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Renault Arkana im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Renault Arkana werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

4,7/5 aus 13.784 Bewertungen

Das Crossover Renault Arkana nimmt mit seiner Coupé-Form die deutsche SUV-Konkurrenz ins Visier - zu einem deutlich besseren Preis. Die Verarbeitung ist gut, die Qualität stimmt, dafür müssen Autofahrende bezüglich der Motoren Abstriche machen.

  • Günstiger Preis
  • SUV in schicker Coupé-Form
  • Moderater Verbrauch
  • Nur drei Motorisierungen verfügbar

SUVs sollen nicht nur groß und geräumig, praktisch und variabel sein, mittlerweile müssen sie auch schick aussehen. Und was könnte schicker sein als ein Coupé? Wie das mit einem SUV zusammenpasst, haben in der Vergangenheit vor allem die deutschen Premium-Hersteller vorgemacht.

Egal ob Audi, BMW oder Mercedes, jeder von ihnen hat mehrere schnittige Geländewagen im Portfolio. Die haben allerdings ihren Preis. Renault grätscht mit dem Arkana dazwischen. Der orientiert sich optisch an BMW X6 und Konsorten, ist mit einer Länge von 4,57 Meter aber eher zwischen Kompakt- und Mittelklasse angesiedelt. Der Preis: sagenhafte 28.150 Euro. Zum Vergleich: Der ähnlich dimensionierte Audi Q3 Sportback kostet fast 10.000 Euro mehr.

Nur drei Motoren für den Renault Arkana

Ganz neu ist das SUV nicht: In Korea wird er als Samsung XM3 verkauft, in Russland gibt es seit 2019 einen Renault Arkana auf Basis des Dacia Duster. Das rumänische Billig-SUV ist dem Arkana aber nicht anzusehen. Die Designlinien sind fließend, alles strebt gen Heck, scharfe Kanten gibt es kaum welche, der Renault wirkt eher wie im Windkanal geformt.

Ganz so sportlich wie es scheint, ist der Franzose aber nicht. Für den Arkana bietet Renault nur drei Motoren an: zwei Benziner mit 1,3 Liter Hubraum und 140 PS beziehungsweise 158 PS sowie einen selbstladenden Hybrid mit 145 PS. Für die Kundschaft dürfte das meistens ausreichend motorisiert sein. 

Gute Verarbeitung, weiche Sitze

Zeit im Renault Arkana Platz zu nehmen. Der Einstieg ist einfach, das SUV hat eine Bodenfreiheit von 20 Zentimeter und liegt angenehm hoch auf der Straße. Trotzdem ist er mit einer Höhe von 1,58 Meter niedrig für diese Fahrzeugklasse. Im Innenraum dominieren Leder und Alcantara, die durch rote Ziernähte aufgelockert werden. Dazu gibt es den üblichen Kunststoffmix. Die Verarbeitung ist gut, es knarzt oder knirscht nichts. 

Die Sitze sind komfortabel, typisch französisch eher weich und bieten ordentlich Seitenhalt, das Platzangebot ist ausreichend. Vorne ist die Kopfhöhe gut, aber rechnet man die Kniefreiheit ein, reicht das nur bis zu einer Körpergröße von 1,95 Meter. Hinten ist das Platzangebot durch den Radstand von 2,72 Meter ähnlich, auch hier reicht es nur bis zu einer Länge von 1,85 Meter. Das abfallende Dach der Coupé-Form hat eben seine Konsequenzen, die sich im Raumangebot widerspiegeln.

Der Kofferraum bietet im reinen Benziner 515 Liter Stauraum, umgeklappt lässt er sich auf 1.296 Liter erweitern. Es entsteht eine ebene Fläche von bis zu 1,87 Meter Länge. Das ist auf Höhe der Konkurrenz. Der Audi Q3 Sportback beispielsweise schafft 530 bis 1.400 Liter.

Digitaltacho gegen Aufpreis

Die Bedienung kennen Autofahrende aus anderen Modellen von Renault. Die Lautstärkeregelung des Arkana findet per Schaltfläche an der Rückseite des Lenkrads rechts statt. Das ist am Anfang etwas ungewohnt, aber letztlich nur eine kleine Umstellung. In der Basisversion schauen Fahrende auf analoge Instrumente, für 2.000 Euro gibt es in der Version Intens ein virtuelles Cockpit, das sich mit wenigen Einstellungen persönlich anpassen lässt - etwa auf die übliche Kombination aus Geschwindigkeit und Drehzahl oder eine großflächige Anzeige der Navigationskarte.

In der Mittelkonsole sitzt im Renault Arkana immer ein Bildschirm. Welcher, ist von der Ausstattung abhängig. Im Basismodell Zen ist es ein hochkant stehendes 7-Zoll-Touchscreen, in höheren Versionen des SUV ein 9,3 Zoll großes Display. Das ist gestochen scharf, reagiert schnell und lässt sich per Apple CarPlay und Android Auto mit dem Smartphone verbinden. Für die Klimaautomatik gibt es ein separates Bedienteil mit Drehreglern, die auch in anderen Renault- oder Dacia-Modellen zum Einsatz kommen.

Auf der Autobahn wird es zäh

Auf der Straße verhält sich der Arkana relativ unauffällig. Los geht es mit dem Basisbenziner mit 140 PS. Der besitzt einen Mini-Hybrid mit Startergenerator, dessen Batterien unter dem Beifahrersitz versteckt sind. Er hilft beim Anfahren und Beschleunigen und das macht sich in Verbindung mit dem Turbo schnell bemerkbar. Der Renault Arkana ist flott unterwegs, auf der Autobahn geht ihm bei höheren Geschwindigkeiten ein wenig die Puste aus. Der Vierzylinder klingt angestrengt und wird laut. Wen das stört, der greift zur Version mit 158 PS.

Als Verbrauch gibt Renault im Schnitt 5,8 Liter an. In unserem Test sind es eher acht Liter Super. Serienmäßig ist in allen Benziner-Modellen eine siebenstufige Automatik, die ihren Job gut macht und unauffällig die Gänge wechselt. Nur beim Anfahren wird es öfter mal ein wenig hakelig und das sonst so fehlerlose Getriebe ruckelt.

Das Fahrwerk des Renault Arkana ist komfortabel, das SUV gibt ein gutes Gefühl für die Straße weiter, die Lenkung ist nicht zu schwammig, besitzt aber zu viel Spiel. Das verschwindet im “Sport”-Modus, der ansonsten aber nur für ein wenig flottere Gangwechsel sorgt.

Vollhybrid statt Plug-in Hybrid

Die Alternative zu den reinen Ottomotoren ist der viereinhalbtausend Euro teurere selbstladende Hybrid. Der deutschen Kundschaft wäre wahrscheinlich ein Plug-in Hybrid mit der Möglichkeit, die Batterien extern aufladen zu können, lieber gewesen - der ist mit bis zu 6.750 Euro förderfähig. Stattdessen setzt Renault im Arkana auf seine bewährte Kombination aus Ottomotor und zwei Elektro-Aggregaten. Zu dem Benziner mit 94 PS gesellen sich ein Startergenerator mit 20 PS und ein E-Motor im Getriebe mit 49 PS. Es gibt zwei elektrische Gänge und vier konventionelle - das Schalten übernimmt die Automatik.

Gestartet und angefahren wird immer rein elektrisch - theoretisch bis zu einer Geschwindigkeit von 70 km/h. Je nach Akkustand oder nervösem Gasfuß schaltet sich der Benziner dazu, der zwar nur subtil zu hören ist, aber nicht so rund klingt wie der im Standard-Modell des Renault Arkana. Grundsätzlich greifen die Systeme reibungslos ineinander.

Ausstattung und Sicherheit

Für sportlich Fahrende ist der Vollhybrid aber nichts. Auf das plötzliche Treten des Gaspedals reagiert der Arkana mit deutlicher Verzögerung. Für solche Fahrende wurden Hybridfahrzeuge aber auch nicht entwickelt. Der Verbrauch liegt laut Hersteller zwischen bei fünf Liter Benzin, im Gegensatz zum Basismotor zeigte sich das im Test als durchaus realistischer Wert. Der Renault Arkana blieb meist unter sechs Liter Benzin auf 100 Kilometer, weil sich viele Fahrsituationen rein elektrisch realisieren lassen.

Die Basisausstattung des Arkana können sich viele Hersteller zum Vorbild nehmen. Zwölf Sicherheits- und Assistenzsysteme bietet Renault an, neun davon gibt es in der günstigsten Version “Zen”. Dazu gehören die Erkennung von Verkehrszeichen, ein Notbremssystem, das Halten der Spur und ein Abstands-Tempomat. Aufpreis kostet das Warnsystem für den toten Winkel, der automatische Einpark-Assistent und eine 360-Grad-Kamera für mehr Umsicht beim Rangieren. Beim EURO NCAP Crashtest erhielt der Renault Arkana Bestnoten.

Fazit: schick und günstig

Der Renault Arkana ist ein Kompromiss. Er sieht schick aus, bietet die beliebte Coupé-Form, stellt aber keinen Motor zur Verfügung, der diese Sportlichkeit in Fahrleistungen umsetzen könnte - bei maximal 158 PS ist Schluss. Das dürfte für die Kundschaft nicht so wichtig sein. Viel entscheidender ist: Der Renault Arkana ist ein SUV, das sich für viele Einsatzzwecke eignet - als Familienauto und für den Single-Haushalt - zu einem Preis, der deutlich günstiger ist als alles, was BMW, Audi und VW in diesem Bereich anbieten. Gerade das dürfte viele Interessierte überzeugen.

7/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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