Dein Weg zum neuen Auto
Gleicher Motor, zwei Charaktere: Unsere Carwow-UK-Kollegen haben VW Tiguan und Cupra Terramar im Alltag gegeneinander getestet.
Unser Carwow-UK-Kollege Iain Reid lebt seit einigen Monaten mit einem Volkswagen Tiguan – genauer gesagt mit der 2,0-Liter-Benzinversion mit 265 PS und Allradantrieb. Rein auf dem Papier ergibt dieses Modell allerdings nicht besonders viel Sinn.
Klar: Der Tiguan sprintet genauso schnell auf 100 km/h wie ein Golf GTI. Aber wenn man gezielt nach einem sportlichen SUV sucht, ist der Tiguan nicht unbedingt das erste Auto, das einem in den Sinn kommt. Ein Cupra Terramar würde bei vielen wohl weiter oben auf der Liste stehen.
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Wie der Zufall es will, fährt Will Davis, ein weitere Kollege von Carwow UK, seit Ende 2025 einen Terramar als Daily Driver – und zwar mit exakt dem gleichen Motor wie Iains Tiguan. Also hat die Redaktion beide Autos zusammengebracht, sie direkt miteinander verglichen und herausgefunden, welcher der bessere Kauf ist.
Cupra Terramar vs. Volkswagen Tiguan: Welcher sieht besser aus?
Beide Autos sind optisch gelungen – allerdings aus unterschiedlichen Gründen. Fangen wir mit dem Volkswagen an.

Der Tiguan wirkt elegant und hochwertig. In der R-Line-Version kommen ein paar sportliche Details dazu, etwa die aggressiver gezeichnete Frontschürze, schwarze Fensterrahmen und die 20-Zoll-Alufelgen.

Beide Modelle bieten außerdem große und praktische Kofferräume. Iain gefällt besonders der knallrote Lack seines Tiguans. Er hebt sich deutlich vom dunkelgrauen Terramar ab. Trotzdem wirkt der Cupra insgesamt aggressiver.

Der Cupra ist weniger zurückhaltend als der VW. Vor allem das dreieckige Lichtdesign und die kupferfarbenen Akzente kommen bei Will gut an. Man merkt dem Terramar an, dass er von Anfang an mit einem sportlich-provokanten Auftritt entworfen wurde.
Cupra Terramar vs. Volkswagen Tiguan: Motoren, Leistung und Fahreindruck
Beide SUVs nutzen denselben 2,0-Liter-Turbo-Benziner mit 265 PS, Allradantrieb und beschleunigen in 5,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Entscheidung hängt also weniger von den Daten ab – sondern davon, wie sie sich fahren.

Iain hat mit seinem Tiguan bereits mehrere längere Strecken zurückgelegt, darunter eine Fahrt von Surrey nach Wales und zurück. Sein Fazit: Der Tiguan ist ein extrem komfortabler Langstreckenwagen. Mit adaptivem Fahrwerk in der weichsten Einstellung gleitet er über Unebenheiten, auf der Autobahn bleibt er angenehm leise und entspannt.
Auch in Kurven schlägt sich der Tiguan ordentlich. Die Lenkung ist präzise, die Wankbewegungen gering – wirklich spaßig fühlt er sich aber nicht an. Stattdessen vermittelt er Sicherheit, Ruhe und Komfort.

Der Terramar von Will geht einen anderen Weg. Auf kurvigen Straßen fühlt er sich agiler und lebendiger an. Die Lenkung gibt mehr Rückmeldung, die Karosserie bleibt schön flach. Der Preis dafür: Er federt etwas straffer. Unbequem ist das nicht – aber eben weniger entspannt als im Tiguan.
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Cupra Terramar vs. Volkswagen Tiguan: Welcher ist innen besser?
Der Innenraum des Cupra Terramar ist genauso auffällig wie sein Exterieur. Wills Auto ist mit dunkelrotem Leder ausgestattet, ergänzt durch blaue und kupferfarbene Akzente. Die geschwungene Mittelkonsole vermittelt ein angenehm umschließendes Gefühl.

Ganz so hochwertig wie im Tiguan fühlt sich das Interieur im Cupra aber nicht an. Es gibt ein paar harte Kunststoffe und Will stört, dass die Türtaschen nicht mit Filz ausgekleidet sind – dadurch klappern lose Gegenstände schneller.
Der Tiguan-Innenraum wirkt im Vergleich edler. Die Materialien fühlen sich hochwertiger an, alles macht einen sehr soliden Eindruck. Iain hebt besonders die Ambientebeleuchtung hervor, die sich elegant über das Armaturenbrett zieht.

Allerdings ist das VW-Interieur auch nüchterner als das des Cupra. Und beide Autos haben ein gemeinsames Problem: zu wenige echte Tasten. Dinge wie Temperatur oder Gebläsestärke über Touchflächen zu regeln, ist unnötig umständlich.
Cupra Terramar vs. Volkswagen Tiguan: Das Fazit der Redaktion
Einen klaren Sieger gibt es hier nicht – dafür sind die Konzepte zu unterschiedlich.

Wer einen maximal komfortablen Familien-SUV sucht und keinen Wert auf sportliches Fahren legt, ist mit dem VW Tiguan gut beraten – allerdings mit einem vernünftigeren Motor als in diesem Testwagen. Ein ähnlich ausgestatteter Tiguan mit 150-PS-Benziner oder Diesel kostet nämlich deutlich weniger.
Wer dagegen wirklich ein schnelles, fahraktives SUV möchte, greift besser zum Cupra Terramar. Sein aggressiveres Design und das agilere Fahrverhalten passen besser zum starken Motor – und obendrein ist er günstiger als der getestete Tiguan. Das gilt auch für Deutschland, wo der Preisunterschied der 265-PS-Modelle in der Basis aktuell 6.500 Euro beträgt.