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Mercedes-Benz EQE im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Mercedes-Benz EQE werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

4,7/5 aus 13.366 Bewertungen

Mit knapp fünf Meter Länge steht der vollelektrische EQE, der sich im Mercedes Modellprogramm neben dem EQA, EQB, EQC und EQS einreiht, in der Tradition der Limousinen E-Klasse und CLS. Wie nahe kommt der EQE vom Auftritt und Fahren dem weit teureren Topmodell EQS?

  • Starker Antritt, hohe Reichweite
  • Das Elektrokonzept schafft Platz
  • Der Kofferraum ist nur Durchschnitt 
  • Auf den Spuren des Flaggschiffs EQS

An die 5,22 Meter des Mercedes EQS, dem in Daimlers elektrischen Modellpalette die Rolle der elektrischen S-Klasse zufällt, reicht der 4,95 Meter lange Mercedes EQE nicht heran, aber die nahe Verwandtschaft zum Topmodell sieht man ihm sogleich an.

Ein EQS in kompakter?

Der Mercedes EQE (interne Modellbezeichnung: V295) setzt, die gleiche EVA-2-Plattform nutzend, auf eine ähnliche Formensprache wie das Topmodell V297. Die durchgehende LED-Lichtleiste an der Front, die ihn vom EQS unterscheidet, fällt nicht gleich ins Auge. In der Seitenansicht sind sich EQE und EQS aber ähnlich.

Die Linie verläuft auch am EQE im Stile eines Coupés von der ersten zur letzten Dachsäule. Am Heck ist die Familienbande ebenso deutlich zu erkennen, auch wenn der EQE mit breiter ausgestellten Kotflügeln etwas sportlicher als der EQS wirkt.

Drei Bildschirme optional 

Nimmt man in der ersten Reihe im EQE Platz, fühlt man sich ebenfalls in den EQS versetzt. Die schon bekannte digitale Cockpitlandschaft beeindruckt. Serienmäßig bilden zwei Bildschirme das Cockpit. Einer sitzt direkt hinter dem Lenkrad und der andere in der Armaturenbrettmitte. Mit dem optionalen „Hyperscreen“, dessen durchgehendes Glaspanel 1,41 Meter in der Breite misst, kommt ein dritter Bildschirm direkt vor dem Sitz links vorne hinzu.

Big brother EQE

Auf dem rechten Platz vorne kann man in Fahrt auf dem Hyperscreen ein Video gucken oder ins Internet abtauchen. Aber nur dort. Sobald die Frau oder der Mann hinter dem Lenkrad versucht, hinüber auf den dritten Bildschirm zu lunzen, stoppt der Film – „Eyetracking“ überwacht Fahrende. Big brother EQE is watching you.

Das MBUX-Infotainment der neuesten Generation ist im EQE auf die speziellen Bedürfnisse eines Elektroautos eingestellt. Die Navigation berücksichtigt mit „elektrischer Intelligenz“ bei der Routenberechnung die Topographie der Strecke, die eigene Fahrweise, Verkehrsbehinderungen und die notwendigen Ladestopps. Die Art der Ladesäule kann vorgewählt werden und das System berechnet auch gleich die voraussichtlichen Ladekosten.

Die Sprachsteuerung lernt wie die Navi mit. Wie gut das funktioniert, bewies das MBUX-Infotainment bereits in der Vergangenheit im Test anderer Mercedes Modelle. Und nun hier. Die Infotainmentsysteme von Daimler gehören wie die von BMW zu den besten auf dem Markt.

Platzversprechen

Man muss heute nicht mehr Fürst sein, um fürstliche Platzverhältnisse genießen zu können. Die Platzverhältnisse profitieren vom Fahrzeuglayout eines Elektroautos, vom Cab-forward-Design, dem langen Radstand von 3,12 Meter und den kurzen Karosserieüberhängen.

Auf den vorderen Sitzplätzen ist der Raumeindruck luftig. Ablagen existieren reichlich. Die Verarbeitungsqualität überzeugt. Der Ein- und Ausstieg gestaltet sich im höheren EQE bequemer als in einer tiefer bauenden Limousine mit Verbrennungsmotor, da das Plus an Höhe durch den im Fahrzeugboden eingebauten Akkupack ganz natürlich zu einer erhöhten Sitzposition im EQE führt.

Der Fakt, dass ein Elektroantrieb und seine Komponenten auch in der Horizontalen weniger Platz benötigen als ein Verbrenner und seine Anbauteile, sorgt speziell im Fondbereich für mehr Platz vor den Kniespitzen. Die satte Breite von 1,96 Meter sorgt zudem für mehr Schulterfreiheit auf der Sitzbank, was den Komforteindruck noch steigert.

Panorama im Dach

Eine coupéhafte Dachlinie kann der Kopffreiheit hinten zusetzen. Dem begegnete man bei Mercedes mit einem Kniff. Das Panoramadach wurde im EQE weiter in Richtung Heck bis über die Köpfe der hinteren Mitfahrenden gezogen. Dadurch genießt man auf der Rückbank neben dem himmlischen Ausblick auch etwas mehr Kopffreiheit als unter einem konventionell eingebautem Glasdach.

Endlich Kofferraum

Aus dem Einbauort des Panoramadachs ergibt sich, dass der Kofferraumdeckel nicht mehr wie im EQS oberhalb der Heckscheibe, sondern unterhalb eingebaut ist. Das verschafft dem EQE ein klassisches Limousinenheck, was ihn vom Topmodell EQS mit Fließheckklappe unterscheidet.

Dem Kofferraumvolumen war es nicht förderlich. 430 Liter sind ein leicht unterdurchschnittliches Volumen in der oberen Mittelklasse – mehr dazu samt einem Kofferraumvergleich der Mercedes Limousinen in den technischen Daten.

Und im Vergleich zu einem SUV mit Elektromotor vermisst man etwas. Den Raum des „Frunk“, des zweiten Staufachs vorne unter der Fronthaube, okkupiert der für reine Luft sorgende Hepa-Filter. Die Ladekabel, die sonst im Frunk ordentlich verstaut werden können, landen damit im Gepäckraum, und damit vielleicht – ausladen um zu laden – hinter dem Gepäck bei voll gepacktem Laderaum.

Kürzerer Akku, kürzere Reichweite

Geht es ans Strom laden, ist der EQE schnell geladen. Wenn man eine Ladesäule findet, die mit 170 kWh laden kann und diese in Form ist. Dann zieht sich der EQE in nur 15 Minuten 250 Kilometer Reichweite in den Akkupack. In 32 Minuten ist er wieder zu 80 % geladen, wenn der Akkupack zuvor zu 10 % befüllt war. Das ist flott, lässt sich aber zumeist nur an den teuren CCS-Ladesäulen an der Autobahn realisieren.

An einer Ladesäule oder Wallbox mit 11 oder 22 kW dauert das Laden mit 8,25 und 4,25 Stunden länger. Praktisch: Mit „Plug & Charge“ kann der EQE ohne Identifizierung durch eine Ladekarte oder Smartphone-App geladen werden, wenn die Ladesäule diese Möglichkeit bereit hält.

Die Reichweite des Mercedes EQE ist im Vergleich zum Mercedes EQS kürzer, weil der Akku kürzer ist. So einfach ist das zu erklären. Der EQE ist um 27 Zentimeter kürzer als der EQS, wo der Platz nicht nur für einen 90-kWh-Akku, sondern auch für einen 108-kWh-Akkupack reicht.

Deshalb kann ein EQE 350+ mit einer Akkuladung nicht die 782 Kilometer Reichweite eines EQS 350 erreichen. Mit einem im WLTP-Zyklus ermittelten Werksverbrauch von 15,9 bis 18,7 kWh/100 km geht es im EQE 350+ maximal 654 Kilometer weit. In der Praxis werden es um die 500 Kilometer sein.

Welcher Motor?

Im Basismodell EQE 350+ sorgt ein kräftiger Elektromotor für den Vortrieb, der seine Kraft über die Hinterräder auf die Straße überträgt. Er versendet 565 Newtonmeter Drehmoment und 292 PS Leistung an die Pneus. Und schon mit ihm gelingt die für Elektrische so typische starke Anfangs- und Zwischenbeschleunigung.

Und auch wenn schnell gefahren wird, baut der Elektromotor im EQE 350+ nicht so schnell ab wie so mancher E-Motor im E-SUV. Mit 210 km/h Höchstgeschwindigkeit ist man so flott unterwegs wie im Jaguar I-Pace und flotter als in einem VW ID.4 oder Audi Q4 e-tron. In denen wird schon bei 160 oder 180 km/h elektronisch abgeregelt.

Die Modellvariante EQE 43 4MATIC bietet mit dem serienmäßigen Allradantrieb 4MATIC auf verschneiten und nassen Straßen Vorteile und mobilisiert mit zwei Elektromotoren ein noch bulligeres Drehmoment. 858 Nm und 476 PS machen Druck, wenn in 4,2 statt 6,4 Sekunden (350+) auf Tempo 100 beschleunigt wird. Da haben die meisten Sportwagen das Nachsehen.

Preis: hoch bis sehr hoch

Diese Potenz hat allerdings wie die kommenden AMG-Varianten ihren Preis. Für einen EQE 43 4MATIC berechnet Mercedes weit mehr als für das Basismodell EQE 350+. Der EQE 350+ startet mit guter Ausstattung zu einem Preis von 70.627 Euro. Für den EQE 43 4MATIC sind mit 103.827 Euro rund 33.000 Euro mehr anzulegen.

Typisch Mercedes: Noch mehr geht immer. Für den EQE hält Mercedes viele reizvolle Extras wie die Luftfederung, das atmosphärische Energizing Paket oder die Hinterachslenkung bereit. Die ist eine Empfehlung wert, weil sie den EQE deutlich handlicher macht (weitere Details hierzu: in den technischen Daten).

Viel EQS im EQE

Die fehlenden Zentimeter machen den Mercedes EQE handlicher als den EQS, ohne dass man sich über das Raumangebot beklagen kann. Und schon der Einstiegsmotor ist eine Empfehlung wert. Mit dem spart man gegenüber einem gleich starken EQS zudem noch 27.000 Euro – Noch so ein guter Kaufgrund, der für den EQE spricht.

7/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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