SEAT Ateca im Test

Ihr nächstes Auto soll ein SEAT Ateca werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Der Ateca ist der erste SUV von SEAT und sein Erfolg schien von Beginn an vorprogrammiert. Das hat vor allem mit dem attraktiv und klug konstruierten SUV selbst zu tun, aber auch mit dem stetig steigenden Interesse an SUVs. Der SEAT Ateca, der viel mit dem größeren VW Tiguan gemeinsam hat und Wettbewerbern wie dem Nissan Qashqai, Skoda Kodiaq aber auch einem teuren BMW X1, Mercedes GLA oder Audi Q3 Marktanteile streitig machen soll, rollt beim Geschwister-Konzern Skoda in Tschechien vom Band.

  • Großzügige Raumverhältnisse
  • Attraktiver Preis mit Abstrichen bei Materialien
  • Sportives Fahrwerk
  • Keine verschiebbare Rückbank verfügbar

Mit dem ersten Facelift des Modells gingen vor allem optische Veränderungen an der Frontpartie einher. Der Kühlergrill ist größer geworden und auch die seitlichen Lufteinlässe sind markanter. Den Platz dafür geben schmalere Frontscheinwerfer frei, womit insgesamt eine geschwungenere und sportlichere Optik entsteht, die stärker dem größeren SEAT Tarraco ähnelt.

Platzverhältnisse: Großzügig, aber rustikal

Das Konzept des Atecas überzeugt auf Anhieb. Der SEAT-SUV fällt zwar mit 4,38 Metern Länge kompakt aus, aber er macht das Beste daraus. Auf den Sitzplätzen wie im Kofferraum. Das macht ihn zu einem Fahrzeug, das den Alltag gut meistert und dadurch für Familien interessant ist, denen ein Kombi zu langweilig und ein Van einfach zu groß ausfällt.

In der City passt der Ateca noch gut in die Parklücken, bietet aber trotzdem viel Platz. Sowohl in erster Reihe als auch in der zweiten. Hier gibt es reichlich Beinfreiheit und Kopffreiheit und auch Erwachsene sitzen noch gut, wenn großgewachsene Menschen auf den vorderen beiden Sitzen Platz nehmen.

Enge herrscht im Ateca also wahrlich nicht und das Mehr an Bodenfreiheit resultiert in einer leicht erhöhten Sitzposition, einer guten Übersicht und einem leichteren Ein- und Ausstieg. Allerdings thront man im Kompakt-SUV aus Spanien, der seinen Namen übrigens von einer Gemeinde in der Provinz Saragossa erhielt, nicht so erhaben über dem Verkehrsgeschehen wie in einem Fullsize-SUV.

Das Cockpit, das an den SEAT Leon erinnert, jedoch moderner und hochwertiger anmutet und die Instrumente, die alle gut im Blick liegen, neigen sich leicht den Fahrenden zu. Es sind klassische Rundinstrumente mit Ziffern und Zeigern. Das spektakuläre virtuelle Cockpit samt 10,25-Zoll-Display muss mit einem Aufpreis extra bestellt werden.

Die Bedienung fällt einem leicht, da die Schalter und Tasten logisch und ergonomisch angeordnet wurden und der Monitor auf der Mittelkonsole, über den das Infotainment gesteuert wird, serienmäßig mit bis zu 8,25 oder optional 9,2 Zoll groß ausfällt. Auch wenn manche Details wie der pulsierende Startknopf Emotionen wecken sollen, wirkt die Armaturentafel im Vergleich zur Karosse etwas unemotional.

Auch die verschiebbare Rückbank, die der Tiguan besitzt, hätte man dem ersten SEAT-SUV noch mit auf den Weg geben können, denn mit der würden sich die Sitzraum-Kofferraum-Verhältnisse variabler gestalten lassen.

Motoren: Kleine Auswahl, hohe Qualität

Für so wenig Gewicht braucht es heute nicht mehr viel Hubraum. Der Einstiegsmotor 1.0 TSI, mit dem der Ateca nur 1,3 Tonnen wiegt, verfügt über nur drei Zylinder, aus denen er dank Turboaufladung 115 PS und 200 Newtonmeter maximales Drehmoment kitzelt. Dass der quirlige Dreier aufgrund seines Hubraumdefizits mehr arbeiten muss als der Vierzylinder 1.5 TSI versteht sich von selbst.

Der Vierzylinder produziert 150 PS und 250 Newtonmeter, die schon ab 1.500 Umdrehungen zur Verfügung stehen. Damit fährt man gelassener und die Fahrleistungen verbessern sich deutlich. Der Ateca spurtet in 8,5 statt 10,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h statt 183 km/h.

Gab es in der Vergangenheit noch einen 190 PS starken Diesel, ist der Topmotor im Ateca seit der Modellpflege ein 2.0 Liter Benziner. Mit gleicher Leistung und Allradantrieb steigert er nicht nur die Offroadqualitäten, sondern gleichzeitig den Verbrauch.

Mit einer der drei 2.0-Liter-Turbodiesel-Varianten gibt es hingegen die Diesel-Gelassenheit. Dabei wählt man aus den Optionen mit manueller Schaltung, Automatikgetriebe oder dem Allradantrieb mit Automatik. Der 2.0 TDI mit 150 PS beschleunigt den Ateca in 8,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h (196 km/h bei Allradantrieb).

Ist der Stauassistent mit dabei, lenkt, beschleunigt und bremst der SEAT bei “Stautempo” automatisch. Der City-Bremsassistent erkennt auch zu Fuß Gehende und sorgt dafür, dass der SEAT in brenzligen Situationen automatisiert bis zum Stillstand abbremst. Features wie der Notfallassistent, Toter-Winkel-Assistent, die Voll-LED-Scheinwerfer und die Verkehrszeichenerkennung machen die Fahrt ebenso sicherer wie auch der Ein- und Ausparkassistent und der adaptive ACC-Tempomat.

Ausstattung mit Sinn und Verstand

Vier Ausstattungslinien stehen im Ateca zur Wahl: Reference, Style, Xcellence und FR. Schon in der Basis-Ausstattung Reference gehören die Klimaanlage, das Media System mit 8,25-Zoll-Touchscreen, die elektrische Parkbremse und die Sicherheitssysteme wie sieben Airbags, Müdigkeitserkennung, Front Assist und die Reifendruckanzeige mit zur Serienausstattung.

In der Ausführung Style rollt der Ateca mit 17-Zoll-Leichtmetallrädern über den Asphalt und schließt mit LED-Heckleuchten ab. Zudem sind die hinteren Parksensoren, die Klimaautomatik und das Lederlenkrad mit dabei.

Den schicken Xcellence erkennen Kundige an den Sport-Komfortsitzen mit Sitzmittelbahnen in Alcantara, an der Multicolor-Ambiente-Beleuchtung, an der Dachreling und den Scheibenrahmen in Chrom, den dunkel getönten Scheiben und den 18 Zoll großen Leichtmetallrädern. Zum serienmäßigen Technikpaket gehören die Voll-LED-Scheinwerfer, die Drive Profile-Fahrprogramme, der Regen- und Lichtsensor sowie die Rückfahrkamera.

Für ein Mehr an Sportlichkeit sorgt der Ateca FR mit seinem Sportlenkrad, der Sportpedalerie in Aluminiumoptik, den Sport-Komfortsitzen und dem Heckspoiler in Wagenfarbe.

Über das Infotainmentsystem lässt sich das Smartphone schnell und einfach via MirrorLink, Apple CarPlay und Android Auto einbinden. Damit lassen sich eingehende E-Mails auf den Monitor holen, die vom System auch vorgelesen werden können. Zudem lässt sich das Smartphone auch induktiv (kabellos) laden.

Der Ateca kann auch Offroad

Das Fahrwerk des Ateca vereint zwei gute Eigenschaften in sich. Es lässt den straff abgestimmten SEAT Ateca ohne störende Seitenneigung ausgesprochen handlich erscheinen und trotzdem gefällt der Komfort. Dass auch mal die eine oder andere Fuge in den Innenraum vordringt, verzeiht man dem fein und präzise einlenkenden Ateca wegen seiner Qualitäten gerne.

Das Handling lässt sich per „SEAT Drive Profile“ an die aktuelle Fahrsituation, die Straßenbeschaffenheit und die persönlichen Fahrvorlieben anpassen. Im Eco- und Normal-Modus rotiert die Servolenkung sehr leichtgängig, was sich in der Sport-Einstellung ändert. Dann erhält man die richtige Dosis an Lenkwiderstand und Direktheit in die Hände.

Und im Gelände? Gelingt in den Varianten mit Allradantrieb. In den Fahrmodi, in denen sich die Reaktionen des 4x4-Antriebs, des Motors und der Servolenkung anpassen, lässt sich der Ateca auf den Untergrund einschwören: Schlamm, Geröll, Schnee, alles kein Problem.

Die Bergabfahrkontrolle sichert steile Abfahrten, wo es gefährlich werden kann, wenn das Fahrzeugheck zu rutschen beginnt. Die Talente für Geländefahrten sind also vorhanden, aber sie werden wohl eher selten genutzt. Man könnte, wenn man denn bei den ganzen Verbotsschildern dürfte.

Der Dynamik spielt zu, dass das Gewicht im Vergleich zu den ersten SUVs mit 1,3 bis 1,6 Tonnen nicht belastend hoch ausfällt. Damit haben es die 115 bis 190 PS Motoren relativ leicht. Geschaltet wird entweder mit dem flott zu schaltenden manuellen Sechsgang-Getriebe oder dem automatisierten Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe.

Preis-Leistungs-Tipp

Und das Preis-Leistungs-Verhältnis? Die Leistung stimmt, der Preis auch. Der SEAT Ateca startet mit dem 115 PS starken Benziner unter der Haube bei 22.850 Euro Listenpreis. Das sind rund 1.500 Euro mehr, als der VW T-Roc kostet. Doch der Ateca misst sich ohnehin an Modellen, die preislich eine Liga höher spielen und kann beinahe dem Tiguan das Wasser reichen.

Der SEAT Ateca wird viele nicht nur mit seinen Platzverhältnissen, seiner Handlichkeit, den guten Motoren, dem modernen Infotainment und den zeitgemäßen Sicherheitsassistenten überzeugen, sondern auch mit seinem fairen Preis. Das macht den Spanier nicht nur sehr attraktiv, sondern uns ganz sicher: Der SEAT Ateca ist ein Erfolg.

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

Vergleichen Sie den Ateca mit Alternativen

Auf carwow haben Sie eine große Auswahl an Fahrzeugen, die Sie einfach miteinander vergleichen können. So finden Sie stressfrei und einfach genau das Auto, das am besten zu Ihnen passt und können sich Angebote unserer Partnerhändler aus Ihrer Region und ganz Deutschland zukommen lassen.

Modell vergleichen

Vergleichen Sie die besten Angebote – ganz ohne Verhandeln

SEAT Finanzierung

  • Lieferung Ihres Neuwagens nach Hause möglich
  • Erhalten Sie Ihr individuelles Finanzierungsangebot
  • Sie entscheiden, ob Sie eine Anzahlung möchten
carwow Preis ab
125 € / Monat
Finanzierungen anzeigen

SEAT Tageszulassung

  • Finden Sie Ihr passendes Fahrzeug aus einer großen Auswahl an Tageszulassungen
  • Sparen Sie mehr mit Tageszulassungen
  • Nehmen Sie Ihr neues Auto sofort mit nach Hause
carwow Preis ab
14.595 €
Tageszulassungen anzeigen

SEAT Jahreswagen

  • Jahreswagen von top bewerteten Vertragshändlern
  • Eine große Auswahl sofort verfügbarer Fahrzeuge
  • Keine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte
carwow Preis ab
13.300 €
Jahreswagen anzeigen