VW ID.up statt ID.1? So könnte der neue 20.000 Euro-Stromer aus Wolfsburg aussehen!

Irene Wallner
Lead Consumer Editor
22. Juli 2026

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VW bringt 2027 einen elektrischen Kleinstwagen – er könnte ID.up heißen. Unsere Renderings zeigen eine mögliche Serienversion des günstigen Stadtstromers.

VW hat in diesem Jahr schon einige neue Elektromodelle vorgestellt – im nächsten Jahr soll dann der Kleinste der ID.-Serie kommen. Wir haben uns überlegt, wie eine Serienversion des VW ID. EVERY1 – wie das Konzept bisher heißt – aussehen könnte. Der elektrische Einstieg in die VW-Welt soll 2027 starten, rund 20.000 Euro kosten und mindestens 250 Kilometer Reichweite bieten. Beim Namen dürfte Volkswagen allerdings noch einmal umdenken.

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VW ID. up statt ID.1? So könnte Volkswagens neuer Elektro-Kleinstwagen aussehen

Volkswagen will das Elektroauto wieder bezahlbar machen. Nach dem ID. Polo steht deshalb ein noch kleineres Modell auf dem Programm, das derzeit offiziell als ID. EVERY1 geführt wird. Lange wurde der Stromer in Medien und Öffentlichkeit schlicht ID.1 genannt. Doch inzwischen spricht einiges dafür, dass Volkswagen auch bei seinem kleinsten Elektroauto auf einen bekannten Namen zurückgreift: ID. up.

Der Name ist bislang nicht bestätigt. Er würde jedoch hervorragend zur neuen Modellstrategie passen. Volkswagen hat angekündigt, bekannte Bezeichnungen seiner Verbrennermodelle schrittweise in die elektrische ID.-Familie zu übertragen. Aus dem früheren Showcar ID. 2all wurde bereits der ID. Polo. Der Hersteller bezeichnet diesen ausdrücklich nur als Beginn der neuen Namensstrategie. Ein ID. up als Nachfolger des 2023 eingestellten Kleinstwagens wäre daher eine naheliegende Fortsetzung.

So könnte der VW ID. up in Serie aussehen

Unsere Renderings orientieren sich grundsätzlich an der Studie ID. EVERY1, wir haben aber auch die aktuelle Designsprache der ID.-Modelle aufgenommen und alles zusammen in ein realistisches Serienmodell aufgenommen. Geblieben sind die kompakten Proportionen, die weit außen stehenden Räder und die freundliche Front. Gleichzeitig wirkt das Auto weniger wie ein Showcar und stärker wie ein Kleinstwagen, der tatsächlich in größeren Stückzahlen gebaut werden könnte.

VW-ID.up-Render-Front

An der Front verbindet ein schmales, weiß beleuchtetes Band die beiden LED-Scheinwerfer. Das zentral platzierte VW-Logo ist ebenfalls illuminiert. Die Scheinwerfer selbst fallen schmal aus, wirken aber nicht aggressiv. Genau diese sympathische Wirkung war bereits ein wesentlicher Bestandteil der Studie: Volkswagen spricht von einem selbstbewussten, aber zugänglichen Fahrzeug und beschreibt die Front sogar als leicht „lächelnd“.

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Unterhalb des Lichtbands bleibt die Front weitgehend geschlossen. Eine schmale Öffnung im unteren Stoßfänger versorgt Batterie und Antriebskomponenten bei Bedarf mit Kühlluft. Die senkrechten schwarzen Einsätze an den Außenseiten nehmen die Gestaltung des Konzeptautos auf, wurden in den Renderings jedoch vereinfacht.

Das schwarze Dach und die ebenfalls dunklen Säulen lassen den Wagen optisch flacher erscheinen. Dadurch wirkt er nicht wie ein kleines SUV, sondern wie ein aufrechter Stadtwagen. Klassische Türgriffe ersetzen die versenkten Griffe des Konzepts. Das dürfte bei einem preislich knapp kalkulierten Einstiegsmodell realistischer sein und erleichtert gleichzeitig die Bedienung.

Kompakte Seitenansicht mit kurzen Überhängen

In der Seitenansicht wird deutlich, welche Rolle der ID. up übernehmen soll. Die Karosserie ist kurz, die Motorhaube knapp geschnitten und der hintere Überhang auf ein Minimum reduziert. Trotzdem besitzt der Wagen fünf Türen und soll im Alltag deutlich vielseitiger sein als zahlreiche dreitürige Kleinstwagen früherer Generationen.

VW-ID-up-Render-Seite

Die Studie ID. EVERY1 misst 3,88 Meter in der Länge, 1,82 Meter in der Breite und 1,49 Meter in der Höhe. Damit ist sie rund 28 Zentimeter länger als der frühere up!, bleibt aber knapp 20 Zentimeter unterhalb des heutigen Polo beziehungsweise des ID. Polo. Volkswagen verspricht dennoch Platz für vier Personen und ein Kofferraumvolumen von 305 Litern.

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Dass die Serienversion kompakt bleibt, ist entscheidend. Der ID. up soll kein verkleinerter ID. Polo werden, sondern ein eigenständiger Stadtwagen mit möglichst guter Raumausnutzung. Möglich macht das der elektrische Frontantrieb: Motor und Leistungselektronik beanspruchen weniger Bauraum als ein klassischer Verbrennungsmotor mit Getriebe.

Markantes Heck mit durchgehender Lichtleiste

Das Heck übernimmt die horizontale Gestaltung der Front. In unseren Renderings sitzen vier rechteckige Leuchtelemente in einer schwarzen Blende – das haben jetzt sowohl der ID.Polo als auch der ID.Cross. Dazwischen verläuft eine durchgehende rote Lichtleiste, die auch das VW-Logo einfasst.

VW-ID.up-Render-heck

Damit erhält der Kleinstwagen nachts eine klare Wiedererkennung, ohne auf komplizierte Karosserieformen angewiesen zu sein. Unterhalb der Heckscheibe bleibt die Fläche bewusst ruhig. Der Modellschriftzug „ID. up“ sitzt mittig auf der Heckklappe.

Der schwarze untere Stoßfänger ist vergleichsweise robust gestaltet. Gerade bei einem Stadtauto wäre eine unempfindliche Oberfläche sinnvoll, da leichte Parkrempler und Kratzer dort wahrscheinlicher sind als bei einem großen Reisefahrzeug. Auf angedeutete Auspuffblenden oder sportliche Diffusoren verzichten die Renderings konsequent.

95 PS und Frontantrieb für den Stadtverkehr

Für das Konzeptfahrzeug hat Volkswagen bereits einen neu entwickelten Elektromotor mit 70 kW beziehungsweise 95 PS bestätigt. Angetrieben wird die Vorderachse. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 130 km/h. Damit wäre der kleine VW nicht nur für die Stadt, sondern auch für Autobahnabschnitte und tägliche Pendelstrecken geeignet.

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Ob die Serienversion exakt diese Leistung erhält, ist noch offen. Die 95 PS passen jedoch gut zur Positionierung unterhalb des ID. Polo. Für ein leichtes Stadtauto dürften sie ausreichen, zumal Elektromotoren ihr Drehmoment ohne Verzögerung bereitstellen.

Mehrere Leistungsstufen sind denkbar, aber bislang nicht bestätigt. Eine besonders starke Version nach dem Vorbild eines GTI wäre bei einem auf niedrige Kosten ausgelegten Kleinstwagen zunächst eher unwahrscheinlich. Wichtiger dürften Effizienz, Versicherungseinstufung und ein niedriger Verbrauch sein.

Akku bleibt das größte Fragezeichen

Volkswagen hat für den ID. EVERY1 bislang keine konkrete Akkukapazität genannt. Offiziell versprochen werden lediglich mindestens 250 Kilometer Reichweite.

Einen möglichen technischen Anhaltspunkt liefert mittlerweile der größere ID. Polo. Dessen Einstiegsversion nutzt einen 37 kWh großen LFP-Akku und erreicht nach vorläufigen beziehungsweise inzwischen veröffentlichten Herstellerangaben bis zu 329 Kilometer. Der kleinere Akku lässt sich mit maximal 90 kW laden; der Vorgang von zehn auf 80 Prozent soll ungefähr 23 Minuten dauern.

Eine ähnliche LFP-Technik wäre auch für den ID. up plausibel. Lithium-Eisenphosphat-Zellen sind vergleichsweise günstig, robust und kommen ohne Nickel sowie Kobalt in der Kathode aus. Ob Volkswagen den kompletten 37-kWh-Akku übernimmt oder die nutzbare Kapazität für das günstigere Modell reduziert, ist jedoch nicht bekannt.

Rein technisch erscheint eine Kapazität im Bereich von etwa 35 bis 37 kWh realistisch. Das ist eine Einschätzung auf Basis des angekündigten Aktionsradius und der bereits eingesetzten MEB+-Technik, keine bestätigte Angabe. Sollte das Serienauto den 37-kWh-Akku des ID. Polo vollständig übernehmen und durch sein geringeres Gewicht besonders effizient sein, wären auch Werte in Richtung 300 Kilometer denkbar. Garantiert sind aktuell aber lediglich mindestens 250 Kilometer.

Marktstart 2027 für rund 20.000 Euro

Die Serienversion soll 2027 in Europa auf den Markt kommen. Volkswagen nennt weiterhin einen angestrebten Grundpreis von rund 20.000 Euro. Das ist eine wichtige Formulierung: Versprochen ist nicht zwingend ein Preis unterhalb von 20.000 Euro, sondern ein Einstieg in dieser Größenordnung.

Produziert werden soll das Modell ab 2027 im portugiesischen Volkswagen-Werk Palmela. Das Werk bestätigt den ID. EVERY1 als zusätzliches Volumenmodell und bezeichnet ihn als wichtigen Einstieg in die elektrische Produktion.

Ob auf der Heckklappe am Ende tatsächlich ID. up steht, bleibt abzuwarten. Nach der Umbenennung des ID. 2all in ID. Polo wäre dieser Schritt jedoch logisch. Der Name würde sofort erklären, wofür das Auto steht: ein unkomplizierter, kompakter und vergleichsweise bezahlbarer Volkswagen für den Alltag – diesmal ausschließlich elektrisch.