XPENG L03 SUV-Coupé vorgestellt – Erste Eindrücke vom neuen Premium-Einstiegsmodell für rund 35.000 Euro

Patrik Chen
Online Redakteur
16. Juli 2026

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4,6/5 aus 23.806 Bewertungen

Die chinesische Premium-Marke XPENG greift mit einem neuen Einstiegsmodell an. Der neue XPENG L03 kommt als schickes SUV-Coupé mit hochwertigem Innenraum und starker Elektrotechnik. Wir waren vor Ort und konnten uns das Auto bereits genauer anschauen.

Das neue Einstiegsmodell wurde am 16.07.2026 stolz in München vorgestellt und ist ein elegantes neues Elektro-SUV-Coupé. Damit beginnt der Einstieg bei XPENG in Zukunft ab 35.600 € mit einem knapp 4,60 Meter langen Auto. Mit diesem Preis geht der L03 in direkte Konkurrenz zu den Erfolgsmodellen aus Europa wie etwa den Skoda Enyaq oder den VW ID.4. Kann der Neuling aus Fernost überzeugen?

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Modernes und elegantes SUV-Coupé

Schon auf den ersten Blick merkt man, dass XPENG für sein Einstiegsmodell nicht an Ausstrahlung auf der Straße gespart hat. Der neue L03 ist ein schicker Anblick und überzeugt mit einer eleganten Karosserielinie und einer dynamischen Ausstrahlung. Geradezu nebenbei hat XPENG damit auch für einen exzellenten Luftwiderstandsbeiwert von 0,228 gesorgt, der den neuen L03 zu einem echten Aerodynamik-Monster macht. Mit zusätzlichen aktiven Lufteinlassklappen an der Frontschürze verstärkt der chinesische Hersteller den Effekt noch weiter.

XPENG L03 Seitenansicht

Mit den bumerangförmigen LED-Scheinwerfern vorne sowie dem “Sternenring”-Design des Rückleuchtenbands ist der XPENG L03 auch bei Nacht ein Blickfang und fügt sich nahtlos in das Design der Marke ein. Eigentlich bin ich kein Fan von SUV-Coupés, da sie mir häufig einfach als unnötig und “überdesignt” vorkommen, aber der L03 sieht tatsächlich nicht schlecht aus.

XPENG L03 Heckansicht

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Premium-Innenraum mit einigen Abstrichen

Eingestiegen in den neuen L03 zeigt sich ein typischer XPENG-Innenraum wie wir es auch schon aus den größeren Modellen wie dem XPENG G6 oder dem G9 kennen. Minimalismus wird also ganz groß geschrieben und es gibt bis auf die Knöpfe am Lenkrad (und dem Warnblinker oben) eigentlich keine physischen Schalter oder Tasten. Stattdessen gibt es einen großen zentralen Touchscreen über 15,6 Zoll, der eine gestochen scharfe Auflösung von 2,5k liefert und ein Fahrerdisplay für die digitalen Instrumente über 8,9 Zoll. Wichtiger für die Informationen beim Fahren ist aber das große 26,8 Zoll messende Head-up-Display, welches dir die wichtigsten Informationen direkt in das Sichtfeld projiziert und auch im Menü auf die persönliche Sitzposition angepasst werden kann.

Xpeng L03 vor Ort Cockpit

Ansonsten fällt im Innenraum nicht nur das große Panoramadach auf, welches für ein luftiges Raumgefühl sorgt, sondern auch die hochwertigen und angenehmen Soft-Touch-Flächen an den meisten Oberflächen im L03. Allerdings zeigt sich an einigen Punkten dann doch, dass der XPENG L03 als Einstiegsmodell etwas sparsamer ist, so sind etwa Handschuhfach und Türfächer nicht mit Filz ausgestattet und auch die untere Hälfte der Türinnenfläche ist aus deutlich günstigerem Plastik.

Xpeng L03 vor Ort Infotainment

Trotz dieser kleineren Kritikpunkte entspricht das Interieur dem Premium-Anspruch von XPENG, vor allem das Ambientelicht und Kleinigkeiten wie etwa die rahmenlosen Außenspiegel wirken hochwertig und sorgen zusammen mit den komfortablen Vordersitzen, die sich sowohl beheizen als auch belüften lassen für ein stimmiges Gesamtpaket. In der “Ultra”-Ausstattung gibt es sogar Massagesitze.

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Xpeng L03 vor Ort Fond

Beim Platzangebot auf der Rückbank machen sich die 2,85 Meter Radstand gut bemerkbar, sodass ich trotz der abfallenden Coupé-Dachlinie mit 1,80 Meter Körpergröße keine Probleme mit Kopf- oder Beinfreiheit hatte. Insgesamt hat sich XPENG sehr auf das Raumangebot und auch Stauflächen in der Kabine fokussiert, damit der XPENG L03 auch als Langstreckenfahrzeug für die Familie taugt. Unter anderem gibt es nicht nur eine 40:20:40-teilbare Rückbank mit Ladedurchreiche, sondern auch zusätzliche Staufächer unter den Rücksitzen.

XPENG L03 Staufach unter Hintersitzen

Das Gepäck bekommst du ohne große Probleme in den 539 Liter (VDA-Norm) fassenden Kofferraum, der noch ergänzt wird durch einen 102 Liter großen Frunk vorne. Das dürfte definitiv für den Familienurlaub reichen.

Starke Ladeleistung und Reichweite beim Antrieb

Wie auch schon bei den Modellen in höheren Segmenten kann XPENG vor allem bei der Akku- und Ladetechnik punkten. Der neue L03 basiert zwar “nur” auf einer 400-Volt-Architektur, bietet aber trotzdem extrem starke Ladeleistungen von 192 bis 236 kW in der Spitze, abhängig von der Akkugröße die du wählst. Zur Auswahl stehen zwei LFP-Varianten: 58,3 und 71,2 kWh. Die Ladeleistung reicht bei beiden aber für sehr schnelle Ladezeiten von 20 Minuten für 10 bis 80 Prozent Ladung aus. Das ist mehr als nur konkurrenzfähig in diesem Segment, zieht man beispielsweise den Hyundai Ioniq 5 als Alternative hinzu, fällt auf, dass der Koreaner “nur” 2 Minuten schneller von 10 auf 80 lädt, und das mit einer 800 Volt-Architektur!

XPENG L03

In Sachen Leistung hast du ebenfalls die Auswahl aus zwei Motoren, eine Option mit 245 PS und die stärkere mit 387 PS. Damit erreicht der XPENG L03 180 km/h Höchstgeschwindigkeit und sprintet von 0 auf 100 km/h in 4,5 Sekunden bei den Allradmodellen. Das Einstiegsmodell schafft den Sprint in 7,5 Sekunden, die stärkere Variante ohne Allradantrieb in 6,6 Sekunden. Standardmäßig ist der neue XPENG L03 ein Hecktriebler. Bei der Reichweite verspricht YPENG 445 bis 520 Kilometer nach WLTP-Standard für die Hecktriebler, während die Allradvarianten auf 440 Kilometer kommen. Dieses technische Gesamtpaket ist sehr gut aufgestellt und verspricht damit auch längerfristig zufriedenstellende Leistungen bei Geschwindigkeit, Reichweite und Laden. Auch Vehicle-to-Load (V2L) ist natürlich bei diesem chinesischen Elektrowagen mit an Bord.

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Der neue XPENG L03 wird auch als Range Extender-Version angeboten mit rund 200 Kilometern rein elektrischer Reichweite und über 1.000 Kilometer kombinierter. Bei einem Range Extender ist der Verbrennermotor nicht beim Antrieb involviert, stattdessen lädt er nur die Batterie. Du kannst ihn also wie gewohnt tanken, aber das Fahrverhalten ist sehr viel näher an einem reinen Elektroauto dran als es etwa bei einem Plug-in-Hybriden ist, bei dem der Verbrenner noch die Räder antreiben kann. Die Version mit Range Extender wird in Deutschland ab 38.800 Euro verfügbar sein.

Xpeng L03 vor Ort 2

Neue Infotainment-Version und verbessertes autonomes Fahren

Nicht nur bei der Antriebstechnik punktet das chinesische SUV-Coupé, auch die Software im Auto kann überzeugen. Bei meiner Sitzprobe war das Infotainment flüssig und reagierte schnell, es gab auch gute Schnellauswahltasten, sodass der Fokus auf die Touch-Bedienung nicht zu “schlimm” war. Dennoch würde ich einige zusätzlich physische Knöpfe bevorzugen. Das neue Infotainment nutzt die 6.0-Version des XPENG-Betriebssystems XOS mit einem deutlich verbesserten Sprachassistenten, der nicht nur natürliche Sprechweise unterstützt, sondern auch mehrsprachig Befehle verstehen und ausführen kann. Als besonderes Extra für den europäischen Markt hat der XPENG L03 eine eingebaute Google Maps-Integration für seine Navigation. Auch ohne Android Auto oder Apple CarPlay kannst du also immer auf die gewohnte Maps-App zugreifen und vollumfänglich auch für Ladeplanung und andere Funktionen nutzen.

XPENG L03 Google Maps Integration

Das andere Fokusgebiet bei der Software ist für XPENG das autonome Fahren. In China testet der Hersteller bereits Robotaxis und bietet fast komplett autonome Fahrten von Adresse zu Adresse in seinen Fahrzeugen an. In Europa ist XPENG noch nicht ganz so weit, es laufen bereits Testfahrten und der chinesische Hersteller plant 2027 mit der Einführung der Software, die er NGP (Next Generation Pilot) nennt, über ein Over-the-Air-Update für die europäischen Märkte. Damit würdest du auch in Deutschland bei einem XPENG L03 mit autonomen Fahren auf Level 2+ unterwegs sein. Dementsprechend ist der XPENG L03 auch vollgepackt mit Sensoren und Kameras, die in ein ausgeklügeltes Assistenzsystem einfließen mit zahlreichen Systemen von 360°-Kamera über automatische Parkassistenten bis hin zum Notfallassistent, der das Auto bei Ohnmacht des Fahrers selbstständig an den Seitenstreifen steuert und einen Notruf absetzt.

XPENG L03 Rundumkameras im Einsatz

Vier Varianten zur Auswahl ab 35.600 Euro

Zum Marktstart plant XPENG vier Varianten auf den Markt zu bringen: RWD Standard Range, RWD Long Range, AWD Performance und AWD Performance “Ultra”. Das Einstiegsmodell XPENG L03 RWD Standard Range kommt dabei mit der 58,3 kWh-Batterie und einem 245 PS starken Hinterradantrieb und umfangreicher Serienausstattung. So gibt es bereits hier Wärmepumpe, elektrisch verstellbare Vordersitze, die sich belüften und beheizen lassen, ein hochwertiges Soundsystem mit zwei Fahrersitz-Lautsprechern, LED-Scheinwerfer und mehr.

XPENG L03 Seitenansicht

Die Long Range-Variante mit der größeren Batterie kostet dich 38.600 €, während die stärkeren Allradmodelle bei 41.600 Euro Listenpreis beginnen. Das Top-Modell XPENG L03 AWD Performance “Ultra” bietet zwar keine Leistungssteigerung in Sachen Motorisierung gegenüber dem anderen Allradmodell, aber bei der Software. Es kommt mit den fortschrittlicheren “Turing AI Chips”, die XPENG für das autonome Fahren auf Level 2+ nutzt und soll dementsprechend dann ab 2027 in den vollen Genuss der Software kommen. Zusätzlich gibt es besondere Designakzente wie etwa 20-Zoll-Felgen mit gelben Bremssätteln oder auch exklusive Optionen wie Massagesitze und ein Highend-Soundsystem. Der “Ultra”-XPENG L03 wird ab 46.600 € angeboten.

Mein erster Eindruck: Die deutsche Konkurrenz muss aufpassen

XPENG hat mit dem neuen L03 ein verdammt starkes Modell zum kleinen Preis auf den Markt gebracht und die etablierten Hersteller sollten sich warm anziehen. Mit dem Kampfpreis von gerade einmal 35.000 € bietet der chinesische Herausforderer Premium-Komfort und Technologie zum Preis eines VW ID.Cross auf den Markt. Dabei ist der XPENG L03 sogar ein größeres Auto und bietet die modernere Technik als Volkswagen.

Xpeng L03 vor Ort

Natürlich gibt es auch beim L03 Kritikpunkte wie etwa das gewöhnungsbedürftige Bedienungskonzept, aber mit der ersten Vorstellung eines der wichtigsten Modelle von XPENG in München setzt der chinesische Hersteller auch über die neue Konkurrenz zu VW ID.4 & Co. ein weiteres Zeichen. XPENG muss als Herausforderer Ernst genommen werden und sie sind definitiv gekommen, um zu bleiben. Der XPENG L03 ist zweifelsohne ein extrem attraktives Angebot zum mehr als nur fairen Preis und ich bin gespannt darauf, wie er sich dann in Testfahrten schlägt.


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