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Ford Focus Turnier im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Ford Focus Turnier werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Es bleibt dabei, der Ford Focus Turnier setzt den Fokus auf Platz, denn davon hat der Wagen viel. Leider braucht er ihn zugleich aber auch. Mit 29 Zentimetern Zuwachs zur aktuellen Fünftürer-Limousine wird die Fahrt in Großstädten immer unhandlicher. Der Wendekreis bleibt mit 10,7 bis 11,3 Metern immerhin im Rahmen.

  • Rückbank nur 60:40 teilbar
  • 8 Ausstattungsvarianten
  • 29 Zentimeter länger als die Fünftürer-Limousine
  • Keine Hybrid-Variante, nur Diesel oder Benzin

Der Ford Focus Turnier steigt (passend zu seinem Namen) in einen Kampf mit unüberschaubar vielen Konkurrenten. Nahezu jede Automarke hat einen Kombi im Repertoire. Wer sich hier als Gewinner hervortun möchte, muss etwas leisten.

Unverwechselbare Optik

Großer Kühlergrill, spitze Scheinwerfer und eine nach unten gezogene Motorhaube machen das Erscheinungsbild des Ford Focus Turnier bereits seit 2013 aus. Hinzu kommt standardmäßig eine Dachreling.

Hinten ziert der Modellschriftzug den Kofferraum. Die Rückleuchten sind groß und kommen mit abgerundeten Ecken. Ansonsten ist der Wagen von Kanten gezeichnet.

Mit 11 verschiedenen Farbtönen lässt sich der Wagen dem eigenen Geschmack anpassen. 2 knallige Rottöne und 2 auffällige Blautöne machen das Auto zu einem Hingucker.

Ein richtig langer Lurch

Auf den Vordersitzen herrscht ein luftigeres Raumgefühl als im alten Focus Turnier. Das Armaturenbrett fällt im neuen Kombi etwas schmaler aus. Die Überfrachtung mit Schaltern ist im Turnier Geschichte. Im Cockpit mit dem leicht zu den Fahrer:innen geneigten Touchscreen sind viele Knöpfe verschwunden. Es wirkt aufgeräumt sowie freundlicher und hochwertiger mit den weicheren Oberflächen.

Digitale Instrumente hat Ford im Focus auch mit an Bord. So zum Beispiel ein Head-up-Display. Das projizierte Display kann unter anderem Fahrzeuggeschwindigkeit, Benachrichtigungen sowie Daten des Verkehrsschild-Erkennungssystems anzeigen.

Und mit der Online-Navigation, der verbesserten Sprachsteuerung und dem WLAN-Hotspot hat der neue Focus Turnier im Infotainment ordentlich einen drauf gesattelt.

Alle profitieren vom Kombiheck. Sowohl Besitzer:innen des Vormodells als auch Kund:innen, die sich nicht so recht zwischen der Fünftürer-Limousine und dem fünftürigen Kombi entscheiden können, denn in den Dimensionen hat der neue Focus Turnier ganz schön zugelegt.

Um 11 Zentimeter ist das neue Modell in der Länge und um zwei Zentimeter in der Breite gewachsen. Seinen fünftürigen Bruder überragt der Kombi sogar um 29 Zentimeter.

Dies bekommt man im hinteren Fußraum zu spüren. Da auch der Radstand um fünf Zentimeter zugelegt hat, steht hier weit mehr Beinfreiheit zur Verfügung. Kombiniert mit kleinen Tricks wie ausgedünnten Vordersitzen, schmaleren Türinnenpolstern und der flacheren Mittelkonsole sorgt das für eine bequemere Wohlfühlzone im Fond, in der sich auch langbeinige Erwachsene wohlfühlen.

60:40 gibt’s wohl immer noch

Genauso profitiert das Gepäckabteil vom Wachstum. Es fällt mit 541 bis 608 Litern über 200 Liter größer aus als in der Limousine und hat auch sonst mehr zu bieten. Die Ladefläche wird durch die Radhäuser kaum eingeschränkt und ist breiter. Die Ladekante fällt mit 62 bis 66 Zentimetern Höhe weit niedriger und die Ladefläche länger aus. So entsteht ein Gepäckraumvolumen von 1.576 bis 1.653 Litern, wenn die Gepäckraumabdeckung im Unterbodenfach verstaut ist und die Rückbanklehne heruntergeklappt wurde.

Dass die Lehne vom Kofferraum aus nach einem Hebelzug flachgelegt werden kann, ist ein Vorteil. Dass sie es im Verhältnis 60:40 tut, ein kleiner Nachteil, denn mit einer 40:20:40-Teilung würde eine breitere Durchlade in der Bankmitte entstehen. Weitere Nachteilchen: Eine umklappbare Beifahrer:innensitzlehne und eine verschiebbare Rückbank stehen nicht als Option zur Verfügung. Das im Kombi notwendige Gepäckraumnetz ist nicht in der Serienausstattung inbegriffen.

Trotzdem überwiegen die Vorteile gegenüber der Limousine klar: Die Heckklappe öffnet weit nach oben, auf Wunsch auch elektrisch und berührungslos nach einem Fußkick in Richtung der Sensoren auf Höhe des Heckstoßfängers. Für die Ladungssicherung und den Stromanschluss ist mit Verzurrösen, Taschenhaken und der 12-Volt-Steckdose ebenfalls gut vorgesorgt.

Attraktive Ausstattung ab Werk

Das Sicherheitsniveau ist hoch, das sind wir von Ford so gewohnt. Gerade beim Focus Turnier hatte Ford ja auch genügend Zeit, alles auszufeilen. Mittlerweile bietet die Autofirma 8 Ausstattungsvarianten an. Wir versuchen das Wichtigste zusammenzufassen.

Gute Ausstattung ist Trend, also bietet sie schon die Ausstattungslinie Trend mit der serienmäßigen, manuellen Klimaanlage, der Dachreling, dem Lederlenkrad, den beheizbaren Außenspiegeln und dem 4,2-Zoll-Audiosystem mit USB-Port, Lenkradfernbedienung und Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Mit dem serienmäßigen FordPass Connect-Modem wird der Focus Turnier zum WLAN-Hotspot, der mit bis zu zehn mobilen Endgeräten genutzt werden kann. Einen Fahrer:innensitz mit einstellbarer Lendenwirbelstütze können Fahrer:innen für 800 Euro hinzubestellen.

Zur Basissicherheit zählen im Trend neben dem obligatorischen ESP und dem Airbag-Satz das Auffahrwarnsystem mit Fußgänger- und Fahrraderkennung, der Fahrspur- und Fahrspurhalteassistent, der Berganfahr- und Scheinwerferassistent sowie der Geschwindigkeitsbegrenzer.

Mehr Ausstattung geht immer

An Mehrausstattung liefert Cool & Connect die alufarbige statt schwarze Dachreling, den Tempomaten, die Sportsitze, die Nebelscheinwerfer, die elektrisch anklappbaren Außenspiegel, die Parksensoren vorne und hinten sowie das Ford SYNC 3 Infotainment-Navigationssystem mit AppLink und 8-Zoll-Touchscreen.

Der Turnier in der ST-Line unterscheidet sich im Innenraum durch das unten abgeflachte Sportlederlenkrad und die Sportsitze mit roten Nähten, draußen durch 17- statt 16-Zoll-Leichtmetallräder und das Body-Styling-Kit samt Heckdiffusor und Doppelrohr-Auspuffanlage. In Fahrt machen das um einen Zentimeter tiefer gelegte Fahrwerk mit sportiveren Dämpfern und Stabilisatoren den Unterschied.

In den Titanium gehören neben der Zwei-Zonen-Klimaautomatik auch der auf der Beifahrer:innenseite manuell höhenverstellbare Vordersitz mit Lendenwirbelstütze, das schlüssellose Schließ- und Startsystem und die anklappbaren Außenspiegel mit Umfeldbeleuchtung.

Den Active unterscheiden von den anderen Turnier-Modellen die Höherlegung, die Kratzschäden reduzierende Kunststoffbeplankung und der Unterfahrschutz. Mit dem Plus von drei Zentimetern Bodenfreiheit und den zusätzlichen Fahrmodi für unbefestigte Straßen sowie für rutschigen Untergrund kommt man im leichten Gelände weiter. Der Allradantrieb, den VW für den Golf Variant anbietet, fehlt allerdings auch hier.

Die Sicherheit geht vor

Bei der Sicherheit fehlt wenig. Eine breite Auswahl an Fahrassistenten steht im Angebot. Dazu zählen die innovative Falschfahrer:innen-Warnfunktion, der Toter-Winkel-Assistent samt Querverkehrwarner und der adaptive Abstandstempomat (ACC) wie auch die Verkehrszeichenerkennung. Außerdem kommt der Stau-Assistent, der das Fahrzeug automatisch bis zum Stillstand herunterbremst und später wieder selbstständig beschleunigt, dazu.

Und das Infotainment? Das Smartphone lässt sich über Android Auto oder Apple CarPlay einbinden und, wenn dafür geeignet, kabellos laden. Die Bedienung erfolgt über den 6,5 oder 8,0 Zoll großen Touchscreen oder über die Sprachsteuerung, mit der sich Navigation, Audiosystem, Klimaanlage und noch einiges andere steuern lassen.

Wer aufmerksam gelesen hat, wird es bemerkt haben, bis jetzt waren nur 5 Ausstattungen im Gespräch, obwohl wir am Anfang von 8 sprachen. Schuld daran ist das X, das bei den Ausstattungsvarianten Titanium, ST-Line und Active hinzukommen kann. Die X-Features sind bei allen Wagen in etwa gleich. Mit dabei sind unter anderem ein 12,3-Zoll-Infotainmentsystem, 60:40-geteilt umklappbare Rücksitze und eine elektrische Türsicherung für Kinder.

Motoren mit bis zu 182 PS

Und auch bei der Sicherheitsausstattung und den Motoren, die bis zu 182 PS leisten und jetzt teils auch mit einer 8-Gang-Automatik zu bestellen sind, hat der Kölner Mittelklasse-Kombi mehr zu bieten als sein Vorgänger. Agiles Handling und ein fairer Preis bleiben bestehen. Ein weiterer Grund, warum es klug ist, zur Mehrheit zu gehören.

Mild-Hybrid für Sparsamkeit

Die Motorenpalette reicht bei den Benzinern vom lahmen 100-PS-Einstiegsmotor bis zum agilen 1,5-Liter mit 182 PS, der, wie alle Benziner, ein Dreizylinder ist.

Eine gute Wahl stellt der Einliter mit 125 PS dar, der für Dreizylinder-Verhältnisse laufruhig arbeitet und für lediglich 1,0 Liter Hubraum mit 170 Nm Drehmoment dank des Turboladers erstaunlich viel Durchzugskraft bietet. Der 1.0 EcoBoost mit 100 PS erarbeitet sich ebenso 170 Nm, aber die stärkeren Dreizylinder sind trotzdem die flotteren Alternativen.

Der drehfreudige 1.5 EcoBoost sorgt mit 150 oder 182 PS Leistung für noch mehr Lebendigkeit im Ford Kombi. Der stärkere der beiden, der mit einer Zylinderabschaltung bei wenig Belastung als Zweizylinder Kraftstoff spart, beschert dem Focus mit 240 Nm Drehmoment ordentliche Fahrleistungen, ohne dass der Kraftstoffverbrauch dramatisch steigt. Die Verbrauchswerte aller Dreizylinder liegen in der Werksangabe mit 4,4 bis 5,9 Litern/100 km im Rahmen. Im Alltag fällt der Verbrauch an Superbenzin rund zwei Liter höher aus.

Die 125 PS- und 150 PS-Dreizylinder lassen sich statt mit dem 6-Gang-Handschaltgetriebe auch mit der per Drehschalter bedienbaren 8-Gang-Automatik bestellen. Der sparsame Mild-Hybrid-Antrieb kommt wahlweise mit 125 oder 155 PS, allerdings nur mit 6-Gang-Schaltung, also ohne Automatikvariante.

Vorteil des Mild-Hybriden: der Verbrauch ist mit 4,1 bis 4,5 Litern kombiniert attraktiv, der CO2-Ausstoß ist auch etwas geringer als bei den mildhybridfreien Benzinern.

Schneller 150-PS-Diesel

Der Diesel ist die sparsamste Antriebsform im Focus Turnier und beginnt mit 3,6 Litern kombiniert sogar sparsamer als der Mildhybrid. Besonders auf Langstrecken macht sich das bezahlt. Deshalb geben manche Vielfahrer:innen auch heute noch dem Selbstzünder den Vorzug vor einem Benziner.

Zwei Vierzylinder stehen zur Wahl. Der 1,5-Liter-Vierzylinder, der wie alle Dieselmotoren die Abgasnorm Euro 6d-ISC-FCM erfüllt, leistet 95 oder 120 PS und schaufelt in beiden Leistungsstufen bis zu 300 Nm Drehmoment an die Vorderräder.

Mehr Temperament als die hubraumschwächeren Vierzylinder bietet jedoch der Klassiker im Focus Turnier, der 2,0-Liter-Diesel mit 150 PS. Der 2.0 EcoBlue, der 370 Nm mobil macht, harmoniert fein mit der Automatik. Dank guter Dämmung hört man von ihm nicht viel. Und auch am Verbrauch gibt es nichts zu meckern. Er liegt im Schnitt zwischen 4,2 und 4,5 Litern.

Das Fahrerlebnis

Bodenwellen und steile Kurven können dem Ford Focus Turnier nichts anhaben. Das Fahrgefühl ist angenehm, die Bremsen arbeiten zuverlässig. Wer den Active wählt, bekommt bequemere Sitze hinzu und hält so auch längere Fahrten problemlos aus. Mit der ST-Line kommt ein bisschen mehr Sportlichkeit hinzu. Diese Ausstattungsvariante fährt agiler, fühlt sich auf der Autobahn aber fast ein wenig nervös an und innerorts ist sie nicht ganz so komfortabel. Die Federung ist ziemlich hart.

Limousine vs. Kombi

Ein gut gemeinter Ratschlag: Machen Sie es wie die Mehrheit. Bestellen Sie den Focus, wenn Sie mit einem Kombi leben können, nicht als Limousine, sondern mit vier Türen und Heckportal. Der Turnier profitiert wie die Limousine von den neuen Motoren, dem neuen Fahrwerk und der modernen Sicherheitsausstattung, bietet aber mehr Raum im Fond und Kofferraum, ein Plus an Vielseitigkeit sowie Familientauglichkeit. Warum die Limousine bestellen, wenn es für eine kleine Investition mit dem Turnier deutlich mehr Auto fürs Geld gibt? Die Mehrheit hat nicht immer Recht, aber hier liegt sie ganz sicher richtig.

Preislich liegt der Ford Focus Turnier mit seinen 18.255 Euro ein kleines Stück über dem Renault Mégane Grandtour der bei 16.587 Euro liegt. Der SEAT Leon ST ist mit seinen 19.060 Euro dafür etwas teurer.

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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