BMW X1 Plug-in Hybrid im Test

Ihr nächstes Auto soll ein BMW X1 Plug-in Hybrid werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Mit dem BMW X1 Plug-in Hybrid bietet die Münchner Marke einen kompakten SUV mit einem Motorenduo an, das den kantigen X1 zu einem starken Allrounder für Pendelstrecken, lange Reisen oder dichten Stadtverkehr macht. Was zeichnet den X1 Plug-in Hybrid aus?

  • Sehr gutes Infotainment
  • Verschiebbare Rückbank mit gutem Kofferraumvolumen
  • Sportliche Fahrleistungen
  • Nicht als Zugfahrzeug geeignet

Mit dem BMW X1 nimmt sich die bayrische Manufaktur das kleinste der sieben verschiedenen SUV-Modelle vor, um es um einen Elektromotor zu erweitern. Das macht den X1 Plug-in Hybrid besonders als City-SUV attraktiv. Als solcher konkurriert er mit dem KIA Niro Plug-in Hybrid, dem Peugeot 3008 Plug-in Hybrid oder den Premium-Modellen Mercedes Benz GLA Plug-in Hybrid und Volvo XC40 Recharge Plug-in Hybrid.

Platzverhältnisse: Wie viel SUV steckt noch im Hybrid?

Bei Fahrzeugen mit Plug-in Hybrid ist grundsätzlich ein eingeschränktes Platzangebot gegenüber reinen Verbrennern zu beachten. Schließlich bringt der Akku abhängig von seiner Größe und der jeweiligen Einbauart nicht nur mehr Gewicht mit sich, sondern benötigt zusätzlich Platz. Oftmals wird die Batterie unterhalb des Kofferraums verbaut, dessen Ebene dadurch anschließend höher liegt und das Gesamtvolumen des Kofferraums minimiert.

Der BMW X1 Plug-in Hybrid kann hierbei punkten, denn die Abstriche beim Platzangebot fallen im Vergleich zum Benziner oder Diesel gering aus. Mit 450 Litern Kofferraumvolumen steht ein gutes Gepäckvolumen zur Verfügung und nur rund 55 Liter weniger als beim Verbrenner. Damit liegt der X1 auf Augenhöhe mit dem konkurrierenden Volvo (452 Liter) und beide lassen Mercedes GLA Plug-in Hybrid mit nur 385 Litern oder Peugeot 3008 Plug-in Hybrid mit 395 Litern weit hinter sich zurück.

Keine Abstriche machen die Mitfahrenden bei Komfort und Raumangebot. Wie man es vom X1 gewohnt ist, können sie ihre Fühler in alle Richtungen strecken. Hier spielt die kantige Form des BMW mit beinahe horizontaler Dachlinie ihre Vorteile aus und lässt noch reichlich Luft nach oben, was auch Großgewachsenen im Fond ausreichend Platz bietet.

Ein zusätzliches Schmankerl besteht in der Rückbank, die sich um bis zu dreizehn Zentimeter zwischen der vordersten und hintersten Position verschieben lässt. Wer statt Mitfahrenden auf den Rücksitzen häufig den Einkauf oder Gepäck transportiert, verschiebt die Rückbank nach ganz vorn, um vom maximal möglichen Kofferraumvolumen zu profitieren. Mit erwachsenen Personen im Fond bietet die hintere Position noch mehr Beinfreiheit oder im Bedarfsfall mehr Platz, um an dort montierte Kindersitze heran zu kommen.

Mit Ecken und Kanten

Der BMW X1 Plug-in Hybrid macht keinen Hehl aus seiner Abstammung von Geländewagen. Spürbar kantiger als bei der Konkurrenz geht BMW das Design seines kleinsten SUVs an. Geringe Karosserieüberhänge vorn und hinten sowie eine in diesem Segment durchschnittliche Bodenfreiheit von nicht ganz 20 Zentimetern versprechen optisch eine Geländetauglichkeit, welche die meisten Kund:innen selten einlösen werden. Das Hoheitsgebiet des Plug-in Hybriden ist und bleibt die Stadt.

Zum guten Ton der Modellpflege bei BMW gehört in diesen Tagen - und das trifft auch auf den X1 zu - die symbolträchtige Niere aller Modelle zu vergrößern, die am X1 omnipräsent und wie entschlossen schnaufende Nüstern die Optik der Frontpartie prägt. Wenig Engelsgleiches ist den Angel Eyes der Frontscheinwerfer geblieben. Nicht mehr kreisrund, sondern mit Ecken und Kanten gestaltet BMW die LED-Grafik des Tagfahrlichts am neuen X1.

Darunter zieren große seitliche Lufteinlässe die Schürze des SUVs und unterstreichen den sportlichen Ansatz mit schmalen horizontalen Nebelscheinwerfern anstelle der vormals runden Leuchten.

Unterdessen sieht der X1 dem vorangegangenen Modell, für das noch kein Plug-in Hybrid zur Verfügung stand, im Profil und in der Heckansicht zum Verwechseln ähnlich. Nur die neue Grafik der Rückleuchten gibt Betrachtenden einen Anhaltspunkt zum Modelljahr.

Insgesamt verfolgt BMW mit dem X1 Plug-in Hybrid eine robuste Optik, die uns äußerst gut gefällt. Ganz bewusst verzichtet die Marke auch beim Plug-in Hybrid auf allzu futuristische Formen, ausgefallene Designs oder zierliche Rundungen.

Hoher Einstieg auch bei der Ausstattung

Die eigentliche Basisvariante, wie wir sie vom Verbrenner-Modell des BMW X1 kennen, ist für den X1 Plug-in Hybrid nicht verfügbar. Dieser startet in der Ausstattungslinie Advantage. So bringt er eine starke Serienausstattung einerseits, andererseits aber auch einen deutlich höheren Einstiegspreis mit sich.

Aus der Serienausstattung übernimmt der Plug-in Hybrid somit Dinge wie das 6,5-Zoll-Display oder die 17-Zoll-Leichtmetallfelgen. Auch mit an Bord sind Freisprecheinrichtung, ISOFIX-Halterungen für Kindersitze und diverse Assistenzsysteme in Form von Regensensoren oder Auffahrwarnung mit Notbremsassistenz.

Mit Advantage als Standardausstattung des X1 Plug-in Hybrid kommen 2-Zonen-Klimaautomatik, Einparkhilfen hinten sowie eine Geschwindigkeitsregelung mit Bremsfunktion und sogar die automatische Heckklappenbetätigung hinzu.

Viel zu vermissen gibt es daher mit der Ausstattung Advantage nicht im X1. Und falls doch, wird es leider schnell teuer, denn weitere Optionen sind meist nur über einzelne Sonderausstattungen erhältlich und mit hohen Aufpreisen verbunden.

Die verfügbaren Ausstattungslinien bauen allesamt auf der Advantage-Variante auf und bieten vor allem optische Veränderungen. Allen Varianten, namentlich xLine, Sport Line und M Sport, sind LED-Scheinwerfer und -Rückleuchten sowie ein Sport-Lenkrad gemein. Dazu gibt es jeweils eine Dachreling in unterschiedlichen Farben und verschiedene Stoff- oder Leder-Kombinationen der Sitze.

Angenehm fällt die Bedienung im X1 aus. Alle Funktionen sind intuitiv über den aufrecht stehenden Touchscreen mit wenigen Klicks erreichbar und wer möchte, kann das Infotainmentsystem auch mithilfe des Dreh-Druckschalters auf der Mittelkonsole bedienen, während der Arm lässig auf der Armlehne ruht.

Abseits des serienmäßigen 6,5-Zoll-Touchscreens setzt BMW auf klassische Knöpfe und Schalter mit guter Haptik und schafft so ein insgesamt aufgeräumtes Interieur. Wer mehr Bildschirmdiagonale wünscht, kann gegen Aufpreis auf 8,8 Zoll oder bis zu 10,25 Zoll aufstocken.

Hofft man mit dem M Sport die Agilität zusätzlich zu steigern, wird man vom X1 enttäuscht, denn selbst in der Variante M Sport ist kein Sportfahrwerk für den xDrive25e, wie BMW seinen Plug-in Hybrid nennt, verfügbar. So bleibt auch die M Sportlenkung, die beim Verbrenner-Modell zu dieser Ausstattung gehört, dem elektrifizierten SUV verwehrt.

Sportlich trotz drei Zylindern

Zunächst etwas befremdlich beim Blick auf das Datenblatt mag BMWs Entscheidung wirken, beim X1 Plug-in Hybrid auf einen Dreizylinder Benzinmotor mit 125 PS zurück zu greifen. Den fehlenden vierten Zylinder ersetzt sozusagen der Elektromotor, welcher diesen mit 95 PS Leistung durchaus überkompensiert.

Insgesamt erreicht das Gespann in Kombination eine Systemleistung von bis zu 220 PS, womit sich der Dreizylinder im X1 zu einem der stärksten seiner Art schummelt.

Die Leistung des BMW X1 Plug-in Hybrid reicht daher nicht nur aus, um die 1.820 Kilogramm Leergewicht des SUVs in angenehm flotter Art und Weise zu beschleunigen, sondern liefert darüber hinaus Fahrwerte, die sich an Modellen aus dem Bereich der Kompaktsportler messen können.

Mit nur 6,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt der halbelektrische X1 beinahe so schnell wie ein Golf GTI, der diesen Sprint in 6,3 Sekunden bewältigt.

Der Allradantrieb des BMWs trägt zu großen Teilen dazu bei und sorgt beim kräftigen Tritt auf das Gaspedal schon aus dem Stand heraus für reichlich Traktion.

Dass der xDrive-Antriebsstrang beim X1 Plug-in Hybrid zur Serienausstattung gehört, ist ein angenehmer Nebeneffekt der Elektrifizierung. Denn während der Dreizylinder einzig die Vorderachse über das automatische 6-Gang-Steptronic-Getriebe mit Kraft versorgt, wird die Leistung des an der Hinterachse verbauten Elektromotors ausschließlich an die hinteren Räder mittels einstufigem Getriebe geschickt.

Diese Praxis kann man häufig bei Plug-in Hybrid SUVs beobachten, selbstverständlich ist das aber nicht.

Mit einem Kniff ist daher auch ganz BMW-typisch reiner Heckantrieb möglich, in dessen Genuss man beim BMW 1er nicht mehr kommt. Nämlich genau dann, wenn man den X1 Plug-in Hybrid im vollelektrischen Fahrmodus bewegt.

Damit ist es möglich bis zu 52 Kilometer zurück zu legen oder eine Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h zu erreichen, bevor der Verbrennungsmotor wieder hinzugeschaltet oder die 8,82 kWh Batterie geladen werden muss.

Einen Wermutstropfen gibt es dann mit dem Dreizylinder aber doch. Beim Abrufen der Leistung wird man dem Motor zwar keinerlei Handicap anmerken - eher das Gegenteil ist der Fall. Im Stand oder bei leichter Last und geringen Drehzahlen, die von der 6-Gang-Automatik favorisiert werden, offenbart sich jedoch deutlich die unruhige Ader des Dreizylinders, dem die Laufruhe gegenüber Vierzylinder-Motoren spürbar abgeht.

Definitiv nicht geeignet ist der BMW X1 Plug-in Hybrid als Zugfahrzeug für Anhänger oder Wohnwagen. Schwache 750 Kilogramm dürfen beim BMW maximal an die Anhängerkupplung gehängt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Anhänger gebremst oder ungebremst ist. Zum Arbeitstier taugt der X1 so nicht.

Der athletische im Premium-Segment

Zu den günstigen Modellen zählt der BMW X1 Plug-in Hybrid nicht. Daran ändert auch eine hohe Fördersumme von bis zu 6.750 € mithilfe der Innovationsprämie nichts. Der Listenpreis von mindestens 44.500 € für den Kompakt-SUV verdeutlicht, dass man sich hier bereits im Premium-Segment bewegt.

Dort zählt der BMW X1 Plug-in Hybrid allerdings zu den besten seiner Art und ist eine gute Wahl für alle, die eine sportliche Linie verfolgen. Die gibt es beim X1 nicht nur mit dynamischen Fahrleistungen, sondern mit scharfkantiger Optik und in Form von anschmiegsam ausgelegten Sitzen, deren Wangen auch bei anspruchsvoller Fahrweise reichlich Seitenhalt bieten. Gleichzeitig bringt der X1 bei Ausstattung und Komfort beinahe alles mit, was man sich von so einem SUV-Allrounder wünscht.

-/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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