BMW X2 Test

Sportliches SUV-Coupé mit hohem Lifestyle-Faktor

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Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Direktes Handling
  • Hohe Konnektivität
  • Viel Assistenz im Angebot
  • Übersicht nach hinten
  • Hartes Abrollen (Sportmodelle)
  • Kopffreiheit im Fond

34.050 € - 51.750 € Preisklasse

5 Sitze

4,4 - 6,2 l/100km

Test

Es macht etwas her, aber eigentlich gar keinen Sinn, ein SUV tiefer zu legen und sportlicher zu machen. Aber es kommt gut an. Die Verkaufszahlen eines X6 , X4 oder Range Rover Evoque demonstrieren es.

Der BMW X2, das sechste Modell von BMWs X-Reihe, baut auf der Plattform des X1 und MINI Countryman auf. Im Vergleich zum BMW X1 fällt der X2 mit 4,36 Meter Länge aber kürzer und mit 1,53 Meter Höhe tiefer aus. Trotzdem ziert sich der Kofferraum nicht mit dem Volumen.

Der Heckabschluss des BMW X2 präsentiert sich im Vergleich mit den anderen X-SUVs eigenständig mit neuen Rückleuchten, dem Markenlogo auf der C-Säule und der Diffusorblende und den zwei Auspuffrohren am Ende der Sportvarianten.

Diese Sportlichkeit fühlt man auch in Fahrt. Der kompakteste BMW SUV liegt satt auf der Fahrbahn und die feinfühlig-direkte Lenkung sorgt für Fahrspaß. Die bis zu 231 PS Leistung gelangen mit Front- oder Allradantrieb auf die Straße – Offroad wird der BMW X2 wohl nur in den seltensten Fällen fahren.

Das Einstiegsmodell heißt X2 sDrive 18i, bietet mit dem Frontantrieb weniger Traktion auf Schnee, jedoch genauso Zugang zu dem reichhaltigen Assistenzangebot.

Die Extras und die Ausstattungsvarianten können den Preis des X2, der kürzer baut, jedoch mehr kostet als ein X1, auf das Kostenniveau, man glaubt es kaum, eines weit größeren X-Modells heben.

Der BMW X2 ist kürzer und baut tiefer als sein Basismodell X1, aber trotzdem steht im Innenraum genug Platz zur Verfügung. Zumindest vorne und im Kofferraum.

Das Interieur

Wer im X2 Platz nimmt, fühlt sich im X1. Das Armaturenbrett und das Lenkrad sind nahezu identisch. Ein paar neue Materialien finden sich drum herum, aber die Cockpitarchitektur stammt sofort erkennbar vom X1.

Kein Nachteil, denn die Instrumente, die im X2 mit dem Black Panel Design das Tempo, die Drehzahl und einiges andere digital anzeigen, sind einwandfrei abzulesen und die Bedienung mit dem hervorragenden iDrive geschieht intuitiv.

Die Materialqualität wird in weiten Teilen dem Premiumanspruch von BMW gerecht. Mit den bequemen Sportsitzen, den schmalen Seitenfenstern und der schlechten Übersicht erfüllt sich, was man von einem coupéartigen SUV erwartet, im Positiven wie im Negativen.

So schlimm kommt es dann aber doch nicht. Der X2 fällt acht Zentimeter kürzer und tiefer als der BMW X1 aus, aber man sitzt, wenn man sich etwas beim Einstieg duckt, im Fond trotzdem gut. Zumindest dann, wenn man nicht zur Kategorie Sitzriese zählt. Das liegt daran, dass das Heck steil endet, was auch beim Öffnen der Kofferraumklappe für Entspannung sorgt.

Der Kofferraum

Die Ladekante baut ziemlich hoch und die Ladeöffnung fällt kleiner aus als im X1. Das gilt auch fürs Ladevolumen. Das liegt im X1 bei 505 bis 1.550 Liter und hier bei 470 bis 1.355 Liter. Damit kann man aber meist gut leben.

Der X2 ist kürzer als ein X1. Bei gleichem Radstand. Und er baut tiefer. Beides ist gut für die Straßenlage.

Mit der optionalen dynamischen Dämpferkontrolle und dem serienmäßigen Fahrmodus-Schalter lassen sich die Motor-, Schaltungs- und Fahrwerksreaktionen in den drei Modi Comfort, Eco Pro und Sport an die Straßenverhältnisse anpassen.

Dass sich das mit dem “Comfort” nicht erfüllt, darf man auch den bis zu 20 Zoll großen Rädern zuschreiben. Tipp: Die Anschaffung der großen Räder und des Sportfahrwerks, das straffer ausgelegt ist und das Fahrzeug um 10 Millimeter tiefer liegen lässt, sollte man vor der Bestellung gut überdenken. Testfahrt: sinnvoll.

Was hart macht, liegt gut. Deshalb fährt sich der BMW X2 für SUV-Verhältnisse dynamisch und direkt. Die Serienlenkung arbeitet feinfühlig und die aufpreispflichtige Sportlenkung äußerst präzise. Das macht die Freude am Fahren in einem BMW aus – Punktlandung.

Den Motorraum des Bayerischen-Motoren-Werkers füllen Benzin- und Dieselmotoren mit drei und vier Zylindern, die ihre 140 bis 231 PS mit Front- oder Allradantrieb auf die Straße bringen.

Die Benziner

Zum Marktstart wurde der BMW X2 mit einem Vierzylinder in Kombination mit der 7-Gang-Doppelkupplungs-Automatik präsentiert. Aus 2,0 Liter Hubraum produziert der Turbomotor eine Leistung von 192 PS und ein maximales Drehmoment von 280 Nm, das in einem breiten Drehbereich zwischen 1.350 und 4.600 U/min zur Verfügung steht.

Das macht den X2 sDrive20i, der in 7,7 Sekunden von 0 auf 100 sprintet und 227 km/h läuft, zur flotten Partie, die im realen Fahrbetrieb garantiert mehr verbraucht, als die von BMW angegebenen 5,5 bis 5,9 Liter/100 km.

Weitere Benziner ergänzen das Motorenangebot, darunter auch der 140 PS starke Dreizylinder im X2 sDrive18i.

Die Diesel

Im BMW X2 xDrive20d arbeitet ein 2,0-Liter-Vierzylinder-Diesel mit 190 PS, der sehr früh für satt Schub sorgt (400 Nm) und flott voran schiebt. Hier gelingt der Sprint ebenfalls in 7,7 Sekunden und mit 221 km/h ist man geschwind unterwegs.

Der 231 PS und 450 Nm mobil machende X2 xDrive25d, der ebenfalls mit der 8-Gang-Automatik kombiniert wird, kostet erheblich mehr, performt aber noch druckvoller (6,7 s, 237 km/h). Bei einem um einen halben Liter höheren Verbrauch (5,1 bis 5,3 Liter/100 km). Nach dem Marktstart folgt der noch sparsamere, 150 PS leistende 18d mit Front- oder Allradantrieb.

Die mäßige Rundumsicht des BMW X2 drängt dem Kunden zwei Extras auf: die Rückfahrkamera und die Parksensoren vorne und hinten (Park Distance Control).

Weitere kamerabasierte Assistenzsysteme stehen im Angebot. Natürlich zumeist optional, denn for free gibt es in München nur das Wenigste.

Zum Angebot des Driving Assistant gehören der Spurverlassenswarner, die Speedlimit- und Überholverbotsanzeige, der Fernlichtassistent sowie die Auffahr- und Personenwarnung mit City-Bremsfunktion.

Der Driving Assistant Plus umfasst auch den Tempomat mit Stop & Go-Funktion, der zwischen 30 und 140 km/h bequem den Sicherheitsabstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen hält. Der Stauassistent nimmt dem Fahrer bis zu einem Tempo von 60 km/h nicht nur das Abstandhalten, sondern auch das Spurhalten ab.

Der optionale Parkassistent erleichtert durch automatisiertes Lenken Parkmanöver in parallel zur Fahrbahn verlaufenden Parkbuchten.

Da im Euro NCAP-Crashtest das Schwestermodell BMW X1 die maximale Wertung von fünf Sternen einfuhr, dürfte dies auch der X2 schaffen.

Vier Ausstattungslinien und die Extras entscheiden darüber, wie schick und luxuriös der BMW X2 aus der Garage rollt – aber natürlich auch das eigene Budget.

Die einzige serienmäßige Farbe des X2 Basismodells ist Schwarz. Für die weiteren Außenfarben, darunter das grelle Galvanic Gold metallic, zahlt man extra. Schon das Einstiegsmodell rollt auf großen 17-Zoll-Rädern.

Im X2 Advantage machen vor allem die serienmäßige elektrische Heckklappe, die Zwei-Zonen-Klimaautomatik und die hinteren Parksensoren den Unterschied. Im Innenraum sitzt man wie im Einstiegs-X2 auf mit Stoff bezogenen Sitzen. Lederbezüge kosten extra.

Der X2 M Sport, der auf bis zu 20 Zoll großen Rädern steht, setzt auch an der Karosserie auf sichtbare Dynamik mit sportlichen Stoßfängern, in Wagenfarbe gehaltenen Seitenschwellern und einem Diffusoreinsatz am Fahrzeugende. Ohne Aufpreis fährt man den M Sport und die Topversion M Sport X nur in Alpinweiß uni.

Im Innenraum unterscheiden sich die beiden Sportmodelle unter anderem durch Akzentleisten am Armaturenbrett und Ziernähte an den Sitzbezügen.

Fürs Infotainment ist rund um den 6,5 oder 8,8 Zoll großen Touchscreen gut gesorgt. Das Navigationssystem und das Head-up-Display kosten zusätzlich. Mit BMW Connected Drive ist der X2 voll vernetzt. Auf Wunsch gibt es auch einen LTE-Hotspot. Bedient wird das Infotainment per iDrive-Regler, auf dem Bildschirm oder mit der Sprachsteuerung.

Weitere Extras wie das induktive Ladefeld fürs Smartphone, das Panorama-Glasdach oder die schicken roten Lederpolster machen den X2 hipper und schicker. Ein auch empfehlenswertes Extra ist der um zehn Liter größere Tank zum fairen Aufpreis von 50 Euro.

Die Ausstattungslinien, Individualisierungen und Extras können den Preis eines BMW X2 aber auf das Preisniveau eines X5 heben – wow! Das sollte man beim Aussuchen der Zusatzausstattung mit dem Blick aufs Preis-Leistungs-Verhältnis immer im Auge behalten.

Zusammenfassung

Der BMW X2 ist kompakter und etwas weniger geräumig als sein Schwestermodell BMW X1, aber er kostet mehr. Die rund 1.600 bis 1.900 Euro zusätzlich sind jedoch gut investiertes Geld in die Fahrfreude.

Die Rundumsicht ist zwar schlechter, der Innenraum weniger luftig und der Kofferraum kleiner als im X1, aber die Freude am Fahren ist größer. Und die zählt in einem BMW traditionell am meisten.

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