Skoda Superb Combi

Sehr geräumiger Kombi mit cleveren Detaillösungen

9,1
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Riesiges Raumangebot
  • Günstiger Einstiegspreis
  • Sichere Fahreigenschaften
  • Trennnetz gegen Aufpreis
  • Keine verschiebbare Rückbank
  • Zahlreiche Aufpreise

26.750 € - 46.750 € Preisklasse

5 Sitze

3,9 - 7,2 l/100km

Test

Eine gute Investition ist für viele eine, die sich nicht nur auf lange Sicht auszahlt, sondern auch im Alltag rechnet. Der Skoda Superb Combi, der mit seinen vielen cleveren Detaillösungen begeistert, bietet tagein, tagaus großen Nutzen – und eine Menge Platz.

Auf der Rückbank des 4,86 Meter langen Kombis wägen sich die Mitfahrer von der Beinfreiheit her in einer Chauffeurslimousine. Der Laderaum dahinter hat eine Dimension, die bei der Konkurrenz aus der Premium-Fraktion ein ganzes Stück kompakter ausfällt.

Im Gepäckabteil eines Audi A6 Avant lassen sich 565 bis 1.680 Liter und in einem VW Passat Variant 650 bis 1.780 Liter verstauen und in einem der größten Kombis der oberen Mittelklasse, dem Mercedes E-Klasse T-Modell, mit 640 bis 1.820 Liter immer noch weniger als in Skodas Kombiflaggschiff.

660 bis 1.950 Liter – Wer so viel Volumen und Freiheit auf der Ladefläche bietet, ist der Liebling der Familie. Dafür sorgen im Skoda Superb Combi auch der Fahrkomfort, die 120 bis 280 PS starken Motoren von Volkswagen, das moderne Infotainment und die gute Sicherheitsausstattung. Und das im Vergleich zur Superb Limousine zu einem Preisaufschlag, der die meisten Kunden gar nicht lange darüber nachdenken lässt, welche Karosserievariante nun die praktischere ist.

So viel Platz und Durchdachtheit bietet in der Mittelklasse kaum ein anderer Kombi. Das Platzangebot des Superb Combi im Fond und im Kofferraum erreicht nicht das Niveau der Oberklasse – es überbietet es.

Das Interieur

Ist man über die großen und weit öffnenden Türen in den Superb Combi eingestiegen und hat man die perfekte Sitzposition gefunden, was für fast jede Fahrergröße kein Problem darstellen sollte, fühlt man sich schnell zuhause. Die Schalter sind dort, wo man sie vermutet, und das Bedienen erklärt sich wie von selbst.

Das Cockpit mit weich aufgeschäumten Oberflächen und sauber eingepassten Kunststoffteilen wirkt hochwertig und erinnert in seinem sachlichen Chic an die Innenräume von VW. Wen wundert es? Der Skoda ist schließlich ein VW-Konzernprodukt. Dennoch schafft es der Superb Combi sich, trotz zahlreicher Gleichteile, mit vielen klugen Lösungen von einem Passat Variant abzuheben.

Zu den “Simply Clever”-Details gehören der Eiskratzer im Tankdeckel, der Tickethalter an der Windschutzscheibe, die in den Türverkleidungen verstauten Regenschirme und noch vieles mehr.

Mehr Raum als normal erhält man auf den Rücksitzen vor den Knien. Die Beinfreiheit genügt den größten Artgenossen für bequemes Sitzen. So etwas gibt es sonst nur in der Oberklasse. Klasse hat auch das gepflegte Geräuschniveau. Was man da kritisieren möchte? Wenig: Eine verschiebbare Rückbank würde die hohe Vielseitigkeit des Superb Combi noch etwas steigern. Das war’s schon.

Der Kofferraum

Beim Kofferraum steckt der Skoda sie, vom BMW 5er Touring bis zum Mercedes E-Klasse T-Modell, alle in die Tasche, denn hinten passen die schon erwähnten 660 bis 1.950 Liter auf die Ladefläche. Das Be- und Entladen über die große Ladeluke geht leicht von der Hand. Die Rückbanklehnen lassen sich auch flott vom Kofferraum aus entriegeln. Einziger Nachteil: Eine Stufe im Ladeboden bleibt, wenn man nicht den die Ablagefläche nivellierenden doppelten Ladeboden mitbestellt hat.

Und auch hier hinten im Gepäckabteil und beim Einladen finden sich die für Skoda so typischen praktischen Details: die ausklappbaren Tütenhaken an den Seitenwänden, die als Taschenlampe nutzbare Kofferraumbeleuchtung und die umklappbare Beifahrersitzlehne, die unbedingt bestellt werden sollte, da sie den Transport von langen Gegenständen erheblich erleichtert.

Äußerst praxisgerecht ist bei nasser Kleidung auch die sich unterhalb der Gepäckraumabdeckung separat aufspannende Mantel- und Jackenablage.

Im Superb wurde VWs Adaptivfahrwerk bei Skoda zum ersten Mal eingebaut. Investiert man hier, lässt sich das Fahrverhalten in Richtung komfortabel oder dynamisch trimmen. Der Unterschied zwischen “Comfort” und “Sport” ist dabei gut zu spüren, aber im gleichen Moment ebenso, dass das Komfortable dem Superb besser liegt als das Sportliche.

Daran ändert auch das im Vergleich zum alten Superb straffere Abrollen und die direktere Lenkung nichts. Das fühlt man, wenn der Superb Combi auf langen Bodenwellen vorne merklich eintaucht. Dies ist in einem Familienkombi zu akzeptieren, denn mit dem langen Radstand von 2,84 Meter segelt man in der Komforteinstellung entspannt über die Autobahn.

Und im “Eco”-Modus segelt er in Kombination mit dem Doppelkupplungsgetriebe tatsächlich gegen den Wind: Nimmt der Fahrer den Fuß vom Gaspedal, wird der Motor abgekuppelt, und der Raumgleiter “segelt”, rollt im Freilauf ein paar hundert Meter über den Asphalt. Das spart Sprit.

Die Motoren zählen zu den sparsamen. Der 1,6-Liter-Dieselmotor im Superb Combi Green Line verbraucht im Normmittel alle 100 km lediglich 3,7 Liter Kraftstoff. Zur Wahl stehen Motoren mit 120 bis 280 PS Leistung in Verbindung mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe oder dem Sechs- oder Siebenstufen-Doppelkupplungsgetriebe. Die Kraft gelangt über die Vorderräder auf die Straße oder mit dem Allradantrieb.

Die Benziner

Zum Basispreis arbeitet vorne unter der Haube ein 1,4 Liter großer Benziner mit 125 PS. Im Vergleich zu dieser Leistungsstufe ist der 1.4 TSI mit 150 PS und Zylinderabschaltung jedoch für viele der bessere Antrieb. Der Turbomotor haucht dem 1,4 Tonnen leichten Combi mit seinem früh an den Vorderrädern zur Verfügung stehenden Drehmoment von 250 Newtonmetern ordentlich Leben ein.

Mit ihm beschleunigt der Kombi in 8,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 218 km/h und der kombinierte Verbrauch wird von Skoda, abhängig von der Ausstattung und dem Getriebe, mit 5,0 bis 5,8 l/100 km angegeben. Im wahren Leben sind es aber gerne ein paar Schlücke mehr.

Wirklich rasant geht es dann mit dem 180 PS starken 1.8 TSI, den 220 PS des 2.0 TSI oder den 280 PS des allradgetriebenen 2.0 TSI voran. Da können auf der Autobahn auch die 250 km/h erreicht werden.

Die Diesel

Trotz drohender Fahrverbote in einigen deutschen Innenstädten bleibt der Dieselmotor die sparsamere Variante. Dabei entscheidet beim Diesel in der Fahrpraxis nicht mal die Leistung über die gefühlte Kraft, sondern das Drehmoment. Die fühlt man mit dem Turbodiesel sehr früh und eindrucksvoll am Gaspedal.

Der 120 PS starke 1.6 TDI (250 Nm) macht da noch etwas weniger Eindruck, aber der große Selbstzünder (190 PS, 400 Nm), der den Combi in 8,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt und 235 km/h laufen lässt, muss es trotzdem nicht sein. Schon der 150 PS starke 2.0 TDI (340 Nm) reicht völlig aus. Sein günstigerer Preis bei kaum ungünstigeren Fahrleistungen sorgt dafür, dass dieser Motor im Superb Combi, wenn heute noch ein Dieselmotor auf der Wunschliste steht, die Empfehlung ist.

Der Skoda Superb Combi stammt aus Mladá Boleslav, aber die Sicherheit kommt aus Wolfsburg. Wer im Skoda einsteigt, hat auch bei der Sicherheitsausstattung wenig Gründe, den Passat Variant zu vermissen; denn auch beim Thema Fahrzeugsicherheit gibt sich Skodas großer Kombi mit den serienmäßigen sieben Airbags (inklusive Knieairbag auf der Fahrerseite), dem ESP, der Reifendruckkontrolle und der Umfeldüberwachung samt City-Notbremsfunktion keine Blöße.

Zusätzliche Sicherheit, die mit den hinteren Seitenairbags, dem radarunterstützten Tempomat, dem Spurhalte- und Spurwechselhelfer und dem Aus­park­assis­tenten angeboten wird, kostet allerdings Aufpreis.

Im Ausstattungslevel Style ist der Superb ab Werk mit den Bi-Xenon-Scheinwerfern inklusive Kurvenlicht und Abbiegelicht ausgestattet. Die LED-Rückleuchten sind vom Rückverkehr gut zu erkennen. Bei einer Notbremsung blinkt das Bremslicht auf und wenn das Fahrzeug steht, wird automatisch die Warnblinkanlage aktiviert.

Im ADAC-Bremstest kam der Skoda Superb Combi nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach mittelmäßigen 36,2 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden beim Euro NCAP-Crashtest der Superb Limousine mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Die Ausstattungsvarianten Active, Ambition, Style und Laurin & Klement stehen für den Superb Combi im Angebot.

Schon die Basisversion Active ist gut ausgestattet. Hier gehören das Start-Stopp-System, die City-Notbremsfunktion, die manuelle Klimaanlage, die elektrisch verstellbaren und beheizbaren Außenspiegel, das Multifunktions-Lederlenkrad, die Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung und das Soundsystem Swing mit seinem 5-Zoll-Touchdisplay samt USB- und SD-Karten-Anschlüssen mit zum Paket.

Der Ambition ist zusätzlich mit einem klimatisierbaren Handschuhfach, der Zweizonen-Climatronic, einem Tempomat, einem Fernlichtassistenten und einem Regensensor ausgestattet. An den Vordersitzen finden sich einstellbare Lendenwirbelstützen und die Spiegel blenden automatisch ab. Zudem rollt der Ambition auf 16-Zoll-Leichtmetallrädern statt auf 16-Zoll-Stahlrädern.

Der Superb Combi Style steht auf 17 Zoll in Leichtmetall. Die Dachreling ist eloxiert und der Innenraum wirkt mit eleganten Dekorleisten und Sitzbezügen edel. Die Vordersitze können elektrisch verstellt werden und der Fußraum unterhalb aller fünf Plätze ist nun beleuchtet. Das Infotainment steuert man per Sprachbedienung, über das 8-Zoll-Touchdisplay oder mit dem Smartphone via MirrorLink, Apple CarPlay oder Android Auto.

Der Laurin & Klement (L&K) ist traditionell das Spitzenmodell der Skoda-Baureihe. Das Topmodell unterscheidet sich nicht nur mit 18-Zoll-Alurädern und der „Laurin & Klement“-Plakette an den vorderen Kotflügeln und den Einstiegsleisten von den anderen Ausstattungsversionen, sondern es bietet weit mehr.

Eine hochwertige Lederausstattung in Beige oder Braun, Dekorleisten in Piano-Schwarz, ein Soundsystem von Canton mit zwölf Lautsprechern und 610 Watt Ausgangsleistung, getönte Heck- und Seitenscheiben, Parksensoren rundum und das adaptive DCC-Fahrwerk inklusive Fahrprofilauswahl. Die im Kombi bequeme elektrische Heckklappe gehört in der Topversion ebenfalls zur Serienausstattung.

Hightech-Extras wie das volldigitale Cockpit oder das Head-up-Display, die VW für den Passat anbietet, stehen für den Superb Combi jedoch nicht zur Wahl. Trotzdem lässt sich die Ausstattung noch mit zahlreichen weiteren Extras, von Gepäcknetzen, belüfteten Vordersitzen bis hin zu Tablethaltern an den Vordersitzen, ergänzen, was allerdings den Preis auf von Skoda nicht gewohnte Höhen treiben kann. Der Skoda Superb kann ein günstiger Kombi sein, aber er ist kein billiger mehr.

Zusammenfassung

Preislich trennen die Superb Limousine und den Superb Combi lediglich 1.000 Euro, was angesichts des Zugewinns an Platz und Variabilität erklärt, warum die meisten Kunden beim Superb zur Kombiversion greifen. Bei gleich guter Technik und hochwertiger Verarbeitung.

Das lässt den Superb Combi im Umfeld seiner Premium-Konkurrenten als ausgesprochen faires Angebot dastehen – und als kluge Investition.

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