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Volkswagen Arteon im Test

Ihr nächstes Auto soll ein VW Arteon werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Der VW Arteon ist ein „viertüriges Coupé der oberen Mittelklasse“. Coupé? Vier Türen? Die Zeiten präziser Definitionen – ein Coupé zählte mal zwei Türen – sind scheinbar nicht nur bei VW vorbei. Der Arteon übersetzt das Thema Coupé wie ein Audi A5 Sportback, Kia Stinger und Peugeot 508 in Richtung Limousine und in die Viertürigkeit.

  • Komfortabel und dynamisch in einem
  • Reichlich Platz im Innen- und Kofferraum
  • Wenig Garantie für den Preis
  • Ganz schön schwer als Plug-in-Hybrid

Der Arteon ist neben dem SUV Touareg das Topmodell von Volkswagen und damit der dritte Versuch des Wolfsburger Herstellers in der Neuzeit, in der höheren Fahrzeugklasse einen Erfolg zu landen, der dem VW Phaeton und dem VW CC verwehrt blieb.

Mit der flachen Silhouette der Frontpartie und schmalen Voll-LED-Scheinwerfern, der geduckten Karosserielinie und der breiten Schulterpartie macht der Arteon sogleich Eindruck. Steigt man in die 4,87 Meter lange, 1,87 Meter breite, aber nur 1,46 Meter hohe Limousine ein, setzt sich dies im Innenraum fort.

2020er Facelift: attraktiver & kommunikativer 

Mit dem 2020er Facelift wurde der Arteon nach nur drei Jahren Bauzeit sowohl am Äußeren als auch im Innenraum gründlich renoviert. Man erhält VWs Topmodell nun in einer 320 PS starken, sportiver auftretenden R-Version und als attraktiven Sportkombi Shooting Brake – für den sich in Zukunft nach Prognosen rund 70 % aller Arteon-Kaufenden entscheiden werden.

Mit Applikationen aus Holz und Metall und feinen Ziernähten an der Armaturentafel wirkt das Interieur edler. Hochwertig und gut verarbeitet war es schon 2017, als der VW Arteon präsentiert wurde. Das gut zu greifende Multifunktionslenkrad mit Touch-Bedienung ist neu und auch die Bedienung der Klimaeinheit geht neue Wege. Die Ambientebeleuchtung gehört in dieser Klasse mittlerweile zum Pflichtprogramm. Also besitzt auch der Arteon nach dem Facelift eine, deren Farbigkeit in 30 Farbtönen gewechselt werden kann.

Bei dem Thema Infotainment und Fahrassistenz tat sich bei dem 2020er Facelift viel. Die Instrumente zeigen nun in jedem Arteon digital an. Die neueste Generation des MIB-Systems aus VWs Modularen Infotainment Baukasten mit 8,0 oder 9,2 Zoll großem Bildschirm findet sich im Arteon Facelift und ebenso eine verbesserte, natürliche Sprachsteuerung. Das Smartphone ist flott ins System, das permanent online ist, eingebunden.

Noch mehr Fahrassistenz

Schon vor dem Facelift war der Arteon mit reichlich Fahrassistenz gesegnet mit dem Abstandsregeltempomat, der auf Tempobeschränkungen reagiert, und dem Notfallbremsassistenten, der das Fahrzeug im Notfall automatisch abbremst und auf die sichere rechte Fahrbahnspur lenkt. Lösungen wie die verschmutzungsgeschützte Rückfahrkamera hinter einer Klappe bewähren sich im Alltag. 

Der Spurhalteassistent reagiert auch auf ausschwenkende Laster und mit dem prädiktiven Kurvenfahrlicht wird die nächste Biegung dank der Kameras und der Navidaten schon ausgeleuchtet, bevor Fahrende einlenken. Ganz neu im Arteon ist der „Travel Assist“, der bis zu einem Tempo von 210 km/h teilautonomes Fahren erlaubt, bei dem das Fahrzeug selbst Gas gibt, abbremst und lenkt.

Und die Sicherheit im Test? Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die Fahrassistenten wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Gelungene Fahrwerksbalance

Im Komfort blieb sich der Arteon treu. Ein Plus von 10 Zentimeter Länge und 5 Zentimeter Radstand im Vergleich zum Passat machen einen Unterschied. Der längere Radstand sorgt selbst mit den 20 Zoll großen Rädern für Souveränität beim Verdauen von üblen Fahrbahnbelägen.

Auf der Autobahn ist der große VW eine komfortable Partie, was ihn zu einem bequemen und mit Features wie den Massagesitzen zu einem noch bequemeren Reisewagen macht.

Schnelle, langgezogene Kurven fühlen sich im Arteon, der stabil und satt auf der Straße liegt, sehr sicher an. Engere Kurvenradien durcheilt er ebenso souverän rasant. Am Kurvenausgang baut sich mit dem Allradantrieb 4MOTION, der im 280-PS-Benziner zur Serienausstattung gehört und im 200-PS-Diesel eine gute Option darstellt, effektiv Traktion auf.

Die Kraftverwaltung regelt auch das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (nur der Plug-in-Hybrid TSI eHybrid besitzt ein 6-Gang-DSG) souverän, indem es die Schaltstufen geschmeidig einsortiert. Die gute Geräuschdämmung, die Motor-, Abroll-, Wind- und Umgebungsgeräusche weitgehend nach außen verbannt, rundet das Komfortpaket des großen VW ab.

Diesen Komfort spürt man auch im Sessel. In der ersten Sitzreihe genießt man als Fahrer:in die vom Passat gewohnten Platzverhältnisse im Sitz mit guter Seitenführung. Im Fond trumpft der Arteon dagegen gegenüber dem Schwestermodell auf.

Vor den Knien bleibt bei langen Beinen mehr Platz. Im Kopfraum wird es allerdings, weil sich das Dach hinten am Arteon fesch absenkt, so um die 1,90 Meter eng. Deshalb muss auch der Kopf beim Einstieg etwas mehr als im zwei Zentimeter höheren Passat eingezogen werden. Tipp: Im Arteon Shooting Brake steht hinten mehr Kopffreiheit zur Verfügung – siehe: technische Daten.

Am Fahrzeugende macht die große Heckklappe dank ihrem sehr hohen Öffnungswinkel auch groß gewachsenen Erwachsenen das Einpacken leicht. Dass die Heckklappe auch sensorgesteuert und elektrisch per Fußbewegung in Richtung Heckstoßfänger berührungslos geöffnet und geschlossen werden kann, erleichtert das Packen mit vollen Händen.

Bei einem üppigen Stauraum von 563 bis 1.557 Liter Volumen kann man es nicht wirklich als Nachteil empfinden, wenn das Gepäckraumvolumen bei heruntergeklappter Sitzbanklehne etwas kleiner als im Passat (586 Liter) ausfällt. Schließlich sitzt man im Arteon in keinem Familienkombi, sondern in einer Limousine, die mehr Kofferraum bietet als die meisten Familienkombis auf dem Markt.

Auch als Plug-in-Hybrid

Auf den Markt kam der Plug-in-Hybrid, mit dem am Stecker geladen werden kann, erst zum 2021er Modelljahr mit dem 2020er Facelift. Der TSI eHybrid ist der sparsamste Benziner, der im Arteon zur Arbeit geht.

Mit dem 156 PS starken Benziner und dem 116 PS starken Elektromotor ist eine Beschleunigung auf dem Niveau des 190 PS starken 2.0 TSI möglich und der Verbrauch liegt in der Papierform trotzdem zwischen 1,1 und 1,7 Liter/100 km. Das Datenblatt sagt aber nicht die Wahrheit, wenn man den 13-kW-Akku, der 62 Kilometer rein elektrische Fahrt ermöglicht, nicht immer und immer wieder auflädt – was auf einer Reise selten möglich ist, weil das 100-prozentige Laden minimal dreieinhalb Stunden dauert.

Der Plug-in-Hybrid, der sowohl für den Arteon als auch den Arteon Shooting Brake sowie für alle Ausstattungen zu bestellen ist, ist deshalb ein idealer Motor für Pendler, die häufig im kurzen und mittleren Streckenbereich unterwegs sind, wenn abends in der Garage und am Tag im Büro geladen werden kann, aber nicht einer für Langstreckler. Deren bevorzugter Antrieb heißt im Arteon Selbstzünder.

Langstreckler dieseln

Weil die TDIs viel Kraft beim Zwischenbeschleunigen auf der Autobahn bei fairem Verbrauch produzieren, dieseln Langstreckler lieber, als sich bei steigendem Tempo über den stark steigenden Verbrauch eines 190-, 280- oder 320-PS-Turbobenziner zu ärgern.

Reisen und Sparen gelingt bis heute mit keiner Motorgattung besser, als mit einem der Dieselmotoren. Dabei entscheidet beim Dieselmotor weniger die Leistung in PS als das Drehmoment in Nm über die gefühlte Kraft. 

Bereits der bewährte 2,0-Liter-Vierzylinderdiesel mit 150 PS mobilisiert 340 Newtonmeter und in seiner Variante mit 200 PS, die mit zwei Katalysatoren im so genannten „Twin Dosing“-Verfahren bis zu 80 % aller Stickoxidemissionen eliminieren soll. bärige 400 Nm. Trotzdem liegen die Verbrauchswerte nicht selten nur fünf, sechs Litern, die alle 100 Kilometer aus dem 66 Liter großen Tank des Arteon mit TDI-Motor abfließen.

Wie viel bei dem Kauf eines Arteon vom Konto abfließt, hängt vom Motor, aber auch von der Ausstattung ab. Neben der Basisversion Arteon wird die VW Limousine in den zwei Ausstattungslinien Elegance und R-Line angeboten.

Schon die Basisversion hält sich bei der Ausstattung nicht zurück. Alles Notwendige und noch etwas mehr erhält man serienmäßig. Wer es eleganter schätzt, sitzt im Arteon Elegance mit mehr Luxus im Innenraum. Dagegen betont die R-Line das Sportive mit dynamischen Karosserieelementen an Front und Heck sowie dem sportiveren Auftritt im Cockpit.

Mit reizvollem Zubehör wie dem Harman Kardon Soundsystem mit 700 Watt starkem 16-Kanal-Verstärker und zwölf Lautsprechern und vielem anderen kann der Preis des VW Arteon noch ein gutes Stück über den von VW veranschlagten 51.000 Euro für den TSI eHybrid und 61.000 Euro für den Arteon R liegen – ganz schön teuer für ein Wagen mit „Volk“ im Namen.

Für ein „Volkswagen“ viel Geld

Der Arteon ist der dritte Versuch von VW, eine große Limousine unter das Volk zu bringen, und die mit den besten Chancen auf Erfolg. Davon zeugen nach drei Jahren Bauzeit und dem Facelift die Qualitäten des großen VW. Der Arteon gibt die zu den Ansprüchen seiner Kunden passenden Antworten mit überdurchschnittlichem Platzangebot, zeitgemäßem Infotainment, hoher Sicherheit, hoher Verarbeitungsqualität und überzeugendem Fahrkomfort.

7/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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