MINI Countryman

Der Lifestyle-SUV mit Offroadtalent

8,5
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Familientaugliches Platzangebot
  • Verbesserter Komfort
  • Ordentlicher Kofferraum
  • Hoher Preis
  • Viele teure Extras
  • Hohes Gewicht

24.000 € - 39.500 € Preisklasse

5 Sitze

2,1 - 7,4 l/100km

Test

Nachdem der Mini Dreitürer, der Mini Fünftürer, das Mini Cabrio und der Mini Clubman in den letzten Jahren neu aufgelegt oder gründlich überarbeitet wurden, stellten die Briten Anfang 2017 die zweite Generation des Countryman vor. Der neue SUV präsentiert sich im Vergleich zum sehr erfolgreichen Vorgänger weit erwachsener. Vor allem im Innenraum und Kofferraum.

Doch der britische Landmann, der gegen Konkurrenten wie den Audi Q2 oder BMW X1 in den Ring steigt, erfüllt nicht nur die Wünsche der Kunden nach mehr Platz, sondern er fährt auch moderne sowie originelle Extras auf: Vom Navigationssystem mit Touchscreen bis hin zur sogenannten Picnic Bench im Kofferraum.

Das größere Gepäckabteil und der verbesserte Federungskomfort machen den Countryman langstrecken- und reisetauglich und zum Familienauto.

Im Motorraum kommen die bekannten Drei- und Vierzylindermotoren mit bis zu 231 PS Leistung entweder in Verbindung mit dem Frontantrieb oder dem Allradantrieb ALL4, den die meisten Kunden bevorzugen, zum Einsatz. Ganz neu im Programm ist der Plug-in-Hybrid-Antrieb im Cooper SE, der extrem sparsam arbeitet, mit dem man aber trotzdem nicht wirklich sparen kann.

Das Wachstum von 4,10 Meter auf 4,30 Meter Länge spürt man vor allem, wenn man auf der Rückbank Platz genommen oder Gepäck im voluminöser gewordenen Kofferraum verstaut hat.

Das Interieur

Auf den Vordersitzen ist Platz nicht das einzige Thema, sondern ebenso der Spaß daran. Im Countryman blickt man auf die einzigartigen Rundinstrumente und Kippschalter der Traditionsmarke. Das Navigationssystem mit Touchscreen, das mittig in der Armaturentafel integriert ist und von einem LED-Ring mit changierenden Farben umleuchtet wird, ist neu.

Die Bedienung erfordert kein Studium des Handbuchs, sondern geht ohne großes Überlegen vonstatten. Nur den Schalter zum Motorstart sucht man als Neuling garantiert: Der rote Kippschalter befindet sich nicht, wo man ihn erwartet, sondern er sitzt in der Mittelkonsole.

Mehr Radstand = mehr Platz – So einfach funktioniert die Formel auch hier. Der Radstand des Countryman wuchs von 2,60 Meter auf 2,67 Meter an. Spürbar ist dies nach dem bequemen, weil im Vergleich zum normalen Mini Fünftürer höheren Einstieg in den Fond. Dort bietet der neue Countryman in allen Dimensionen mehr Platz als bisher: in der Bein-, Kopf- und Schulterfreiheit – damit sitzen auch Erwachsene hinten gut.

Der Kofferraum

Die Frage lautet im Fahrzeughinterteil: Mehr Platz für die Beine oder die Koffer? Möchte man noch entspannter sitzen, lässt sich die Lehne neigen. Wird mehr Platz fürs Gepäck gebraucht, kann die Rückbank um 13 Zentimeter nach vorne verschoben werden. Dann steht 100 Liter mehr Volumen als im Vormodell zur Verfügung: 450 statt 350 Liter.

Klappt man dann noch die im Verhältnis 40:20:40 geteilten Fondlehnen um, passen 220 Liter zusätzlich hinein: 1.390 statt 1.170 Liter. Und wenn auch das noch nicht reicht, bestellt man die Anhängevorrichtung mit abnehmbarem Kugelkopf, mit der zwischen 1.500 und 1.800 Kilogramm (abhängig vom Motor) mit dem Countryman gezogen werden können.

Wächst das Auto, fährt es sich nicht mehr wie ein Mini – noch so eine Formel, die im Countryman aufgeht, weil ein 20 cm-Längenwachstum und eine 100 kg-Gewichtszunahme beim Fahren schon einen Unterschied machen. Auch der Vorgänger lenkte und bremste sich weniger agil und lebendig als der kürzere und leichtere Mini Dreitürer.

Daran hat sich nichts grundlegend geändert. Trotzdem zählt der 1,4 bis 1,6 Tonnen schwere Countryman in seiner Klasse zu den handlichen Fahrzeugen. Man dreht mit dem Mini-SUV gerne mal eine Runde auf der Landstraße.

Die elektrische Servolenkung arbeitet präzise. Der Mini kriegt seine Kraft gut auf die Straße. Mit dem Allradantrieb ALL4 noch überzeugender als mit dem Frontantrieb. Sind die optionalen elektronischen Dämpfer auf „Sport“ gestellt, kommt noch mehr Freude am Rasen auf. Ohne dass, und das ist neben dem Raumgewinn einer der größten Vorteile des gewachsenen Radstands, sich der Komfort gänzlich verabschiedet.

Die Neuauflage fährt sich viel komfortabler als das alte Modell. Mit diesem Fahrwerk legt man lange Strecken merklich entspannter als im Vormodell zurück.

Die Leistungsspanne reicht von 136 bis 231 PS. Alle Motoren lassen sich mit dem ALL4-Allradantrieb bestellen und mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe oder der Achtgang-Automatik kombinieren.

Die Benziner

Den Einstieg macht der 1,5-Liter-Dreizylinder mit 136 PS. Der Dreizylinder-Turbo dreht schnurrig und leicht hoch und verbraucht nicht viel. 5,5 bis 6,2 l/100 km verspricht Mini.
Mehr Feuer unter der Haube macht aber der Cooper S mit seinem Vierzylinder-Turbo (Verbrauch: 6,0 bis 7,1 l/100 km). Mit den 192 PS beschleunigt er in 7,5 statt 9,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h (Cooper: 202 km/h).

Noch mehr Durchzugskraft bietet der im Countryman ganz neue Plug-in-Hybrid, der ebenfalls vom 136-PS-Dreizylinder vorangetrieben und von einem 88 PS starken Elektromotor unterstützt wird. Mit dem schiebt der Antrieb mit 385 Newtonmeter Drehmoment schon aus niedrigen Drehzahlen kraftvoll an.

In nur 6,8 Sekunden sprintet der allradgetriebene Hybrid auf Tempo 100. Rein elektrisch läuft der Mini-SUV bis zu 125 km/h schnell und bis zu 40 km weit. Der Verbrauch liegt lediglich bei 2,1 bis 2,3 l/100 km, den der Cooper SE ALL4 auf der Straße aber wohl nie erreichen wird. Der Hybride ist schon bestellbar, steht jedoch erst ab Sommer 2017 beim Händler.

Der sportlichste und stärkste Countryman bleibt der 231 PS leistende John Cooper Works, der wegen des für einen Mini hohen Gewichts die größte Fahrfreude bereitet.

Die Diesel

Die Dieselmotoren vereinen im Motorraum Kraft und niedrigen Verbrauch. Zwei Leistungsstufen des 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbodiesels stehen zur Wahl. Der Cooper D leistet 150 PS und der ab Werk mit einer Achtgang-Automatik ausgerüstete Cooper SD 190 PS. Mit dem einen Motor ist man nach 8,9 Sekunden 100 km/h schnell und mit dem anderen nach 7,7 Sekunden.

Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 208 und 220 km/h. Beim Verbrauch liefern sich die beiden Diesel fast den Patt: Der schwächere, aber nicht schwache 150-PS-Diesel verbraucht 4,3 bis 5,0 l/100 km und der stärkere 4,6 bis 5,1 l/100 km.

Auch bei den Fahrassistenten hat Mini den Countryman aufgerüstet. Die serienmäßige Auffahrwarnung mit City-Anbremsfunktion kann um das System Driving Assistant einschließlich kamerabasiertem Tempomat, der Personenwarnung, dem Fernlichtassistenten und der Verkehrszeichenerkennung ergänzt werden. Weitere Helfer stehen mit den Parksensoren, der Rückfahrkamera, dem Parkassistenten und dem Head-up-Display im Angebot.

Für den optimalen Vortrieb auf glatten oder verschneiten Straßen sorgt zu einem Aufpreis von 2.000 Euro der Allradantrieb ALL4, der die Kraft je nach Fahrsituation auch an die Räder der Hinterachse weiterleiten kann. Bei normalen Straßenbedingungen ist auch der Countryman 4×4 mit Frontantrieb unterwegs.

Im ADAC-Bremstest wurde der Mini Countryman zwar noch nicht getestet, beim NCAP-Crashtest konnte er sich aber schon beweisen. Die volle Punktzahl von fünf Sternen war das Ergebnis.

Auch der neue Countryman lässt sich Mini-typisch fast ohne Ende individualisieren. Neben den Unilackierungen, unter denen die Farben “Island Blue metallic” und “Chestnut” ganz neu sind, stehen zahlreiche Dachoptionen, Zierstreifen und kontrastierende Außenspiegel im Angebot. Dazu eine Menge unterschiedlicher Felgendesigns. Ab Werk stehen der Cooper und Cooper D auf 16-Zoll-Rädern, während alle anderen Varianten des Countryman mindestens auf 17 Zoll und optional auf bis zu 19 Zoll großen Rädern rollen.

Ebenso herrscht die Qual der Wahl bei den verschiedenen Innenausstattungen, die noch um zahlreiche Extras ergänzt werden können. Ganz neu befindet sich die elektrische Heckklappe im Angebot, die sich per Komfortzugang „berührungslos“, also mit einer Fußbewegung in Richtung Stoßfänger, öffnen lässt. Zum ersten Mal sind die Vordersitze elektrisch einstellbar und eine Memory-Funktion merkt sich die vorher eingestellte Sitzposition.

Serienmäßig ist im Countryman ein Radio mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung eingebaut und optional das neue Navigationssystem “Professional” mit Touchscreen. Per Country Timer, was eine neue Funktion des Navigationssystems ist, lassen sich die Fahrten abseits befestigter Straßen aufzeichnen. Nach der Fahrt wird der Fahrer dann vom System mit Titeln wie “Cliff Champ” oder “Street Cruiser” bewertet.

Ein anderes Zubehör taugt besonders für Vergessliche und Menschen, die öfter mal etwas verlieren: Mit dem Mini Find Mate lassen sich Dinge, die zuvor markiert wurden wie etwa ein Schlüssel, per Bluetooth orten.

Fast Standard ist, dass man im Mini heute ins Netz geht, die neusten Verkehrsinfos auf dem Screen abruft und das Smartphone im Innenraum kabellos lädt.

Weitere Extras wie das Head-up-Display, die 2-Zonen-Klimaautomatik oder das Panorama-Glasdach machen die Sache noch runder und wenn hinten eingepackt wird, hält der Brite am Ende noch ein paar Extras bereit: den variablen Ladeboden und die Picnic Bench. Letzteres ist eine Art Kissen, das man über die Ladekante und den Stoßfänger faltet, sodass man dort hinten, ohne dass etwas verkratzt, für ein Picknick sitzen kann – wer es braucht?

Zusammenfassung

So wenig wie dieser Mini wegen mehr Länge und Radstand heute noch mini ist, ist es sein Preis. Deshalb kann man selbst mit dem neuen Countryman Hybrid nicht wirklich sparen. Aber das ist ja bei Mini nichts Neues mehr. Es ändert auch nichts an der Tatsache, dass die neue Generation des Countryman so vieles besser macht als die vorherige. Sie bietet mehr Platz, gesteigerten Komfort und den typischen Mini-Look, der nun auch für Familien taugt.

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