Mazda CX-30 Test

Kompakter SUV in sportlichem Dress

9/10
Wow-Wertung
Unsere Auto-Experten vergeben diese Wertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.
  • Harmonisches Konzept
  • Agiles Handling
  • Super Serienausstattung
  • Durchzugsschwacher Einstiegsmotor
  • Durchschnittliches Kofferraumvolumen
  • Keine verschiebbare Rückbank

24.790 € - 33.490 € Preisklasse

5 Sitze

4,6 - 5,6 l/100km

Test

Platz ist immer in der Nische und im Modellprogramm. Der neue Mazda CX-30 platziert sich mit 4,40 Meter in der Lücke zwischen Mazda CX-3 und CX-5 und fällt etwas länger als ein VW T-Roc und Skoda Kamiq aus. Damit landet der CX-30, ziemlich attraktiv, im boomenden Markt der Kompakt-SUVs.

„SUV“ ist nicht ganz korrekt formuliert, denn der neue Mazda CX-30 tritt als CUV auf den Markt. „CUV“ wie „Crossover Utility Vehicle“. Konkret bedeutet das, man sollte mit dem CX-30 nicht wirklich im Gelände fahren, aber es sieht so aus, als ob es ginge mit den schwarzen Kunststoffplanken an den Schwellern und Radkästen. Trotz optionalem Allradantrieb ist die Bestimmung des CX-30 ganz klar die Straße, auf der er mit seinem gelungenen Fahrwerk und direkten Handling betört.

Der neue Mazda CX-30 steht im Designstil der Marke sportiv, elegant und proper auf der Straße. Etwas kürzer als der 4,46 Meter lange Mazda 3 geht das Format auch gut im Innen- und Kofferraum auf.

Vier kommen gut, fünf enger unter. In der ersten Reihe sitzt man in leicht erhöhter Sitzposition bequem und auch auf der Rückbank geht das Sitzen in Fragen der Kopf-, Schulter- und Beinfreiheit in Ordnung. Im Kofferraum kommen 430 Liter unter. Das geht in Ordnung, auch wenn in der 4,40-Meter-Klasse über 500 Liter möglich sind (Beispiel Skoda Karoq: 4,38 Meter, 521 Liter).

Superpraktisch und vielseitig ist der Mazda CX-30 auch sonst in der Raumnutzung nicht veranlagt. Geboten wird im Mazda CUV lediglich eine zweigeteilte Rückbanklehne. Wird die flach gelegt, entsteht keine völlig ebene Ladefläche. Im Alltag willkommene Dinge wie eine umklappbare Beifahrersitzlehne oder eine verschiebbare Rückbank stehen nicht im Angebot.

Vielseitigkeit sieht anders, aber oft nicht so schick aus. Das Interieur des CX-30 wirkt aufgeräumt-reduziert und das Cockpit, das vom Mazda 3 stammt, ist auch von der klaren Sorte. Die klassischen Rundinstrumente sind einwandfrei ablesbar. Die Bedienung erfolgt flott und einfach über wenige Tasten und den Dreh-Drück-Controller auf der Mittelkonsole. An den eingesetzten Materialien erfreut sich der Tastsinn und auch die Verarbeitung wirkt ansprechend.

Die Ausgewogenheit des Konzepts im Innenraum und Fahren wird nur von den Motoren etwas durchbrochen, die im ersten Produktionsjahr, 2019, bis zu 180 PS an die Vorderräder oder an alle Viere senden.

Über die im neuen Mazda CX-30 lieferbaren Triebwerke, die auch mit Automatikgetriebe zu bestellen sind, das frische Infotainment, die moderne Sicherheitsausstattung und die sehr reichhaltige Ausstattung im CX-30 haben wir in dieser ausführlichen Kaufberatung noch einiges mehr zu sagen.

Technische Daten

Abmessungen und Maße
Länge 4,40 Meter
Breite 1,80 Meter
Höhe 1,54 Meter
Kofferraumvolumen 430 bis 1.406 Liter
Türen 5
Leergewicht 1.350 bis 1.395 Kilogramm
Zuladung 594 bis 602 Kilogramm
Zulässiges Gesamtgewicht 1.869 bis 1.914 Kilogramm
Zulässige Anhängelast
ungebremst / gebremst
600 Kilogramm / 1.300 Kilogramm

Für den Vortrieb im Mazda CX-30 sorgen drei Motorisierungen, die entweder mit Schaltgetriebe oder Automatik und mit Frontantrieb oder optionalem Allradantrieb (AWD) antreten.

Die Benziner

Der 2,0-Liter Skyactiv-G Saugmotor entwickelt ein maximales Drehmoment von 213 Newtonmeter und final 122 PS. Wie er das tut, überzeugt nicht ganz, denn er tut es erst spät. Das volle Drehmoment steht erst bei 4.000 Umdrehungen und die volle Leistung erst bei 6.000 Umdrehungen an den Vorderrädern zur Verfügung.

Zwar hängt der nicht sonderlich spritzige Vierzylinder, der mit der Zylinderabschaltung und der Mild Hybrid-Unterstützung Benzin spart, gut am Gas, aber mit einem Turbomotor würde es früher zur Sache gehen. Den von Mazda angegebenen Kraftstoffverbrauch von 5,1 bis 6,0 Liter je 100 km, der wohl auch hier im Alltag ein, zwei Liter höher ausfallen wird, kann man gut akzeptieren.

Noch sparsamer soll der seit Herbst 2019 lieferbare Skyactiv-X Motor sein, der 180 PS leistet und mit einem innovativen Antriebsprinzip arbeitet. Der komplett neu entwickelte 2,0-Liter-Vierzylinder mit Kompressoraufladung ist der erste Serienbenziner, der wie ein Dieselmotor mit Kompressionszündung arbeitet.

Der Skyactiv-X. der seine Leistung gleichmäßig abgibt und bei 3.000 Touren 224 Nm Drehmoment entwickelt, erfüllt wie der 122-PS-Benziner schon heute die ab 2021 geltende Abgasnorm Euro 6d. Und auch im Verbrauch hält sich der so genannte „Diesotto“ mit 4,6 bis 5,6 Liter Super im Werksmittel vornehm zurück.

Der Diesel

Der 116 PS starke Skyactiv-D-Diesel mit 1,8 Liter Hubraum und vier Zylindern produziert mit zumeist dezentem Laufgeräusch mit 270 Nm mehr Drehmoment und Durchzugskraft als der Skyactiv-X und kommt alle 100 Kilometer mit 4,4 bis 5,0 Litern Diesel aus. Zur Kraftübertragung auf die Vorderräder (FWD = Front Wheel Drive) stehen das Schaltgetriebe Skyactiv-MT und die Automatik Skyactiv-Drive (Fahrwerte in der Tabelle in Klammern) zur Wahl.

Wer sich allerdings für die Automatik entscheidet, zahlt nicht nur 2.000 Euro drauf, sondern bringt sich auch um den Schaltspaß am herausragenden, direkten und präzisen 6-Gang-Schaltgetriebe.

Skyactiv-G 2.0 M-Hybrid FWD Skyactiv-G 2.0 M-Hybrid AWD Skyactiv-D 1.8 FWD
Hubraum [ccm] 1.998 1.998 1.759
Leistung [PS] 122 122 116
Getriebe 6-Gang manuell | 6-Gang-Automatik 6-Gang manuell | 6-Gang-Automatik 6-Gang manuell | 6-Gang-Automatik
0-100 km/h [s|
Vmax [km/h]
10,6 (11,2) | 186 11,1 (11,7) | 182 10,8 (12,6) | 183
Kraftstoff Benzin Benzin Diesel

Die Nische, in die der 4,40 Meter lange und 25.000 Euro teure CX-30 im Mazda Programm stößt, liegt in der fast 30-Zentimeter-Lücke zwischen dem Mazda CX-3 (4,27 Meter) und Mazda CX-5 (4,55 Meter) und auch vom Preis zwischen dem kompakteren SUV (ab 18.500 Euro) und dem größeren (ab 27.000 Euro).

Bereits die Einstiegsversion des Mazda CX-30, die auf 16-Zoll-Rädern rollt, verfügt über eine außergewöhnlich umfangreiche Ausstattung mit der Klimaanlage, den höheneinstellbaren Vordersitzen, der höhen- und längeneinstellbaren Lenksäule, dem Drei-Speichen-Sport-Lederlenkrad, dem Lederschaltknauf und den elektrisch einstell-, beheiz- und automatisch anklappbaren Außenspiegeln.

Voll-LED-Scheinwerfer, LED-Rückleuchten und -Blinker sind genauso Serie wie das Coming-Home-Licht, der Licht- und Regensensor, der Fernlichtassistent und für die Benziner mit Automatik der Fahrmodus-Schalter mit den Modi Normal und Sport.

Neben dem Satz Airbags, dem Reifendruck-Kontrollsystem, dem E-Call-Notrufsystem, der Alarmanlage und der Notbrems-Warnblinkautomatik hat bereits das Einstiegsmodell zahlreiche Assistenzsysteme mit an Bord.

Zu denen zählen der Notbremsassistent mit Fußgänger- und Radfahrererkennung, das Pre-Crash Safety System mit aktivem Bremseingriff, der Abstandsregeltempomat (ACC), der aktive Spurhalteassistent mit Lenkunterstützung, der Spurwechselassistent, die Ausparkhilfe, der Berganfahrassistent, die Müdigkeitserkennung und die Verkehrszeichenerkennung.

Und auch bei dem Infotainment vermisst man kaum etwas, denn es beinhaltet einen 8,8-Zoll-Bildschirm, acht Lautsprecher, einen USB-Anschluss, einen Digitalradiotuner (DAB), eine Freisprecheinrichtung, eine Sprachsteuerung, eine Bluetooth-Schnittstelle und Lenkradbedientasten. Das Smartphone wird über Apple CarPlay oder Android Auto eingebunden. Und auch ein Head-up-Display und ein 3D-Navigationssystem gehören im Einstiegsmodell schon zur Serienausstattung.

Mazda CX-30 Selection

Was soll da noch kommen, wenn bei Mazda schon das Einstiegsmodell so reich ausgestattet ist wie bei einem deutschen Premiumhersteller das Topmodell? Der Mazda CX-30 Selection, der 18-Zoll-Räder montiert hat, verfügt zusätzlich noch über eine 2-Zonen-Klimaautomatik, eine Sitzheizung vorne, eine Lenkradheizung, ein schlüsselloses Zugangssystem und eine elektrische Heckklappe.

Die Scheibenwischer werden im Winter beheizt, die Innen- und Außenspiegel blenden automatisch ab und die vorderen Parksensoren und die Rückfahrkamera sorgen für fast maximale Gewissheit beim Ein- und Ausparken.

Mit den Ausstattungspaketen stehen attraktive Extras wie die Lederausstattung, das 360-Grad-Rundumsichtsystem und die Ausparkhilfe mit Notbremsassistent für den hinteren Querverkehr im Angebot.

Zusammenfassung

Das Angebot von Mazda überzeugt. Das Segment der Kompakt-SUVs boomt und der neue Mazda CX-30 ist ein gutes Beispiel dafür, warum das so ist. Der CX-30, auf den Mazda drei Jahre Garantie gibt, vereint vieles von dem, was man sich in diesem Typ von Fahrzeug wünscht.

Gute Platzverhältnisse in Kombination mit einer leicht erhöhten Sitzposition in noch parkfreundlicher Dimension, ein fahraktives Fahrwerk, eine präzise Lenkung in Verbindung mit wenig Gewicht und ansprechendem Komfort und dazu noch eine äußerst umfangreiche Serienausstattung, die schon im Basismodell kaum noch etwas zu wünschen übrig lässt.

Wunschlos glücklich? Ein richtig überzeugender Einstiegsbenziner, vielleicht mit Turbounterstützung, wäre ein berechtigter Wunsch.

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