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Renault Mégane E-Tech im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Renault Mégane E-Tech werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

4,7/5 aus 13.366 Bewertungen

Der neue Renault Mégane E-Tech weiß mit seinem Design, seinem effizienten und bis zu 218 PS starken Elektroantrieb, seinem direkten Handling und mit seiner modernen Sicherheits- und Infotainmentausstattung zu gefallen. Nur weniges gelingt dem attraktiven Franzosen nicht so gut: das Aufladen zum Beispiel.

  • Antrittsstark und sparsam: der Antrieb 
  • Direkt: das Handling
  • Geduld: beim Reisen
  • Mit weniger Reichweite: das Einstiegsmodell 

Renault ist elektrisch spitze. Von der Anzahl der elektrischen Modelle und den Verkaufszahlen. Mit dem Mégane E-Tech nimmt der französische Hersteller nun schon das fünfte elektrische Modell neben dem Twizy, Twingo, Zoe und Master im Modellprogramm auf.

Und was für eines. Vom Handling weiß der Mégane E-Tech schon auf den ersten Metern zu betören. Er spielt die Trümpfe des elektrischen Konzepts aus. Die elektrische Servolenkung wurde überraschend direkt abgestimmt. Von Lenkanschlag zu Lenkanschlag vergehen gerade mal 2,3 Lenkradumdrehungen.

Der Wendekreis von 10,4 Meter ist klein für 4,20 Meter Länge. Mit dem 4,36 Meter langen Mégane Fünftürer mit Kraftstoff im Tank benötigt man für einen 180-Grad-Turn auf der Straße zwischen 11,2 und 11,3 Meter.

Aber der E-Tech lenkt nicht nur klasse ein. Mit dem 394 Kilogramm schweren Akku im Fahrzeugboden, dem dadurch niedrigen Fahrzeugschwerpunkt, dem im Vergleich zum Mégane Verbrenner längeren Radstand von 2,69 statt 2,67 Meter und der relativ niedrigen Höhe von 1,51 Meter liegt der Franzose satt und sicher auf der Straße. Egal, für welche der Motor-Akku-Varianten man sich entscheidet, das Handling des Mégane E-Tech macht an, ohne dass der Fahrkomfort auf der Strecke bleibt.

Eins, zwei oder drei?

Drei Motor-Akku-Varianten stehen zur Wahl. Stellt sich die Frage, welche nehmen? Den Mégane E-Tech EV40 130 mit seinem 131 PS starkem Elektromotor und 40-kWh-Akku, den EV60 mit ebenso viel Leistung, aber 60-kWh-Akkupack oder das Topmodell mit der gleichen Akkukapazität und 218 PS?

Das Einstiegsmodell EV40 130 wird in Zukunft vermutlich nicht zum Favoriten avancieren. Dafür ist den meisten Kunden der Akku wohl zu klein, der im Vergleich zu den anderen beiden Modellen eine 50 % kürzere Reichweite bietet.

Besser 288

Der größere Akku im Mégane E-Tech EV60 130 und EV60 220 offenbart sich als die langstreckentauglichere Wahl, denn mit dem 192-zelligen Lithium-Ionen-Akkupack mit 40 kWh Fassungsvermögen liegt die von Renault angegebene Reichweite nur bei 300 Kilometer und in der Praxis noch einige Kilometer darunter.

Im aus 288 Zellen zusammengesetzten 60-kWh-Akkupack des Mégane E-Tech EV60 130 und 220 stecken maximal 470 und 450 Kilometer – das schafft mehr Reichweitensicherheit.

Zudem lädt das Basismodell EV40 130, das auch mit 22 kW Wechselstrom (AC) aufgeladen werden kann, mit Gleichstrom (DC) lediglich mit 85 kW Ladeleistung. Mit dem größeren Akku im Mégane EV60 130 und 220 sind dagegen bis zu 130 kW möglich.

100 % schnell laden: Achtung!

Schnell laden geht flott im Vergleich zum Stromtanken am Garagenstecker. Um den Akku an der Haushaltssteckdose zu 100 % zu füllen, benötigt man mit 2,3 kWh Ladestrom fast 21 Stunden im Mégane E-Tech mit dem kleinen Akku und über 30 Stunden im E-Tech mit dem größeren Batteriepack. An der Wallbox mit 3,7 kWh Ladeleistung dauert das Ganze 12 und 18 Stunden, aber mit 11 und 22 kWh nur noch vier/sechs oder zwei/drei Stunden.

Am flottesten gelingt das Stromfassen an der CCS-Ladesäule. Am Schnelllader sind der kleine und der große Akku in 38 und 42 Minuten von 0 auf 80 % Ladestand gebracht. Das 100-%-Laden am Schnelllader, was etwa eine Stunde dauert, ist nicht empfehlenswert, wenn man lange Spaß an seinem Akku haben möchte, denn das schnelle Vollladen reduziert die Lebensdauer des Akkus. Im Alltag heißt es daher stets bis 80 % laden und nur vor Langstrecken den Akku auf die volle Ladekapazität zu bringen.

Beim Thema Laden greift Renault leider tief in die Taschen der Kundschaft. Denn das Einstiegsmodell ermöglicht bloß mickrige 7 kW Ladeleistung. Knapp 2.000 Euro oder besser noch 6.500 Euro Aufpreis sollen für die boost charge und optimum charge Version hingelegt werden.

Dafür gibt es dann Ladeleistungen von maximal 85 und 130 kW. Für den Alltag reicht das, zeitgemäß ist es vielleicht auch, aber zukunftsweisend sieht ganz sicher anders aus - laden andere E-Autos doch längst mit Leistungen jenseits der 200 oder sogar 300 kW.

Großer Motor, großer Fahrspaß

Den größten Fahrspaß verspricht der Mégane EV60 220 mit dem 218 PS starken Elektromotor, der wie bei den anderen Modellvarianten die Vorderräder antreibt. Die Performance ist hier eindrucksvoller.

In 7,4 statt 10,0 und 10,5 Sekunden sind die 1.642 bis 1.783 Kilogramm des Top-E-Tech aus dem Stand auf Tempo 100 gewuchtet. Die Höchstgeschwindigkeit liegt mit 160 km/h zumindest zehn km/h über dem Maximaltempo der anderen beiden Varianten.

Alle sparsam

Auch vom Verbrauch fährt der neue Mégane E-Tech in seinem Konkurrenzumfeld ganz vorne mit. Die 131 PS starken EV40 130 und EV60 130 verbrauchen im kombinierten WLTP-Zyklus alle 100 Kilometer 15,8 und 15,5 kWh Strom.

Für den Mégane EV60 220 gibt Renault einen Verbrauch – kein großer Unterschied – von 16,1 kWh/100 km an. Der lässt sich nicht nur auf dem Prüfstand, sondern auch im wirklichen Leben erreichen. Im Stadtverkehr ist man im E-Tech übrigens am sparsamsten unterwegs. Auf flott zurückgelegter Langstrecke fließt der meiste Strom.

Mehr Platz als Reichweite

Auf Reisen ist dem Mégane E-Tech ein Mégane Diesel, der mit einer Tankfüllung weiter kommt als ein E-Tech mit einer Akkuladung, überlegen. In der Raumnutzung nicht.

Aus 4,20 Meter Länge holt der Mégane E-Tech, der etwas kürzer als ein VW ID.3 (4,26 Meter), Peugeot e-2008 (4,30 Meter) und Cupra Born (4,32 Meter) ausfällt, viel Platz. Und obgleich er ein gutes Stück kürzer als ein Renault Mégane Verbrenner baut, bietet er mit 21 Zentimeter Beinfreiheit auf der Sitzbank mehr Platz vor den Knien. Drei Zentimeter – eine Welt in der Kompaktklasse.

Das schätzt man mit langen Beinen. Die 1,38 Meter Ellbogenfreiheit auf der Rückbank sind dagegen unterdurchschnittlich, was beim Sitzen zu zweit auf der Sitzbank jedoch kaum auffällt. Auf dem Mittelplatz, dem undankbarsten Platz im Auto, wird es in jedem Fahrzeug dieser Klasse eng, egal, ob der Modellname mit „E-Tech“ endet oder mit „ID“ beginnt.

Eingeschränkte Kopffreiheit hinten

Nur 84 Zentimeter Kopffreiheit auf der Sitzbank, nur 1,51 Meter Karosseriehöhe bei 11 Zentimeter hohem Akkupack im Fahrzeugboden und die hinten abfallende Karosserielinie deuten es schon an: So viel Platz über dem Kopf wie in einem 1,57 Meter hohen VW ID.3 (96 Zentimeter) wird hinten im E-Mégane nicht geboten. Wenn man zu den Sitzriesen zählt, bekommt man dies beim Einstieg und hinten Sitzen zu spüren.

Reichlich Platz für Koffer

Im Kofferraum hat der elektrische Renault Mégane mehr zu bieten, als man ihm vielleicht zutraut. Selbst der längere VW Golf bietet mit 380 Liter Kofferraumvolumen weniger Platz fürs Gepäck. Die 440 Liter Kofferraumvolumen und 1.332 Liter Volumen bei flach gelegten Rückbanklehnen sind in dieser Klasse eine echte Ansage.

Da kann man die etwas hohe Ladekante, die 78 Zentimeter über dem Grund verläuft, gut verkraften. Die Ladefläche ist 45 Zentimeter tief. Die Ladeöffnung ist 78 Zentimeter hoch und 96 Zentimeter breit. Bei voll geöffneter, auf 2,02 Meter ausschwenkender Heckklappe gerät das Blech in modernen Parkhäusern nicht in Gefahr.

Anhänger ziehen: möglich

Von der maximalen Zuladung, die zwischen 450 und 508 Kilogramm liegen kann, macht es im Mégane E-Tech keinen großen Unterschied, für welche Motorleistung und Batteriegröße man sich entscheidet. Von der maximalen Anhängelast aber schon.

Mit den 131 PS starken Modellen dürfen maximal 500 Kilogramm an den Haken genommen werden. Der 218 PS starke Mégane E-Tech darf dagegen ungebremste Anhänger mit bis zu 750 Kilogramm Gewicht und gebremste Hänger mit bis zu 900 Kilogramm Gewicht ziehen.

Der bessere Zieher ist natürlich ein Mégane Fünftürer mit Verbrennungsmotor. Der darf bis zu 1.650 Kilogramm ziehen. Aber auch der E-Tech taugt für Kleintransporte. Bei denen sollte es allerdings bleiben, denn im Elektroauto steigt der Verbrauch mit dem Gewicht und Luftwiderstand des Anhängers überproportional stark an.

Digital, multimedial, sicher

Aufgeräumt präsentiert sich der Renault Mégane E-Tech auch in der Sicherheit. Ein reiches Arsenal an Fahrassistenten, vom adaptiven Tempomat bis zum Spurhaltehelfer, wird geboten. Die Multimedia steht dem nicht nach.

Im Cockpit geschieht das Meiste digital, ohne dass die Bedienung darunter leidet. Die zwei großen Displays des Digitalcockpits lassen sich frei konfigurieren. Der Google Sprachassistent unterstützt. Die Navigation zieht den Verkehrsfluss und die Streckentopographie in ihren Berechnungen mit ein. Das Smartphone wird über Android Auto oder Apple Carplay ins System eingebunden. Da vermisst man wenig. Nur ein Head-up-Display steht im Mégane E-Tech nicht im Angebot.

Antritt stark, Auftritt gelungen

Viel Licht, wenig Schatten. Von der Optik, vom Handling und Wertigkeit setzt sich Renaults fünftes Elektromodell nicht nur von den anderen Elektroautos der Marke ab, sondern macht dem VW ID.3 echte Konkurrenz. Zu einem konkurrenzfähigen Preis, denn mit 35.200 Euro für das Einstiegsmodell ist der Mégane E-Tech zumindest auf dem Papier günstiger.

Doch der Vergleich hinkt, denn mit der extrem eingeschränkten Ladeleistung ist das Basismodell kaum praxistauglich. Knapp 2.000 Euro mehr müssen daher für die boost charge Version hingeblättert werden. Angesichts des Technik-Fortschritts wirkt die Ladeleistung selbst in den höheren Varianten bereits überholt. Mit erhöhter Ladeleistung ist der Mégane E-Tech attraktiv, mindestens auf Augenhöhe mit dem VW, verliert aber auch seinen Preisvorteil gegenüber dem ID.3.

7/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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