Social Leasing für E-Autos – So sehen die ersten Pläne für die neue Förderung von E-Autos in Deutschland aus

16. Oktober 2025 von

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Bereits im Wahlkampf vor der letzten Bundestagswahl gab es Überlegungen ein Sozial-Leasing für Elektroautos einzuführen, nun gibt es erste Pläne von Seiten der SPD wie ein solches Leasing in Deutschland umzusetzen sei.

Mit Social Leasing sollen E-Autos zu günstigen Monatsraten and Menschen mit geringem oder mittlerem Einkommen zur Verfügung gestellt werden. Als Vorbild hierbei dient Frankreich, das seit Anfang 2024 ein solches Förderprogramm auf den Weg gebracht hat.

  • Staatliche Förderung für Haushalte mit geringen und mittleren Einkommen
  • SPD fordert Social Leasing neben der Kaufprämie im Rahmen der neuen Förderung 2026
  • Noch keine Beschlüsse gefasst

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Social Leasing zur Förderung schwächerer Haushalte

Der Wechsel hin zur Elektromobilität ist in Deutschland noch immer stockend. Hohe Preise, unklare Strukturen in der Ladeinfrastruktur und auch Vorurteile gegenüber E-Autos bremsen die Absatzzahlen aus. Nachdem die Regierung sich dazu entschlossen hat eine neue Förderung für den Kauf von Elektroautos in die Wege zu leiten, fordert die SPD nun die bis zu 3 Milliarden Euro auch für Social Leasing zu nutzen. Da sich die neue Prämie auf Haushalte mit niedrigen und mittlerem Einkommen konzentrieren soll, wäre das Sozialleasing für die Sozialdemokraten das beste Tool. Dafür bedient sich die Partei an einem Konzept aus Frankreich, bei dem der Staat für Haushalte mit geringem und mittleren Einkommen bis zu 27 % der Leasingkosten bei ausgewählten E-Autos übernimmt.

Social Leasing

Konkret möchte die SPD den Preis von Monatsraten auf E-Autos auf knapp 100 € monatlich drücken für Haushalte mit niedrigen Einkommen. Ähnlich wie in Frankreich, wo Haushalte mit weniger als 15.400 € Einkommen im Jahr sich für das Programm bewerben konnten. Im Gespräch für Deutschland ist eine Grenze von 45.000 € jährlichem Haushaltseinkommen.

Für das Social Leasing spricht laut SPD auch, dass mit mehr Autos im Umlauf langfristig auch der Gebrauchtwagenmarkt entlastet wird, da die Social Leasing-Fahrzeuge entsprechend ihrer Laufzeit und ihren Preisen dann auch der breiten Masse zur Verfügung stehen.

Angedacht ist eine Laufzeit von drei Jahren und finanziert werden soll die Förderung durch Geld aus dem Europäischen Klimasozialfond der EU. Dieser Fond steht den Mitgliedsländern zur Verfügung, um steigende CO2-Preise bei Heizen und Tanken für die Bürger auszugleichen, wie genau bleibt den Ländern überlassen. Für Deutschland stehen bis 2032 5,3 Milliarden Euro zur Verfügung und die SPD würde für das Social Leasing 500 Millionen Euro jährlich aus diesem Anteil entnehmen. Zusätzlich dazu sollen auch Mittel aus der neuen Förderung für den E-Auto-Kauf genutzt werden, die sich bis 2029 auf 3 Milliarden Euro summieren.

Kritik an den Plänen

Nach Bekanntwerden der Pläne regte sich bereits Kritik. So wurde angeführt, dass ein solches Social Leasing nur einer geringen Anzahl von Personen zugute kommen würde. Wenn man mit knapp 10.000 € pro Auto an staatlichen Zuschuss rechnet, würden maximal 300.000 Menschen an dem Programm teilnehmen können. Sozialverbände schlagen stattdessen Alternativen vor wie ein frei verteilbares Mobilitätsbudget oder auch Carsharing-Angebote, von denen mehr Menschen profitieren könnten.

VW ID.3

Andere Politiker würden die Einkommensgrenzen für das Programm etwas weiter nach oben ziehen, damit eine breitere Gesellschaftsschicht von dem Angebot profitieren kann. Eine aktuelle Umfrage auf Carwow zeigte ebenfalls eine deutliche Mehrheit für eine solche Förderung, die sich auch mit Preisen von knapp 150 € monatlich arrangieren könnten und nicht etwas den Raten unter 100 € wie in Frankreich.

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Der zweite Kritikpunkt betrifft vor allem die mangelnde Auswahl von förderfähigen elektrischen Kleinwagen. Das Social Leasing soll schließlich kleine E-Autos unter die Bevölkerung bringen, aber davon gibt es auf dem deutschen Markt einfach nicht viel Auswahl, dies dürfte sich erst im nächsten Jahr ändern, wenn elektrische Kleinwagen wie etwa der VW ID.2 oder der Cupra Raval an den Start gehen sollen.

Noch ist nichts beschlossen

Die nun bekannt gewordenen Pläne sind noch keine beschlossenen Gesetze oder Maßnahmen, schließlich fehlt der SPD auch noch die Zustimmung des Koalitionspartner CDU und CSU. Zwar ist sich die Regierung einig, dass es eine neue Förderung geben soll, aber wie genau diese aussehen wird, ist noch Teil der Diskussion. Nach dem “Autogipfel” am 9. Oktober 2025 hat sich die Regierung auf einen Finanzrahmen von 3 Milliarden Euro bis 2029 geeinigt und nochmals betont, dass man auch eine Förderung für Haushalte mit geringem und mittlerem Einkommen auf den Weg bringen möchte. Wie das Geld genutzt wird und ob Social Leasing tatsächlich in Deutschland eingeführt wird, ist jedoch noch unklar. Sobald es weitere Informationen gibt, halten wir dich auf dem Laufenden.

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