Dein Weg zum neuen Auto
Kein SUV und kein Fünf-Meter-Auto: Unser ID.3 Neo Tourer zeigt, wie ein kompakter Elektro-Kombi von VW aussehen könnte.
Der neue VW ID.3 Neo ist kompakt und vergleichsweise günstig, der ID.7 Tourer groß und deutlich teurer. Dazwischen klafft eine Lücke: ein bezahlbarer Elektro-Kombi für Familien. Wir haben uns angesehen, wie ein ID.3 Neo Tourer aussehen könnte – und was er können müsste.
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VW fehlt genau dieses E-Auto – so könnte ein kompakter ID.3 Neo Tourer aussehen
Volkswagen hat inzwischen für fast jeden Geschmack ein Elektroauto im Angebot. Es gibt den kleinen ID. Polo, den kompakten ID.3 Neo, mehrere elektrische SUVs und mit dem ID.7 Tourer sogar einen ausgewachsenen Elektro-Kombi. Nur eine ziemlich klassische Volkswagen-Idee fehlt bislang: ein kompakter Kombi für Menschen, die viel Platz brauchen, aber weder SUV noch Fünf-Meter-Auto wollen.
In der aktuellen Elektro-Modellpalette von Volkswagen findet sich ein solches Modell nicht. Dabei zeigen gerade die Zahlen, wie groß diese Lücke ist.
Der neue ID.3 Neo ist 4,27 Meter lang und startet bei 33.995 Euro. Der ID.7 Tourer misst dagegen bis zu 4,96 Meter und kostet mindestens 55.305 Euro. Zwischen beiden liegen damit fast 70 Zentimeter Fahrzeuglänge und 21.310 Euro Listenpreis.
Was wäre also, wenn Volkswagen den ID.3 Neo um genau das erweitern würde, was vielen Familien fehlt?
Das Ergebnis könnte ungefähr so aussehen.

Kein SUV, sondern ein klassischer kompakter Tourer
Für unser Rendering haben wir bewusst nicht versucht, aus dem ID.3 Neo einen kleinen ID.7 zu machen. Die Idee ist vielmehr ein klassischer kompakter Tourer: vorne klar als neuer ID.3 Neo erkennbar, dahinter ein verlängertes Dach, mehr Seitenfläche und ein steileres Heck für zusätzlichen Stauraum.
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Die Proportionen sollen dabei kompakt bleiben. Genau darin läge der Reiz. Ein solches Auto müsste nicht annähernd fünf Meter lang werden. Es müsste nur deutlich mehr Gepäck aufnehmen können als der normale ID.3 Neo, ohne beim Parken und im Stadtverkehr die Abmessungen eines großen Reisewagens mitzubringen.
Kurz gesagt: ein elektrischer Familien-Kombi statt des nächsten Elektro-SUV.
Eigentlich eine ziemlich typische VW-Idee
Dass gerade Volkswagen so ein Auto fehlt, ist bemerkenswert. Über Jahrzehnte gehörten kompakte Kombis zu den pragmatischsten Autos der Marke: mehr Platz als das Schrägheck, aber deutlich handlicher als ein großes Familienauto.
Bei den aktuellen Elektroautos ist die Auswahl anders verteilt. Volkswagen bietet unter anderem ID. Polo, ID.3 Neo, ID.4, ID.5 und ID.7 an. Einen elektrischen Tourer gibt es erst in Form des großen ID.7 Tourer.
Genau da würde unser ID.3 Neo Tourer ansetzen.
Er wäre kein Auto für Käufer, die maximale Reichweite, Luxus oder möglichst viel Leistung suchen. Sondern für Menschen, die sagen:
Ich brauche Platz für Kinderwagen, Koffer oder Hund – aber keinen großen SUV.

So groß müsste der ID.3 Neo Tourer sein
Der normale ID.3 Neo misst 4.265 Millimeter. Unser Tourer dürfte etwas länger werden, sollte aber klar unterhalb des fast fünf Meter langen ID.7 Tourer bleiben.
Optisch stellen wir uns deshalb keinen endlos gestreckten Kombi vor. Das Dach läuft hinter der zweiten Sitzreihe länger weiter, das Heck steht relativ steil und der hintere Überhang wächst nur so weit, dass ein deutlich besser nutzbarer Kofferraum entsteht.
Gerade in der Seitenansicht soll der Unterschied sichtbar sein: mehr Auto hinter der Rückbank, aber weiterhin die Grundidee eines kompakten ID.3.
Dachreling und große Heckklappe würden zusätzlich unterstreichen, dass hier Nutzwert wichtiger ist als eine besonders coupéhafte Linie.
Die Technik müsste VW gar nicht neu erfinden
Das Interessante an der Idee: Ein solcher Tourer müsste keinen technischen Rekord aufstellen.
Der aktuelle ID.3 Neo bietet je nach Version bereits bis zu 629 Kilometer WLTP-Reichweite und maximal 183 kW DC-Ladeleistung. Für einen praktischen Familien-Tourer wäre deshalb nicht die Frage entscheidend, ob er noch 50 Kilometer weiter kommt oder fünf Minuten schneller lädt.
Wichtiger wären aus unserer Sicht andere Punkte: mehr Kofferraum, eine gut nutzbare Rückbank, eine niedrige Ladekante und ein Preis, der deutlich unterhalb des ID.7 Tourer bleibt.
Unter 40.000 Euro wäre er besonders interessant
Natürlich existiert unser ID.3 Neo Tourer nicht – entsprechend gibt es auch keinen offiziellen Preis.
Doch seine Positionierung wäre aus unserer Sicht ziemlich eindeutig.
Der ID.3 Neo startet aktuell bei 33.995 Euro, während Volkswagen für den ID.7 Tourer mindestens 55.305 Euro aufruft. Ein kompakter Tourer müsste irgendwo dazwischen landen – idealerweise deutlich näher am ID.3 als am ID.7.
Ein Einstiegspreis von weniger als 40.000 Euro wäre deshalb die entscheidende Zielmarke unseres Wunschautos.
Das ist keine Prognose für ein künftiges VW-Modell, sondern unsere Vorstellung davon, wo ein solcher Elektro-Kombi im Programm Sinn ergeben würde.
Denn gerade der Preis könnte das Auto von einem hübschen Nischenmodell zu einem echten Familienauto machen.

Das Heck muss praktisch sein – nicht spektakulär
Auch hinten haben wir den Tourer bewusst zurückhaltend gestaltet.
Statt eines flach abfallenden Lifestyle-Hecks bekommt unser Entwurf eine relativ aufrechte Heckklappe und ein langes Dach. Das macht den Wagen optisch vielleicht weniger extravagant, könnte dafür aber genau den Raum schaffen, den einem normalen Kompaktwagen im Urlaub oder beim Großeinkauf fehlt.
Die Leuchten orientieren sich an der modernen VW-Formensprache, während die schwarze Fläche unter der Heckscheibe das Heck optisch breiter wirken lässt.
Wichtiger als das Design wäre aber auch hier die Funktion: große Öffnung, niedrige Ladekante, möglichst rechteckiger Kofferraum.
Das klingt nicht besonders aufregend. Und genau deshalb könnte es gut zu Volkswagen passen.
Braucht VW wirklich noch ein weiteres Elektroauto?
Eigentlich nicht. Volkswagen hat bereits eine breite Elektro-Modellpalette vom ID. Polo über mehrere SUVs bis zum ID.7 Tourer. Was aus unserer Sicht fehlt, ist deshalb nicht einfach noch ein ID-Modell, sondern eine andere Art Elektroauto.
Ein kompakter Kombi könnte genau diejenigen abholen, denen der normale ID.3 zu wenig Gepäckraum bietet, ein Elektro-SUV aber zu hoch oder zu schwer erscheint und der ID.7 Tourer schlicht eine Nummer zu groß und zu teuer ist.
Und vielleicht ist genau das momentan die interessantere Frage als die nach dem nächsten Elektro-SUV: Warum gibt es noch keinen bezahlbaren E-Kombi für die klassische Golf-Variant-Zielgruppe?
Unser ID.3 Neo Tourer wäre zumindest eine mögliche Antwort darauf.
Unser Fazit: Diesen ID.3 würden wir gerne sehen
Der ID.3 Neo Tourer auf unseren Bildern ist reine Fantasie. Volkswagen hat dieses Fahrzeug weder angekündigt noch bestätigt. Trotzdem wirkt die Idee erstaunlich naheliegend.
Der aktuelle ID.3 Neo zeigt, dass ein kompaktes Elektroauto inzwischen hohe Reichweiten und schnelles Laden bieten kann. Der ID.7 Tourer beweist wiederum, dass Volkswagen den klassischen Kombi auch elektrisch weiterdenkt.
Was fehlt, ist die Verbindung aus beidem: kompakt, praktisch und bezahlbar. Genau deshalb würden wir einen ID.3 Neo Tourer lieber sehen als den nächsten elektrischen Crossover.
Was meint ihr: Würde ein kompakter Elektro-Kombi von VW in euer Leben passen – oder sind klassische Kombis inzwischen überflüssig?