offerieren als so mancher Kombi. Der Superb Combi bietet mit 660 bis 1.950 Liter jedoch noch etwas mehr Stauraum.

Wie auch im Combi macht in der Limousine eine große Heckklappe das Beladen leicht. Mit der kleinen Stufe am Laderaumboden bei umgeklappten Rückbanklehnen und der im Vergleich zum Combi höheren Ladekante muss und kann man in der Limousine gut leben.

Wird zudem die Lehne des Beifahrersitzes nach unten geklappt, können noch längere Dinge transportiert werden. Wird hinten eine Anhängerkupplung installiert, dürfen mit dem Superb Hänger mit bis zu 2,2 Tonnen Gewicht gezogen werden.

VWs moderne Technik kommt, meistens mit etwas Verspätung, auch Skoda Modellen zugute. Deshalb profitiert die Superb Limousine beim Fahren vom optionalen Adaptivfahrwerk, mit dem sich das Fahrverhalten in Richtung “Comfort” oder “Sport” trimmen lässt.

Die Unterschiede sind gut zu spüren. In der Komforteinstellung cruist man im Superb mit dem langen Radstand von 2,84 Metern komfortabel über die Autobahn. Auf kurviger Landstraße wippt der Karosserieaufbau sich allerdings geschwinder auf, weshalb man hier, wenn es flott voran gehen soll, bestens im Sportmodus unterwegs ist.

Der ist zwar straffer abgestimmt, aber mit der dann direkter arbeitenden Lenkung und der spontaneren Gasannahme kommt mehr Fahrfreude auf.

Möchte man ganz sparsam fahren, “segelt” man: Nimmt der Fahrer im Eco-Modus im Superb mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe den Fuß vom Gaspedal, wird der Antrieb abgekoppelt. Das Fahrzeug rollt einige hundert Meter ohne Abgang aus dem Tank über den Asphalt.

Die Auswahl ist groß. Die Kundschaft kann sich zwischen 120 bis 280 PS starken Motoren und bei den Getriebevarianten zwischen dem Sechsgang-Schaltgetriebe oder dem Sechsgang- oder Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) entscheiden.

Die Benziner

Der Superb ist mit 4,86 Meter Länge groß, mit 1,4 Tonnen aber nicht schwer. Trotzdem sollte man vielleicht besser den 1.4 TSI mit 150 PS und Zylinderabschaltung gegenüber dem schwächeren 1,4-Liter-Einstiegsmotor mit 125 PS bevorzugen.

Der Turbomotor mobilisiert sein maximales Drehmoment von 250 Newtonmetern schon früh und in einem breiten Bereich zwischen 1.500 und 3.500 Umdrehungen und auch die Fahrleistungen gehen in Ordnung. In flotten 8,6 Sekunden beschleunigt der 1.4 TSI aus dem Stand auf 100 km/h und die Höchstgeschwindigkeit ist mit 220 km/h erreicht.

Beim Verbrauch kommt man mit sieben, acht Litern Super über die Runden.

Bestellt man den Superb mit dem 180 PS starken 1.8 TSI, dem 220 PS starken 2.0 TSI oder dem mit 280 PS und Allradantrieb richtig spurtstarken 2.0 TSI 4×4, sind bis zu 250 km/h möglich und der Verbrauch liegt bei exzessiver Nutzung des Potentials deutlich höher.

Die Diesel

Wessen Ziel maximal geringer Verbrauch ist oder wer häufig auf Langstrecke unterwegs ist, für den bleibt der Diesel alternativlos. Mit dem 250 Nm und 120 PS produzierenden 1.6 TDI fließen nach der Werksangabe alle 100 Kilometer knapp über vier Liter Kraftstoff aus dem 66-Liter-Tank.

Der populäre 2.0 TDI mit 150 PS und 340 Nm sowie der 2.0 TDI mit 190 PS und 400 Nm verbrauchen nicht viel mehr und sind in der Topversion bis zu 237 km/h schnell. Der noch kräftigere 240-PS-TDI, der im Passat eingebaut wird, kommt im Superb nicht zum Einsatz.

Auch das Wörtchen Sicherheit wird im großen Superb groß geschrieben, weil Skoda dem VW-Konzern angehört.

Bei der Sicherheitsausstattung erfüllt das Topmodell der Marke die Erwartungen. Sieben Airbags inklusive Knieairbag auf der Fahrerseite, das ESP, die Reifendruckkontrolle und die Umfeldüberwachung samt City-Notbremsfunktion gehören zur Serienausstattung.

Optional sind die hinteren Seitenairbags, der adaptive Tempomat, die adaptiven Bi-Xenon-Scheinwerfer, der Spurhalte- und Spurwechselassistent sowie der Aus­park­assis­tent mit an Bord.

Und möchte man auch im Winter auf verschneiten Fahrbahnen ganz sicher unterwegs sein, bestellt man die Limousine statt mit Frontantrieb mit dem die Traktion verbessernden Allradantrieb – verbaut im Benziner mit 150 oder 280 PS und im Diesel mit 150 oder 190 PS.

Im ADAC-Bremstest kam der Skoda Superb 2.0 TDI nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach 35,5 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Auch beim Zubehör findet sich viel VW im Skoda. Das reicht von den Infotainmentsystemen samt LTE-Router und Internetzugang bis zur beheizbaren Frontscheibe.

Die vier Ausstattungslinien Active, Ambition, Style und Laurin & Klement stehen zur Wahl, die sich hinsichtlich Innenraumfarbigkeit, Infotainment, Komfort- und Sicherheitsausstattung unterscheiden.

Die Einstiegsvariante Active ist zweckmäßig, aber, wenn nur ein niedriger Einstiegspreis das Ziel ist, schon adäquat ausgestattet mit der manuellen Klimaanlage, den elektrisch verstellbaren und beheizbaren Außenspiegeln, dem Multifunktions-Lederlenkrad, der Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung und der City-Notbremsfunktion. Ein Soundsystem mit 5-Zoll-Touchscreen gehört ebenso schon zur Grundausstattung.

Der Ambition wartet zusätzlich mit einer Zweizonen-Klimaautomatik, einem Tempomat, einem klimatisierbarem Handschuhfach und einem Regen-Licht-Sensor auf. Zudem rollt der Ambition, abhängig vom Motor, auf 16- oder 17-Zoll-Leichtmetallrädern.

Der Style steht auf 17 Zoll und besitzt Bi-Xenon-Scheinwerfer. Die Vordersitze lassen sich elektrisch verstellen und beheizen und das 8-Zoll-Touchscreen-Infotainment lässt sich auch per Sprachbedienung steuern.

Die Topausstattung heißt Laurin & Klement. Mit ihr freut man sich über vieles, was nicht unbedingt nötig ist, das Fahren aber luxuriöser, angenehmer und schöner macht. Dazu zählen 18-Zoll-Aluräder, die Lederausstattung, das Canton Soundsystem mit zwölf Lautsprechern, getönte Heck- und Seitenscheiben, Parksensoren rundum und das adaptive Fahrwerk.

Das Smartphone wird via MirrorLink, Apple CarPlay oder Android Auto eingebunden.

Hightech-Extras wie ein Head-up-Display oder ein Digitalcockpit, das Volkswagen für den Passat anbietet, befinden sich aber wohl erst in der nächsten, vierten Generation des Superb im Angebot. Trotzdem gibt es zahlreiche Extras.

Bestellt man davon viele, dann wird aus der günstigen, fair ausgepreisten Limousine schnell eine recht kostspielige.

Zusammenfassung

Der Preis und das Preis-Leistungs-Verhältnis der Superb Limousine sind, wenn man die Extras im Auge behält, attraktiv. Das Raumangebot macht gegenüber der Konkurrenz den entscheidenden Unterschied.

Aber genau wegen diesem Raumangebot entscheiden sich die meisten Kunden nicht für die Superb Limousine, sondern für den Superb Combi. Der ist, ohne dass er viel mehr kostet, noch geräumiger, variabler und damit im Familienalltag oder beim Transport von Dingen praktischer.

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