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Seat Leon Sportstourer im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Seat Leon Sportstourer werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Der Sportstourer – Kurzform: „ST“ – ist der größte und praktischste Leon. Das war in der ersten Generation so, und so ist es auch in der zweiten. Da erscheint es nicht verwunderlich, dass sich die Hälfte der Leon Kundschaft für einen Sportstourer entscheidet. 

  • Richtig viel Platz im Kofferraum
  • Ein klasse Fahrwerk
  • Super sparsamer Plug-in-Hybrid
  • Teils umständliche Bedienung

Der Seat Leon Sportstourer der Generation 2 hat gute Anlagen, den Erfolg des 2013 lancierten Leon ST fortzuführen. Warum? Auf diese Frage gibt der neue Leon Sportstourer lauter gute Antworten, angefangen vom Motorraum bis hin zum Gepäckraum.

Vorne unter der nicht mehr kantigen, rundlich-bulligen Haube arbeitet neben den bekannten Drei- und Vierzylinderturbomotoren ein Mild Hybrid und ein brandneuer Plug-in-Hybrid. Im Cockpit blickt man auf das moderne, von VW bekannte Digitalcockpit. 

Die umfassende Sicherheitsvorsorge und das zeitgemäße Infotainment haben ebenso mit Volkswagens MQB Evo Konzernplattform zu tun, die sich der im spanischen Seat Werk Martorell produzierte Leon Sportstourer mit den Neuauflagen von Audi A3 und VW Golf teilt. 

Seat Leon der Große

Der größte und fühlbarste Vorteil der neuen Plattform ist mehr Platz. Weil der neue Leon Sportstourer den alten Leon ST mit 4,64 Meter Länge um 10 Zentimeter und den Leon um fast 30 Zentimeter überragt, fühlt er sich im Innenraum geräumiger und luftiger an. Im Radstand überbietet er sogar der Deutschen liebstes Kombimobil, den Golf Variant. Der misst 2,67 Meter im Radstand. Der Leon Sportstourer schiebt zwischen den Achsen mit 2,69 Meter nochmals zwei Zentimeter nach.

Die spürt man vor allem auf der Rückbank. Kniefreiheit ist nicht das Problem, denn der Sportstourer hat die Lösung. Davon profitiert der Platz vor den Knien, der es auch Erwachsenen bequem macht. 

Die Beine sollten nur nicht zu lang sein. Allerdings nicht wegen der Beinfreiheit, sondern wegen dem Kontakt zum Sitzpolster. Die Kombikarosserie baut tief, weil Seat vor Jahren die Rolle der sportiven Marke im VW Konzern übernommen hat. Daraus resultiert eine tiefe Sitzposition auf der Rückbank und der Fakt, dass die Oberschenkel von Langbeinigen nicht ganz auf den Polstern der Sitzbank aufliegen – was bei langer Fahrt unbequem sein kann. 

Neben dem luftigen Innenraum erlebt man im Kofferraum die nächste, positive Überraschung. Der Kofferraum, der vorher schon im Leon ST groß war, hat nochmals zugelegt. Um 33 Liter auf 620 Liter. Damit sticht der Leon Sportstourer viele andere Kombis in seiner Klasse aus – selbst den sehr geräumigen Golf Variant.  

Gut, in einen Skoda Octavia Combi – dem Platzhirsch im Kombikonzert –  passt mit 640 bis 1.700 Liter noch mehr hinein (Seat: 1.600 Liter maximal), aber besser fuhr man in einem Seat Kombi noch nie beim Gepäck, wie mit dem neuen Modell.

Auch, weil das neue Fahrwerk im Leon Sportstourer komfortabler mit der Straße interagiert. Es erweist sich in Fahrt als harmonisch abgestimmt, ohne die für Seat so typische Leichtfüßigkeit beim Einlenken aufzugeben. 

Handlich & komfortabel

Dass der Seat Kombi gut um die Kurve geht, liegt auch daran, dass er als Benziner mit 1,3 bis 1,4 Tonnen fürs Format nicht viel wiegt. Mit den optionalen 18-Zoll-Rädern und dem Dynamic-Paket samt adaptiver Dämpfer verbessert sich dies noch.

Tendenziell liegt der Seat Leon Sportstourer im Vergleich zu den Plattformvettern Golf Variant und Octavia Combi leicht straff auf der Straße. Dadurch bereitet er das Quäntchen mehr Fahrspaß, für den die spanische Marke steht. Dass der Spanier heute zu 100 Prozent Deutscher ist, bemerkt man im Motorraum.

Super Schaltung

Alle Motoren kommen von VW und Audi. Sie leisten im Seat Leon Sportstourer zwischen 90 und 204 PS. Der Einstiegsmotor ist ein nicht immer leiser Dreizylinder. Der Topmotor, der Plug-in-Hybrid, verbraucht am wenigsten. 
Der bekannte 1,0-Liter-Dreizylinderturbo steht im Leon Sportstourer in seiner 90 PS-Version im Angebot. 90 PS gegen 1,3 Tonnen. Das klingt nach Arbeit. Der kleine Dreizylinder, der immerhin 175 Newtonmeter Drehmoment entwickelt, dreht quirlig hoch, aber er muss mit dem Schalthebel bei Laune gehalten werden.

Weniger drehzahlabhängig und lässiger geht es mit mehr Zylindern, Hubraum und Leistung mit dem 1.5 TSI voran, der mit einer Zylinderabschaltung – Umschalten von Vier- auf Zweizylinderbetrieb bei niedriger Last – und mit Mild Hybrid-Technik Kraftstoff spart.

Die Verbrauchswerte des 130 oder 150 PS starken 1,5-Liter-Vierzylinders, der mit 200 und 250 Newtonmeter mehr Drehmoment und Durchzugskraft entwickelt, unterscheiden sich von denen des Einstiegsmotors nur unwesentlich und pendeln in der Praxis um die sieben Liter Super. In der Spitze geht es mit 221 km/h aber deutlich flotter und souveräner auf der Autobahn voran.

Und das am besten mit dem manuellen 6-Gang-Schaltgetriebe, das Laune macht. Es schaltet sich auf kurzem Weg, leichtgängig und präzise.

Der immer mit dem 6-Gang-DSG liierte Plug-in-Hybrid mobilisiert im Leon Sportstourer 1.4 e-Hybrid maximal 350 Nm und 204 PS. Der 1,4-Liter-Vierzylinder steuert 150 PS bei und der Elektromotor kurzzeitig 115 PS. Wenn das Ladekabel genutzt wird und der 12,8-kWh-Lithium-Ionen-Akku mit 2,3 kW in 5:48 Stunden oder mit 3,6 kW in 3:42 Stunden täglich geladen wird, spart das am meisten.

Dann fährt man mit dem Leon Sportstourer 1.4 e-Hybrid bis zu 70 Kilometer rein elektrisch und das mit einem Kraftstoffverbrauch von idealerweise 1,2 bis 1,3 Liter/100 km. Nutzt man das Ladekabel jedoch nicht oder fährt man hauptsächlich Langstrecke, dann macht der Plug-in-Hybrid, der mit knapp 1,7 Tonnen über 300 Kilogramm mehr als der Sportstourer mit dem Basismotor wiegt, nicht wirklich Sinn, der Diesel dafür um so mehr.

Der 2,0-Liter-Diesel ist ein Klassiker im Motorraum in Modellen von VW, Audi, Skoda und Seat und ganz klar der Favorit für Langstrecken. Er schaufelt mit satten 360 Nm, die schon ab 1.700 Umdrehungen zur Verfügung stehen, reichlich Drehmoment an die Vorderachse und begnügt sich im Alltag, ohne dass man dafür besonders sparsam fahren muss, mit fünf bis sieben Litern Diesel – abhängig vom Gasfuß.    

Warum einfach, wenn's auch kompliziert geht?

Und die Bedienzentrale? Das Cockpit wirkt, typisch Seat, puristisch, aber nicht so nordisch-unterkühlt wie in einem VW. An der Ablesbarkeit der Instrumente gibt es nichts auszusetzen. An der Materialgüte mancher Kunststoffteile im gut verarbeiteten Interieur aber schon. Und auch die Bedienung überzeugt nicht ganz.

Hier holt den Seat, der in der Vergangenheit mit wenigen Schaltern für Klarheit bei der Bedienung stand, die Moderne ein. „Modern“ heißt nicht immer besser. Etwa beim Einstellen der Lautstärke, der Klimatisierung oder des Fahrmodus mit den Fingerkuppen auf dem Touchscreen. Das erfordert Konzentration oder eine ruhige Hand. Oder beides zusammen. Mit einem Dreh oder einem Druck auf den Schalter ginge das schneller von der Hand, aber warum einfach, wenn‘s auch kompliziert geht? 

Vorteilhaft ist dagegen, dass man vieles im Leon auch mit dem Sprachassistenten erledigen kann, etwa die Einstellung der Temperatur oder des Radiosenders. Eigenartig ist es allerdings, dass man die Sprachsteuerung mit einem "Hola, Hola!" aktivieren soll.

Am Infotainment gibt es nicht viel auszusetzen, außer, dass vieles wie die Connect Online-Dienste, das Digitalradio (DAB+), die kabellose Ladestation fürs Smartphone, die Einbindung über Apple CarPlay/Android Auto, das Beats Soundsystem und die 3D-Navigation in der günstigsten der vier Ausstattungslinien extra kostet – das ist allerdings normal und bei anderen Marken auch so.

Preis-Leistungs-Laster? 

Und die Preis-Leistung? Auch wenn der Einstieg im Seat Leon Kombi mit über 20.700 Euro heute teurer ist, als bei der Premiere im Jahr 2013, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. 

Das DSG-Getriebe sollte man im 130- oder 150-PS-Benziner nicht vermissen, weil das im 1.5 TSI serienmäßige 6-Gang-Schaltgetriebe so klasse zu schalten ist. Das optionale Dynamic-Paket für rund 900 Euro ist eine empfehlenswerte Anschaffung, weil das Handling damit gewinnt. Egal, was man macht, mit der Entscheidung für den Seat Kombi spart man gegenüber dem Golf Kombi einige Euro – daran hat sich, und das ist gut so, nichts geändert.

Eine gute Entscheidung

Am Seat Leon Sportstourer hat sich so viel geändert, dass er heute eine noch bessere Entscheidung ist, als er es früher schon war. Die zweite Generation von Seats Kombi hat fast in allen Kriterien, egal ob beim Raumangebot, Komfort oder den Motoren, zugelegt, – Hola, hola, Sportstourer!

/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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