Renault Twingo im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Renault Twingo werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Der Renault Twingo ist einer der beliebtesten Kleinwagen. Als er 1992 in Paris zum ersten Mal präsentiert wurde, war er Kult. Die zweite Auflage wirkte etwas zu brav und langweilig. Seit 2014 ist die dritte Generation des Twingo auf dem Markt und vereint Pfiff und Vernunft.

  • Günstiger Einstiegspreis
  • Für die Stadt geschaffen
  • Überraschend komfortabel
  • Verbesserungspotential bei Verbrauch und Ausstoß

Auch wenn es wahrscheinlich den wenigsten Twingo-Käufer:innen auffallen dürfte: Der kleine Stadtflitzer hat einen Heckmotor. Das ist in dieser Klasse schon etwas Besonderes und diese Besonderheit hat der Twingo einer französisch-deutschen Freundschaft zu verdanken, denn der Twingo und der smart forfour teilen sich diese Heckmotor-Plattform. Nur ist im Falle des forfour smart dazu übergegangen, ihn nur noch als Elektroauto anzubieten. Dabei ist der Motor im Heck recht geschickt, denn dieses Konzept bringt mehr Platz im Innenraum, was einem Kleinwagen nicht schaden kann.

Da freut sich der Geldbeutel

Ein Twingo ist zwar kein Modell von Volkswagen, aber dennoch ein Volks-Wagen. Das bezieht sich vor allem auf seinen günstigen Einstiegspreis. Bereits ab einer UVP von 11.200 Euro ist der Twingo zu haben und auch wenn man sich die teuerste Version kaufen möchte, bleibt man noch ein gutes Stück unter der 20.000 Euro Grenze.

Damit ist der Twingo für viele Menschen erschwinglich und auch bei Fahranfänger:innen in der engeren Auswahl. In der Basisversion ist allerdings noch nicht viel Komfort zu erwarten, da sollte man sich lieber an die höheren Ausstattungslinien halten, die dann Klimaanlage, Multimediasystem, Alufelgen, Lederlenkrad & Co. bieten. Natürlich wird man im Twingo Assistenzsysteme wie ein Head-up Display vergeblich suchen, doch die Ausstattung ist für das Kleinstwagensegment angemessen und der Preis ist es ebenfalls.

Wohlfühlzone Großstadt

Mit seinem unglaublich guten Wendekreis von gerade einmal 8,6 Metern und der kompakten Größe ist der Twingo wie geschaffen für den Stadtverkehr. Er ist wendig und schlängelt sich flink durch den Verkehr - und dafür reicht die höchstmögliche Motorisierung von 93 PS locker aus.

Was eher nicht so erfreulich ist, ist der Spritverbrauch. Wir sprechen immer noch von einem Kleinstwagen und dass man dann 5,0 Liter auf 100 Kilometer bei kombinierter Strecke verbraucht, ist nicht gerade wenig. Das Problem hat allerdings nicht nur der Twingo, verschiedenste Kleinwagen kommen im Vergleich zu ihrer geringen Größe und der wenigen Leistung auf einen zu hohen Spritverbrauch.

Leider macht uns der Schadstoffausstoß sogar noch mehr zu schaffen, als der Verbrauch, denn der Twingo bringt es nur auf die Effizienzklasse C.

Der Platz reicht aus

Der Motor im Heck und der relativ lange Radstand schaffen Platz im Innenraum. Das spürt man auf den Vordersitzen, aber noch deutlicher auf der Rückbank. Hier hat man deutlich mehr Platz, als man es von einem 3,60-Meter-Kleinwagen erwarten würde.

So sitzen hier sogar Erwachsene auf der Rückbank – natürlich abhängig von den Insass:innen in der ersten Reihe – gut. Auch der Einstieg in den Fond klappt wegen der serienmäßigen vier Türen problemlos.

Das Interieur des kompakten, aber nicht kleinen Viersitzers ist nicht nur pfiffig, sondern auch praktisch. Unter der Rückbank befindet sich ein großes Staufach, in den Türen sitzen geräumige Taschen und die Lehne des Beifahrer:innensitzes ist umklappbar.

Mehr als günstiges Hartplastik darf man in einem preiswerten Kleinwagen aber nicht erwarten. Auch so manche Anzeige, wie etwa die Uhrzeit und die Außentemperatur, wurde im Cockpit eingespart. Der Tachometer ist dagegen gut abzulesen und die Bedienung einfach. Auch die Sitze sind überraschend komfortabel und machen auch längere Fahrten gut möglich.

Kein Ladewunder

Der Motor unter dem Kofferraumboden bringt zwar mehr Platz im Innenraum, raubt dafür aber Kofferraumvolumen. Nur 188 Liter schluckt die Gepäckabteilung. Ungefähr zwei Getränkekisten haben hier Platz, mehr nicht. Neigt man die Lehne der Rücksitze nach vorne, ist es mit 219 Liter ein Hauch mehr.

Klappt man die Rücksitzlehnen um, dürfen 980 Liter eingeladen werden. Dass dann jedoch eine hohe Ladekante im Weg steht, hat wieder mit dem Platz raubenden Motor zu tun. Die Gepäckraumabdeckung wirkt dabei leider, wieder zusammenhängend mit dem günstigen Preis, ein wenig billig.

Das Gewicht des Twingo ist mit gerade einmal etwas mehr als einer Tonne wirklich sehr gering, was ein Grund dafür ist, dass der Twingo keinen Anhänger ziehen kann. Dafür kann man wenigstens ein bisschen was aufs Dach packen, immerhin 60 Kilogramm Dachlast sind möglich.

Nur Benziner im Angebot

In der Zielgruppe der Kleinwagen-Fahrer:innen interessiert sich kaum jemand für einen Dieselmotor, also bietet Renault keinen an. Im Twingo kommen ausschließlich Dreizylinderbenziner zum Einsatz.

Der Schwächste leistet 65 PS und eignet sich damit hervorragend für die Stadt, denn es vergehen mehr als 15 Sekunden beim Sprint auf 100 km/h, und bei einer Höchstgeschwindigkeit von 158 km/h geht dem Einstiegsmotor auf der Autobahn schnell die Luft aus.

Mit dem 93 PS starken Top-Motor, der auch in Verbindung mit einem 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe erhältlich ist, ist man schon souveräner unterwegs. Der knurrige, bei viel Drehzahl gut hörbare Motor haucht dem Wagen mehr Leben ein. Mit 165 km/h geht es nach vorne und die Tachonadel zeigt die 100er-Marke bereits nach 12,1 Sekunden an.

Überraschend, wenn auch nicht unbedingt positiv: In den 35 Liter großen Tank des Twingo muss man Super einfüllen - in Frankreich weiß man eben, was gut ist.

Die smarte Renault-Verwandtschaft

Und was macht den Twingo zum Daimler unter den Kleinwagen? Die dritte Generation des Twingo teilt sich die Plattform und die Technik mit dem smart forfour – und smart gehört zum Daimler-Konzern. Deshalb fährt der Twingo wie ein smart mit Heckmotor. Das macht ihn so wendig und sorgt für ein gutes Platzangebot. Den kleinen Kofferraum mit hoher Ladekante muss man bei dem Konzept in Kauf nehmen. Der Kauf ist jedoch einer mit gutem Preis-Leistungsverhältnis.

Empfehlenswerter Kleinstwagen?

Die Frage, ob der Twingo zu empfehlen ist, ist grundsätzlich nicht so einfach zu beantworten. Es kommt natürlich darauf an, auf was Wert gelegt wird. Auch wenn sich der Twingo die Plattform mit einem smart teilt, ist der Renault kein Kleinstwagen mit qualitativ hochwertiger Ausstattung. Außerdem müsste man beim Twingo auf einen großen Kofferraum verzichten können.

Für alle, die ein wendiges Stadtfahrzeug zu einem günstigen Preis möchten, wird der Twingo eine gute Wahl sein. Insgesamt stimmt das Gesamtpaket, auch wenn man der Umwelt zuliebe wohl eher zum elektrischen Geschwisterchen Twingo Electric greifen sollte.

7/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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