Skoda Fabia im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Skoda Fabia werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Warum sich Kleinwagen-Fahren heute nicht mehr unbedingt so anfühlt, hat weniger mit Magie zu tun als mit gewachsener Länge und Breite sowie verbesserter Raumökonomie. Das lässt sich auch mit dem Fabia gut belegen.

  • Angenehme Kofferraummaße
  • Mehr Sicherheit als die Vorgänger
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Günstiger als der VW Polo und der SEAT Ibiza

Der Fabia fällt heute mit 4 Metern fast so lang aus wie der 4,02 Meter lange Golf 3 von 1997 und wuchs in der Breite im Vergleich zum Fabia der vorigen Generation um beträchtliche neun Zentimeter. Dieses enorme Größenwachstum spürt man vor allem hinten auf der Rücksitzbank, wo zwei Insass:innen bequem sitzen, und im Kofferraum.

Platz machen!

Die Gediegenheit eines Audi A1 Hipsters geht einem Realisten wie dem Škoda Fabia völlig ab. Hier verwöhnt kein aufgeschäumter Kunststoff den Blick, sondern Hartplastik dominiert. Mühe hat sich Škoda trotzdem gegeben: Mit modernen Stoffen und Farben, einem 6,5-Zoll-Bildschirm mit Škoda-Connect-Vernetzung, zwei USB-Anschlüssen und einem Tablet-Halter ist der Wagen jedenfalls up-to-date! Das Raumgefühl ist gut, was auch etwas mit den hohen Scheiben zu tun hat und es gibt genug Platz zum Ablegen.

Wenn man sitzt, wundert man sich, wie viel Platz noch bis zur Türverkleidung, zum Dachhimmel und Vordersitz bleibt. Deshalb sitzt man zumeist bequem. Allerdings nicht immer gleich gut. Langbeinige stört die mangelnde Oberschenkelauflage auf den tief eingebauten Sitzschemeln und fast alle Fahrer:innen der mangelnde Seitenhalt der Vordersitze. Für die existiert allerdings eine gute Alternative für wohlfeile 190 Euro: die langstreckentauglichen Sportsitze.

Auf der Rücksitzbank hängt das Platzangebot ganz stark von den vorne Platz Nehmenden ab: Wer hinter einem oder einer Langen sitzt, sitzt schlecht. Wer hinter einem oder einer Kurzen sitzt, sitzt gut. Gehört man zu den Sitzriesen, kontaktiert man entweder die Rückseite der Vordersitze oder den Dachhimmel. Oder beides gleichzeitig. Und für Mitfahrende auf der Rückbank reicht der Platz definitiv nicht, außer es handelt sich um ein sehr dünnes Kind.

Der Kofferraum

Wie groß der Kofferraum heute in einem Kleinwagen und konkret im Škoda Fabia ausfallen kann, offenbart der Vergleich mit dem Peugeot 208. Mit dem muss man, weil nur 265 bis 1.042 Liter in den Kofferraum passen, so manches Gepäckstück zuhause lassen, was man im Fabia dank 330 bis 1.150 Liter Volumen noch mit auf die Reise nehmen kann. Leider ist die Ladefläche bei umgeklappter Bank nicht ganz eben.

Noch deutlicher wird die Geräumigkeit des Kofferraums, wenn man die Ladefläche des 26,5 Zentimeter längeren Fabia Combi betrachtet. Ein direkter Konkurrent wie der Seat Ibiza ST hat mit 430 bis 1.164 Litern deutlich weniger Raum aufzubieten als der Fabia mit 530 bis 1.395 Litern. Wem auch das noch nicht ausreicht, der hat zudem die Option, hinten bis zu eine Tonne an den Haken zu nehmen.

Ausstattung ähnelt dem Polo

In der Evolution ist das ganz natürlich. Der neueste Fabia ist auch der sicherste Fabia. Optionen wie das Abstandsradar mit automatischer Notbremsfunktion fand man vor Jahren nicht einmal in gehobenen Klassen, geschweige denn in einem Škoda. Kleinwagen verband man früher mit mehr Risiko im Fall eines Unfalls.

Heute belegt ein Škoda Fabia das Gegenteil. Die Fahrt im Škoda wird von den aktiven Qualitäten, die sich der Fabia vom Polo abgeschaut hat, noch weiter abgesichert: mit der breiten Spur, die den Kompakten gut durch die Kurven führt, mit dem straffen Fahrwerk, das den Fabia erdig auf der Straße liegen lässt und dem agilen Handling, das noch Ausweichmanöver steht, wenn es brenzlig wird.

In der ersten Ausstattungslinie Active sind darüber hinaus die hydraulische Bremsassistenz und der Frontradarassistent mit City-Notbremsfunktion, die den Verkehr vor dem Fahrzeug bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h überwacht mit an Bord. Spurwechsel- sowie Fernlichtassistenten und ein adaptiver Abstandsassistent, der vorgegebene Geschwindigkeiten und den Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen hält, können nachgerüstet werden.

Die Motoren

Das Einstiegsmodell des Fabia liegt im Leergewicht knapp über einer Tonne. Überhaupt müssen sich alle Motoren im Fabia nicht zu sehr abarbeiten, wenn sie stärker sind als der Einstiegsmotor mit nur 60 PS. Ein Benziner, zwei Varianten mit bis zu 95 PS Leistung stehen zur Wahl. Diesen Motor gibt es übrigens auch im Škoda Scala, im Škoda Octavia, im VW Golf und im SEAT Arona.

Der Diesel wurde nicht oft genug gewählt und weilt nun nicht mehr im Motorenrepertoire. Genauso wurden auch der 75- und der 110-PS-Benziner gestrichen.

Alle Fabia-Modelle rollen mit Start-Stopp-System, Bremsenergierückgewinnung und rollwiderstandsoptimierten Reifen zu Kund:innen. Geschaltet wird mit dem Fünfgang-Schaltgetriebe oder dem optionalen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe.

Die Benziner

Der 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner im Fabia 1.0 MPI leistet 60 oder 95 PS. Seine schwächere Variante kommt mit 5-Gang-Schaltgetriebe. Damit sprintet der Fabia in tristen 16,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h, um es bei knapp 160 km/h dann gut sein zu lassen. Der Verbrauch ist hier dafür ziemlich angenehm: 4,9 Liter kombiniert sind nicht schlecht, mit 110 bis 111 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer bleibt der Wagen auch Pistachio-Grün!

Dem 95-PS-Motor gelingt es etwas flotter in 10,7 Sekunden mit 5-Gang Schaltung oder in 11,1 Sekunden mit Automatikgetriebe auf 100 km/h zu beschleunigen. Erstaunlicherweise ist auch der schnelle Benziner ziemlich sparsam: 4,6 bis 5,0 Liter kombiniert sind ökonomisch zwar nicht unbedenklich, aber ganz sicher akzeptabel. Genauso ist auch der CO2-Ausstoß relativ niedrig: 105 bis 115 Gramm pro Kilometer.

Das Fahrerlebnis

Gehen Sie mit dem Fabia ruhig auf Langstrecke, vielleicht nicht mit dem kleinsten Motor, und Sie entsteigen ihm entspannt. Die den Komfort fördernden Komponenten heißen gute Geräuschdämmung, ein auf die Autobahnfahrt komfortabel abgestimmtes Fahrwerk und in der Polsterung bequem geformte Sitze.

Bei höheren Geschwindigkeiten kommt über der zumeist besseren Belagsdecke der Autobahn die Straffheit des Fahrwerks nicht ganz so zur Geltung. In der Stadt auf geschundener Asphaltdecke schon eher. Schlechte Straßen nimmt der Fabia trocken retournierend. Über derben Rillen kündet die Dämpfung der Vorderachse von ihren Grenzen und die Hinterachse rollt poltrig hinten ab.

Fahrdynamisch ist die Straffheit des Škoda Fabia aber von Vorteil. Das unbeschwerte Handling, das gute Anbremsen und das willige Einlenken mit der präzise arbeitenden Lenkung lassen es einen spüren. Die breite Spur und die Tieferlegung um drei Zentimeter gegenüber dem Vorgänger tragen ihren Teil dazu bei. Der Fabia liegt satt auf der Straße.

Wenn beim Ausloten der Fahrwerksgrenzen – was man sich im Alltag getrost sparen sollte – das Untersteuern des eine Tonne schweren Fabia beginnt, also das Schieben über die Vorderräder, geschieht dies friedvoll und unter der Überwachung des ESP.

Ist der Preis heiß?

So billig wie damals ist der Škoda Fabia heute nicht mehr. Allerdings weiterhin preiswert und das im wahrsten Sinne des Wortes: den Preis wert. Mit seiner VW-Technik lässt er viele andere Kleinwagen im direkten Vergleich hinter sich.

Im Raumangebot ist er nicht nur eine gleichwertige Alternative zum VW Polo, sondern sogar die bessere, weil der Innenraum etwas großzügiger und der Kofferraum deutlich größer ausfallen. Da sich viele Motoren und Features in Fabia und Polo gleichen, aber eben die Preise nicht, bleibt der Škoda Fabia von seinem Charakter das, was er eigentlich schon immer war: Ein kluges Auto für Rechner:innen.

Der Škoda Fabia ist der perfekte Kleinwagen für Kund:innen ohne Statuswahn und ebenso eine gute Wahl für die Kleinfamilie, die vor allem ein solides, sicheres und verlässliches viertüriges Auto zum fairen Preis sucht – und bekommt.

7/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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