Toyota Yaris im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Toyota Yaris werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Der Toyota Yaris kommt in der vierten Generation dynamischer und flotter als sein Vorgänger des Weges. Der Schlüssel zu diesem Konzept ist eine neue Plattform GA-B, die dem Japaner sportlichere Proportionen verschafft. Auch bei der Optik wurde kein Stein auf dem anderen gelassen: Sowohl Exterieur als auch Interieur wirken deutlich moderner, sportlich-dynamisch und erstaunlich hochwertig.

  • Sportliche Optik
  • Neue Dreizylinder-Motoren
  • Modernes Infotainment
  • Sieben Ausstattungslinien

Derartige Stärken braucht der Toyota Yaris auch, um sich im hart umkämpften Wettbewerbsumfeld des Kleinwagen-Segments zu behaupten. Hier tritt er gegen die neuen Modelle des Opel Corsa, Peugeot 208 und Honda Jazz an und trifft auf alte Bekannte wie VW Polo, Audi A1, Seat Ibiza, Nissan Micra oder Mitsubishi Spacestar. Der Toyota Yaris punktet hier neben der optimierten Dynamik auch mit neuen Dreizylinder-Motoren und Hybrid, ansprechendem Interieur und moderner Konnektivität.

Sportliche Optik, kompakter Auftritt

Die ohnehin schon kurze Karosserie - mit unter vier Metern ist man im Stadtverkehr gut beraten - wurde im Zuge des aktuellen Modellwechsels einige Zentimeter breiter und gleichzeitig flacher. Damit wurde der Schwerpunkt um 1,5 Zentimeter nach unten verlagert, was der Dynamik zugute kommt. Auch ein etwas längerer Radstand trägt zur optimierten Performance des neuen Modells bei. Die kurzen Überhänge erweisen sich als äußerst praktisch bei der Parkplatzsuche im innerstädtischen Verkehr.

Die sportliche Linie setzt sich auch optisch im Exterieur fort: Die prägnante neue Frontpartie wirkt mit langgezogenen LED-Tagfahrlicht- Scheinwerfern und großen, schwarzen Kühler-Elementen sehr modern und schon fast angriffslustig. 

Auch hinten frisches Design: Die C-Säule ist komplett neu, ausgestellte Radhäuser und Schwellerverbreiterungen unterstreichen ebenfalls die sportliche Optik. Ein rotes Band, das die Rückleuchten verbindet, generiert in Kombination mit Dachspoiler und als Diffusor geformten Stoßfängern eine ausgesprochen schicke Heckansicht.

Besonders modern wirken das schwarze Kontrastdach (nur in den höheren Ausstattungslinien verfügbar) und optional verdunkelte Scheiben hinten.

Klein, aber fein und funktional

Das Interieur des kleinen Japaners wirkt solide und funktional. Vorne sitzt es sich erstaunlich komfortabel auf akzentuiert ausgearbeiteten Sitzen, die serienmäßig höhenverstellbar sind. Auch elektrische Fensterheber vorn sowie elektrisch beheizbare und in Wagenfarbe lackierte Außenspiegel sind schon bei der Basisausstattung ohne Aufpreis mit an Bord. 

Ebenfalls Serie: eine manuelle Klimaautomatik. In den höheren Ausstattungslinien bietet Toyota für den Yaris sogar eine Zweizonen-Klimaautomatik an, die eher selten zu finden ist im Kleinwagen-Segment. Zahlreiche Ablagen bieten praktische Verstaumöglichkeiten, auch Getränkehalter sind Teil der Serienausstattung. Gegen Aufpreis ist auch eine induktive Ladestation für das Smartphone erhältlich.

Das Cockpit mutet modern und geradezu europäisch an. Ein analoges 4,2"-Multi-Info-Farbdisplay (in den höheren Ausstattungslinien TFT-Display mit Touchscreen) zeigt alle wichtiges Informationen übersichtlich und in modernem Design an. Optional können noch ein 10”-Head-Up-Display sowie Multifunktionslenkrad in Leder hinzugeordert werden. Auch Fernlichtassistent (AHB) und eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage (ACC) tragen zu erhöhtem Komfort bei.

Hinten dagegen wird mehr als deutlich, warum dieses weniger als vier Meter kurze Auto dem Segment der Kleinwagen angehört. Kurz und gut: Hinten ist es eng. Steile Rückenlehnen, gerade ausreichende Kniefreiheit, Hartplastik-Verkleidungen und fehlende USB-Buchsen treiben den Wohlfühlfaktor im Fond auch nicht unbedingt in die Höhe. 

Apropos Platz: Das Platzangebot des Kofferraums fasst 286 Liter, womit sich der Yaris im Mittelfeld seiner Klasse einsortiert: VW Polo und Hyundai i20 bieten mehr Platz, Peugeot 208 und Nissan Micra dagegen aber weniger. 

Für einen Kleinwagen überraschend praktisch: Ein doppelter Ladeboden bietet variablen Platz. Die Rückbank ist von hinten leicht im Verhältnis 40:60 umklappbar, so dass das Kofferraumvolumen auf 768 Liter vergrößert werden kann. Einzig störend: eine recht hohe Ladekante.

Modernes Infotainment

Das gesamte Cockpit orientiert sich an der aktuellen Formensprache der Marke Toyota. Das schicke TFT-Kombi-Instrument, in der Basis-Version ein analoges Multi-Info-Farbdisplay, ist mittig platziert, darüber optional ein 10”-Head-Up-Display verfügbar. Hilfreich: Das Head-Up-Display zeigt neben Tempo und Navigationsdaten auch die Verkehrszeichenerkennung an. Das ebenfalls optionale Multifunktions-Lederlenkrad bietet auffallend viele Knöpfe - eine Freude für Technikverliebte. Prima auch das Multimedia-Display in der Mitte - 7 Zoll groß in der Einstiegsvariante, 8 Zoll bei allen Varianten darüber.

Auch eine Rückfahrkamera ist optional bereits ab der Basisausstattung verfügbar, in allen höheren Ausstattungslinien sogar Serie. Diese kann insbesondere im Stadtverkehr, dem typischen Einsatzbereich der Kleinwagen, sehr hilfreich sein und überzeugt mit guter Auflösung.

Viele zusätzliche Features bietet das System “MyT Connected Services”: Neben Fahrdaten und Inspektionserinnerungen hält es auch einen Parkpositionsfinder und Fußgängernavigation bereit.

Top Sicherheits- und Assistenzsysteme

Auch der Yaris in der neuesten Generation erreichte aktuell im NCAP-Crashtest wieder die vollen fünf Stern - keine Selbstverständlichkeit. Und das, obwohl die Bewertungskriterien aktuell nochmals verschärft wurden: Seit 2020 ist ein sogenannter “Kompatibilitäts-Crashtest” hinzugekommen, bei dem  dem Testfahrzeug eine bewegliche Barriere mit derselben Geschwindigkeit (50 km/h) entgegenkommt – also ein typisches Szenario im Falle von Landstraßen-Unfällen.

Eine besondere Stärke des kleinen Japaners: Der Yaris bietet schon in der Basis-Version eine außergewöhnlich umfangreiche Sicherheitsausstattung. Ganze acht Airbags inklusive Center-Airbag gehören zur Serienausstattung ebenso wie das integrierte eCall-Notrufsystem. Der Center-Airbag bläst sich im Falle eines Unfalls zwischen den Vordersitzen auf, um eine seitliche Kollision des Fahrers mit dem Beifahrer zu vermeiden.

Das Toyota Safety Sense-Paket soll Unfälle möglichst bereits im Vorfeld vermeiden und umfasst vier neu entwickelte aktive Sicherheitstechnologien: Das Pre-Collision System (PCS), einen Spurhalteassistent (LDA), einen Fernlichtassistenten (AHB) sowie die Verkehrsschilderkennung (RSA). Das ganze Paket ist im Toyota Yaris serienmäßig ohne Aufpreis.

Notbremsfunktion, Kreuzungs-Assistent und eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage (ACC) - alles ebenfalls ohne Aufpreis inklusive. Bei querenden Fußgängern bremst die Fußgängererkennung automatisch, ebenso wird querender Verkehr beim rückwärts Ausparken erkannt. Auch eine elektronische Stabilitätskontrolle (VSC+) mit Antriebsschlupfregelung (TRC) ist im Serienumfang enthalten. Besonders komfortabel: eine Tempolimiterkennung, die auf Wunsch auch den Geschwindigkeitsregler (Tempomat) entsprechend einstellt.

Beim Verbrauch kann der Hybrid punkten

Beim Hybrid leisten der Dreizylinder-Benziner und der Elektromotor gemeinsam gute Arbeit: Im innerstädtischen Verkehr kommt man elektro-typisch lautlos und verzögerungsfrei schnell aus den Puschen.

Das äußerliche Versprechen auf Sportlichkeit löst der Yaris zwar in puncto Beschleunigung ein. Aber das Fahrwerk hingegen ist recht weich abgestimmt und auch die Lenkung wirkt tendenziell etwas zu schwammig, um den Erwartungen auf sportliche Ansprüche gerecht zu werden.

Insgesamt zeichnet sich der Yaris durch eine gute Übersichtlichkeit aus, die Fenster sind nicht zu klein, was sonst oft ein Manko im Kleinwagensegment darstellt.

Und wie steht es mit dem Verbrauch? Bei entspannter Fahrweise soll der Yaris-Hybrid unter vier Litern auf 100 Kilometer bleiben. Dieser Wert lässt sich natürlich eher mit gemächlichem Gasfuß auf der Landstraße als bei rasanten Autobahnfahrten erzielen.

Preis im Verhältnis zur Leistung

Der Einstiegspreis des Toyota Yaris liegt bei 15.392 Euro. Selbst bei der Einstiegsvariante mit kleinstem 1,0 l-Benzin-Motor mit 72 PS sind allerdings bereits ausgesprochen viel Sicherheitssysteme und Komfort-Features wie manuelle Klimaanlage, höhenverstellbarer Fahrersitz, höhenverstellbares Lenkrad, acht Airbags und elektrisch verstellbare Außenspiegel serienmäßig enthalten. 

Hierin liegt die große Stärke des kleinen Japaners und nur damit kann er punkten im Vergleich zur Konkurrenz, die preislich teilweise günstiger ist oder auf demselben Niveau liegt.

Je nach Fahrzeug-Nutzungsprofil muss dann entschieden werden, ob sich rund 4.000 Euro mehr für den Hybrid rechnen. Da muss schon viel in der Stadt gefahren und gesegelt werden, um diesen Aufpreis wieder reinzuholen. Dennoch ist der Yaris Hybrid damit immer noch deutlich günstiger als seine direkten Konkurrenten im Kleinwagensegment: Die neuen Hybrid-Modelle des Renault Clio beginnen bei 22.079 Euro und 21.689 Euro für den Honda Jazz Hybrid und sind rund 2.000 Euro teurer als der Toyota Yaris.

Eine PS-stärkere, aber günstigere Zwischenlösung: Mit 1,5 l Benzin-Motor und spritzigen 125 PS startet der Toyota Yaris mit Preisen ab 18.024 Euro. Für gut 1.000 Euro mehr sogar mit stufenlosem Automatik- statt Schaltgetriebe.

Zusammenfassend betrachtet legt der neue Toyota Yaris in der vierten Generation einen frischen und optisch ansprechenden Auftritt hin. Mit bekannten und bewährten Stärken punktet der kleine Japaner besonders in den Bereichen Sicherheit, Serienausstattung und Assistenzsysteme. Aber auch beim Verbrauch legt er die Latte im Kleinwagen-Segment hoch. Bisher Vorreiter in der Hybrid-Rolle, muss er sich jedoch zukünftig gegen die Hybrid-Konkurrenz von Renault und Honda behaupten. Die Marke Toyota rechnet mit einem Absatz von 75% Hybrid-Fahrzeugen für den Yaris. Angesichts des Einstiegspreises von 19.486 Euro eine durchaus realistische Prognose.

Neues Spar-Paket für den Hybrid

Mit dem neuen Yaris Hybrid führt Toyota auch ein neues Versicherungsangebot ein: Die zu zahlende Versicherungsprämie kann je nach elektrisch zurückgelegter Strecke um bis zu 20 Prozent reduziert werden. Die kostenlose App “My T” bietet dafür eine Übersicht über das individuelle Fahrzeug-Nutzungsprofil und die entsprechende Prämie.

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