Mercedes GLB im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Mercedes GLB werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Wem der Mercedes GLA zu kompakt und der GLC zu groß ist, sitzt im GLB goldrichtig. Der Mercedes GLB ist in puncto Außenmaße zwischen Kompakt- und Mittelklassewagen zu verordnen. In der Praxis liegt der GLB näher am GLC.
Und der Preis ist nicht niedrig! Dieser kann sich, wenn man alles auswählt, was einen GLB angenehm, bequem und sicher macht, auf so luftigen Höhen bewegen, dass für manchen Familienpapa die Luft dünn wird.

  • Mit AMG-Motor sehr schnell
  • Geräumiger Kofferraum
  • Das Infotainmentsystem reagiert auf Sprachsteuerung
  • Im 7-Sitzer wird’s hinten eng

Technik im Innenraum

Das MBUX-Bediensystem mit zwei 7,0 Zoll oder 10,25 Zoll großen Displays unter einer durchgehenden Glasscheibe kann man als Analogmensch kritisieren, weil es mit seinen zahlreichen Bedienwegen über den Monitor, die Sensoren am Lenkrad und am Touchpad sowie seiner Komplexität vom Verkehr ablenken kann. Das Head-up-Display und die Sprachsteuerung muss man aber loben. 

Das voll variable, farbige Head-up-Display, das als vollwertige Lösung mit Frontscheibenprojektion daherkommt, zählt zurzeit wohl zu den besten Systemen auf dem Markt. Die Kommunikation über die Sprachsteuerung nach dem kurzen Ruf „Hey Mercedes!“ oder „Mercedes!“ läuft überraschend gut und das System arbeitet ausgesprochen flott, egal, ob man ein Ziel eingibt, eine Restaurantsuche startet oder das Wetter abfragt.

Maximale Sicherheit hat ihren Preis, denn in der Zahl der möglichen Assistenzsysteme unterscheidet sich ein GLB kaum noch von Daimlers Oberklasse. Das Mercedes-SUV fährt auf Wunsch teilautonom, sondiert den Verkehrsweg bereits in 0,5 Kilometern Entfernung, passt die Geschwindigkeit vor Kreiseln automatisch an und bremst mit dem Spurhalteassistenten manchmal plötzlich so rabiat ab, dass es einen zum weniger schlampigen Fahren erzieht.

Bequemer Innenraum

Auch in erster Reihe sitzt der große Mensch auf dem Fahrersitz, der reichlich Seitenhalt und gute Unterstützung im Rücken bietet, sehr bequem und staunt in leicht erhöhter Sitzposition über die gute Rundumsicht und die Modernität des Cockpits aus zwei Bildschirmen. Hier werden die Fahrdaten und Multimedia auf einem durchgehenden Display angezeigt. Dieses lässt sich fast beliebig konfigurieren.

Entweder steht mehr Platz vor den Beinen oder im Kofferraum zur Verfügung. Bereits die vorderste Position der Sitzbank genügt den meisten Erwachsenen für bequemes Sitzen. In der hintersten sitzen auch sehr langbeinige bequem, die im luftigen Benz auch bei 1,90 Meter Größe nicht mit der Kopffreiheit hadern.

Und die optionale Siebensitzigkeit? Die dritte Sitzreihe im Fond bilden zwei Klappsitze, auf denen man nicht größer als knappe 1,70 Meter sein sollte. Aber dann wird es eng, denn der GLB hat mit 4,63 Meter Länge nur eine Statur für eine knappe Siebensitzigkeit. Für mehr Platz ganz hinten müsste er wie ein Mercedes GLE oder GLS dreißig, vierzig Zentimeter länger ausfallen. Aber als zusätzliche Mitfahrgelegenheit für die Freunde der Kinder machen die zwei Zusatzsitze, die etwa 1.300 Euro kosten, im Mercedes GLB durchaus Sinn. Der umklappbare Beifahrersitz und die verschiebbare Rückbank ebenso. Praktisch: auch auf der zweiten Rückbank befinden sich Isofix-Vorrichtungen. Hinten können also auch die ganz kleinen Platz nehmen.

Komfortabler Kofferraum?

Der lange Radstand von 2,83 Metern und die um 14 Zentimeter verschiebbare Rückbank, die im Verhältnis ein Drittel zu zwei Drittel verschiebbar ist, sorgen für Platz und Variabilität im Fahrzeughinterteil. 

Am Fahrzeugende des 5-Sitzer-Modells steht ein ordentliches Kofferraumvolumen von 570 Litern zur Verfügung. Ein BMW X1 bietet mit 505 Litern weniger, ein VW Tiguan mit 615 Litern mehr. Die im Verhältnis 40:20:40 geteilte und in 8-Neigungsstufen verstellbare Rückbanklehne lässt sich ruckzuck durch Ziehen an den Schlaufen links und rechts flachlegen und bildet eine im hinteren Teil leicht ansteigende Ladefläche, auf der man dann einiges mehr unterbekommt.

Der 7-Sitzer hat hier zwar etwas weniger Volumen zu bieten, vor allem wenn die zweite Rückbank steht, doch umgeklappt bekommt man fast so viel unter wie im 5-Sitzer.

Mit umgeklappten Sitzen wird dieses Volumen sogar auf 1.805 Liter erweitert. Da passt viel rein.

Das kann die Offroad-Variante

Bevorzugt wird die Offroad-Variante des GLB. Dann kommt der Wagen mit einem der folgenden Allradantriebe: 200d 4MATIC, GLB 220d 4MATIC, GLB 250 4MATIC und AMG GLB 35 4MATIC. Die AMG-Variante hat dann sogar 306 PS. Das optionale Offroad-Paket mit zusätzlichen Offroad-Fahrprogrammen ergänzt die Geländegängigkeit des GLB, die sich aus dem Allradantrieb und den kurzen Karosserieüberhängen ergibt. Hinzu kommen Features wie das Offroad-Licht mit breiterer Lichtverteilung und der Bergabfahrassistent. Die Bergabfahrhilfe Downhill-Speed-Regulation (DSR) hält die Abfahrgeschwindigkeit bei einer vorbestimmten Größe zwischen 2 und 18 km/h.

Praktisch: Der Fahrer kann die Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse per Knopfdruck wählen. 80:20 (vorn/hinten) oder doch gleichmäßig 50:50?

Den GLB kann man im Gegensatz zum GLC zwar nicht mit der Luftfederung bestellen, welche durch die Karosserieabsenkung die hohe Ladekante des SUVs entschärft. Dafür gibt es den GLB mit der adaptiven Dämpferregelung, die mehr Komfort oder im Sportmodus ein direkteres Handling auf die Straße bringt. Auch die ABS-Regelung wird hier auf unbefestigte Straßenverhältnisse optimiert.

Motoren

Im GLB kommt das bekannte A-Team an Motoren aus der A-Klasse in Kombination mit der 7- oder 8-Gang-Automatik, zwei oder vier angetriebenen Rädern, feinfühliger Lenkung und komfortbetonter Federung zum Einsatz. Sein Fahrwerk macht das Fahrverhalten ausgewogen und sicher. Motoren mit 163 bis 306 PS stehen zur Wahl.

Die Benziner

Der Einstiegsmotor, ein in Kooperation mit Renault entwickelter 1,3-Liter-Vierzylinderturbo, leistet 136 PS. Der GLB 200 macht 163 PS und 250 statt 200 Newtonmeter Drehmoment. Der 224 PS leistende 2,0-Liter-Vierzylinder im GLB 250 ist mit mehr Hubraum und kraftvollerem Durchzugsvermögen von 350 Nm dem Einstiegsmotor bei den Fahrleistungen klar überlegen.

Das trifft noch deutlicher auf die gleiche Motorbasis im AMG GLB 35 4MATIC mit 306 PS Leistung und 400 Nm Drehmoment zu. Und der Verbrauch? Aus den von Daimler im Datenblatt angegebenen sechs, sieben Litern Super werden in der Praxis auch mal zehn Liter, was ein anderes und sparsameres Verbrennungsprinzip im schweren GLB empfehlenswert macht: den Diesel unter der Haube.

Die Diesel

Die Vierzylinderdiesel unter der Motorhaube des GLB verfügen immer über 2,0 Liter Hubraum, gut Drehmoment und auch bei flotter Gangart gerät der Verbrauch nicht aus den Fugen.

Der 180 d produziert 260 Nm Drehmoment und 116 PS. In der Praxis kann der Verbrauch bei fünf, sechs Litern Diesel liegen, die alle 100 Kilometer aus dem 52 Liter großen Tank abfließen. Die ebenfalls mit der 8-Gang-Automatik kombinierten Modelle GLB 200d 4MATIC und GLB 220d 4MATIC sorgen mit 150 PS und 320 Nm sowie 190 PS und 400 Nm für noch lebendigere Fahrleistungen und besseren Durchzug bei etwa gleicher Reichweite mit einer Tankfüllung (Tankvolumen mit 4MATIC: 60 Liter).

Der gesittete, aber sein Antriebsprinzip bei höheren Drehzahlen nicht verleugnende GLB 220d 4MATIC verbrauchte im Test durchschnittlich 6,8 Liter/100km deutlich weniger als ein GLB mit Benzinmotor. Das macht ihn für Vielfahrer besonders interessant.

Fazit

SUVs sind Trend und Mercedes beliefert mit dem GLB den Trend mit gutem Raumangebot, verschiebbarer Rückbank, modernem Infotainment, reichlich Fahrassistenz und einem Komfort, der einem den Alltag so angenehm macht wie die gute Übersicht. All das spricht für den GLB, dessen Preis – noch ein Kaufanreiz – kaum höher als der des GLA ausfällt. Mit der Option auf mehr Raum und bis zu sieben Sitzplätzen.

Bei carwow.de gibt es den GLB ab 36.900 Euro. Der BMW X1 kostet 32.266, der Audi Q3 liegt bei 34.021 Euro. Wer doch lieber einen größeren 7-Sitzer fahren möchte, bekommt den GLE ab 68.359 oder den GLS ab 85.951 Euro.

9/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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