Ford Kuga im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Ford Kuga werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Der Ford Kuga gehört zu den erfolgreichsten SUVs und konkurriert mit Modellen wie dem VW Tiguan. Die 2019 präsentierte dritte Generation des SUVs verfügt über zahlreiche Qualitäten. Nach dem ersten Eindruck sprechen nicht nur die erhöhte Sitzposition, der bequeme Einstieg und der geräumige Innen- und Kofferraum für den Kuga.

  • Großes und variables Platzangebot
  • Hoher Komfort, aber geringer Seitenhalt der Sitze
  • Gelungenes Fahrwerk
  • Attraktives Design mit eingeschränkter Sicht nach hinten

Außen hat die dritte Generation vor allem der Front des SUV gut getan. Mit dem großen Kühlergrill und einer neuen Frontschürze tritt der Kuga nun moderner und souveräner auf. Auch innen kann der SUV überzeugen.

Platzverhältnisse: Angenehm variabel

Die Kombination von 2,72 Meter Radstand und kurzen Karosserieüberhängen sorgt für großzügige Platzverhältnisse. Besonders im Fond, wo man auch als Erwachsener zu zweit in bequem aufrechter Sitzposition auf den äußeren Plätzen genug Raum um die Knie vorfindet. Ein riesiger Vorteil besteht dort mit der serienmäßig verschiebbaren Rückbank, die obendrein für Variabilität beim ohnehin guten Platzangebot sorgt.

Vorne wird das Mehr an Breite spürbar, das der Kuga mit seinen Außenabmessungen von 1,88 Metern gegenüber konkurrierenden Modellen mitbringt. Gediegen breit sind dabei auch die Sitze gestaltet, deren Seitenhalt allerdings ausbaufähig ist, weshalb Fahrende eher zur entspannten Gangart greifen sollten statt zu dynamischen Fahrmanövern und schnellen Kurven.

Ordentlich Volumen passt auf die erhöhte Laderampe: 475 bis 645 Liter je nach Position der Rückbank und bis zu 1.534 Liter, wenn die Rückbank in die dann völlig plane Ebene geklappt wurde. Lediglich die Übersicht könnte vorne um die Dachsäulen und im Heckbereich besser sein. Die Lösung dafür heißt Rückfahrkamera.

Eine neue Identität

Ford selbst bezeichnet den Kuga in der dritten Generation als Crossover. Während die Bezeichnung vermehrt Anwendung bei sehr kleinen SUVs oder solchen mit schräg abfallender und coupéartiger Dachlinie findet, geht sie bei Ford jedoch auf die ursprüngliche Verwendung mit Bezug auf amerikanische Modelle zurück. Dabei werden SUV-Modelle, die auf einer PKW-Plattform anstelle eines Nutzfahrzeug-Chassis basieren, als Crossover oder Crossover-SUV bezeichnet.

Damit gehen häufig ein stärkerer Fokus auf Komfort und Ausstattung sowie gleichzeitig eingeschränkte Offroadqualitäten einher. Festzuhalten bleibt, dass der Kuga einen Wandel in sein neues und modernes SUV-Dasein vollzogen hat, während das vorangegangene Modell zumindest optisch noch deutlich stärker die Rohheit und pragmatische Auslegung eines Geländewagens vermittelte.

Unverkennbar ist die Verwandtschaft zum kleineren Geschwistermodell, dem Ford Puma. Beide prägt eine Neugestaltung des nun tief liegenden und großen Kühlergrills mit wabenähnlicher Struktur. Deutlich runder sind auch die Frontscheinwerfer geworden, welche sich beim Kuga weit in die Kotflügel hineinziehen, ohne dabei in der Höhe über die Linie der Motorhaube hinaus zu stehen, wie es beim Ford Puma der Fall ist. Wenig überraschend beim Anblick der Frontpartie sind häufig angestellte Vergleiche zum Porsche Cayenne.

Im Heck lassen die horizontale Linie der Rückleuchten, die leicht ausgestellten Schultern und die nach unten breit verlaufende Linie den Kuga nun deutlich satter auf der Straße stehen. Im Profil wird die neue Länge des Fords von insgesamt 4,63 Metern sichtbar, die den SUV spürbar in die Länge streckt und ihn eleganter präsentiert.

Etwas Pragmatismus

Schon die Serienausstattung des Ford Kuga kann sich sehen lassen, er bietet zum Einstiegspreis nicht nur Magerausstattung. Beim Basismodell Trend gehören Sportsitze vorne, der Tempomat, der Bordcomputer, die Klimaanlage, elektrische Fensterheber vorne und hinten, das schlüssellose Startsystem und die verstellbare Rücksitzbank zum Lieferumfang.

Damit lassen sich bereits die meisten Alltagsanforderungen bewältigen. Gleichzeitig versprüht der Kuga diesen Pragmatismus aber auch bei den verwendeten Materialien. Leider gehören zu einem Ford eben auch teils günstige Hartplastik-Oberflächen in den Bereichen unterhalb der Knie oder an den hinteren Türverkleidungen, die den ansonsten guten Eindruck ein wenig trüben.

Einen guten Deal liefert das Sondermodell Cool & Connect, denn hier kommen bei vergleichsweise geringem Aufpreis schon die 2-Zonen-Klimaautomatik, Parksensoren hinten und das Navigationssystem SYNC-3 mit dem 8-Zoll-Touchscreen hinzu. Auch hier hat Ford dazu gelernt: Beim Vormodell konnte sich schnell Frust einstellen, wenn man beim Versuch den in das Armaturenbrett eingelassenen Touchscreen zu bedienen, die vorgelagerten Tasten traf. Bei der dritten Generation baut das Infotainmentdisplay nun freistehend auf dem Armaturenbrett auf, wie es auch bei anderen Marken und Modellen mittlerweile üblich ist.

So entschwindet das Armaturenbrett, dessen Linie abseits der Kombiinstrumente abfällt, stärker aus dem Sichtfeld und gibt den Blick durch die große Frontscheibe auf die Straße frei.

Weitere Optionen sind Titanium oder ST-Line, womit es wahlweise etwas moderner mit Ambientebeleuchtung wird oder im Falle der ST-Line noch eine sportliche Optik gibt. Mit zusätzlichem "X" bei den Ausstattungslinien Titanium X oder ST-Line X findet ein 12,3-Zoll großes Instrumentendisplay oder ein Sportfahrwerk Einzug in den Kuga.

Wirklich edel wird es nur im Vignale mit voller Hütte bestehend aus Lederausstattung, Xenon-Scheinwerfern mit Kurvenlicht und einem speziellen Styling-Kit. Doch selbst hier werden findige Beobachtende noch vereinzelt Hartplastik-Verkleidungen entdecken.

Bewährte Diesel

Einmal losgefahren, gefallen besonders die starken Dieselmotoren und das angenehm abgestimmte Fahrwerk. Schon die Motorenauswahl verdeutlicht, dass hier die Selbstzünder im Vordergrund stehen. In Sachen Benzin muss sich die Kundschaft mit dem 1.5 Liter EcoBoost begnügen, für den es immerhin noch zwei Leistungsvarianten mit 120 oder 150 PS gibt. Die Verbrauchswerte des Aggregats entsprechen mit kombinierten 6,6 bis 6,9 Litern pro 100 km insgesamt den Erwartungen. Festgelegt ist man dann allerdings auch beim Getriebe, denn die Benzinvarianten sind nur mit einem manuellen 6-Gang-Getriebe verfügbar.

Mehr Auswahl gibt es unter den Dieseln. Diese leisten 120, 150 oder 190 PS aus 1.5 oder 2.0 Litern Hubraum. Dabei ist der kleine Diesel optional und der Topdiesel serienmäßig mit einer 8-Gang-Automatik ausgestattet. Selbige ist für den 150 PS starken Mild-Hybrid-Diesel leider nicht verfügbar, der unter allen Varianten mit kombinierten 5,0 bis 5,1 Litern nach WLTP-Zyklus am verbrauchsärmsten ist.

Das Schlusslicht in dieser Disziplin bildet der leistungsstärkste Diesel mit Verbrauchswerten zwischen 5,9 und 6,1 Litern, was mitunter dem Allradantrieb geschuldet ist. Wer zwingend einen 4x4 braucht, kommt um den 2.0 Liter Diesel, der als einziger über einen solchen verfügt, nicht herum.

Da das Gewicht im Kuga je nach Motor und Ausstattung zwischen 1,5 und 1,7 Tonnen schwankt, macht ein Dieselmotor Sinn, der nicht nur auf längeren Strecken, sondern auch im Stadtverkehr deutlich weniger verbraucht als ein Benziner und dessen Drehmoment in Alltagssituationen häufig mehr Dynamik verspricht. So richtig sportlich wird es mit dem Kuga ohnehin nie. Der Einstiegsmotor benötigt träge 12,5 Sekunden, um sich aus dem Stand auf 100 km/h zu bringen. Bei der Topmotorisierung sind es immer noch 8,7 Sekunden.

Wandel vollzogen

Insgesamt ist dem Ford Kuga die Verwandlung gelungen, wie wir finden. Nicht nur optisch hat Ford sein SUV von unzeitgemäßer und biederer Geländewagen-Optik befreit hin zu einem modernen Allround-Fahrzeug, das nun schon optisch viel mehr dem tatsächlichen Anforderungsgebiet entspricht. Auch innen hat man sich die Kritikpunkte zu Herzen genommen und sämtliche Bedienelemente überarbeitet.

Wie sehr sich der Ford Kuga an den Wünschen der Kund:innen orientiert, offenbart sich nicht nur in der guten Grundausstattung und der Tatsache, dass die meisten Extras auch in Kombination mit dem Basismodell und den schwächsten Motoren zu bestellen sind, sondern auch im Alltag mit großzügigem Platzangebot, gut gemachtem Fahrwerk und viel Sicherheit.

Geblieben sind die teils günstigen Materialien, die eben auch zum Preiskonzept des Modells gehören. Schließlich bietet der Kuga mit einem Listenpreis ab 26.271 Euro einen günstigen Einstieg in die Welt der Mittelklasse-SUVs.

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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