SEAT Tarraco e-HYBRID im Test

Ihr nächstes Auto soll ein SEAT Tarraco e-HYBRID werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Der Tarraco ist Seats großes SUV und ein SUV mit Platz und vielen praktischen Eigenschaften. Dem Tarraco e-Hybrid mit dem 245 PS starken Ensemble aus Benzin- und Elektromotor fällt in Seats Modellprogramm die Rolle des ersten SUVs mit Plug-in Hybrid zu.

  • Platz: aber reichlich
  • Schnelles Laden: nicht möglich
  • Kraftentfaltung: eher unharmonisch

Der Seat Tarraco teilt sich mit den Konzernschwestermodellen VW Tiguan Allspace und Škoda Kodiaq die Plattform, aber als erster im Volkswagen-internen Konkurrenzumfeld steht er auch mit einem Plug-in Hybrid-Antrieb im Angebot. Das Motorenduo stammt aus VWs Motorenbaukasten.

Die Kombination aus dem 150 PS starken 1,4-Liter-Benziner und dem 115 PS starken Elektromotor, die emissionsfreies Stromern ohne Reichweitenangst ermöglicht, treibt auch andere Modelle des Konzerns an. In einem VW Golf GTE, Škoda Octavia RS iV und Cupra Leon e-Hybrid übernimmt das Antriebsduo jedoch einen leichteren Job.

Das Übergewicht im Griff?

Den 1.868 Kilogramm Gewicht des Tarraco e-Hybrid stehen 245 PS Systemleistung und 400 Nm Systemdrehmoment gegenüber. Damit ist der Plug-in Hybrid das leistungsstärkste Modell von Seats SUV-Baureihe und obendrein das sparsamste mit einem von Seat angegebenen WLTP-Verbrauch von 1,9 bis 2,1 Liter/100 km.

Die Kraft des Turbobenziners und der E-Maschine greift auf den Vorderrädern und wird mit dem 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe kanalisiert. Die Fahrleistungen überzeugen, die Kraftentfaltung nicht ganz.

In 7,5 Sekunden ist das schwere SUV aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigt. In der Spitze läuft der Tarraco Plug-in Hybrid 205 km/h. Gleitet man komfortabel dahin, wie es zu dieser Fahrzeuggattung am besten passt, hält sich der Benziner leise im Hintergrund. Gibt man jedoch viel Gas, meldet sich der Vierzylinder lautstärker und angestrengter zu Wort. 

Diese Zweiseitigkeit bei der Geräusch- und Leistungsentfaltung ist der Harmonie nicht gerade förderlich, aber durchaus typisch für ein Plug-in Hybrid dieser Leistungsklasse, wo der Kontrast im Leistungsaufbau und in der Akustik oft groß ist.

Auch typisch Plug-in Hybrid: In der Stadt fährt der Tarraco e-Hybrid, vorausgesetzt der 13-kWh-Akku ist fit, öfter rein elektrisch, wogegen auf der Autobahn und Langstrecke hauptsächlich der Benziner arbeitet.

Sparsamer in der Stadt

Seine Vorteile spielt der Tarraco e-Hybrid wie jeder Plug-in Hybrid innerstädtisch aus. Wenn täglich eine Strecke von 30, 40 Kilometern von zuhause zum Arbeitsplatz gependelt wird und der Zugang zum Stecker gewährt ist, lässt sich Seats Plug-in Hybrid sparsam bewegen.

Wird der Tarraco e-Hybrid, der bis Tempo 130 rein elektrisch fahren kann, so bewegt und liegt das Ladekabel nicht ungenutzt im Kofferraum, kann man auch mit einem niedrigen Verbrauch rechnen. Nicht mit den zwei Litern Super alle 100 Kilometer wie in der Werksangabe, aber mit rund fünf Litern, die aus dem 45 Liter kleinen Tank fließen – was für ein 1,9-Tonnen-SUV ein hervorragender Wert ist.

Vom Auftritt und im Cockpit präsentiert sich der Tarraco e-Hybrid als typisches Produkt der spanischen Marke. Typisch Seat sind die Reduziertheit und Aufgeräumtheit des Cockpits, die ordentliche Verarbeitungsqualität, das grazile Lenkrad und das unkomplizierte Handling.

Beinahe ohne Bedienschwächen

Über die Tasten auf den Lenkradspeichen werden das Radio, das Telefon, der Bordcomputer und die Navigation gesteuert. Hinter dem Volant blickt man wie in einem Audi und VW auf eine Navigationskarte im Panoramaformat.

Das Digitalcockpit macht Eindruck. Mit einem Tastendruck ändert man die Instrumentendarstellung. Mit einem weiteren über die „View“-Taste zoomt man die Karte auf dem 12,3-Zoll-Display hinter dem Lenkrad auf. Auch induktives Laden des Smartphones ist, wenn es dafür geeignet ist, im Tarraco e-Hybrid möglich. Und auch an USB-Ports und der 12-Volt-Steckdose fehlt es nicht.

Das Soundsystem und der Bassbereich profitieren vom großen Innenvolumen der breiten und hohen SUV-Karosserie. Genauso eindrucksvoll ist das 360-Grad-Rundumsichtsystem, das während des Parkens mit Hilfe von vier Kameras eine Aufsicht auf das Fahrzeug auf den Bildschirm zaubert. Mit der genialen Technik sieht man fast alles beim Ein- und Ausparken – Einkaufstipp!

Der mit der 2020er Überarbeitung des Tarraco stattgefundene Verzicht auf Schalter im Cockpit mit Wischflächen statt Klimareglern verbesserte die Bedienqualität im Tarraco nicht. Die Sprachsteuerung versteht gut, auch wenn sie in einem Mercedes und BMW, die die besten Systeme verbauen, noch besser versteht.

Platz ist der Auftrag

Vom Platzangebot im Innenraum bietet der Tarraco weit mehr als die anderen Seat Modelle, den Van Alhambra ausgenommen. Vor dem Familiengericht der Entscheidung für das nächste Auto hat der Seat Tarraco Plug-in Hybrid beste Chancen, den Zuschlag zu bekommen.

In der ersten Reihe bieten die bequemen Vordersitze genug Seitenhalt und eine gute Unterstützung im unteren Rücken. Die Sitzheizung spricht schnell an und lässt sich in drei Stufen einstellen, wobei man wegen der starken Heizleistung ganz schnell von Stufe drei auf zwei herunterregelt.

Aus 4,74 Metern Länge resultiert also reichlich Platz im Fond. Der Ein- und Ausstieg gestaltet sich im Fond noch kommoder als vorne, weil die Türen hinten breiter ausfallen. Die Lehnenneigung lässt sich mit einem einfachen Zug an einer Schlaufe verstellen. Das macht es auf langen Reisen bequemer, wenn auf der Bank mal ein Nickerchen ansteht. Und hat man das riesige Panoramadach mitbestellt, ist der Ausblick für die Kinder hinten der allerbeste im Tarraco.

Dass der Tarraco Plug-in Hybrid nicht wie der Tarraco als 7-Sitzer zu bestellen ist, kann man wegen der mäßigen Sitzqualität der Sitze sechs und sieben in Sitzreihe drei und wegen lediglich 230 Liter Kofferraumvolumen gut verkraften. Der Kofferraum fällt im e-Hybrid nicht so groß wie im Tarraco aus, wo er 760 Liter schluckt, aber mit einem Volumen von 610 Liter geräumig.

Das Gepäckraumrollo lässt sich ordentlich unter dem Gepäckraumboden verstauen. An der schnell verschmutzenden Heckklappe macht man sich schnell die Hände schmutzig, was kein wirkliches Problem darstellt, da sich die Klappe im Tarraco Plug-in Hybrid in beiden lieferbaren Ausstattungslinien (FR und Xcellence) elektrisch öffnet und schließt. Und auch die Stehhöhe unter der Heckklappe geht in Ordnung. Sie liegt bei etwa 1,90 Meter.

Wer den Tarraco e-Hybrid mit der optionalen Anhängerkupplung ordert, kann bis zu 1.800 Kilogramm schwere Anhänger mit dem Tarraco Plug-in Hybrid ziehen. Das gelingt mit einem reinen Elektro-SUV nur mit den stärksten E-Motoren der 400-PS-Klasse.

Komfort und SUV: Das passt!

Was im Tarraco e-Hybrid gleich auffällt, ist der Komfort. Der große Seat SUV liegt nicht so sportlich-straff wie andere Seat Modelle auf der Straße, sondern eher gemütlich. Weich und verzeihend und in schnellen Kurven mit leichter Seitenneigung.

Das Verstellfahrwerk und die gute Dämmung wissen genauso zu gefallen wie die gut abgestimmte Lenkung. Die Traktion überzeugt weniger. Besonders bei Vollgas auf nasser und glatter Fahrbahn nicht, wo die Vorderräder um Halt auf der Straße ringen.

Vom Traktionsverlust des Fronttrieblers geht keine Gefahr aus, aber durchdrehende Räder sind nun mal nicht dem Vorankommen förderlich. Der Allradantrieb, der im 190- und 245-PS-Benziner und im 200-PS-Diesel zur Serienausstattung gehört, steht bisher im Plug-in Hybrid nicht im Angebot.

Plug-in Hybrid oder Diesel?

Wer auf der Suche nach einem SUV der 4,70-Meter-Klasse aus dem VW-Konzern ist, dem wird zurzeit keine Alternative zum Tarraco e-Hybrid geboten. Den kurzen VW Tiguan erhält man mit Plug-in Hybrid-Antrieb, aber die geräumigeren SUVs VW Tiguan Allspace und Škoda Kodiaq nicht.

Der neue Antrieb macht den Tarraco, der seit 2018 auf dem Markt ist, für die SUV-Kundschaft noch interessanter. Ob der Plug-in Hybrid oder ein starker Diesel die bessere Motorisierung ist, entscheiden Fahrende am besten nach den eigenen Fahrgewohnheiten.

Der Plug-in Hybrid fühlt sich auch im kurzstreckigen Bereich zuhause und taugt im Gegensatz zu manchem Elektro-SUV trotzdem für längere Reisen ohne Reichweitenangst. Der Diesel, stark und sparsam, bleibt auf Langstrecke die ideale Motorisierung.

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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