Dein Weg zum neuen Auto
Warum baut VW keinen elektrischen Sharan? Dieses Konzept zeigt, wie ein geräumiger Familienvan mit Schiebetüren und moderner ID.-Technik aussehen könnte.
Dieses Auto gibt es nicht. Noch nicht. Unsere Renderings zeigen, wie ein neuer Volkswagen Sharan als vollelektrisches Modell aussehen könnte. Der ID. Sharan kombiniert die praktischen Schiebetüren und das großzügige Platzangebot eines klassischen Familienvans mit der modernen Antriebstechnik der ID.-Baureihe.
VW ID. Sharan: Dieser Elektro-Van könnte das perfekte Familienauto werden
Damit würde Volkswagen ausgerechnet ein Fahrzeugkonzept zurückbringen, das viele Hersteller beinahe vollständig aufgegeben haben. Während der Markt mit immer neuen Elektro-SUV gefüllt wird, gibt es für Familien mit mehreren Kindern nur wenige bezahlbare Elektroautos, die wirklich viel Platz, sieben Sitze und einen komfortablen Einstieg bieten. Genau hier könnte ein ID. Sharan seine Chance bekommen.
Moderner Van statt elektrischer Minibus
Optisch müsste sich ein ID. Sharan deutlich vom ID. Buzz unterscheiden. Der elektrische Bulli setzt stark auf Lifestyle, Retroelemente und eine busartige Silhouette. Der Sharan wäre dagegen sachlicher, kompakter und stärker als klassischer Pkw gestaltet.
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Unsere Renderings zeigen deshalb einen Van mit einer relativ niedrigen Front, einer großen Windschutzscheibe und einem langen, aber nicht übermäßig gestreckten Fahrgastraum. Das Fahrzeug wirkt höher als ein Kombi, bleibt aber deutlich flacher und dynamischer als ein Kleinbus. Das schwarze Dach und die dunklen Fensterrahmen lassen den Aufbau optisch niedriger erscheinen.

An der Front zieht sich ein schmales LED-Lichtband bis zum zentral platzierten VW-Logo. Einen klassischen Kühlergrill braucht das Elektroauto nicht. Lediglich im unteren Stoßfänger befinden sich Öffnungen zur Kühlung von Batterie, Leistungselektronik und Klimaanlage. Die großen Räder sorgen für einen selbstbewussten Auftritt, ohne den ID. Sharan wie ein SUV wirken zu lassen.

Auch das Heck bleibt funktional. Die beinahe senkrechte Heckklappe schafft Platz im Innenraum, während ein durchgehendes Leuchtenband die Breite betont. Eine niedrige Ladekante und eine große Öffnung wären im Familienalltag wichtiger als ein besonders sportlich gezeichnetes Heck.
Schiebetüren wären das wichtigste Merkmal
Ein echter Sharan braucht Schiebetüren. Sie erleichtern nicht nur den Einstieg, sondern verhindern auch, dass Kinder auf engen Parkplätzen die Türen gegen das danebenstehende Auto schlagen. Gerade in Parkhäusern oder schmalen Garagen ist dieses Konzept einem SUV mit großen konventionellen Türen deutlich überlegen.

Beim ID. Sharan könnten die Schienen unauffällig unterhalb der Seitenscheiben oder in der Schulterlinie verlaufen. Elektrische Antriebe würden die Türen per Knopfdruck, Schlüssel oder Fußbewegung öffnen. Denkbar wäre sogar, dass das Fahrzeug eine erkannte Parklücke berücksichtigt und die Tür nur so weit öffnet, wie es der verfügbare Raum erlaubt.
Die große Öffnung in unserem Seitenrendering zeigt außerdem einen weiteren Vorteil: Kindersitze könnten eingebaut werden, ohne dass sich Eltern in den Innenraum hineinzwängen müssen. Auch ältere Passagiere würden von einem niedrigen Fahrzeugboden und einer aufrechten Sitzposition profitieren.
Sieben Sitze, die sich wirklich nutzen lassen
Im Gegensatz zu vielen siebensitzigen SUVs sollte die dritte Sitzreihe eines ID. Sharan nicht nur eine Notlösung für Kinder, sondern wirklich nutzbar sein. Durch den langen Radstand und die im Fahrzeugboden untergebrachte Batterie ließe sich ein nahezu ebener Innenraum realisieren.
In der zweiten Reihe wären drei verschiebbare Einzelsitze ideal. Dadurch könnten Familien jeden Platz separat anpassen, Kindersitze flexibel montieren oder einen schmalen Durchgang zur dritten Reihe schaffen. Alternativ wären zwei komfortable Einzelsitze mit Mittelgang denkbar. Die dritte Reihe sollte sich vollständig im Fahrzeugboden versenken lassen.
Bei aufgestellten sieben Sitzen könnte ein ID. Sharan schätzungsweise noch etwa 250 bis 300 Liter Gepäck aufnehmen. Mit umgeklappter dritter Reihe wären rund 650 bis 750 Liter realistisch. Werden auch die Sitze der zweiten Reihe versenkt oder ausgebaut, könnte das maximale Ladevolumen in Richtung 1.900 bis 2.000 Liter wachsen.
Zum Vergleich: Der aktuelle ID.7 Tourer bietet fünf Sitzplätze und bis zu 1.714 Liter Ladevolumen. Ein ID. Sharan müsste dieses Raumangebot nicht nur übertreffen, sondern zusätzlich deutlich variabler nutzbar machen.
Welche Motorisierung würde zum ID. Sharan passen?
Für den normalen Familienalltag wäre kein übertrieben starker Antrieb notwendig. Als Basismodell wäre ein Elektromotor mit etwa 170 kW, entsprechend rund 231 PS, denkbar. Darüber könnte eine Variante mit 210 kW beziehungsweise 286 PS angeboten werden. Diese Leistung nutzt Volkswagen bereits in aktuellen Modellen der ID.-Familie.
Der Elektromotor könnte wie beim ID.7 an der Hinterachse sitzen. Das verbessert den Wendekreis und sorgt dafür, dass die Vorderräder ausschließlich lenken müssen. Für Fahrer, die regelmäßig einen Wohnwagen ziehen oder in bergigen Regionen unterwegs sind, wäre zusätzlich ein Allradmodell mit zwei Motoren sinnvoll.
Eine solche Version könnte ungefähr 250 kW beziehungsweise 340 PS leisten. Genau diese Leistung erreicht der aktuelle ID.7 GTX Tourer mit seinem elektrischen Allradantrieb. Beim ID. Sharan sollte die zusätzliche Kraft allerdings weniger für sportliche Beschleunigung und mehr für Traktion, Anhängelast und souveränes Fahren mit voller Beladung genutzt werden.
Eine gebremste Anhängelast von mindestens 1.600 Kilogramm wäre für die Zielgruppe wichtig. Mit Allradantrieb wären möglicherweise bis zu 2.000 Kilogramm denkbar. Damit könnte der elektrische Familienvan auch einen größeren Wohnwagen oder einen schweren Anhänger ziehen.
Zwei Akkus wären sinnvoll
Als Einstieg könnte Volkswagen einen Akku mit rund 77 kWh nutzbarer Kapazität anbieten. Für die reichweitenstärkeren Versionen wäre eine Batterie mit etwa 86 kWh netto passend. Diese Größen entsprechen den aktuellen Akkus des ID.7 Tourer. Dort ermöglicht die größere Batterie je nach Ausführung eine WLTP-Reichweite von bis zu 689 Kilometern. Außerdem kann sie mit bis zu 200 kW Gleichstrom geladen werden.
Ein höherer und schwererer ID. Sharan wäre allerdings weniger effizient als der aerodynamisch optimierte Kombi. Mit dem kleineren Akku wären deshalb ungefähr 450 bis 500 Kilometer nach WLTP realistisch. Die große Batterie könnte je nach Ausstattung etwa 520 bis 570 Kilometer ermöglichen.
Auf der Autobahn dürften bei normalem Reisetempo eher 350 bis 450 Kilometer zwischen zwei Ladestopps möglich sein. Bei niedrigen Temperaturen, voller Beladung oder mit Anhänger würde die Reichweite weiter sinken.
Trotzdem könnte der ID. Sharan deutlich weiter kommen als ein stärker busartig geformtes Fahrzeug. Beim ID. Buzz liegen offiziell veröffentlichte Verbrauchswerte je nach Version um etwa 19 bis 21 kWh pro 100 Kilometer; frühere Pro-Versionen wurden mit 402 bis 423 Kilometern WLTP-Reichweite angegeben. Die niedrigere Stirnfläche des Sharan-Konzepts könnte auf langen Strecken einen spürbaren Effizienzvorteil bringen.
Warum ein solches Elektroauto noch fehlt
Volkswagen bietet inzwischen Elektroautos in zahlreichen Größen an. Es gibt kompakte Modelle, mehrere SUVs, den ID.7 und den ID.7 Tourer sowie den ID. Buzz. Ein klassischer Elektro-Familienvan zwischen Kombi und Bulli fehlt jedoch weiterhin im Angebot. Die aktuelle elektrische Modellübersicht zeigt genau diese Lücke.
Der ID. Buzz kann zwar mit fünf, sechs oder sieben Sitzplätzen bestellt werden, bleibt aber ein vergleichsweise großes und auffälliges Lifestylefahrzeug. Ein ID. Sharan könnte all jene ansprechen, denen der Buzz zu busartig, zu teuer oder zu extravagant ist.
Auch ein Elektro-SUV kann das Van-Konzept nur eingeschränkt ersetzen. Große Räder, hohe Bodenfreiheit und breite Karosserien beanspruchen viel Platz, ohne automatisch mehr nutzbaren Innenraum zu schaffen. Zudem fehlen häufig Schiebetüren und eine vollwertige dritte Sitzreihe.
Ein ID. Sharan wäre dagegen konsequent für Familien entwickelt: viel Raum auf möglichst kleiner Grundfläche, ein leichter Einstieg, flexible Sitze und eine gute Autobahnreichweite. Damit könnte er nicht nur private Käufer, sondern auch Taxiunternehmen, Hotels und Fahrdienste ansprechen – ohne dabei wie ein Nutzfahrzeug auszusehen.
Was könnte ein VW ID. Sharan kosten?
Billig wäre ein elektrischer Sharan vermutlich nicht. Volkswagen müsste ihn preislich zwischen dem ID.7 Tourer und dem ID. Buzz positionieren. Der ID.7 Tourer startet derzeit laut Volkswagen bei 54.905 Euro. Der neue Multivan wird ab rund 57.465 Euro angeboten.
Ein ID. Sharan mit kleiner Batterie und fünf Sitzen könnte deshalb knapp unter 55.000 Euro beginnen. Ein Preis von 52.990 bis 54.990 Euro wäre ambitioniert, aber für eine ausreichend ausgestattete Einstiegsversion denkbar.
Mit 86-kWh-Akku, sieben Sitzen, elektrischen Schiebetüren und besserer Ausstattung wären eher 60.000 bis 65.000 Euro realistisch. Eine leistungsstarke Allradversion könnte je nach Ausstattung die Marke von 70.000 Euro erreichen.
Der ID. Sharan wäre vielleicht das vernünftigste Elektroauto von VW
Der fiktive ID. Sharan wäre weder besonders spektakulär noch extrem sportlich. Genau das könnte seine größte Stärke sein. Er würde nicht versuchen, ein SUV, einen Sportwagen und einen Luxuswagen gleichzeitig darzustellen. Stattdessen wäre er ein ehrliches, geräumiges und effizientes Familienauto.
Die Renderings zeigen, dass ein moderner Van nicht zwangsläufig wie ein Flughafen-Shuttle aussehen muss. Mit einer klaren Linienführung, einem schwarzen Dach, großen Fensterflächen und sauber integrierten Schiebetüren könnte ein elektrischer Sharan modern wirken, ohne seine praktische Grundidee zu verstecken.
Volkswagen hat mit dem ID. Buzz bereits bewiesen, dass ein elektrisches Großraumfahrzeug Aufmerksamkeit erzeugen kann. Ein ID. Sharan könnte nun das bodenständigere Gegenstück liefern – weniger Lifestyle, mehr Alltag. In einem Markt voller austauschbarer Elektro-SUV wäre das möglicherweise genau das Auto, das vielen Familien noch fehlt.