Elektro-Siebensitzer gesucht? Solltest du auf den Skoda Peaq setzen oder den Kia EV9 bestellen?

Patrik Chen
Online Redakteur
03. Juli 2026

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4,6/5 aus 23.710 Bewertungen

Erst in den letzten Jahre sind elektrische Siebensitzer auf den Markt gekommen, zuvor waren sie fast immer Verbrenner oder Hybride. Mit dem Skoda Peaq ist nun ein weiterer großer SUV mit sieben Sitzen an den Start gegangen. Wie schlägt er sich im Vergleich mit dem Kia EV9?

Elektrische Siebensitzer gibt es mittlerweile einige, so wie etwa den Volvo EX90 oder den Hyundai Ioniq 9 neben den beiden Protagonisten in diesem Vergleich. Welcher Elektro-SUV mit sieben Sitzen ist nun also die bessere Option? Unser englischer Kollege Jamie Edkins hat sich die Skoda Peaq und Kia EV9 genauer vorgenommen.

Erste Eindrücke zum Skoda Peaq

Jamie war live bei der Premiere des Skoda Peaq in der Schweiz vor Ort und hatte auch schon Erfahrungen mit dem Kia EV9 und kann daher beide Fahrzeuge gut vergleichen.

Skoda Peaq vs Kia EV9: Preise und Ausstattung

Der neue Skoda Peaq ist bereits zu einem Listenpreis von 49.900 € zu bestellen, mit unseren Carwow-Rabatten gibt es den Siebensitzer schon ab 41.799 €. Der Kia EV9 hingegen ist deutlich teurer. Preislich startet der Koreaner bei 63.690 € und selbst mit dem großzügigen Carwow-Nachlass kostet er immer noch 53.935 € beim direkten Barkauf.

Kia EV9

Was bekommst du also alles für die zusätzlichen 12.000 € beim Kia? Lohnt sich der Aufpreis? Beim Kia bekommst du beheizte und belüftete Sitze, Adaptive Cruise Control, eine 360°-Kamera und mehr als Teil der Standardausstattung. Gegen Aufpreis gibt es in den höheren Ausstattungslinien auch noch einzelne Sitze in Reihe zwei, adaptive LED-Scheinwerfer und mehr.

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Beim Einstiegsmodell des Skoda Peaq bekommst du beheizte Vorder- und Rücksitze, einen 13,6-Zoll Touchscreen, kabelloses Laden für dein Handy und 19-Zoll Felgen. Die Topausstattung Sportline kostet 54.800 € Listenpreis und bietet Matrix-LED-Scheinwerfer, eine Rundumkamera, einen fernsteuerbaren Parkassistenten und mehr. Der Skoda Peaq ist also nicht nur deutlich günstiger in der Basis, selbst in der Top-Ausstattung ist er nur unwesentlich teurer als der Einstiegs-Kia EV9. Klarer Punktsieg an den Skoda Peaq also.

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Skoda Peaq vs Kia EV9: Innenraum und Alltagstauglichkeit

Eine der Kerntugenden der Marke Skoda war schon immer die Alltagstauglichkeit und der Peaq ist hier keine Ausnahme. Auf den Vordersitzen kannst du deine Sitzposition sehr gut einstellen und als “Simply Clever”-Feature gibt es einen einklappbaren Tisch in der Mittelkonsole, der sich einfach für deinen Laptop oder deine Mahlzeit während deiner Pause nutzen lässt.

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In Reihe zwei kannst du die Sitze nicht nur verschieben, sondern auch zurücklehnen, sodass deine Passagiere komfortabel sitzen können. Kopf- und Beinfreiheit sind reichlich wie Jamie mit über 1,80 Metern Körpergröße feststellen konnte. Im Bild ist die zweite Reihe ganz nach vorne geschoben, sodass die dritte Reihe mehr Platz hat und Jamie hatte trotzdem genügend Platz, auch für längere Fahrten.

Falls du planst Erwachsene auf den Sitzen in der dritten Reihe mitzunehmen, musst du die zweite Sitzreihe ganz nach vorne schieben, da der Skoda Peaq dort nicht so viel Platz anbietet wie der Kia EV9.

Kia EV9 Fond

Beim Kia EV9 hast du ein ähnlich gutes Platzangebot wie der Skoda auf den vorderen Sitzen, aber in Reihen zwei und drei ist es deutlich geräumiger im koreanischen Auto. Wenig überraschend, schließlich ist der EV9 auch breiter und länger als der Skoda Peaq.

Bezüglich Stauraum gibt es jedoch keinen so klaren Sieger bei diesem Vergleich. Mit allen sieben Sitzen hat der EV9 mehr Stauraum mit 333 gegenüber 299 Litern beim Peaq. Aber mit der dritten Reihe umgeklappt bietet überraschenderweise der Tscheche mit 935 Litern rund 100 Liter mehr an als der Kia.

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Beim Interieur an sich bevorzugt Jamie den Skoda. Das Kia-Infotainment erscheint ihm nicht ganz so benutzerfreundlich aufgebaut und dunkler als das helle Display mit klarer Menüführung beim Skoda. Auch die Lage des Klimapanels beim Kia zwischen den digitalen Instrumenten und dem Infotainment-Bildschirm gefällt Jamie nicht, die Klimasteuerung ist damit einfach nicht im Blickfeld, da sie durch das Lenkrad verdeckt wird.

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Kia EV9 - interior 1

Aber der Innenraum des EV9 ist nicht komplett ohne Vorteile, Jamie gefallen durchaus viele Designentscheidungen des Kia. Vor allem dank des Ambientelichts und des Armaturenbretts mit mehreren Schichten fühlt sich der Kia EV9 sehr modern an und auch bei der Verarbeitungsqualität leistet er sich keine Schwächen. Der Skoda Peaq ist allerdings einfacher zu bedienen und fühlt sich an einigen Orten tatsächlich hochwertiger an, wie etwa dank der weichen Flächen auf Armaturenbrett, Türen und Mittelkonsole.

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Skoda Peaq vs Kia EV9: Motoren, Akkus und Reichweite

Der Kia EV9 kommt mit einer großen 100 kWh-Batterie und du hast die Wahl zwischen einem 200 PS starken Hecktriebler oder der Allradvariante mit 378 PS. Für die Sportfans gibt es auch den Kia EV9 GT mit 501 PS.

Kia EV9 GT auf Fahrt

Je nach Motorisierung schafft der Kia EV9 zwischen 505 und 563 Kilometern, auch bei der Ladeleistung bietet er bis zu 210 kW am Schnellader, sodass du innerhalb von 24 Minuten von 10 auf 80 % laden kannst.

Das ist deutlich schneller als der Skoda, der maximal 199 kW Ladeleistung schafft. Allerdings hat der Skoda Peaq mit 86 kWh auch eine kleinere Batterie, sodass er in 28 Minuten von 10 auf 80 % lädt und damit kompetitiv bleibt. Trotz der kleineren Batterie hat der Skoda Peaq tatsächlich auch die höhere Reichweite als der Kia EV9.

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Mit 450 bis 635 Kilometern Reichweite hat der Skoda Peaq eine breitere Spanne dank der verschiedenen Akkuvarianten (63 kWh und 91 kWh). Auch bei der Allradversion punktet Skoda mit besserer Reichweite, hier steht der Wert 602 Kilometer.

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Fazit: Welcher ist besser Skoda Peaq oder Kia EV9?

Für Jamie gewinnt der Skoda Peaq den direkten Vergleich deutlich. Zwar gab es noch keine Fahrveranstaltungen, um das Verhalten des Peaq auf der Straße zu testen, aber die letzten Elektromodelle von Skoda konnten diesbezüglich bereits überzeugen, sodass die Vorschusslorbeeren gerechtfertigt sind. Für den Skoda sprechen vor allem der größere Kofferraum, mehr Reichweite, der bedienungsfreundlichere Innenraum und der deutlich günstigere Preis. Der Skoda Peaq dürfte die Erwartungen an ein phantastisches elektrisches Familienauto voll und ganz erfüllen.

Trotzdem ist der Kia EV9 natürlich kein schlechtes Auto, beim Exterieur ist er deutlich aufregender als der Skoda und bietet auch mehr Platz für Passagiere im Innenraum. Wer sich für den Koreaner entscheidet, macht also keinen Fehler, sondern setzt andere Prioritäten.


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Originalartikel von Jamie Edkins
Übersetzt und angepasst von Patrik Chen