smart EQ fortwo Cabrio Test

Emissionsfreies Oben-ohne-Vergnügen

N/A
Wow-Wertung
Unsere Auto-Experten vergeben diese Wertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.
  • Gutes Fahrverhalten
  • Sehr guter Wendekreis
  • Bequemer Ein- und Ausstieg
  • Vergleichsweise teuer
  • Bremsleistung nur mäßig
  • Geringe Reichweite

25.200 € - 29.960 € Preisklasse

2 Sitze

- l/100km

Test

Smarter geht es nicht in der Stadt als mit dem smart fortwo Cabrio. Egal wo man mit dem smart einparken will, mit einer Länge von 2,70 Meter passt er auch in die kleinste Lücke – ob längs oder quer, das können Sie sich aussuchen. Die Übersicht ist sehr gut, denn viel über das man hinwegsehen müsste, gibt es schließlich auch nicht. Und der Wendekreis von 6,95 Metern sucht ebenfalls seinesgleichen. Und das alles kann man machen und sich gleichzeitig den Wind um die Ohren pfeifen lassen – ein echtes Cabrio für die Stadt, das ist das fortwo Cabrio.

Sieht man sich die letzten smart-Generationen an, ist das aktuelle Cabrio nicht nur sehr schick, sondern auch bequemer, geräumiger und auch sicherer als seine Vorgänger. Die Länge hat über die Jahre um 20 Zentimeter zugenommen und auch verbreitert wurde er – doch trotzdem ist der smart immer noch klein und kompakt.

Natürlich kann man keine enormen Platzverhältnisse erwarten doch der Zweisitzer bietet für seine Größe ein gutes Raumangebot – was durchaus überraschend war. Auch wenn man groß ist, sitzt man recht bequem und kann zur Not ja auch den Kopf in die Lüfte strecken ohne sich eine Beule zu holen. Auch aussteigen kann man bequem, lediglich die Türen sind lang und leicht aufgemacht, sodass man eventuell dem Nebenparker schnell eine Beule ins Blech drücken kann.

Viel Ladevolumen hat der smart nicht, doch das erwartet man bei dieser Größe auch nicht. Das Cabrio hat genau wie der normale smart 260 bis 350 Liter Kofferraumvolumen zu bieten. Das Cabriodach braucht schließlich keinen Platz, denn eigentlich ist es nur ein großes Faltdach. Der Platz reicht für den kleinen Wocheneinkauf eines Zweipersonen-Haushalts aus.

Die Fahrt im smart-Cabrio ist bequem und komfortabel. Wenn das Dach auf ist, dann ist das Geräuschniveau natürlich recht hoch, bei geschlossenem Verdeck geht der Lärmpegel in Ordnung, auch wenn es naturgemäß immer lauter ist als bei einem Auto mit festem Dach. Wer allerdings absoluten Komfort erwartet, der wird hier nicht fündig werden. Ein Radstand von 1,87 Metern gibt das nunmal nicht her. Für die zur Verfügung stehenden Platzverhältnisse hat man sich dennoch gut geschlagen.

Die Lenkung könnte rückmeldefreudiger sein, ist aber direkt genug, um in der Stadt gut fahren zu können. Wird die Geschwindigkeit höher – wenn man bei 130 km/h Höchstgeschwindigkeit davon sprechen will – fährt sich das City-Cabrio nervöser und gerade bei Seitenwind sollte man aufpassen. Denn das fortwo Cabrio ist ein Leichtgewicht, das schnell von der Spur geschoben werden kann. Deshalb nochmal: Das smart EQ fortwo Cabrio ist ein Stadtauto. Mit dem hat man mit 82 PS Leistung in der Stadt zwar genügend Schwung, aber auf längeren Strecken setzt die knappe Reichweite Grenzen.

Technische Daten

Abmessungen und Maße
Länge 2,70 Meter
Breite 1,66 Meter
Höhe 1,55 Meter
Kofferraumvolumen 260 bis 340 Liter
Türen 2
Leergewicht 1.125 Kilogramm
Zuladung 215 Kilogramm
Zulässiges Gesamtgewicht 1.340 Kilogramm

Bei smart gibt es keine Verbrenner mehr, der Hersteller hat komplett auf Elektro umgestellt. Konsequent und gut für die Umwelt.

Der Elektromotor

Über Emissionen muss man sich im EQ fortwo Cabrio keine Gedanken mehr machen. Wer mit offenem Dach fährt, bekommt zumindest aus dem eigenen Auto keine Abgase mehr ins Gesicht gepustet. Doch natürlich fährt man mit dem smart auch nur dann hundert Prozent emissionsfrei, wenn der Strom aus grüner Stromerzeugung kommt. Der Fahrspaß hat dabei aber ganz und gar nicht zu leiden.

Der Fahrkomfort ist angenehm, dank des höheren Gewichts hüpft der kleine Flitzer nicht so sehr, wenn es über unebenen Grund geht. Der Elektromotor beschleunigt sofort nach dem Start gut und innerhalb von 4,9 Sekunden hat man den Sprint auf 60 km/h geschafft, in knapp 12 Sekunden hat der smart dann auch 100 km/h auf dem Tacho. Das ist keine Meisterleistung, für das Fahren in der Stadt aber völlig ausreichend.

Die maximale Leistung von 82 PS ist für den immer noch sehr leichten smart in Ordnung, mehr als 130 km/h in der Spitze sind aber nicht drin. Wer allerdings öfter die Höchstgeschwindigkeit ausnutzt, muss das Cabrio oft zum Nachladen ans Stromnetz hängen. Fährt man aber gemächlich im Stadtverkehr mit, reicht einem der Akku für ca. 145 Kilometer. Wer täglich ca. 20 Kilometer pendeln muss, kommt also gut eine Woche mit einem vollen Akku aus.

Die Einpedalbedienung wie im BMW i3, den man durch die starke Verzögerung beim vom Gas gehen ausschließlich mit dem Gaspedal fahren kann, ist im smart leider nicht möglich. Die Energierückgewinnung (Rekuperation) ist zu schwach.

EQ fortwo Cabrio
Batteriekapazität [kWh] 17,6
Leistung [PS] 82
Getriebe 1-Gang-Automatik
0-100 km/h [s|
Vmax [km/h
11,9 | 130
Kraftstoff Strom

Ob die Batterie schnell oder langsam geladen wird, hat damit zu tun, ob man sich für den optionalen 22 kW-Bordlader mit Schnellladefunktion entscheidet. Hier lädt man den Akku innerhalb von 40 Minuten auf 80 %, hat aber im eh schon kleinen Kofferraum zusätzlich zwei Ladekabel herumliegen. Entscheidet man sich für eine Ladung mit dem 4,6-kW-Lader, muss man gut 3 Stunden warten und an der Haushaltssteckdose dauert das ganze bis zu 8,5 Stunden – hier ist also Geduld gefragt.

Um unterwegs eine Ladesäule zu finden, hat smart die smart EQ control App erfunden. Hier kann man sich die Ladesäulen in der Nähe des aktuellen Standortes anzeigen lassen – und das sind dank der Kooperation mit dem Ladenetzwerk Plugsurfing relativ viele. Das bedeutet aber auch, dass man bestenfalls eine Wallbox zuhause installiert, weil man ansonsten immer öffentliche Ladesäulen aufsuchen muss. Wer flexibel ist, wird damit aber kein Problem haben.

Das 2020er-Modell kommt mit einer Neuerung im Innenraum. Das Infotainment ist mit einem 8-Zoll-Touchscreen ausgestattet und es steht eine große Ablagefläche zur Verfügung. Wer ganz modern unterwegs ist, kann nun auch über die Apple Watch den Ladestand des EQ Cabrios abrufen, sich über die Reichweite informieren oder den smart sogar vorklimatisieren. Auch für Carsharing ist der smart ausgerüstet, mit der App “my smart” kann der Stadtflitzer ent- und verriegelt werden – eine gute Idee.

Sollte man auf die Idee kommen, mit diesem winzingen Auto einen Baumarkt aufzusuchen, hilft einem die App “practis” beim Beladen. Man scannt hierfür einfach den Barcode des Artikels ab und erfährt schon während des Einkaufs, ob das Paket später auch in den kompakten smart passt.

Das smart EQ fortwo Cabrio kann neben der Standardausstattung auch in den Linien passion, pulse und prime gewählt werden. Schon die Basisversion des Cabrios ist allerdings knapp 3.500 Euro teurer als der geschlossene fortwo. Günstig ist das winzige Cabrio also nicht aber modern, connected und umweltfreundlich.

Das Advanced-Paket beinhaltet das neue Mediasystem mit Smartphone-Integration, die Armlehne vorne sowie eine akustische Einparkhilfe. Im darauf aufbauenden Premium-Paket kommen das Panoramadach, bzw. ein Windschott beim fortwo Cabrio, die Rückfahrkamera und ein Ablagenetz an der Mittelkonsole hinzu. Mit dem Exclusive-Paket sind die Voll-LED-Leuchten an Front und Heck sowie der Regen- und Lichtsensor, die Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht, die Ambientebeleuchtung und der automatisch abblendende Innenspiegel mit dabei.

Und wie steht es um die Sicherheit? Mit Hochspannung kommt man als Insasse nicht in Kontakt, das wurde so konstruiert. Sollte man einen Unfall bauen, werden die Hochspannungselemente ausgeschalten, natürlich je nach Schwere des Unfalls. Fährt man schneller als 30 km/h und die Gefahr einer Kollision mit dem Vordermann droht, wird man durch einen Assistenten gewarnt.

Im ADAC-Bremstest wurde der smart fortwo mit festem Dach getestet und kam nach einer Vollbremsung aus 100 km/h erst nach späten 39,1 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Systeme wurden im Euro NCAP-Crashtest mit vier von fünf Sternen bewertet.

Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man mit dem smart EQ fortwo Cabrio ein Auto bekommt, dass die Umwelt schont, den Insassen mehr Frischluft um die Nase weht und im Großen und Ganzen alles erfüllt, was man sich von einem Stadtauto wünscht. Der Haken ist, dass man das alles nur zu zweit genießen kann und die Reichweite vergleichsweise niedrig ausfällt. Liegt der Fokus aber auf einem kompakten Elektroauto mit offenem Dach, ist das fortwo Cabrio aktuell die einzige und auch eine gute Wahl.

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