Dein Weg zum neuen Auto
Unser englischer Tom Wiltshire testet den MG4 und den brandneuen MG4 Urban – Welcher der beiden MG ist nun der bessere? Welcher lohnt sich mehr für dich? Wir sind beide Fahrzeuge gefahren!
MG brachte den MG4 erstmals 2022 auf den Markt, und nun ist es Zeit für ein Facelift des Modells. Anstatt jedoch die gesamte Modellreihe zu aktualisieren, hat man sich für einen anderen Ansatz entschieden: Die günstigsten Versionen mit dem kleinsten Akku wurden aus dem Programm genommen und durch ein völlig neues Auto ersetzt.
Es heißt MG4 Urban und soll als Einstiegsmodell in die Elektroautos von MG dienen. Noch ist der neue MG4 noch nicht in Deutschland verfügbar, aber im Laufe des Jahres geht er auch hierzulande an den Start. Preislich wird er wohl bei knapp 25.000 € starten und wird sich mit Konkurrenten wie dem BYD Dolphin Surf oder dem Renault 5 messen müssen.
Neben diesen Alternativen gibt es dann natürlich auch noch den konzerneigenen Vergleich: Welcher MG4 ist der bessere?

Um diese Frage zu beantworten hat sich unser englische Kollege Tom Wiltshire hinter das Steuer der beiden Autos geklemmt und hat dabei die Gegend um Chiltern Hills nordwestlich von London unsicher gemacht. Bei den Testfahrten hat Tom direkt gemerkt, dass die beiden MG 4 sich zwar in vielerlei Hinsicht ähneln, aber auch einige entscheidende Unterschiede haben. Welches Modell eher für dich passt, hängt also ganz davon ab was du von deinem Elektroauto erwartest.
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MG4 vs. MG4 Urban: Größe und Alltagstauglichkeit
Tom nennt den MG4 zwar den “großen Bruder”, aber der MG4 Urban ist tatsächlich das größere Auto. Bei gleicher Breite ist er länger und höher und hat damit ein deutlich besseres Platzangebot im Innenraum.

Nicht nur im Kofferraum des MG4 Urban macht sich das bemerkbar, vor allem auf der Rückbank fällt die zusätzliche Kopf- und Beinfreiheit auf. Der MG4 ist jetzt kein unangenehm kleines Auto im Fond, aber der MG4 Urban ist deutlich näher an den geräumigen Innenräumen beim VW ID.3 oder dem BYD Dolphin.

Beim Kofferraum bietet der MG4 ordentliche 363 Liter – aber auch hier hat der MG4 Urban die Nase vorn. Er bietet 479 Liter Stauraum und weitere 98 Liter unter dem Kofferraumboden. Das ist reichlich Platz nicht nur für deine Ladekabel, sondern auch für anderen Kram, den du nicht immer griffbereit brauchst. Falls du regelmäßig mit 3-4 Personen oder mehr Gepäck unterwegs bist, solltest du auf jeden Fall zum MG4 Urban greifen.
MG4 vs. MG4 Urban: Innenraum und Technik
Was die Ausstattung angeht, unterscheiden sich die beiden Fahrzeuge kaum. Tatsächlich sind die meisten Bedienelemente – Lenkrad, Infotainment-Bildschirm und Klimaregelung – bei beiden Modellen identisch. Sie funktionieren recht gut, und die separaten Klimaregelungsknöpfe sind ein wirklich nettes Detail – der MG4 vor der Modellpflege hatte nur Bildschirmsteuerungen, deren Bedienung mühsam war.

Beide Fahrzeuge verfügen über einen neuen 12,8-Zoll-Infotainment-Bildschirm. Aber der MG4 hat ein größeres Kombiinstrument – was jedoch im täglichen Fahrbetrieb keine Rolle spielt – und der MG4 Urban bietet etwas mehr Stauraum im Innenraum mit einem praktischen Fach vor den Getränkehaltern, das sich ideal für Geldbörsen, Hausschlüssel oder andere Kleinigkeiten eignet. Beide bieten Platz für eine Ladeschale für dein Handy, diese ist beim MG4 Urban aber nur in der Top-Ausstattung verfügbar, während sie beim MG4 zur Serienausstattung gehört. Kabellose Integration des Handys über Apple CarPlay oder Android Auto sind bei beiden Modellen serienmäßig.

Der Innenraum des MG4 Urban ist gut verarbeitet, aber einige Materialien wirken recht billig. Der Hauptunterschied zwischen den MG4s liegt in den verwendeten Materialien. Der Urban hat wenig überraschend viel Hartplastik dabei, schließlich ist er auch recht günstig zu haben. Beim Armaturenbrett ist das nicht wirklich ein Problem, aber auf der oberen Hälfte der Türinnenseite stört es dann mehr als du erwartest.
Der MG4 verfügt rundum über weiche Materialien, wobei härtere Kunststoffe nur im unteren Bereich des Innenraums zu finden sind, wo sie zum einen nicht so stark auffallen und zum anderen auch selten berührt, sodass der MG4 sich wie ein viel hochwertigeres Auto anfühlt.
MG4 vs MG4 Urban: Akku, Fahrleistung und Reichweite
Tom konnte sowohl den MG4 als auch den MG4 Urban in der Premium Long Range-Variante, also der mittleren Ausstattungslinie, fahren. Einen vollen Reichweitentest konnte er zwar nicht durchführen, aber in Sachen Verbrauch waren die beide Fahrzeuge sehr effizient.
Der MG4 Urban erreichte etwa 13,8 kWh/100 km und damit eine Reichweite von knapp 386 Kilometer pro Ladung – gar nicht mal schlecht. Der MG4 erreichte etwa 15,93 kWh/100 km, was einer Reichweite von knapp 400 Kilometern entspricht. Allerdings sind diese Angaben mit Vorsicht zu genießen, da sie nur auf dem Bordcomputer basieren und noch nicht auf einem ausgiebigen Reichweitentest.

Beide Autos waren den Herausforderungen des Stadtverkehrs mehr als nur gewachsen und sie boten auch genügend Power auf Landstraßen. Auf der Autobahn zeigte der MG4 Urban allerdings Schwäche. Um auf knapp 110 km/h zu kommen, musste man das Gaspedal schon ordentlich durchdrücken. Der MG4 hatte deutlich weniger Probleme und fuhr sich bei höheren Geschwindigkeiten entspannter.
Wenn die reine Leistung für dich im Fokus steht, solltest du zum MG4 XPower greifen, zwar ist Tom ihn dieses Mal nicht gefahren, aber zuvor hat er bereits gute Erfahrung mit dem Performance-Modell gemacht. Mit extrem guter Beschleunigung schießt er über die Straßen, aber Komfort findest du bei ihm nicht, da weder Bremsen noch Federung im gleichen Ausmaß wie die Motoren verbessert wurden. Die Version mit Hinterradantrieb macht in Kurven tatsächlich mehr Spaß als der Allradantrieb XPower.
MG4 vs. MG4 Urban: Fahreigenschaften
Zwischen den zwei Fahrzeugen gibt es einen Hauptunterschied und das ist die Antriebsart. Der MG4 Urban wird über die Fronträder angetrieben, während der MG4 mit Hinterradantrieb kommt.

Im Urban sitzt man höher als im MG4, wodurch die eine bessere Sicht auf die Stadt bekommst. Außerdem ist er auch komfortabler bei unebenen Straßen, aber dafür ist Dynamik und Stabilität in den Kurven sind eher Schwächen des MG4 Urban.
Dafür trumpft der MG4 auf Kurven umso mehr auf dank seines Hinterradantriebs. So drückt er dich ordentlich aus der Kurve anstatt sich mühselig hindurchzuschleppen. Zusammen mit einer angenehm agilen Lenkung hat das Fahren Tom deutlich mehr Spaß gemacht als in einem vergleichbaren VW ID.3 oder sogar einem Renault 5 E-Tech.
Auch auf Autobahnfahrten ist der MG4 ist die bessere Wahl. Ganz wie der Name “Urban” es schon verrät, fühlt sich der MG4 Urban hauptsächlich in der Stadt zuhause.
Auf der Autobahn fühlt er sich etwas untermotorisiert an und wird leichter von Seitenwind und vorbeifahrenden Lkw beeinflusst.
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Problematisch ist das Fahrverhalten des MG4 Urban nicht, aber Spaß macht er auf der Straße auch nicht wirklich.
Beide Autos sind mit MG Pilot ausgestattet, wie MG seine Reihe von Fahrerassistenztechnologien nennt. Nach den Fahrten war Tom zwar vom adaptiven Tempomaten überzeugt, aber Spurhalte- Fahrerüberwachungs- und Geschwindigkeitsbegrenzungswarnungen haben ihn beim Fahren permanent genervt. Zumindest ließen sich diese bei MG schnell ausschalten über ein Fahrprofil, das schnell über den Touchscreen zugänglich war.
MG4 vs. MG4 Urban: Welches Modell solltest du kaufen?
Trotz des fast identischen Namens unterscheiden sich MG4 und MG4 Urban mehr als du denkst. Der MG4 Urban ist ein fantastisches Auto, wenn du keine große Reichweite brauchst und Wert auf Platz und Alltagstauglichkeit legst. Für ein Stadtauto ist er ideal und bietet viel Platz im Innenraum

Der MG4 hingegen fährt sich auf der Autobahn und auf kurvigen Straßen viel besser und hat auch eine deutlich größere Reichweite.
Der MG4 ist zwar teurer, aber zwischen dem Topmodell des MG4 Urban und dem Einstiegsmodell des MG4 gibt es kaum Unterschiede. Für Tom ist damit klar, dass er sich jedes Mal für einen normalen MG4 entscheiden würde. Der MG4 Urban ist jedoch eine gute Wahl, falls du auf das Budget achten musst, da er locker mit dem Preis-Leistungsverhältnis eines Citroen e-C3 mithalten kann, aber dabei deutlich solider wirkt.
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Originalartikel von: Tom Wiltshire
Übersetzt und angepasst von: Patrik Chen