Rivian R1T 2021: Preise, technische Daten und Verkaufsstart

23. November 2021 von

Rivian hat mit dem R1T den ersten Elektro-Pick-Up der USA auf dem Markt. Wir sagen Ihnen, was der Truck kann und haben Bilder des R1T für Sie.

Rivian hat es mit dem R1T geschafft, den ersten Elektro-Pick-Up auf die Straße zu bringen und Tesla mit dem schon lange geplanten Cybertruck überholt. Wir sagen Ihnen, was der R1T zu bieten hat.

  • Erstes Serienauto des Herstellers
  • Mit einem Jahr Verzögerung auf dem US-Markt
  • Bis zu 644 Kilometer Reichweite
  • Leistung von 800 PS
  • Kann auf der Stelle wenden
  • Preise für die Launch Edition ab 61.500 €

Elektro-Pick-Ups gibt es aktuell sonst keine, deshalb haben wir als Alternativen klassisch angetriebene Modelle aufgeführt:

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Rivian R1T: Abmessungen und Design

Der Pick-Up Truck ist in den USA eines der meistverkauften Fahrzeugtypen. Kein Wunder also, dass Rivian genau in dieses Segment drängt und dort den ersten Elektro Pick-Up der USA platziert. Wenn man sich den R1T ansieht, hält man ihn für europäische Verhältnisse sicher für ein richtiges Monster.

Die Abmessungen von 5,54 Metern Länge, 2,01 Meter Breite (mit eingeklappten Spiegeln!) und 1,83 Meter Höhe ist er schon recht beeindruckend. Da wundert es nicht, dass der Radstand mit 3,43 Metern ebenfalls gigantisch groß ist.

Vorne und hinten hat man knappe Überhänge und nachdem der R1T auch im rauen Gelände keine Probleme haben soll, kann man die Bodenfreiheit von 20 bis 37 Zentimeter variabel einstellen.

Optisch sieht der Rivian R1T mit seiner Doppelkabine und den vier Türen aus wie ein typischer Pick-up. Etwas gewöhnungsbedürftig könnte das Frontdesign sein, denn der von links nach rechts durchgezogene Lichtstreifen und die links und rechts aufgesetzten, ovalen Scheinwerfer machen den R1T ein wenig verspielt, sogar ein bisschen kindlich. Das steht etwas im Gegensatz zu seinem Einsatzzweck als robuster und abenteuerlustiger Offroader.

Die Motorhaube ist relativ kurz und über den Köpfen der Mitfahrenden erstreckt sich ein Panorama-Glasdach. Da muss man schon zweimal überlegen, ob man tatsächlich noch in einem Nutzfahrzeug sitzt, oder ob der Rivian R1T vielleicht doch schon ein echter Lifestyler ist.

Rivian R1T: Akku und Reichweite

Tesla hat im Pick-Up Segment in den USA noch kein Modell anzubieten, denn der schon lange angekündigte Cybertruck verzögert sich weiter. Doch warum auf Tesla warten, wenn Rivian mit dem R1T ein Modell anbietet, dass mit einer enormen Reichweite überzeugt?

Die sogenannte Skateboard-Architektur hilft dabei, ein komplettes Batteriepaket unterzubringen. Je nach Variante ist der Akku 105, 135 oder satte 180 kWh groß. Dementsprechend können sich die Reichweiten sehen lassen. Für die mittlere Akkugröße von 135 kWh wird eine Reichweite von 483 Kilometern von Rivian angegeben. Nach Tests der US-Umweltbehörde EPA wurde aber etwas tief gestapelt, denn diese bescheinigte dem R1T sogar 505 Kilometer Reichweite.

Die kleinste und größte Version mit 402 und 644 Kilometern Reichweite werden erst in einiger Zeit angeboten werden. Eine Anhängelast von knapp 5 Tonnen (!) gibt Rivian an. Wer das komplett ausnutzt, wird allerdings enorm an Reichweite verlieren und kommt gerade einmal noch halb so weit.

Geladen wird der Akku mit bis zu 160 kW Ladeleistung und innerhalb von 50 Minuten sollen 80 % der Kapazität wieder geladen sein. Wer nur 30 Minuten Zeit hat, kann für 320 Kilometer Strom nachladen.

Rivian R1T: Motoren und Fahrverhalten

Insgesamt vier Elektromotoren treiben den R1T an, einer für jedes Rad. Die Systemgesamtleistung liegt bei satten 800 PS und maximales Drehmoment von 1.120 Newtonmetern kann sich ebenfalls sehen lassen. Weil alle vier Räder von je einem Motor angetrieben werden, kann der R1T etwas, was sonst kein Pick-up kann: er kann auf der Stelle wenden.

Wer sich für die Top-Version entscheidet, bekommt einen ca. 2,7 Tonnen schweren Elektro-Pick-Up, der innerhalb von 3 Sekunden aus dem Stand 100 km/h erreicht. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h ist Schluss.

Rivian R1T: Innenraum

Im Inneren ist Platz für bis zu fünf Personen und ein großes Glasdach ist serienmäßig mit an Bord. Auch viele große Touchscreens bekommt man bereits ab Werk. Der Touchscreen hinter dem Lenkrad dient als Kombiinstrument, der zweite mittig des Armaturenbretts ist für das Infotainmentsystem. Ein dritter steht für die Fondpassagiere bereit, und dort ihre eigenen Einstellungen vornehmen.

Serienmäßige Assistenzsysteme wie eigenständiges Fahren inklusive Spurwechsel und eine 360-Grad-Sicht sind dafür ausgelegt, irgendwann auch autonomes Fahren nach Level 3 anzubieten.

Die Sitze sind edel, das Cockpit etwas reduziert aber alles ist volldigital. Die Holzapplikationen im Inneren sind Öko-Qualität und der etwas aufgeraute Holzgrund verleiht dem R1T wieder diesen Touch vom wagemutigen Offroader.

Die Ladefläche bietet zusätzlichen Stauraum und ist 1,37 x 1,30 Meter groß und kann elektrisch auf- und zugeklappt werden. Einen abgedeckten Kofferraum gibt es ebenfalls noch zusätzlich unter der vorderen Haube, genauso wie ein Fach hinter der Doppelkabine das nochmal 337 Liter Stauraum bietet.

Die Türen dieses Tunnelfachs können auch als Trittbretter verwendet werden und natürlich gibt es jede Menge optionales Zubehör für den Rivian. Beispielsweise eine Camping-Küche, eine Taschenlampe, E-Bikes und vieles mehr.

Rivian R1T: Preise und Verkaufsstart

Der Rivian R1T ist bereits in einer Launch Edition auf dem US-Markt. Ab umgerechnet 61.500 Euro ist der Elektro-Pick-Up zu haben. Dazu gehört auch ein Offroad-Upgrade, das zwei Abschlepphaken an der vorderen Stoßstange, einen verbesserten Unterfahrschutz und einen Druckluft-Kompressor beinhaltet.

Außerdem bekommt man in dieser Version ein 360-Grad-Surround-Soundsystem, Eschenholz-Akzente im Inneren und beheizte und belüftete Sitze, die aus veganem Leder sind.

Wer eine andere Version möchte, kann diese vorbestellen, muss 1.000 Dollar anzahlen und dann ein wenig warten. Die sogenannte Adventure-Variante ist erst in 2022 erhältlich und wird umgerechnet 60.000 Euro kosten. Auch das Einstiegsmodell Explore kommt nächstes Jahr auf den Markt und soll ab 57.000 Euro kosten.