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Das neue Einstiegsmodell von Tesla ist das Model 3 mit Hinterradantrieb, zuvor bekannt unter dem Namen Model 3 Standard. Unser Kollege Jamie Edkins hat den günstigsten Tesla nun Probe gefahren. Hier ist sein Urteil!
In den letzten Monaten war es etwas komplizierter den Überblick zu behalten bei der Modellpalette von Tesla, da der amerikanische Hersteller nicht nur neue Varianten eingeführt hat, sondern auch die Namen geändert hat. So wurde das Model 3 Standard Ende 2026 eingeführt als neue Einstiegsvariante, wurde aber kurz darauf schon wieder umbenannt.
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Der einfache Name Tesla Model 3 Hinterradantrieb steht nun für eine leicht reduzierte Version, die aber zu einem deutlich günstigeren Preis verfügbar ist. Vorher kostete das Model 3 39.990 €, jetzt ist die Limousine für 36.990 € zu haben, du sparst also 3.000 € im Vergleich zum alten Einstiegs-Model 3.
Wie schlägt sich nun die abgespeckte Variante des Model 3? Jamie Edkins konnte das Model 3 Hinterradantrieb einen Tag lang Probe fahren und fuhr damit an die englische Südküste.
Neues Tesla Model 3 Hinterradantrieb: Was sind die Unterschiede zum Model 3?
Eigentlich unterscheidet sich die Einstiegsvariante nicht zu stark von den teureren Ausstattungen. Im Gegensatz zum Einstiegs-Model Y lässt sich das günstigste Model 3 nicht wirklich erkennen. Es gibt keine Unterschiede am Außendesign.

In den USA ist die Einstiegsvariante mit kleineren 17-Zoll-Stahlfelgen ausgestattet, aber in Europa bleibt es bei den bisherigen 18-Zöllern.

Damit ist auch das Einstiegs-Model 3 etwas wertstabiler als die US-Variante, da der Wertverfall etwas langsamer voranschreitet mit den größeren Felgen. Daher kann Tesla die Leasingraten niedriger halten und den Tesla mit besseren Rädern paradoxerweise günstiger anbieten.
Im Innenraum gibt es größere Unterschiede, der erste fällt bereits auf den ersten Blick auf: Die neuen Stoffsitze. Ebenfalls anders ist das vereinfachte Ambientelicht mit weniger Optionen, eine manuelle Lenkradeinstellung statt elektrisch und die eingesparten Knöpfe zur Sitzumstellung. Dafür musst du beim Model 3 Hinterrad nun in das Menü des Infotainments rein.

Abseits dieser Änderungen ist der Innenraum immer noch typisch Tesla: Ein großer flüssiger Touchscreen in der Mitte und sonst eigentlich keine Knöpfe. Jamie bevorzugt zwar echte Tasten für die Klimakontrolle, aber zumindest sind die Menüs bei Tesla gut bedienbar, sodass dieser Punkt nicht zu sehr ins Gewicht fällt.

Im Fond gibt es auch ein genügendes Ausmaß an Beinfreiheit, aber der Boden ist aufgrund der Batterie höher als sonst, sodass die Sitzposition etwas unangenehm hoch für die Knie ist.
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In den Kofferraum passen beeindruckende 594 Liter, 190 mehr als bei einem Polestar 2. Vor allem der große doppelte Boden sorgt hier für den Unterschied. Bezüglich Stauraum kann man sich auch im Innenraum mit dem großen Fach in der Mittelkonsole nicht beschweren, zusätzlich gibt es auch noch einen Frunk vorne.
Fahreindruck vom Tesla Model 3 Hinterradantrieb: Nur wenige Überraschungen
Auf der Straße fühlt sich das Einstiegsmodell eigentlich genauso gut an wie andere Model 3. Hier hatte Jamie kaum Grund für Beschwerden.

Die große Windschutzscheibe und das geschwungene Armaturenbrett bieten dir viel Sicht nach vorne und die Lenkung ist akkurat. Es gibt zwar einen ziemlich großen toten Winkel beim Schulterblick, aber dafür gibt es ein gutes 360°-Kamera-System.
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In der Stadt merkt man dem Model 3 Hinterradantrieb aber den Sparkurs an, da die Federung nicht ganz so gut ist wie bei den anderen Varianten des Model 3. Aber auf der Autobahn fällt das schlechtere Setup kaum ins Gewicht und es bleibt im Innenraum angenehm ruhig. Das sind zwar gute Eigenschaften, aber andere Modelle, wie etwa ein BMW i4 fühlen sich ausgereifter an.
Hauptkritikpunkt für Jamie war aber der adaptive Tempomat im Tesla. Vor allem im Vergleich zu dem System des Skoda Octavia RS Combi war das amerikanische E-Auto enttäuschend. Kein langsames Abbremsen wie im Skoda, nachdem das System stockenden Verkehr erkennt. Stattdessen brettert der Tesla auf das Fahrzeug vor dir zu und bremst erst im letzten Moment ab. Häufig schaltete sich das System auch aus und forderte Jamie dazu auf wieder selber zu lenken. Nicht gerade entspannende Faktoren, sodass Jamie das System im Tesla kaum nutzte.

Auf der Landstraße hatte Jamie aber mit dem Model 3 deutlich mehr Spaß, da die Limousine sich überraschend spaßig durch Kurven jagen lässt. Mit direkter Steuerung ist das Model 3 ungewohnt agil für ein schweres E-Auto.
Angetrieben wird das Model 3 Hinterradantrieb über einen 283 PS Motor mit schwächerer Beschleunigung und reduzierter Höchstgeschwindigkeit zu den anderen Model 3-Varianten. Dennoch ist das Model 3 immer noch mehr als schnell genug mit nur 6,2 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h, das sind 2 Sekunden schneller als etwa ein Kia EV4.

Reichweitentechnisch ist das Model 3 sehr effizient. Mit einer 70 kWh-Batterie und einer Reichweite von 534 Kilometern gelangen Jamie Verbrauchswerte von gerade einmal 15,53 kWh/100 km bei einer Strecke mit Autobahn, Landstraße und Innenstadt. Das sind knapp 473 km und damit nah an der WLTP-Reichweite.
Warum das günstigste Model 3 die beste Variante ist
Nach seiner Testfahrt ist für Jamie klar, dass das Model 3 Hinterradantrieb die beste Variante des Model 3 ist. Vor allem einfach aufgrund des Preis-Leistungs-Verhältnisses. Du bekommst eine phänomenale Reichweite und Effizienz zum fairen Preis.
Das nächstteurere Modell wäre das Model 3 Premium Maximale Reichweite Hinterradantrieb ab 44.990 €, deutliche 8.000 € teurer als die Einstiegsvariante. Zwar bekommst du damit eine Reichweite von 750 km (WLTP), aber für die meisten Autofahrerinnen und Autofahrer dürften die 534 km des Einstiegsmodells locker reichen. Die zusätzliche Ausstattung ist auch nicht den Aufpreis wert befindet Jamie, elektrisch einstellbares Lenkrad, beheizte Rücksitze, ein Touchscreen im Fond und andere Designoptionen sind zwar nett, aber nicht gerade notwendig für ihn.
Die verbesserte Federung des Model 3 Premium wäre den Aufpreis vielleicht wert, aber nur dafür 8.000 € mehr in die Hand zu nehmen ist etwas fragwürdig. Das Einstiegs-Model 3 ist preislich einfach unschlagbar und dementsprechend die beste Model 3-Variante, die du dir kaufen kannst.
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Originalartikel von: Jamie Edkins
Übersetzt und angepasst von: Patrik Chen