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Volkswagen ID.5 im Test

Ihr nächstes Auto soll ein VW ID.5 werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

4,7/5 aus 13.413 Bewertungen

Mit dem VW ID.5 setzt der Konzern aus Wolfsburg seine Verwandlung zum Elektroauto-Konzern um. Das Crossover-SUV ist sportlich, schick und bietet viel Reichweite. Der einzige Wermutstropfen: Der ID.5 ist deutlich teurer als der ID.4, mit dem sich das Coupé die Technik teilt.

  • Schickes Design ohne Platzeinbußen
  • Hohe Reichweite schon beim Basismodell
  • Vergleichsweise hoher Preis
  • Nur wenige Assistenzsysteme ab Werk

Volkswagen meint es ernst mit der Elektroauto-Offensive. Ein Modell nach dem anderen schiebt der deutsche Hersteller nach, um sich so eine Vorherrschaft auf dem Markt zu sichern. Das Konzept scheint aufzugehen: Der VW ID.4 ist aktuell eines der beliebtesten Elektroautos. Deswegen sind die Erwartungen an das nächste Modell hoch. Der VW ID.5 soll als sportliche SUV-Variante den erfolgreichen Markt der soften Geländewagen bedienen, die immer beliebter werden. Irgendwo angesiedelt zwischen Kompaktwagen, SUV und Coupé.

Die Basis ist die gleiche wie auch schon beim VW ID.4. Beide Fahrzeuge wurden auf dem Modularen Elektrobaukasten (MEB) von Volkswagen entwickelt. Das zeigt sich beim Vergleich der Abmessungen beider Stromer - es gibt kaum Unterschiede. Der VW ID.5 ist mit 4,60 Meter ganze zwei Zentimeter länger, genauso breit (1,85 Meter) und mit 1,61 Meter zumindest zwei Zentimeter flacher. Es handelt sich schließlich um ein Coupé.

Großzügiges Platzangebot trotz Coupé-Form

Wer das typisch schnörkellose Design des VW ID.4 mochte, wird auch wenig am VW ID.5 auszusetzen haben. Bis zur B-Säule sehen beide Stromer nahezu identisch aus. Ab da geht der VW ID.5 einen eigenen Weg. Die Dachlinie verläuft flacher, am Heck befindet sich ein kleiner Spoiler. Das ganze wirkt so wie eine sportliche Variante des VW ID.4. Einen Nachteil hat das natürlich: Auf den Rücksitzen des ID.5 ist etwas weniger Kopffreiheit als im ID.4 vorhanden. Dabei handelt es sich aber lediglich um zwölf Millimeter Unterschied.

Ansonsten ist das Platzangebot auch für größere Menschen gut. Gerade bezüglich der Beinfreiheit punktet der VW ID.5 auf der Rückbank. Vorne ist das Raumangebot großzügig, der ID.5 wirkt luftig, Fahrende fühlen sich sofort wohl. Der Kofferraum ist trotz abfallendem Dach sogar neun Liter größer als im ID.4. In den ID.5 passen 549 Liter, mit umgeklappter Rückbank sind es 1.561 Liter. Hier macht sich die Coupé-Linie minimal bemerkbar. Das sind nur 14 Liter weniger als in ID.4.

Viele Displays, wenig Knöpfe

Das Cockpit gibt sich betont aufgeräumt. Auf eine Flut an Knöpfen und Schaltern verzichtet Volkswagen beim ID.5. Zentrale Bedieneinheit ist das zwölf Zoll große Display, das auf die Mittelkonsole aufgesetzt ist. Es ist übersichtlich, bedarf aber aufgrund der vielen Funktionen eine gewisse Einarbeitungszeit, um sich zurechtzufinden. Darunter befindet sich eine Touch-Leiste zur Bedienung der Klimaanlage. Das zweite Display sitzt hinter dem Lenkrad und gibt Auskunft über die wichtigsten Fahrdaten.

Vorne sitzen zwei USB-C-Ladeanschlüsse, eine induktive Ladeschale für Smartphones und zwei Getränkehalter. Die Verarbeitung ist makellos, wirkt aber auch ein wenig nüchtern, so wie bei VW üblich. Im Innenraum akzentuiert Volkswagen den sportlichen Anspruch, die Pedalerie ist aus gebürstetem Metall, in der Topversion GTX gibt es rote Zierleisten.

Sportlich, aber eher ein Cruiser

Allzu straff soll der VW ID.5 aber nicht abgestimmt sein. Der Stromer ist sportlich, aber eher ein Tourenfahrzeug, perfekt ausgelegt für Landstraßen und Autobahnen. Eine spezielle Software unterstützt den ID.5 dabei. Auf kurviger Strecker verteilt sie die Kraft je Fahrsituation zwischen der Vorder- und Hinterachse. Das System passt sich hier dem Straßenbelag und der Fahrweise an.

Wie bei Elektroautos üblich, erfolgt die Beschleunigung stufenlos, ein Getriebe gibt es nicht. Ab Tempo 160 regelt der Motor ab, der GTX mit 299 PS schafft 180 km/h. Wie Sportlich das Coupé geraten ist, lesen Sie in unserem ersten Fahrbericht zum ID.5.

Zwei Versionen zum Marktstart

Auf den Markt kommt der ID.5 zunächst in zwei Versionen. Das Modell “Pro” leistet 174 PS und verspricht eine Reichweite von 516 Kilometer im Durchschnitt. Im reinen Stadtverkehr soll es sogar für 712 Kilometer reichen. Mit dem “Pro Performance Upgrade” kommt der ID.5 genauso weit, legt mit 204 PS allerdings noch ein paar PS drauf. Der Verbrauch ist mit 16,9 kWh pro 100 Kilometer identisch.

Der Preisunterschied ist überschaubar. Die Ausstattungsvariante “Pro” kostet 46.515 Euro, der “Pro Performance Upgrade” 47.550 Euro. Empfindlicher dürfte potenzielle Interessierte treffen, dass der ID.5 durch seinen Netto-Listenpreis von über 40.000 Euro nur mit maximal 5.000 Euro statt 9.000 Euro gefördert wird. Ein VW ID.5 kostet also mindestens 41.000 Euro.

Das dürfte auch daran liegen, dass VW ihn nur mit dem größeren Batteriepaket aus dem ID.4 anbietet. Eine 52 kWh-Option gibt es nicht, in allen ID.5 sind die Pro-Akkus mit 77 kWh verbaut. Das sorgt zwar für mehr Reichweite im Basismodell, aber auch für einen höheren Preis (der ID.4 kostet mindestens 38.915 Euro) und einen niedrigeren Fördersatz. 

Schneller laden als im ID.4

VW bietet seiner Kundschaft dafür schnelleres Laden. Statt einer Maximalleistung von 125 kW wie im ID.4 sind es im ID.5 135 kW und eine flachere Kurve im Ladevorgang. So soll der ID.5 beim Schnellladen dem ID.4 einige Minuten voraus haben. Einen Ladestand von 80 Prozent der Akkus erreicht der Crossover in 29 Minuten. Falls es einmal eng werden sollte, tankt der VW ID.5 in sieben Minuten Energie für 100 Kilometer Reichweite.

An einer Wallbox kann der ID.5 mit bis zu 11 kW Leistung laden. Außerdem bietet der VW einige neue Funktionen an. Voraussetzung ist ein Heimenergie-Management-System. Das ermöglicht das Laden zu günstigeren Zeiten oder zum Beispiel mit Solarstrom. Der VW ist auch darauf vorbereitet, Strom ins Hausnetz einzuspeisen. Die Garantie für den Akku liegt bei acht Jahren oder 160.000 Kilometer.

Aktualisiert wird das SUV Over-the-Air. Das heißt, der ID.5 muss nicht in die Werkstatt, um Neuerungen aufzuspielen, sondern kann aus dem Netz aktuelle Funktionen herunterladen. Dazu gehört auch, dass er mit anderen Fahrzeugen kommunizieren kann. Wie im VW Golf 8 und den anderen ID-Modellen empfängt der ID.5 Information von anderen Fahrzeugen. So kann zum Beispiel ein Stau frühzeitig gemeldet werden.

Viele Funktionen, vieles gegen Aufpreis

Verbessert wurde ebenso die Sprachsteuerung, die jetzt auf einem Niveau mit der Premium-Konkurrenz liegt. Sieben Sekunden dauert es nach dem ersten Befehl, bis das Navigationsgerät mit der Streckenführung beginnt. Hinzu kommen eine ganze Reihe neuer Features. Der Reiseassistent unterstützt beim Spurwechsel und das Parksystem lässt sich personalisieren. Das heißt, das System merkt sich die heimische Parkgelegenheit und das Fahrzeug steuert nach einigen Lernversuchen automatisch in die Lücke.

Trotz hohem Preis ist die Ausstattung des VW ID.5 nur mittelmäßig. Serienmäßig im Basismodell sind unter anderem digitaler Radioempfang, das Navigationssystem, die Sprachbedienung und die induktive Ladefunktion für das Handy. Zu den Standard-Sicherheitssystemen gehören eine Abbiegebremsfunktion, die Einparkhilfe, Müdigkeitserkennung, ein Spurhaltesystem, Verkehrszeichenerkennung und der Notbremsassistent, der Fußgänger und Radfahrer erfasst und bevor es zu einer Kollision kommt, eingreift.

Aufpreis kosten hingegen die automatische Einparkfunktion (1.300 Euro), der Travel-Assist (2.058 Euro) und die automatische Distanzregelung (320 Euro). Auch die Augmented-Reality-Funktion, die wichtige Fahrzeugdaten und Navigationsanweisungen auf die Scheibe projiziert, lässt sich VW in einem Paket teuer bezahlen (1.285 Euro). Ärgerlich ist, dass in dieser Preisklasse die Wärmepumpe zur Reichweitenoptimierung nicht in der Basisausstattung enthalten ist. Aufpreis: 990 EUR.

Fazit: schick und vielleicht bald günstiger

Nichtsdestotrotz ist der VW ID.5 ein überzeugendes Elektroauto. Sein Vorteil gegenüber dem ID.4: Er bietet aktuell die neuere Technik und das schickere Design. Die Unterschiede sollten sich aber egalisieren, da Volkswagen die Updates für alle seine Elektroautos entwickelt und nach und nach aufspielt. Auf der anderen Seite dürfte sich der Preisunterschied bald angleichen. Den ID.5 wird es in Zukunft wie den ID.4 bald auch mit dem kleineren Batteriepaket geben. Das dürfte sich deutlich im Preis niederschlagen. Dann ist es nur noch eine Frage des Designs: Und wer würde da nicht zum schickeren ID.5 greifen?

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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