Skoda Kodiaq im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Skoda Kodiaq werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Ein echter Skoda – der Kodiaq glänzt mit vielen praktischen Details, die man bei der Konkurrenz meist vermisst und einem fülligen Raumangebot, das den Skoda-SUV beim Platz nehmen und Beladen richtig gut aussehen lässt.

  • Reichlich Platz
  • Bis zu sieben Sitze
  • Guter Fahrkomfort, straff im Sport-Modus
  • Hohes Gewicht

Mit der Überarbeitung 2020 hat Skoda dem Kodiaq in Sachen Digitalisierung und bei der Ausstattung mit zeitgemäßen Assistenzsystemen auf die Sprünge geholfen.

Platzverhältnisse: Das größte Kaufargument

Mit 4,7 Meter Länge, 1,9 Meter Breite und 1,7 Meter Höhe markiert der Kodiaq das obere Ende der Skoda SUV-Modelle. Diese großzügigen Abmessungen spürt man im Innen- und Kofferraum stets.

Mit seiner Länge überragt der Skoda Kodiaq nicht nur einen VW Tiguan und SEAT Ateca um rund 20 und 30 Zentimeter, mit dem Gardemaß von 4,70 Meter kommt er sogar dem Touareg recht nahe. Zu VWs Flaggschiff fehlen dem großen Skoda-SUV allerdings noch knapp 18 Zentimeter. Natürlich darf auch der Konzern-Zwilling SEAT Tarraco nicht unerwähnt bleiben, der rund vier Zentimeter mehr misst als ein Kodiaq.

Damit fällt der Tscheche aus Kvasiny geräumiger aus als die meisten Angebote der Konkurrenz, zu der im weiteren Kreis der Tiguan Allspace, der Nissan X-Trail und der Mitsubishi Outlander zählen. Zudem bietet der Kodiaq einen weiteren, möglicherweise Kauf entscheidenden Vorteil: die Option auf sieben Sitze.

Die eckige Form und der hohe Aufbau des Kodiaq haben so ihre Vorteile beim Einladen und Transportieren. Wird der Kodiaq als Siebensitzer genutzt, passt hinten noch ein Volumen von 270 Litern auf die Ladefläche – etwa soviel wie in den Kofferraum eines VW Polo (280 l). Bis zu 765 Liter sind es, wenn die Plätze sechs und sieben umgeklappt bleiben.

Bei Fünfsitzigkeit kommt es noch besser. Dann schluckt der Gepäckraum bis zu 835 Liter. Das ist sehr viel. Bei komplett flach gelegten Rücksitzen sind es sogar 2.065 Liter. Reicht auch das noch nicht, gibt es noch den Dachgepäckträger oder die Möglichkeit, mit dem Kodiaq bis zu 2,5 Tonnen schwere Anhänger zu ziehen.

Ordentlich und aufgeräumt

Steigt man in den Skoda Kodiaq ein, findet man einen aufgeräumten Arbeitsplatz hinter dem Lenkrad vor. Das Cockpit orientiert sich dabei an dem etwas kühl gehaltenen Stil der Produkte des VW-Konzerns. Der Vorteil: Man braucht nicht lange nach Schaltern suchen. Fahrende blicken auf einwandfrei ablesbare klassische Zeigerinstrumente oder auf den serienmäßigen 6,5 Zoll großen Touchscreen mit logisch aufgebauter Menügliederung. Gegen Aufpreis kann die Bildschirmdiagonale auf 8,0 oder 9,2 Zoll erweitert werden.

Für das digitale Kombiinstrument muss man nicht nur einen zusätzlichen Aufpreis berappen, sondern zudem den Kodiaq mit einem der Businesspakete inklusive Navigationssystem und zusätzlicher Konnektivität kombinieren.

An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen. Genauso wenig an den großen und bequemen Sitzen. Auch in der zweiten Reihe kommt man kommod unter, da die Rückbank längs verschiebbar ist. Das allein kann schon ein Kaufkriterium für einen Kompakt-SUV darstellen, aber das Beste kommt zum Schluss.

Gegen Zuzahlung ist der ab Werk fünfsitzige Kodiaq auch als Siebensitzer zu bestellen, dessen dritte Sitzreihe sich bei Nichtgebrauch in den Boden versenken lässt. Kinder finden selbst in der letzten Reihe locker Platz und das Gepäck passt auch noch ganz gut dahinter in den Kofferraum.

Sicherheit gegen Aufpreis

In der Sicherheitsausstattung fährt der Skoda Kodiaq in der SUV-Kompaktklasse vorne weg und mit der Modellpflege hat Skoda hier nochmals nachgebessert. Die meisten der angenehmen Hilfen kosten allerdings extra und sind erst ab der Ausstattungslinie Ambition verfügbar.

Der im Stau so angenehme Abstandsregeltempomat verlangt genauso nach einem Aufpreis wie die kamerabasierte Verkehrszeichenerkennung, der Spurhalteassistent oder die Spurwechselüberwachung.

Das Gleiche gilt für die Rückfahrkamera, den Parkassistenten, der das Fahrzeug halbautomatisch ein- und ausparkt oder den Anhängerrangierassistenten, der Manöver mit dem Anhänger deutlich erleichtert. Für Sicherheit sorgt auch das empfehlenswerte Rundumsichtsystem, das einen parkenden Kodiaq beim Rangieren aus der Vogelperspektive auf dem Bildschirm darstellt, was Parkmuffeln das Leben doch sehr erleichtert.

Der serienmäßige Front Assist inklusive Stadt-Notbremsfunktion hilft gefährliche Situationen, die vor dem Auto entstehen, zu entschärfen. Wenn nötig, warnt das System Fahrende und leitet bei Bedarf eine Teil- oder auch Vollbremsung ein. Die City-Notbremsfunktion ist bis 34 km/h aktiv.

Ein gemütlicher Typ

Bei den Fahreigenschaften schlägt der Skoda den komfortablen Weg ein. Trotz des hohen Gewichts fährt sich der Kodiaq handlich.

Ganz grundsätzlich ist der Skoda Kodiaq als SUV eher der gemütliche Typ. Da er den Belag so gediegen und souverän unter die Räder nimmt, fühlt man sich auch hier eine Klasse höher unterwegs.

In der Normal- oder Komfortstellung geht das Fahren ohne störende Karosseriebewegungen vonstatten, die in einem SUV wegen seiner Höhe bauartbedingt auftreten. Weiter eingedämmt wird das seitliche Einknicken mit der Dämpfereinstellung Sport, wobei Verwerfungen im Straßenbelag dann deutlicher in den Innenraum vordringen.

Der Motor nimmt dann williger Gas an und auch die Lenkung reagiert direkter. Sie trägt einen großen Teil zu der Leichtigkeit des Fahrens im Kodiaq bei, denn sie arbeitet präzise, feinfühlig und leichtgängig. Von Antriebseinflüssen ist kaum etwas zu spüren.

Mit sicherer Traktion gelangt die Kraft so auf die Straße. Mit dem Allradantrieb noch überzeugender als im Kodiaq mit Frontantrieb, der für Flachländer aber zumeist ausreichen dürfte – denn an wie vielen Tagen im Jahr fällt im Flachland schon Schnee?

Über die Autobahn rollt der Kodiaq extrem leise. Diese Kombination aus gehobenem Geräuschkomfort, souveränem Abrollen und bequemem Sitzen macht den Skoda Kodiaq zu einem, mit dem man gerne in den Sommerurlaub fährt.

Selbstzünder als Favoriten

Der Komfort wird auch von den Motoren bestimmt. Die Vierzylinder, die alle über eine Direkteinspritzung und Turboaufladung verfügen, arbeiten leise und treten auf der Autobahn fast völlig hinter den Wind- und Abrollgeräuschen zurück.

Die Benziner leisten 150 oder 190 PS. Den Einstieg macht der 1.5 Liter TSI mit 150 PS. Den angegebenen Verbrauch von 5,9 - 5,7 l/100 km wird dieser Motor allerdings in der Praxis nicht erreichen können.

Das Gleiche gilt für den 2,0-Liter-Vierzylinder mit 190 PS, der von Skoda mit einem Normverbrauch von maximal 7,1 Litern je 100 km angegeben wird. Der kultiviert laufende Turbomotor macht dem Kodiaq mit reichlich Drehmoment kräftig Beine. So motorisiert sprintet der SUV dank Allradantrieb in nur 7,5 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h.

Die Dieselvarianten bewegen die minimal 1,55 bis maximal 2,0 Tonnen Gewicht (abhängig von Motor und Ausstattung) im direkten Vergleich mit den Benzinmotoren immer mit einem niedrigeren Verbrauch.

Deshalb werden sich, Dieseldiskussion hin, Mogel-TDI her, die meisten Kund:innen im Kodiaq für einen Selbstzünder entscheiden. Darunter wird der 150-PS-TDI wohl das beliebteste Aggregat sein, denn dieser Motor steht sowohl mit Front- als auch Allradantrieb im Angebot.

Der Verbrauch liegt nach Werksangabe mit dem Frontantrieb bei 5,0 und mit Allradantrieb bei 5,2 l/100 km. Damit hält ein 58-Liter-Tank eine ganze Weile. Der 190 PS starke Top-TDI macht den Kodiaq 210 km/h schnell, hat aber auch nicht mehr Durst. Der Verbrauch ist mit 5,7 Liter ähnlich niedrig, der Preis aber der höchste bei den Kodiaq Motoren – ein guter Grund, sich für den 150-PS-TDI zu entscheiden.

Niedriger Quadratmeterpreis

Günstig ist der Skoda Kodiaq nicht, aber preiswert. Im Vergleich zum Geschwistermodell VW Tiguan Allspace kostet der Skoda 5.000 Euro weniger und ist noch knapp 1.600 Euro günstiger als ein SEAT Tarraco. Dabei bieten alle drei sehr ähnliche Raumverhältnisse. Das macht den Kodiaq, der auch in Sachen Fahrwerk, Komfort und Alltagsnutzen zum Testsieger taugt, zu einem sehr attraktiven Angebot für alle, die Platz oder sieben Sitze benötigen.

Die Summe seiner guten Eigenschaften macht den Skoda Kodiaq zum SUV-Musterknaben. Seine Verarbeitung und Qualität folgen den Volkswagen-Standards. All das macht den Kodiaq zum attraktiven Familiengefährt und auch für diejenigen interessant, die mit einem Octavia Combi geliebäugelt haben. Dessen Qualitäten als echter Skoda offenbaren sich auch im Kodiaq.

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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