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China‑SUV Omoda 5 trifft auf deutschen Klassiker VW ID.4: Unser Fahrtest zeigt Vor‑ und Nachteile beider Elektro‑Modelle.
Mit dem Omoda 5 bringt ein Fahrzeug aus China frischen Wind ins Elektro‑SUV‑Segment auf dem deutschen Markt: kompakt, vergleichsweise günstig und erstaunlich modern ausgestattet.
Unsere eigene Testfahrt bestätigte den positiven ersten Eindruck: Der Innenraum wirkt hochwertig verarbeitet, Materialien und Bedienung vermitteln ein modernes, durchdachtes Ambiente — in vielen Aspekten muss man sich nicht hinter etablierten Marken verstecken.
Omoda 5 – das neue Familien-SUV aus China?
Technisch liegt der Omoda 5 mit seinem 204‑PS‑Elektromotor (150 kW) und 0–100 km/h in ca. 7,6 Sekunden zwar nicht in sportlicher Spitzenliga, für den Alltag sind diese Werte jedoch absolut ausreichend. Genauso wie die Höchstgeschwindigkeit von 172 km/h. Die kompakten Abmessungen (Länge ca. 4.424 mm, Breite 1.830 mm, Höhe 1.588 mm) machen ihn wendig und alltagstauglich – ideal etwa in der Stadt oder für Pendler.
Was die Reichweite betrifft, soll man etwas über 400 Kilometer weit kommen – je nachdem, ob man sich für die Batterieversion mit 41 kWh oder 61 kWh entscheidet. In unserer Testfahrt konnten wir mit der großen Batterie die angegebene Reichweite bestätigen. Was uns aber nicht begeisterte, war die Ladeleistung von maximal 80 kW – wenn man an einer DC-Schnellladesäule lädt, dann braucht man mindestens 30 Minuten. Das ist für heutige Verhältnisse eher rückständig.

Omoda 5: Stärken im Überblick:
- Günstiger Preis und gutes Preisleistungs-Verhältnis im Segment.
- Hochwertiger Innenraum, gute Materialien und moderne Bedienung.
- Kompakt und wendig – praktisch für Stadt und Alltag.
- Für einen Stromer seiner Klasse ordentlicher Antritt.
Omoda 5 – das sind die Schwächen:
- Das Fahrwerk wirkt etwas straff und büßt bei schnellen Spurwechseln an Komfort ein.
- Rekuperation und Fahrassistenz sind aus unserer Sicht nicht ausgereift: Die Rekuperation ist schwer dosierbar, ein echtes One‑Pedal‑Drive fehlt, und der Spurhalteassistent wirkt unsicher.
- Der Kofferraum fällt mit rund 380 Litern nur durchschnittlich aus — und durch die coupéartige Dachlinie leidet die Kopffreiheit hinten etwas.
- Für Vielfahrer und längere Autobahnstrecken ist der eher eingeschränkte Komfort ein Nachteil.
In Summe hinterlässt der Omoda 5 den Eindruck: „preiswert, solide, modern“ – gerade für Käufer, die ein bezahlbares, schickes Elektro‑SUV suchen und keine Premium‑Ansprüche an Komfort oder Luxus haben.
VW ID.4: Der deutsche Klassiker für Alltag und Familie
Der Volkswagen ID.4 ist seit einiger Zeit eines der beliebtesten Elektro‑SUVs in Deutschland — und das aus guten Gründen. Bei unserer Testfahrt bestätigte sich: Der ID.4 punktet mit ausgeglichener Gesamtperformance, Alltagstauglichkeit und dem Komfort, den man von einem etablierten Hersteller erwartet.

Je nach Variante liegt die Leistung im Bereich von etwa 170 kW bis 210 kW (170–286 PS bzw. bis 340 PS bei Allradversionen), mit entsprechend kräftigem Drehmoment und deutlich souveränem Vortrieb. Die WLTP‑Reichweite bewegt sich je nach Ausstattung zwischen ca. 360 und rund 570 km.
Der Innenraum ist für ein SUV dieser Klasse großzügig bemessen, der Kofferraum mit 543 Litern sehr praktisch – ideal für Alltag, Familie oder längere Fahrten. Auch die Ladeinfrastruktur und Ladezeiten können überzeugen: Bei Schnellladung sind laut Daten bis zu 118–135 kW möglich, was realistische Ladezeiten erlaubt.
VW ID.4 – Vorteile im Alltag:
- Größere Varianten mit kräftigem Motor und guter Beschleunigung v ermitteln ein sicheres, souveränes Fahrgefühl.
- Hohe Reichweite und gute Batteriekapazität (brutto 82 kWh) – geeignet für Pendler, Alltag und längere Strecken.
- Viel Platz im Innenraum und großer Kofferraum – komfortabel für Passagiere und Gepäck.
- Etablierte Marke mit guter Verarbeitungsqualität und zuverlässigem Auftritt.
VW ID.4 – Eventuelle Nachteile:
- Preislich liegt der ID.4 deutlich über einem günstigen Einstiegsmodell, was gerade beim Budget eine Rolle spielt.
- In der Grundausstattung kann der Akku klein und Reichweite entsprechend reduziert sein — für viele Nutzer lohnt sich nur die größere Batterieoption.
Für Käufer:innen, die Wert auf Komfort, Alltagstauglichkeit und ein insgesamt ausgewogenes Gesamtpaket legen — etwa Familien oder Vielnutzer — ist der ID.4 die vernünftigere Wahl.
Omoda 5 und VW ID.4 – Überblick
| Kategorie | Omoda 5 | VW ID.4 |
|---|---|---|
| Preisleistung | gutes Preisleistungsverhältnis | höherpreisig, aber dafür etabliert und komplett |
| Innenraum & Verarbeitung | modern, klar strukturiert, gute Materialien | größer, komfortabler, mehr Ausstattung & Raum |
| Antrieb & Leistung | 204 PS, 0–100 km/h in ca. 7,6 s – reicht für Alltag | je nach Version deutlich stärker, mehr Drehmoment, sattere Performance |
| Reichweite & Batterie | Alltagstauglich, aber Verbrauch & Komfort limitiert |
deutlich bessere Reichweite und Akkukapazität, für längere Strecken geeignet |
| Praxis & Komfort | gut für Stadt & Alltag, limitiert bei Komfort und Assistenz |
ausgewogen und robust für Alltag, Reisen und Familie |
| Alltagstauglichkeit | kompakt, wendig, preisbewusst | geräumig, komfortabel, zuverlässig |
Der Vergleich erinnert fast an ein Klischee: Der Omoda 5 verkörpert den aufstrebenden, preisbewussten „China‑SUV“: flink, modern, preiswert — flexibel und praktisch für Alltag und Stadt. Der VW ID.4 steht für deutsche Alltagstugenden: solid, zuverlässig, komfortabel, mit viel Raum und einem Gesamtpaket, das keine großen Kompromisse verlangt.
Unsere Einschätzung: Wer gewinnt im Duell?
Wenn der Budgetrahmen und der Zweck klar sind — Stadt, Pendeln, Alltag ohne Luxusansprüche — ist der Omoda 5 ein äußerst attraktives Paket. Er bietet ein faires Preis‑Leistungs‑Verhältnis, sieht modern aus und ist für viele Alltagsszenarien völlig ausreichend.

Für alle, die Wert auf Komfort, Flexibilität, Alltag und Wochenend‑Reisen oder längere Strecken legen, ist der VW ID.4 jedoch die logischere Entscheidung. Er vereint den Komfort und Raum eines klassischen SUVs mit der Alltagstauglichkeit eines modernen E‑Fahrzeugs — und das mit der Erfahrung und Zuverlässigkeit eines etablierten Herstellers.
Kurz gesagt: Der Omoda 5 ist ein starker Preis‑Gegner aus China, der viele Ansprüche leise und effizient erfüllt — der VW ID.4 ist der abgerundete, durchdachte Allrounder für alle Lebenslagen.