Dein Weg zum neuen Auto
Wenn du dich für den Cupra Terramar interessierst, dann bist du nicht alleine – der SUV sticht auf dem Markt hervor, weil er Sportlichkeit, Stil und Technik zu einem überraschend günstigen Preis kombiniert. Aber ist er wirklich das beste SUV, das du kaufen kannst?
Wir haben den Terramar auf Herz und Nieren geprüft und in fünf Bereichen herausgefunden, was er richtig gut macht und wo er noch Schwächen zeigt.
Cupra Terramar Testbericht lesen
Exterieur: Ein SUV, der keine Wellen schlägt
Beginnen wir mit dem Design – oder besser gesagt, der fehlenden Prägnanz. Der Cupra Terramar sieht aus wie ein SUV, den man schon mal gesehen hat. Die Formensprache ist sportlich, aber irgendwie fehlt ihm das gewisse Etwas. Wer sich für den Terramar entscheidet, bekommt ein ordentliches Auto, aber kein Meisterwerk, das man auf den ersten Blick wiedererkennt. Wenn du ein Fahrzeug suchst, das dich bei jedem Blick vom Parkplatz heraussticht, dann könnte der Cupra Terramar ein bisschen zu unscheinbar für dich sein.

Das Design ist wie der VW Tiguan – ein bisschen sportlicher, aber nicht wirklich aufregend. Es wirkt fast so, als hätte jemand die Formel für ein SUV entworfen, das alle richtigen Eckdaten erfüllt, ohne dabei in die Extreme zu gehen. Keine dramatischen Linien, keine gewagten Designelemente, einfach nur ein SUV, das funktioniert – aber auch nicht mehr.
Interieur: Funktionalität vor Stil

Der Innenraum des Terramar ist gut, ohne überwältigend zu sein. Die Sitze bieten ausreichend Halt und Komfort, ohne dass man sich in einem flachen Design-Marathon verliert. Der Platz im Innenraum ist solide, und die verschiebbare Rückbank sorgt dafür, dass auch der Fond gut genutzt werden kann. Es gibt eine Menge Ablageflächen, und die Materialien im Innenraum sind ordentlich, aber auch nicht überwältigend.

Ein Highlight: Der Cupra bietet in vielen Bereichen praktische Lösungen – etwas, das in der Autobaukunst oft zu kurz kommt. Die Sitze sind bequem und bieten guten Halt, ohne dass man in einem ausufernden Designer-Stuhl versinkt, der am Ende unbequem ist. Die Bedienelemente sind gut platziert und sorgen für eine benutzerfreundliche Bedienung.
Raum und Praktikabilität: Praktisch, aber nicht riesig

Eines der Hauptmankos des Terramar ist der Platz – zumindest in der Hybridversion. Der Kofferraum fällt aufgrund der Hybridtechnik kleiner aus, was in der Praxis etwas enttäuschend ist, besonders wenn du viel Stauraum brauchst. In der Nicht-Hybrid-Version lässt sich der Boden weiter nach unten schieben, aber du wirst trotzdem feststellen, dass der Tiguan einfach mehr Platz bietet.

Die Türverkleidungen sind ein weiteres Beispiel dafür, wie Cupra bei den Details spart. Die Türfächer sind nicht mit Filz bezogen, was dazu führt, dass Gegenstände leicht hin und her rutschen – nicht ideal, wenn du viel Kleinkram transportieren musst. Aber hey, wenn du Stunden damit verbringen willst, den Kofferraumboden zu analysieren, wirst du sicherlich ein paar Stellen finden, die die “Tristesse” in dir wecken.
E-Motoren und Reichweite: Ein bisschen elektrische Effizienz

Was den Cupra Terramar von anderen SUVs abhebt, ist seine elektrische Option. Mit einem kraftvollen 2,0-Liter-Vierzylinder-Motor und einer Kombination aus Benzin und Elektrizität ist der Terramar ein SUV für den modernen Fahrer. Die Hybrid-Technologie sorgt dafür, dass du die Möglichkeit hast, kurze Strecken rein elektrisch zu fahren, aber in der Praxis ist die elektrische Reichweite eher ein Bonus als eine Hauptattraktion.

Der Verbrauch des Terramar ist etwas höher als erwartet. Offiziell wird der Verbrauch auf rund 8-9 Liter pro 100 Kilometer angegeben – was für ein SUV mit dieser Leistung immer noch in Ordnung ist, aber nicht unbedingt zu den besten Werten gehört, die man in der Klasse findet. Das realistische Verbrauchsergebnis liegt näher bei 9,4 Litern – wenn du also auf der Autobahn schnell unterwegs bist, solltest du dich auf einen etwas höheren Verbrauch einstellen.
Fahrverhalten: Sportlich, aber hibbelig

Kommen wir zum Fahrverhalten. Cupra hat das DCC (Dynamic Chassis Control) eingebaut, und das Auto fährt sich insgesamt recht komfortabel. Das adaptive Fahrwerk bietet eine gute Mischung aus Komfort und Sportlichkeit. Dennoch fühlt sich der Terramar manchmal ein wenig hibbelig an, vor allem, wenn er mit dem Siebengang-DSG-Getriebe unterwegs ist. Beim langsamen Rangieren, besonders beim Einparken, kann das Getriebe ruckartig ansprechen, was die Fahrfreude ein wenig mindert.

Der 2,0-Liter-Vierzylinder mit 265 PS und einem Drehmoment von 400 Nm bringt das Auto in 5,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Das sind beeindruckende Werte, aber sind sie wirklich notwendig? Für den Alltag wahrscheinlich nicht. Dennoch bietet der Terramar ordentlich Fahrspaß und kann sich auf der Autobahn und in den Kurven behaupten. Bei 240 km/h Höchstgeschwindigkeit macht er durchaus eine gute Figur, aber für viele dürfte die 200-PS-Version vollkommen ausreichen – die braucht deutlich weniger Sprit und ist mehr als genug für die meisten Fahrer.
Fazit: Der Cupra Terramar – Ein gutes Auto zu einem guten Preis

Ist der Cupra Terramar das beste SUV, das du kaufen kannst? Wahrscheinlich nicht. Aber er ist definitiv eines der besten SUVs, wenn du nach einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis suchst. Der Terramar ist nicht besonders auffällig, aber er bietet eine solide Leistung, ein gutes Fahrverhalten und einen fairen Preis, der es wert ist, im Blick zu behalten – besonders, wenn du einen praktischen und gut ausgestatteten SUV zu einem vernünftigen Preis suchst.
Der Cupra Terramar ist ein gutes Auto, das es vielen Fahrern ermöglicht, ein sportliches SUV zu fahren, ohne ein Vermögen auszugeben. Es gibt aber auch Konkurrenten, die in einigen Bereichen, wie etwa dem Platzangebot oder dem Design, noch besser abschneiden. Für die breite Masse von Autofahrern bietet der Cupra jedoch eine ansprechende Option, die nicht übertrieben ist und das nötige Maß an Komfort und Leistung bietet.