Dein Weg zum neuen Auto
Kein kleiner SUV, sondern ein echter Elektro-Kompakter: Unsere Renderings zeigen, wie BMW den kommenden i1 gestalten könnte.
BMW baut seine Elektro-Palette kräftig aus – doch ganz unten im Programm fehlt bislang noch etwas. Wer einen kompakten elektrischen BMW möchte, landet aktuell beim iX1 und damit automatisch bei einem SUV. Genau diese Lücke könnte in nicht allzu langer Zeit der BMW i1 schließen.
BMW i1: So stellen wir uns den elektrischen 1er vor
Offiziell vorgestellt ist der elektrische Kompaktwagen bislang nicht. Berichten zufolge entwickelt BMW aber einen i1 unter dem internen Kürzel NB0, der gegen Ende 2028 in Produktion gehen könnte. Erwartet wird ein klassischer Fünftürer und damit tatsächlich so etwas wie ein elektrisches Gegenstück zum heutigen BMW 1er.
Wie könnte so ein Auto aussehen? Genau das haben wir uns angesehen und die inzwischen sehr konkrete Neue-Klasse-Designsprache in unserem Rendering auf einen Kompaktwagen übertragen.
Kein kleiner iX1: Unser BMW i1 bleibt ein richtiger Kompaktwagen
Bei unseren Renderings war uns ein Punkt besonders wichtig: Der i1 sollte nicht einfach wie ein tiefergelegter iX1 wirken.
Deshalb sitzt unser Entwurf relativ flach auf der Straße, bekommt kurze Überhänge und eine klassische fünftürige Kompaktwagen-Silhouette. Die Batterie im Fahrzeugboden dürfte einen künftigen i1 zwar etwas höher machen als einen vergleichbaren Verbrenner, wir erwarten aber klar weniger SUV-Anleihen als beim iX1.

Gerade in der Seitenansicht soll deshalb noch zu erkennen sein, dass hier der elektrische Nachfolger beziehungsweise Bruder des 1ers steht: große Räder, relativ langer Radstand und ein kompaktes Heck statt hoher Crossover-Proportionen.
Die Front orientiert sich am neuen BMW i3
Während die Karosserie klar in Richtung 1er geht, haben wir uns beim Gesicht deutlich am neuen BMW i3 orientiert. BMW hat mit iX3 und i3 inzwischen gezeigt, wie die Neue Klasse in Serie aussieht. Die neue Designsprache soll laut BMW nach und nach auf das komplette Modellprogramm übertragen werden.

Entsprechend bekommt unser i1 eine sehr reduzierte Front mit schmalen Scheinwerfern und einer flachen Interpretation der BMW-Niere. Gerade beim kleinen Kompaktwagen haben wir bewusst auf eine große, dominante Niere verzichtet.
Das passt aus unserer Sicht besser zum Fahrzeug als die aufrechtere Front des iX3. BMW selbst unterscheidet bei der neuen Designsprache schließlich je nach Fahrzeugtyp: Ein SUV soll andere Proportionen bekommen als eine Limousine – und ein kleiner Hatchback dürfte diese Idee ebenfalls eigenständig interpretieren.
Am Heck darf der i1 wieder etwas mehr nach 1er aussehen
Auch hinten bleibt unser Entwurf bewusst relativ schlicht. Schmale, horizontal ausgerichtete Rückleuchten lassen das Auto breiter wirken, ohne dass daraus gleich ein durchgehender Lichtbalken werden muss.

Dazu kommen eine stark geneigte Heckscheibe, ein kleiner Dachspoiler und relativ ausgeprägte hintere Schultern. Zusammen mit der niedrigen Karosserie soll der i1 dadurch eher sportlich als praktisch-hochbeinig wirken.
Das dürfte auch helfen, ihn deutlich vom kommenden neuen iX1 abzugrenzen. BMW hätte dann zwei kompakte Elektroautos mit klar unterschiedlichen Rollen: iX1 als SUV, i1 als klassischer Kompaktwagen.
Neue Klasse dürfte dem i1 einen technischen Sprung bringen
Spannender als das Design könnte allerdings das werden, was darunter steckt. Aktuelle Berichte gehen davon aus, dass der i1 die Technik der Neuen Klasse und damit auch BMWs sechste Generation des Elektroantriebs erhält.
BMW setzt bei dieser Generation unter anderem auf eine 800-Volt-Architektur und neue Rundzellen. Dass diese Technik auch in kleineren Fahrzeugen landen dürfte, ist durchaus plausibel: BMW spricht davon, die Technologie der Neuen Klasse breit über das Portfolio auszurollen.
Interessant ist außerdem der Antrieb. Während der aktuelle 1er auf einer frontgetriebenen Architektur basiert, berichten mehrere Quellen beim elektrischen i1 von Heckantrieb für die Basisversion. Stärkere Varianten könnten zusätzlich einen zweiten Motor und damit Allradantrieb bekommen. BMW selbst hat diese konkrete Auslegung des i1 allerdings noch nicht bestätigt.
Damit könnte ausgerechnet der elektrische 1er wieder ein Stück jener Technik zurückbekommen, die frühere 1er-Generationen besonders gemacht hat.
Über 600 Kilometer Reichweite im BMW i1?
Beim Akku sollte man derzeit noch vorsichtig sein. Es gibt weder eine bestätigte Batteriegröße noch offizielle Reichweitenangaben.
Ein Blick auf die inzwischen erhältliche Neue-Klasse-Technik zeigt aber, wohin die Reise geht. Der deutlich größere BMW iX3 40 besitzt beispielsweise einen 82,6-kWh-Akku, 800-Volt-Technik und erreicht bis zu 637 Kilometer nach WLTP.
Beim i1 wäre ein kleinerer Akku logisch. Gleichzeitig sollte der kompaktere und niedrigere Wagen weniger Energie benötigen als ein SUV. Berichte bringen deshalb bereits rund 600 Kilometer Reichweite ins Spiel. Das ist derzeit allerdings eher eine Zielgröße als eine bestätigte Zahl.
Sollte BMW tatsächlich in diese Region kommen, wäre das für einen kompakten Elektro-Hatchback ein ziemlich starkes Argument.
Innen dürfte kaum noch etwas an den heutigen 1er erinnern
Auch beim Cockpit erwarten wir einen deutlichen Schnitt. Die Neue Klasse bringt das neue BMW Panoramic iDrive, bei dem wichtige Informationen weit oben über die gesamte Breite der Windschutzscheibe dargestellt werden. Dieses Konzept nutzt BMW inzwischen im iX3 und i3.
Ein i1 dürfte deshalb wesentlich reduzierter aussehen als der aktuelle 1er. Ein großer zentraler Touchscreen, wenige physische Schalter und die Panoramic-Anzeige wären wesentlich wahrscheinlicher als eine Weiterentwicklung des heutigen Cockpits.
Gerade in einem kleinen Auto könnte das außerdem helfen, den Innenraum optisch luftiger erscheinen zu lassen.
Wann könnte der BMW i1 kommen – und was dürfte er kosten?
Hier bleibt derzeit noch einiges offen. Neuere Berichte nennen Ende 2028 als möglichen Produktionsstart. BMW hat diesen Termin bislang nicht offiziell bestätigt.
Auch beim Preis lässt sich momentan nur ein Korridor abschätzen. Der aktuelle BMW iX1 startet in Deutschland bei rund 48.800 Euro, während der größere Neue-Klasse-i3 deutlich darüber positioniert ist.
Ein i1 müsste deshalb unserer Einschätzung nach spürbar unter dem iX1 beginnen, damit die Modellhierarchie funktioniert. Ein Einstieg irgendwo im Bereich von etwa 40.000 bis 45.000 Euro erscheint denkbar – ist momentan aber reine Einschätzung und keine BMW-Angabe.
Damit wäre er zwar kein günstiges Elektroauto, könnte aber zu einem der interessantesten Einstiegsmodelle der Marke werden.
Unser BMW i1 zeigt, wie spannend ein Elektro-1er werden könnte
Bis wir den echten BMW i1 sehen, dürfte noch etwas Zeit vergehen. Die Richtung lässt sich inzwischen aber deutlich besser abschätzen als noch vor ein paar Jahren.
Die Neue Klasse zeigt bereits, wie BMW künftig Front, Lichtsignatur, Innenraum und Elektroantrieb gestaltet. Überträgt man genau diese Elemente auf einen flachen Kompaktwagen, könnte der i1 ungefähr so aussehen wie auf unseren Renderings: weniger Mini-SUV, mehr klassischer 1er – nur eben elektrisch.
Und gerade das könnte seine größte Stärke werden. Denn kompakte Elektro-SUV gibt es inzwischen reichlich. Ein vergleichsweise niedriger, heckgetriebener Premium-Hatchback mit moderner 800-Volt-Technik wäre dagegen deutlich ungewöhnlicher.