smart EQ fortwo im Test

Ihr nächstes Auto soll ein smart EQ fortwo werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Der Verbrenner hat im smart ausgebrannt. Mit dem Wechsel ins Jahr 2020 bietet smart den fortwo nur noch mit Elektromotor an. Noch smarter als im smart fortwo geht es damit in der Stadt gar nicht mehr. Er passt in die engsten Parklücken, die Übersicht nach hinten ist klasse und der Wendekreis phänomenal. Das macht den superkompakten Zweisitzer zum konkurrenzlosen Angebot für den Stadtverkehr.

  • Reichweite nur zum Pendeln geeignet
  • Ausreichend starker Motor
  • Kompakt und einfach zu fahren
  • Dank Umweltbonus recht günstig

Der bequemste, geräumigste und sicherste smart Zweisitzer seit 1998 ist der der dritten Generation, weil er länger und breiter geworden ist. Um 20 Zentimeter vom Bug bis zum Heck im Vergleich zum ersten smart City-Coupé und um zehn Zentimeter von der linken zur rechten Flanke im Vergleich zur Vorgeneration.

Wenig Raum, aber gut genutzt

Auf den zwei Sitzen herrscht daher so viel Platz, wie man es dem Kurzformat vor dem Fahrzeug stehend gar nicht zutraut. Selbst groß gewachsene Fahrende sitzen gut. Der Ein- und Ausstieg ist sehr bequem. Man muss in engen Parklücken nur darauf achten, mit der langen und leichten Tür nicht das Blech der Nebenparkenden zu kontaktieren.

Einen großen Kofferraum darf man bei der Kürze nicht erwarten und bekommt dann, leicht zugänglich über die geteilte Heckklappe, eine ganz gute Portion für zwei Personen serviert. 260 bis 350 Liter Kofferraumvolumen. Das reicht für drei Getränkekästen und wenn die Lehne des Beifahrersitzes flach gelegt wurde, noch für etwas mehr.

Komfortabel unterwegs

Wie steht es um das Fahrwerk und die Straßenlage? Der erste smart war ein harter Hund, der die schlechte Straße unbarmherzig nach innen durchreichte. Der aktuelle smart EQ fortwo präsentiert sich mit dem schweren Akku im Fahrzeugboden komfortabler. Der Geräuschkomfort hat sich wie der Fahrkomfort erheblich verbessert. Vormachen darf man sich aber trotzdem nichts. Absoluter Komfort ist mit 1,87 Meter Radstand nicht machbar.

Die elektrisch-mechanische Lenkung arbeitet nicht sonderlich rückmeldefreudig, aber so direkt, dass smart fahren in der City eine Freude ist. Bei höheren Geschwindigkeiten – ein smart EQ fortwo läuft maximal 130 km/h – wird das Fahren etwas nervöser. Das geradeaus Fahren bei Seitenwind setzt dem Leichtgewicht manchmal ein wenig zu - das ideale Einsatzgebiet des smart fortwo war und bleibt deshalb auch die Stadt.

Smarter Elektro-Fahrspaß

Mit dem Elektromotor fährt der smart EQ fortwo emissionsfrei, wenn der Strom aus sauberer Stromerzeugung, also aus regenerativer Stromgewinnung kommt. Und das nicht nur mit reinem Umweltgewissen, sondern auch mit Fahrspaß.

Die Fahrleistungen in der Stadt überzeugen mehr, als der Beschleunigungswert von 0 auf 100 km/h etwas darüber aussagt, denn auf den ersten Metern legt der Elektro-smart sofort mit dem vollen Schub von 160 Newtonmeter Drehmoment los. Um aus dem Stand auf Tempo 60 zu beschleunigen, vergehen nur 4,8 Sekunden. Und das in einem sauberen Zug ohne Automatikgeruckel, wie in manchem smart zuvor, da der EQ nur einen Gang besitzt.

Die Einpedalbedienung wie im BMW i3, ist im smart leider nicht möglich. Die Energierückgewinnung (Rekuperation) ist zu schwach.

Der Verbrauch wird von smart für den EQ fortwo mit 15,2 bis 16,5 kWh/100 km angegeben. Abhängig ist der Verbrauch vom Gas geben, dem befahrenen Terrain, der Nutzung und der Außentemperatur. Bei niedrigeren Außentemperaturen im Winter, schuftender Klimaanlage im Hochsommer und permanenter Höchstgeschwindigkeit steigt der Verbrauch stark an und die Reichweite sinkt.

Die Reichweite gibt smart mit maximal 159 Kilometern an. Fährt man in der Stadt, wo Elektroautos wegen des niedrigeren Temponiveaus am wenigsten Strom aus dem Akku saugen, ist eine Reichweite von 100 bis 120 Kilometer realistisch. Andere Elektroautos kommen mit ihrem größeren Akku deutlich weiter. Für Langstrecke ist ein EQ fortwo also nichts.

Geduld sollte man haben

Das Laden der Batterie hat etwas mit dem Preis und dem Platz im Kofferraum zu tun. Bestellt man den optionalen 22 kW-Bordlader mit Schnellladefunktion, steigt der Preis und zwei Ladekabel liegen im eh schon knappen Gepäckabteil herum. Dann geht das Laden aber deutlich flotter, denn der 17,6-kWh-Akku ist dann schon in 40 Minuten wieder fit. Mit dem 4,6-kW-Lader dauert es gut 3,5 Stunden und an der Haushaltssteckdose 6 bis 8,5 Stunden.

Durch die Kooperation mit dem Ladenetzwerk Plugsurfing steht nun beinahe jede öffentliche Ladesäule zur Verfügung. Über die smart EQ control App werden diese Ladesäulen angezeigt. Wenn sie jedoch belegt sind, muss ein Umweg oder Wartezeit eingeplant werden. Für den, der keine Lademöglichkeit im Hof oder in der Garage zur Verfügung hat, erfordert Elektroautofahren also noch ein gewisses Maß an Idealismus und Flexibilität, oder idealer Weise: beides.

Smarter smart

Auffälligste 2020er-Neuerung im Innenraum neben dem Ablagefach für ein großes Smartphone oder zwei Kaffeebechern ist das neue Infotainment mit dem 8-Zoll-Touchscreen.

Mit einem flotten Blick auf das Handgelenk kann man jetzt über seine Apple Watch den aktuellen Batteriestatus abfragen, die Reichweite einsehen oder die Vorklimatisierung starten. Mit der App „my smart“ kann der fortwo aus der Ferne ent- und verriegelt werden. Die App „ready to share“ macht privates Carsharing einfach.

Mit der App können autorisierte Nutzer:innen mit ihrem Smartphone den fortwo öffnen. Möglich wird dies durch die Keyless Entry-Funktion des Fahrzeugs. Mit der Bezahlfunktion lassen sich dann die Kosten zwischen den Nutzer:innen splitten – das kann den smart fortwo zu einer Art WG auf Rädern machen.

Und auch beim Packen hilft einem der Kleine, in dem Kofferraum ein bauartbedingt knappes Gut ist, mit der App „pactris“. Hinter der App verbirgt sich ein Algorithmus, der einem schon während des Einkaufs sagt, ob und wie später alles in den Kofferraum des smart passt. Dazu scannt der Fahrende beispielsweise in einem Möbelhaus den Barcode auf den Artikeln und die App zeigt an, wie die Pakete in den fortwo passen.

Das sind alles nette Extras die allerdings nicht darüber hinwegtäuschen dürfen, dass der smart zwar smart aber weder praktisch noch alltagstauglich ist. Sein Einsatzgebiet ist stark begrenzt: Nur zwei Sitze, kaum Kofferraum, wenig Reichweite.

Wenig Veränderung im Innenraum

Bei den zusätzlich zum Basismodell angebotenen Ausstattungslinien passion, pulse, prime und einer edition one bleibt es auch nach dem Wechsel zum Elektroantrieb. Jede Linie des EQ fortwo kann mit drei Ausstattungspaketen kombiniert werden.

Das Advanced-Paket beinhaltet das neue Mediasystem mit Smartphone-Integration, die Armlehne vorne sowie eine akustische Einparkhilfe. Im darauf aufbauenden Premium-Paket kommen das Panoramadach, die Rückfahrkamera und ein Ablagenetz an der Mittelkonsole hinzu. Mit dem Exclusive-Paket sind die Voll-LED-Leuchten an Front und Heck sowie der Regen- und Lichtsensor, die Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht, die Ambientebeleuchtung und der automatisch abblendende Innenspiegel mit dabei.

Dank Umweltbonus attraktiv

Der smart EQ fortwo kostet im Handel ab 21.400 Euro. Damit liegt der Nettolistenpreis augenscheinlich unter der Grenze von 40.000 Euro und der smart wird so voll von der Regierung durch den Umweltbonus gefördert. 9.000 Euro sind das in diesem Fall, was den Basispreis auf nur noch knapp 12.400 Euro schrumpfen lässt.

Das ist auf jeden Fall ein Kaufargument, denn wenn man sich für höhere Ausstattungslinien und das ein oder andere Extra entscheidet, kann der smart normalerweise schnell 27.000 Euro kosten - und das ist für ein Zweisitzer-Elektroauto mit wenig Reichweite und kaum Kofferraum eindeutig zu teuer.

Daumen hoch für den smart?

Der smart fortwo bietet all das, was man in der Stadt am besten gebrauchen kann. Er ist kurz. Deshalb kriegt man noch einen Parkplatz. Er ist wendig und emissionsfrei. Deshalb ist er im Zentrum in seinem Revier. Was ihm aber fehlt, sind zwei Plätze, Reichweite und Kofferraum. Natürlich gibt es immer noch den smart fourfour, doch für den aufgerufenen Herstellerpreis finden sich nur noch wenige, die bereit sind diese Kompromisse einzugehen.

Der smart ist und bleibt also ein Nischenfahrzeug, auch, wenn er dank Umweltbonus jetzt mehr in den Blick von E-Auto Interessierte rücken wird.

6/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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