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Renault Koleos Test

Kraftvoller SUV der Mittelklasse

0/10
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Viel Platz
  • Gute Ausstattung
  • Gute Sicherheitsausstattung
  • Schlechte Rundumsicht
  • Zu langer Bremsweg
  • Keine verschiebbare Rückbank

35.600 € - 45.050 € Preisklasse

5 Sitze

6,2 - 6,4 l/100km

Test

Der Erfolg der ersten Generation des Renault Koleos ließ sich am Straßenbild ablesen: Auf deutschen Straßen glänzte Renaults SUV durch Abwesenheit. Der Neuauflage des Koleos, die in der 4,70-Meter-Klasse mit Erfolgstypen wie dem VW Tiguan Allspace, Mazda CX-5, Skoda Kodiaq oder Nissan X-Trail konkurriert, tritt im Vergleich zum Vorgänger mit mehr Flair und Überzeugungskraft auf.

Für die Familie taugt einer wie der Koleos sehr gut mit dem großen Innenraum, seinem bis zu 1.706 Liter fassenden Gepäckabteil und mit den auf den Alltag zugeschnittenen Lösungen. Einiges, was die Konkurrenz in diesem Format schon zu bieten hat, wird hier allerdings nicht angeboten – etwa die Option auf die sieben Sitze.

Die Technik und die bis zu 177 PS starken Motoren teilt sich der Koleos mit Nissans großem SUV X-Trail. Das verspricht Solidität und Dauerhaftigkeit.

Auch von der Ausstattung hinterlässt der französische SUV, aus dem man in erhöhter Sitzposition über das Verkehrsgeschehen blickt, einen guten Eindruck. Das Interieur versprüht mit dem Luxus der höheren Ausstattungslinien französischen Flair. „Französisch“, mit weicher Abstimmung, fährt sich der Koleos auch. Dass er tatsächlich so wenig französisch ist, viele Teile aus Japan nutzt und in Korea gebaut wird, bemerkt man kaum.

Wie sich Renaults Koleos im Alltag schlägt und warum die zweite Generation des Koleos nicht nur besser aussieht, sondern über bessere Anlagen als die Erstauflage verfügt, das lesen Sie hier.

Die Erwartungen an viel Platz erfüllen sich im Renault Koleos, trotzdem hat mancher Konkurrent noch mehr Variabilität und Liter im Gepäckraum zu bieten.

Das Interieur

Das Cockpit des Koleos macht von der Qualität und Verarbeitung etwas her und es mutet modern an. Die digitalen Instrumente lassen sich in der Darstellung variieren und der Touchscreenmonitor ist nicht horizontal, sondern hochkant angeordnet.

Über den Bildschirm wird das Infotainment bedient. Das Smartphone ist flott eingebunden und andere Geräte über die zahlreichen USB-Anschlüsse ebenso. Soviel Übersicht herrscht beim Parken nicht.

Am Heck stören den Ausblick die hinteren drei Kopfstützen und das hoch ansetzende Heckfenster. Die Rundumsicht ist damit schlecht, auch wenn sich durch die Mitbestellung der Einparkautomatik die unübersichtliche Karosserie etwas entschärfen lässt.

4,67 Meter Länge und 1,84 Meter Breite sorgen dafür, dass eine vierköpfige Familie im fünfsitzigen Koleos bequem sitzt. Die breiten Vordersessel, die sich im höchsten Ausstattungsgrad Initiale Paris beheizen und belüften lassen, bieten genauso viel Sitzkomfort wie die im Topmodell mit feinem Leder bezogene Rückbank.

An Beinfreiheit mangelt es auch im Fond nicht. Selbst als 1,90 Meter hoher Erwachsener sitzt man mit ausreichend Kopf- und Beinfreiheit bequem auf der Sitzbank. Die Variabilität im Kofferraum fällt dagegen deutlich ab.

Der Kofferraum

Die Rückbank ist weder neigbar noch längs verstellbar, womit sich das Kofferraumvolumen variieren ließe. Ebenso wenig stehen eine Durchlade in der Mitte der Rückbank und eine umklappbare Beifahrersitzlehne, die das Zuladen von längeren Gegenständen erleichtern würde, im Angebot.

Zumindest eine elektrische Heckklappe, die sich dank Sensor nach einem Kick in Richtung Stoßstange öffnet (Serie im Initiale Paris) und eine elektrisch ausfahrbare Anhängerkupplung, mit der bis zu 2.000 Kilo an den Haken genommen werden können, befinden sich im Angebot.

498 Liter passen ins Gepäckabteil. Das ist Durchschnitt (Tiguan Allspace: 760 Liter), aber trotzdem ausreichend Raum für den Alltag, in dem man das praktische Unterbodenfach im Kofferraum gerne nutzt. Und sollte der Platz mal nicht reichen, lassen sich die Lehnen der Rückbank völlig flach legen und das Gepäckabteil schluckt 1.706 Liter.

Komfort genießt im SUV Priorität. Das Fahrwerk des Koleos ist grundsätzlich weich und verzeihend abgestimmt. Das steigert den Fahrkomfort. Sanft absorbiert der Renault lange Fahrbahnwellen. Lediglich Fahrbahnrillen könnte er mit 19 Zoll auf der Felge (Serie im Initiale Paris) etwas gekonnter absolvieren.

Dass die Lenkung eher soft-indirekt als direkt rotiert, passt zum Charakter eines SUV und die höhere Wankanfälligkeit sollte man bei 1,67 Meter Höhe einfach in Kauf nehmen. Damit geht dann auch ein frühes, gutmütiges Untersteuern, also Schieben über die Vorderräder, einher, wenn es an die Grenzen der Haftung geht.

Also bewegt man den Renault Koleos in der Praxis so, wie es am besten zu seinem SUV-Naturell passt.

Gemächlich und entspannt. Geschmeidig rollt der Franzose dann über die Autobahn und stoisch hält er mit seinem hohen Gewicht von 1,8 Tonnen die Spur. Leise säuselt der Motor dank der Akustikverglasung im Hintergrund. Nur bei hohem Tempo meldet sich der Wind lauthals zu Wort. Am Talent des Koleos als Reisewagen ändert das nichts.

Zum Geländewagen taugt der Koleos mit dem in der 177-PS-Variante serienmäßigen 4×4-Antrieb, der im Bedarfsfall nicht nur die Vorderräder, sondern auch die Räder der Hinterachse antreibt. Auf Wunsch geschieht das auch mit einer Kräfteverteilung von 50:50 zwischen den Achsen.

Mit einer Bodenfreiheit von 21 Zentimetern, deren Abstand zum Grund sich nicht mit Geländeprogrammen verändern lässt, sind Geländeritten aber Grenzen gesetzt.

Was das Motorenangebot angeht, herrscht die Wahl, aber keine große Auswahl: Zwei Dieselmotoren, aber kein Benziner stehen im Angebot.

Die Diesel

Der 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel, der im Koleos immer mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe und Frontantrieb liiert ist und wie der stärkere Dieselmotor auch in den SUVs von Nissan zum Einsatz kommt, produziert 130 PS.

Schon früh, bei 1.750 U/min, steht die volle Drehmomentkraft von 320 Nm an den Vorderrädern zur Verfügung. Die Schwächen des schwächeren Diesels sind, auch wenn er 185 km/h läuft, eine Anfahrschwäche und das angesichts des Gewichts mäßige Temperament.

Mit dem 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel, der immer mit dem Allradantrieb und entweder mit dem manuellen Sechsgang-Schaltgetriebe oder der stufenlosen CVT-Automatik kombiniert wird, gewinnt der Koleos an Temperament.

Das Maximaltempo liegt bei 201 Km/h. Er zieht nicht nur mit 380 Nm Drehmoment kraftvoll durch, sondern erledigt den Standardsprint von 0 auf 100 km/h mit dem CVT-Getriebe fast zwei Sekunden flotter: in 9,5 statt 11,4 Sekunden.

Der Verbrauch liegt nach Werksangabe bei 5,8 Liter (Schalter: 5,3 l/100 km). Mit dem kleineren Dieselmotor fließen alle 100 km 4,6 Liter Diesel aus dem 60 Liter großen Tank. In der Praxis ist es, egal welcher Motor gewählt wird, mindestens ein Liter mehr.

Die größte aktive Sicherheit verschafft einem auf glatter Fahrbahn der Allradantrieb, der im 177-PS-Diesel zur Serienausstattung gehört.

Schon in der Basisausstattung Life fährt der Koleos allerhand Sicherheit auf mit dem Notbremsassistenten, dem Front-Kollisionswarner, dem Spurhaltewarner und der Verkehrszeichenerkennung.

Im mittleren Ausstattungslevel Intens kommen neben der im sperrigen SUV empfehlenswerten Rückfahrkamera, die ihr Bild im Intens auf dem großen Touchscreen aufspielt, der Toter-Winkel-Warner, die Voll-LED-Scheinwerfer, der Fernlichtassistent und die Einparkhilfe vorne, hinten sowie an den Seiten hinzu.

Der höchste Ausstattungsgrad, Initiale Paris, liefert vor allem mehr Eleganz und Luxus, jedoch das gleiche Maß an Fahrassistenz. Wer sich daher für die mittlere Ausstattungslinie entscheidet, erhält damit schon das volle Maß an Sicherheit.

Nicht so überzeugend fällt im Koleos die Bremsleistung aus. Im ADAC-Bremstest kam der Renault Koleos nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach unbefriedigenden 39,4 Metern zum Stehen.

Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest allerdings mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis im Koleos stimmt. Der Preis ist im Vergleich zum Schwestermodell Nissan X-Trail zwar höher, aber dafür wird im Koleos mehr Ausstattung geboten.

Schon das Basismodell Life rollt auf 17-Zoll-Leichtmetallrädern und auch die Zwei-Zonen Klimaautomatik, das digitale Tachodisplay und das onlinebasierte Infotainment R-Link 2 mit Navigationssystem und DAB-Radio gehören mit zur Serienausstattung. Allerdings nur in Verbindung mit dem 7 Zoll großen Touchscreen.

Im Intens, der auf 18-Zoll-Rädern rollt, blickt man im Cockpit immer auf den 8,7 Zoll großen Infotainment-Touchscreen, an dem das Smartphone über Apple CarPlay oder Android Auto eingebunden wird. Zusätzlich sind zwei USB-Ladebuchsen und ein AUX-Anschluss in der zweiten Sitzreihe sowie die Rücksitzbank mit Easy-Break-Funktion inklusive.

Im Initiale Paris, der mit 19 Zoll stämmig auf dem Asphalt steht, dreht sich alles um Luxus und den eleganten Auftritt mit verchromten Dekorleisten, der Nappalederpolsterung, dem Bose Surround Soundsystem, der elektrischen Heckklappe mit Fußsensor und den 6-fach elektrisch verstellbaren, beheizbaren und belüftbaren Vordersitzen.

Zusammenfassung

Ein eleganter Auftritt, viel Platz, gute Verarbeitung und die solide japanische Technik bietet Renaults SUV Koleos im französischen Karosseriekleid. Bei der Ausstattung hat er mehr zu bieten als sein japanisches Pendant. Zu seinen Schwächen zählen der zu lange Bremsweg und die schlechte Rundumsicht, zu den Pluspunkten auch die fünf Jahre Garantie, die Renault für den Koleos gibt.

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